Band 
Zweyter Theil [1].
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458
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458 Godbois.

Lesux - Hrt8 von iZoz ein damals in Aleneonlebender Formschneider genannt.

Godbois, ( ) ein neuerer französischer

Künstler, der gemeinschaftlich mit Adolph Roehndie Schlacht von Marengo auf einem l2^ hohenund langen Bild vorstellte, wovon letztrer dieFiguren, und Godbois die Landschaft malte.»Sie scheinen sich aber" (heißt es bey FlorilloIII. zzl.)bey dieser Arbeit übereilt zu haben."

G 0 dde, ( ). So Wird im Hlmsnaek cls8

Ussux - Hrt8 von iZoz. ein damals in Paris lebender Baumeister genannt.

Godeau, (Simeon), geb. zu Paris 1632.kam 1694. als Kunstgärtner in Churfürst!. Dienstenach Berlin , wo er den Garten zu Charlottenburg nach des berühmten le Notre Riß anlegte. Eingleiches that er zu Ruhleben und Wusterhausen ,jedoch nach fremden Rissen. Als ein unvertrag-samer Mann, und da er doch selbst nur geringeVerdienste hakte, bekam er i?n. seinen Abschied.Vucolal.

Godecharles, ( ). So hieß ein um

1806. lebender neuer flamändischer Bildhauer.

* Godefroy, (Franz), Zeichner und Kupfer-stecher, geb. 17^8- zu Rouen , der sich als einender beßten Schüler von le Bas ausgezeichnet hat.Unter seinen zahlreichen Werken, theils nach seinereignen Erfindung, theils nach Andern, befindensich vorzüglich schöne Landschaften nach Casanova,Gelee, de laHire, Lankara, Pillcment, lePrince,Teniers , Vernet, u. s. f.; dann das angenehmeBlatt nach Gandat: Hu MLnes äs,l. Z. Uous-sesu; Gattungsstücke, nach Fragonard , und end-lich mehrere Blätter auf die Begebenheiten desamerikanischen Kriegs von ,782. wovon auch Ponceeinen Theil gestochen, und die zusammen einensehr unterhaltenden Quartband ausmachen. RostVIII. zig. wo mehrere dieser und andrer seinerBlätter namentlich angeführt und gewürdigt wer-den. Eines derselben: ja Pauls aux (Iuinse8,welches ebenfalls auf die Revolution von Nordame­ rika Bezug hat, und sich'schon von 1776. datirt,nach seiner eignen Erfindung gestochen, wird imGantkatalog von Brandes ein schönes Blatt ge-nannt. (Man bemerke, daß das Lex. offenbardem unten folgenden englischen Künstler B-Godfrey wohl einen guten Theil desjenigen zu-schreibt, was unserm Franz Godefroy gehört).

Godefroy, (F. oder John). So heißt einin Paris (1326.) lebender berühmter Kupferstecher(ob mit dem Obigen noch derselbe, ist uns unbe-kannt) der im Hlmanach äs3 Ueaux - Hrt8182z. den Titel eines Kupferstechers des Museumstrug, und zugleich die Stelle eines Professors fürdie Ornamente an der sogenannten Lools ^raruits<ls Vs88n> bekleidete, in welcher letztem Eigen-schaft er jüngsthin (1826.) die Besoldung von 1200.Livr. erhielt. Von ihm werden bereits in ermeld-tem Almanach von ,32z. angeführt: Das bekannteberühmte Blatt, Psyche und Amor, nach Gcrard(1801,); dann Daphnis und Chloe ohne Namendes Malers; in den XouvsUe8 6e8 Hrt8 (IV.,zz.) aber der Tod des Hippolythus, nach einerschönen Zeichnung von Vernet dem Sohn, vonDarcis und unserm Godefroy gemeinschaftlich ge-stochen. Ebenfalls gemeinschaftlich mit Lingee gaber dann das vortrefliche Bildniß von Bonaparkezu Malmaison. Ferner: ls Hanger cls la Urssi-pitation, ein großes, sehr schönes in punktirterManier gearbeitetes, und theils schwarz, theilsin Farben abgedrucktes Gattungsblatt, nach Schall (i8c>i.). Von seiner Psyche und Amor sagt Ladon (Annal. I. 29291.):Es war eine schwereArbeit, dieses schöne Werk in Kupfer gestochen sonachzubilden, daß nicht bey dem einfarbigen Tondie Mannigfaltigkeit der Tinten, diese Schätze desColoristen, und die vielen angenehmen Contraste, die

Godefroy.

