Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
467
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Gottlob.

Gottlob, (Ernst), Portrait- und Landschafts-maler in Oel und Pastell zu Leipzig , geb. zu Mo-gau ein Schüler Oesers, und wahrscheinlichderselbe, welcher anderwärts ein geschickter Malervon Halberstadt heißt, der zu Leipzig gearbeitethabe, und um 1780-Mitglied der Künstler-Akademiezu Dresden war. Don jenem werden bey Mensel I I.die Bildnisse Ernesti's, Thalemanus, Körners,Böhmens und Schwalans angeführt, die sich aufder Universttats - Bibliothek zu Leipzig befindensollen; und weiter von ihm bemerkt, daß er auchMiniatur in Oel auf Kupfer male. Er lebte nochzu Leipzig 1789- Ob es dann ebenfalls derselbeoder ein Andrer dieses Namens sey, der in getusch-ter Zeichnungs-Manier gestochen habe, ist unsunbekannt. Von diesem letztem führt der LVftrk-lersche Katalog einen Perser-Kopf und eine Gärt-nerin nach le Prince, vier Blatter im Geschmackevon Ostade nach Traukmann, den Prophet vonBethel, nach einer Zeichnung von Rcmbrand (L.0. Sott/oü seo.. unterzeichnet); dann drey gebir-gige Landschaften, das Innere eines Bauernhau-ses und drey Apostelköpfe ohne Namen des Malers(die Landschaften ganz ohne Namen) au.

Gottmann, ( ). Nach einem, wahr-

scheinlich schwedischen, Maler dieses Namens hatBcrgguist das Bildniß des Pfarrherr» Eric Tol-siadius gestochen. ck/n.

Gotrschalck, (Friedrich), ein Bildhauer,arbeitete um 1776. zu Berlin unter Tassart. Erbossirte Bildnisse verschiedener Personen sehr ähn-lich in Thon. Mcolai.

Gorrschl'ck, ( ) einer derjenigen deut-

schen Kupferstecher, der in jüngst vergangner Zeit,nach den Zeichnungen von Schubert und Matthai,für das bekannte Prachtwerk von Beckers Au-gufteum gearbeitet hat.

* Gouarchln. S. Guercmo.

* Gouaz, (Z)ves le), Stecher mit der Nadelund dem Grabstichel, geb. zu Brest 17^2. Er kamjung nach Paris , wo er zuerst unter Aliamet,hernach unter N- Ozanne, dessen Schwester er hei-rathete, s. Kunst übte. Nach den Zeichnungen diesesletzter» kennt man von ihm üc>. kleine Ansichtenvon französ. Seehäven. Dann zwey Aussichtenvon Candebeck in der Normandie , nach I. Ph.Hacke, t; das Ende eines Sturms, nach Bonav.Pceters; Is Cboix 6ll ?ol 38 »n, und i'Iümkar-gusment 6 s 1 a jeuns tlrsrgus, nach Veruet;zwey Aussichten endlich des Hafens von Livorno ,nach Ebendems. letztres mir Ozanne gemeinschaft-lich gestochen. Rost Vlll. 28990. und

G 0 ubeau, (Alexander), ein Kupferstecher zuParis , arbeitete nach D. Lenicr u. s. w. Man hatauch von ihm, oder e. andern dieses Namens, einenPlan von der Stadt Dünkirchen ; Pläne von Feld-schlachken von Freyburg (r6^g.) und Nordlingen(«ö^ 5 ), u. s. f.

Gsuche, (Christian), ein junger Maler vonAntwerpen , der in 1806 bey der dortigen Akade-mie den zweyten Preis im Fache der großen Blumcn-Zierutheu davon getragen.

E 0 ude, (Damian van der). So wird irgend-wo , ohne Weiteres, ein Maler genannt, der beyFranz Floris gelernt habe.

Goudr, guch Gaud, (Heinrich van), geb.zu Utrecht 1585. Er hatte es schon in seiner Va-terstadt im Zeichnen weit gebracht; aber dasStreben nach höherer Vollkommenheit bewog ihn»ach Rom zu gehen. Daselbst übte er sich mit sol-chem Erfolg, baß man ihn unter die geschicktestenAkademisten rechnete; und hier war es, wo erSchüler, Freund und Wohlthäter von Adam Elz-ljcimer ward. Als dieser unglückliche Mann wegenSchulden ins Gefängniß kam, kaufte ihm Goudreinen guten Theil seiner kleinen Gemälde ab, dieer ihm theurer als andre Liebhaber bezahlte. Und

