Band 
Zweyter Theil [1].
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430
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4zo Gerber.

bürg*» ohne Namen des Malers- Ferner, nachGrenze, ein Kind mit einer Puppe in den Händen.Diese Blätter sind zun, Theil mit 1762. und 66.datirt. F iorill o R. S. II- 9t. wo eines dieserBildnisse (des Grafen P. Jaguschieskoi, nachDancourt) sehr brav gestochen genennt wird. ImGantkatalog von Brandes heißt dieser Künstlerirrig Guerussunoff.

Gerber, (Albinus), ein Frankfurter, malteum 1630. historische Tafeln ^für die dasige St.Catharincnkirche. -H. G- Hüsgen S. 9z.

* Gerbt er, (Balthasar), mit dem Zunamend'Guvtlly. Maler und Baumeister. Nach Mi-lizia (Lä ter?. II. 18z—84) kam er sehr jungnach England, wo er die Gunst des Günstlings(von Buckingham zu gewinnen wußte. Im 1628.erhob ihn Carl I. in den Ritterstand, und versprachihm die Superintendenz der Königl. Gebäude nachJones Tode. Er schrieb einen: Dollmerscher derAkademie für die fremden Sprachen, füralle Wissenschaften und adeliche Uebungen,eine elende Rhapsodie! Alsdann begab er sich mitseiner Familie nach Eurinam, wo ihn die Hollän-der mit solcher Wuth vertrieben, daß sein Sohndabey umkam. Nach seiner Rückkehr nach Europa gicng er mit Carl II. wieder nach England, undzeichnete die Triumphbogen für den Wiedcrempfangdieses Königes. In Frankreich ließ er eine Schriftvom Festungsbau, und zu London 1661. eine kleineAbhandlung über Prachtgebäude drucken, woriner sich eitel genug über Jones hinaussetzen wollte.Noch später einen Unterricht für alle Bauwerkleute,wo er die Löwenköpfe von Webb, zwischen denMastern an den Häusern in der Great-queenstreetlächerlich machte. Von seiner Zeichnung war dernachwärts abgebrannte Pallast Hempstedtr Mars-hai. Dem Parlament gab er einen Entwurf ein,die Londner-Straßen zu livelliren. Endlich stifteteer zu London eine Akademie nach dem Muster derschon von Carl I. errichteten, die er das MuseumMinerva nannte, worin Sprachen, Wissenschaf-ten und Künste gelehrt wurden, und welcher einjeder sich einverleiben mußte, der sich wollte Edel-mann heißen lassen. Aber das schöne Institutgieng — ohne Feuer — bald wieder in Rauch auf.

Gerb!, (Johann), Bildhauer von München ,verfertigte die Bilder der H. Maria, St. Seba-stians und St. Rochus für die Kapelle U L. F.zu Gmünd, um 1635- Westenrieder.

Gerhard, (Detlof), ein berühmter Glocken-gießer, nach seinem Geburtsort von Bopen ge-nannt; goß 1490. zu Ruppin die dortige großeGlocke von nc ». Zentner; sie hat zehn Ellen imUmfang, und ist drey Ellen hoch Ebenderselbehat auch die große Glocke zu Erfurt gegossen.Leyßler nennt ihn S. >349. Derlorv Sven, vonBempis. M'colai.

— — (Otto), geb. unweit Regenspurg, einMaler, dessen Werke ungemein viel Genie verra-then. Sowohl seine Historien als kleine Pferd-stücke und Scharmüzel sind mit besondern, Feuerund Lebhaftigkeit gearbeitet. In letzter» ahmteer den Bourguignon und besonders dessen ange-nehmes Colorit nach. Er blühete um 1720. L.v. w.

Gerike. (Johann Ernst), ein Kupferstecherzu Berlin , der dort von 17-46. bis wenigstens i?75-um 1778 aber, Alters halber nicht mehr gearbei-tet hat, und vor >789 dort verstorben war. Vonihm kennt man eine ziemliche Anzahl Bildnisse vonmeistens »»berühmten Personen, nach Falbe, Hu-ber, Karlsteen, Rosina Lisiewsky, und Reich;dann eine Verbesserung des Waltherschen Plansvon Berlin nachgestochen, worin alle zwischen1740. und 66. vorgefallene Veränderungen einge-tragen, und das Ganze von dem ersten Verfasser(Ioh. Fried. WalthM mit 7. Prospekten vermehrtworden. Endlich hat er auch Verschiedenes für

Germain.

die Berliner - Genealogischen Kalender gearbeitetMeusel I. II. und Mrc.