dem Gemäld einen so großen Reiz geben, der feineAusdruck, die Anmuth und Harmonie des Ganzenverloren giengen. Aber noch mehr gewagt wardie Idee des Künstlers, alle Arten des Kupfer-stechens in Einem Blakt zu vereinigen, die ihm je-doch auf eine bewunderswürdige Weise gelungenist. Das Sanfte der punktieren Manier in demFleische der Figuren macht einen schönen Contrastmit der lebhaften und kräftigen Wirkung des Grab-stichels in der Landschaft; und das Ganze wird nochdurch den Zauber des Helldunkels der schwarzenKunst gehoben. Das Blatt thut eine auffcrordenk-liche Wirkung; man glaubt ein Gemälde zu sehen, Inicht einen Kupferstich. Die Figuren sind ,3. Zollhoch, eine Größe die bisher noch nie (?) ausge- Iführt wurde. Das Ganze hat 23. Zoll Höhe, und20. Breite. Preis: 160. Livr. und 520. avsnt I»lettrs." Eben so gab er im I. iZo^s. ein zweytesvortrefliches Blatt- Offiau, der im Mondscheinam Bache die Harfe schlägt, und ringsumher dieErscheinungen, welche sich seiner Begeisterung dar- 'stellen, ebenfalls nach Gerard, in einer mit dem IGrabstichel und Ponzen gemischten wahrhaft zau- Ikeuschen Manier. Eine ausführliche Beschreibung Idavon s. in Meusels Arch. IV. 99. Bemer-kungen über eben dieses Blatt sowohl als überden Tod des Hippolythus, wo von unserm Kunst- I!ler dieselbe Manier (wohl am unrechten Ort) äuge« >bracht wurde, s. auch im Iourn. für Litteratur Iu. Lunft l. 7Z 77 - Sein jüngstes Blatt dann !^istwohl: Der todte Christ auf dem Schooße der IH. Jungfrau, »ach Hann. Carracci im XI.II. Heft IIdes Nu 8 se kran90L8. I

Godefroy, (I ). In dem Hlmanaeb <lsz I6saux-Hrt8 von ,82z. erscheint wieder zuvrr- Iläßig ein andrer Godefroy unter den Landschafis- Istechen,; wahrscheinlich derjenige, welcher für das IXXXIX. Heft des N',866 Irrmgois. eine Landschaft Ivon Orizonte, nach Marchais Zeichnung geliefert Ihat. S. auch den gleich folgenden Art. I

( ) Vater. So heißt in de» Xou- I

velle3 Ü68 Hrt3 IV. 152. ein Kupferstecher, der I

um i8of in die XXX. Lieferung der Nable-iux, I

8tatus3, 6a8relies8 st 0amss8 äs la 6aleris cls I

klorsnse sts. ein Blatt (einen mit einem Fuß- I

knecht fechtenden Reuter nach einem alten Stein' I

beendigte, welches eigentlich der gleich nachfol- I

gende Godefroy Sohn gestochen hat. Und zwei- I

feln wir nicht, daß unser Godefroy der varer I

kein Andrer als der gleich vorhergehnde im Hlma- I

nack ÜS8 Lesux - Hrt8 Landschafrsstecher ge- I

nannte Godefroy sey, da, nach diesem Almanach, I

dieser und Godefroy der Sohn in Einem Hause I

lebten. I

c ) der Sohn, der, wie gesagt, »

ebenfalls im Hlman:sli äe8 6eaux-Hrt8 von I1803. unter den damals in Paris lebenden Kupfer- Isiechern erscheint Das Wenige indessen, was Iwir zuverläßig von ihm wissen, ist dasjenige, was Ioben unter der Rubrik seines vermuthlichen Vaters Ienthalten ist. Von ihm sind vielleicht die Blatter: »David mit Goliaths Haupt, nach Guido, gemein- Ischaftlich mit Coigny, und das Fest der Panathe- >näen, nach einem alten Basrelief, gemeinschaft- I

lich mit Niguet, beyde für den 0our8 Ki8torigus »st elsmsntuirs cxvill. oder IX. Heft) und ein IGrab der Musen, nach einem alten Sarkophag Ifür das XX VI l. Heft eben dieses Werks gestochen- »

Welchem von obigen Allen dann das Blatt: I

pis^s tsnclu psr l'Hmour, gemeinschaftlich mit I

Pillement nach Collin gestochen welchem 1'Ksu- »sation cls Lrrrlin, nach Mad. Chaudet, sehr schon Iin punktirter Manier (,301) welchem vier my- Ithologische Medaillons nach N. Poussin zugehören,die in einem LataloZus cls 8 L 8 tsmpe 8 , gul eom-pv 8 snt le konä äs Zaubert III 8 st Obsrl kanes1826. erscheinen; welcher endlich unter die Umrissein Landon's Vie 8 st Oeuvre 8 ÜS 3 Pelntre 8 lesplu 8 selebr 68 gearbeitet habe Alles dieses Ittuns unbekannt.