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nun, nicht zufrieden, diese Schatze allein für sichzu besitzen, wollte er auch andre an seinem GenusseLcheil nehmen lassen; er entschloß sich daher, siein Kupfer zu steche», und nicht eher zu ruhen, bises ihm gelang, in Ansehung der Wirkung seinemUcbilde gleichzukommen. Nach Elzheimers Todkehrte er nach Utrecht zurück Dort brachte einFrauenzimmer, welches Neigung für ihn hatte,ihm einen sogenannten Liebestrank bey, der ihn,vornbergchnde helle Momente ausgenommen, desGedächtnisses und des Verstands beraubte. Indiesen lichter» Momenten wiedmeke er sich immerfort der Kunst. » Während dieses Zustandes " (er-zählt uns Sandrart mit jener "edeln Einfalt,welche allein das Gcpräg ächter historischer Wahr-heit tragt) »sprach ich Ao. 1625. und 26. ihm oftin seiner Behausung zu, in Gegenwart der Person,der er nichts Gutes zu verdanken gehabt; dennsie und die Schwestern hielten die Mittel und dasHaus als Erben inue, und blieb er bey ihnen alsein Kostgänger uuvcrheirathet, an allen Gliedernzerschlagen; doch erfreute er sich sehr, wenn er mirdie Elcheimerischen Gemälde zeigte. Auch ließ eralsbald seinen schönen Geist merken, wenn manvon der Kunst zu reden anfieug." Das Jahr fei-nes Todes, oder vielmehr seiner Erlösung vomElend, ist nirgends aufgezeichnet. Rost allein(aus welcher O.uellc ist uns unbekannt) setzt dasselbeum >6zc>. an. Seine Blätter sind ganz mit demGrabstichel, aber, durch eine eigne Art seine Stichezu ordnen, so genau und fest verarbeitet, daß sieder wärmsten Actzarbeit gleichen , und eine beson-ders große Wirkung des Helldunkels hervorbrin-gen. Seine Köpfe sind richtig gezeichnet, und dieübrigen äusscrn Theile seiner Figuren nicht minderverständig ausgedrückt.- »Da er" (heißt es inMe» sels Muß Xl. ssir. in einem Aufsätze überihn) »das Kupfersteche» nur aus Neigung, underst feit seinem Aufenthalt in Rom getrieben, so istvielmehr zu bewundern, wie er es in so kurzerZeit sowett in seiner Kunst gebracht, als daß man mitFußli (Raisonnir. Verz. S. 127.) eine dreistereHand an ihm missen sollte" was auch in derThal uns, entweder nichts, oder etwas ganz ver-kehrtes gesagt zu seyn scheint Sein ganzes Werkbesteht indessen in 9 Blättern, wovon noch zwcyeVariationen sind; und dos) wurde dasselbe beyöffentlichen Steigerungen zu Paris bis auf 270.Livr. bezahlt. Die Gegenstände (wahrscheinlich allenach Elzhsimer) sind: Der Engel und verjüngeTobias, der den Fisch tragt, sonst auch der klei-nere Tobias genannt (1608 lLvmos); dann Ceres,die ihre Tochter sucht (1610. Uomw). Di-ses Blattwird die Hexe genannt; und zur Vortreflichkeit des-selben mochte wohl Vieles beytragen, daß es,gleich dem erster», unter den Augen des Malersselbst verfertigt wurde. Philcmon und Baucis,die dem Jupiter Gastfreundschaft erzeigen (16,2.).Wieder der Engel und Tobias, der hier den Fischträgt (161Z ). Dann ohne Iahrzahl: Der An-druck) der Morgenröthe, eine Landschaft ohne Fi-guren, dessen Erfindung von Einigen, wohl ohneGrund, Goudr selbst zugeschrieben wird, und zurUnterschrift führt: (,'o:Sr Ualmmus ( oms« (so.Die Flucht in Acgypteu beym Mondschein, eben-falls ohne Namen des Malers; und endlich dieEnthauptung Johannis, eine äusserst kleines, bloß2" 5/" hohes und Vrtt ^ breites Nachtstückgen inOval, welcher weit für die seltenste unter diesenKuiistjuwelcn geachtet wird. Rost V. z6.

Goudr oder Gour, tI F), Maler, geb.zu Berlin, durchreiste halb Europa , und hielt sichum 1280. in Oarmstadt auf. Auf diesen Reisensammelte er sich unendlich viele Ideen, die ihn inallen seinen Unternehmungen miterstütztcn. Auffrischen Kalk malte er meistens Landschaften ausder Schweiz ; dann zeichnete er viele Blätter vonRuinen, aus den Gegenden um Cpcyer, die sichum 178? bey dem dortigen Kriegsrath Merk be-fanden. Meusel.l. Ebendess. MisceU. XV.18-s. S. auch unten Gour.

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