* Gerike, (Samuel Theodor), rIlcolaimacht ihn zu einem Schüler von G. RomandeauZu Rom ließ er mit Elias Terwesten die vornehmtsten antiken Statüen und Basreliefs für die neueMaler-Akademie zu Berlin abformen. In,6gZward er mitboo. Rthlr. GehaltChurfürstl. HofmalerKenner behaupten übrigens, daß er in seiner Kunstnur mittelmäßig war, und es allen seinen Kom-positionen an Sinn mangelt Witzig im Geist oesZeitalters mag seine Vorstellung des Leichenbegäna-nisses des Forstmeisters von Lüderiz, im sogenann-ten Tobackzimmer zu Oranienburg dünken weres will, wo Haasen, Fuchs und Hunde die Todten,gräber, Leichenbitter und Sargrrager ausmachen.Hinwieder findet sich freylich von ihm in der Ni,colai-Kirche zu Berlin ein Christus am Oelberg.Als Professor lehrte er Perspekriv und Architektur!Auch sieht man von ihm ein Paar geätzte Blätter;wie z. B. einen kleinen Narcissus (inv. ot We.Romss) und dann ein allegorisches Titelblatt zuseiner Uebersetzung von Duftesnoy GedichtHrte Lrapbica ch 699. auf welchem das Büsteentweder dieses letztern, oder des Uebcrsetzers er-scheint. Lk'Mräcr und

* Geringl'us, (E ). Von ihm führt einVerzeichniß meines sel. Vaters ein Paar DutzendBildnisse von mehr und minder berühmter Schweden aus allen Ständen, nach Arenius, Brenner,Karlsteen, Meytens , Schröder und Streng, einigeauch ohne Namen des Malers an.

Gering«, ( ) ein Künstler, von welchem

man Landschaften siehet, die Cornelius Poelemrbürg mit Nymphen u. s. w. staffirt hat. Mn.

* Gerino von Piftoja. Lanzi I. ?l. nenntihn, eben auch nach Vasirri, einen fleisskgen, aberkalten und müheselkgen Maler, und führt dannvon ihm, im Allgemeinen, Arbeiten zu St. PeterMaggiore in Florenz , zu St. Sepolcro und auchzu Rom an, wo er dem Pinturicchio geholfenhabe.

Gerli, (Carl Joseph), ein Künstler diesesNamens ätzte 1737- die Zeichnungen von Leon-hard da Vinci, aus der Ambrosianischen Biblivthek zu Mailand , auf 6 r. Folioblätter.

Germain, (Ludwig), Zeichner und Stechermit der Nadel und dem Grabstichel, geb. zu Paris » 7 ZI. Derselbe hat mit Geist mehrere kleine Land-schaften und andre Blätter nach verschiedenenMeistern gestochen. So z. B. ein Heft kleinerLandschaften nach Sarrasin , ein andres nach Wei-rotter, und eine bergigte Landschaft mir einerHirschjagd nach F. M. Borzoni; dann les D-ttan-ceunes (spielende Kinder) und le IVIarcR-mä ösko^ome, beyde nach Schenau. Rost VIII.

256-57.

* — — (Thomas), dessen im Lex. unter demNamen seines Vaters perer's gedacht wird.Noch als Knabe gieng er in die Schule des älternBoullogne. In Rom hakte er sich auf sechs Jahrebey einem Goldschmied, aber mit dem Anhangeverdungen, daß er täglich zwey Stunden im Va-tikan studiren dürfe. Mit dem Bildhauer le Groshatte er sich durch genaue Freundschaft verbunden,und arbeitete öfters mit ihm. Nach zwölf Jahrren Aufenthalts in Rom , und drey andrer in demübrigen Italien, kehrte er 1704. nach Paris zu-rück, und arbeitete von da an »»ermüdet für denfranzösischen sowohl als für fremde Höfe. Der-jenige zu Lissabon ließ, als er seinen Tod erfuhr,ein feyerliches Hochamt für ihn begehen, demalle Künstler in dieser Stadt beywohnen mußte».Seit 1738- bekleidete er die Stelle eines Echevinsvon Pavia . Milizia (kcl. rer?. II. 339.) nenntseine Angabe zu der Kirche St. Louis du Louvrevon gutem Geschmack, doch zu sehr nnt Risalite»überladen.