Guenaud.
Altare in der St. Ulrichskirche zu Augsburg . Fürden St. Michaelsaltar wurden ihm 400. Guldenbezahlt, woraus man auf die Geschicklichkeit diesesKünstlers schließen kann. von Srerren 275.
Guenaud, ( ). So nennt Fl. le Comre
(III. 169.) ohne Weiteres, einen Ordcnsmann undMaler von Tours, der in spätern Jahren blindgeworden sey.
Guenepin, (Aug. Joh. Maria), geb. zuParis , Schüler von Peyre, erhielt »305. den erstenArchitektur-Preis des National-Jnstituts zu Paris ,im 25. I. seines Alters. Der Gegenstand war:
Das gemeinschaftliche sowohl als die besondernGebäude sechs begüterter Familien, welche sich ver-einigt hatten, gemeinschaftlich Wissenschaften undKünsten obzuliegen, und solche aufzumuntern.
G»enoup,( ). So wird im AImanaclilies Deaux-Arts von lgoz. ein damals in Paris lebender Baumeister genannt.
Günther oder Günter, (Caspar), einBildhauer von Danzig ; verfertigte 166z. für denChurfürsten von Brandenburg die Brustbilder derzwölf ersten römischen Kaiser, von weissem Mar-mor in natürlicher Größe, die in dem Garten zuCharlotkenburg stehen. Man bezahlte ihm fürjedes, ausser dem Marmor 50. Rthlr. Mcolai.
(Christian). So nennt Meus.(Rünstler - Lexikon 1 ) um 1778 einen Blumen-und Tapetenmaler zu Berlin ; von dem es abernachwärts im ll. Lh. heißt: Er falle weg, weiler bloß Anstreicher sey.
— — (Christian August ), Zeichner und Kup-ferätzer , geb. zu Pirna 1760. Seine erste Lehrerinwar die Natur, ehe er noch Anweisung in derKunst erhielt. Professor Zingg bemerkte sein Ta-lent, und Günther hatte das Glück, daß er ihnin seine Schule aufnahm , in welcher er drey (nachandern acht) Jahre studirte. Während dieser Zeitbildete er sich zu einem Künstler, und hat bey denakademischen Ausstellungen zu Dresden durch seinecolorirten Zeichnungen vielen Beyfall erhalten. RostII. 363. und Aeller. Bisweilen streifte er auchin andre Kunstreviere. So z. B sah man von ihmauf dem Salon von 1300. ein Mädchenbildniß inPastell; davon aber hieß es sehr artig: Es beweise,daß H. Günther auch ausser seinem Kreise sichnicht ganz ohne Anmuth zu bewegen verstehe.Deutsche Bunstbl. 1l. 28- Seine geätzten Blat-ter dann sind gewöhnlich mit vielem Geist gear-beitet. So z. B. die beyden schönen Landschaftennach Wouwermann und Dietrich für den III. B-der Dresdner-Galerie; dann die: Sechs male-rische Ansichten aus dem plauischen Grundebey Dresden , die den Müllerschen Schilderun-gen beygefügt sind (diese vor 1789-)- Ferner:Malerische Geizten von Deutschland , ent-worfen nach der Aacur, und historisch-roman-tisch (desto schlimmer!) dargestellt von Gün-ther und Schlenkert 2. Hefte (6 Bl )Leipzig bey Voß 79 -l- — Ansichten der Gegen-den und schönen Anlagen um Leipzig (H.Bl.)
799 ,. Charakteristische Darstellungen derBaume, als Lecrionsblatter für geübte Land-schaftszeichner, Maler und Kupferstecher.Leipzig bey Leo >802. -- tdarurschönheiren säch-sischer Gegenden von B r ü ck n e r und Gün-ther, mir 35. kleinen Landschaften begleitet»804. Um eben diese Zeit, nach der Zeichnungvon Kraus und Schütz, meisterhafte Blätter zuVogts Ansichten des Rheins. (Franks, beyIDiUmanns). Die meisten dieser Kunstwerke kamentheils schwarz, theils in Aaberlischer Manier colo-rirt ans Licht. Gute, zum Theil scharfe Critikcnüber einige derselben s. im journsl k. biläenüsAunste 8. 176-81. und Allst. Bunstz. 290-92.
Auf dem Dresdner -Salon von ,305. dann sah
") Franz Ignatz Günther und Matthaus Günther sind
Guerard. 49z
man von unserm Künstler eine Landschaft in Gouache,deren leichte und lockre Behandlung man rühmte,aber etwas mehr Luftperspektiv darin vermißte.(Meufel Auch. IV. n?.). Ebendaf. S. 102.wird der besondern, mit der Akademie in keiner Der-bindung^stehnden Zeichenschul - Anstalt eines Schul-rath Günthers gedacht, von welchem wir abernicht wissen, ob er der mistige-ist? An die 40.
Blätter von ihm sind genau im winklerschen Ka-talog verzeichnet.
* Günther, (Franz Jgnaz). Man findetKupferstiche nach ihm in dem Vitruvs Lavarois.
— — (Gottlob), gab 1791. (Leipz. 8 ) Pri-vat - Unterricht in der Civil - Architektur, nebsteiner Beschreibung der Arbeiten einiger zurausübenden Baukunst erfoderlichen Künstlerund Handwerker, zum Selbstunterricht fürjedermann. Ob er selbst ausübender Künstlerwar, ist uns unbekannt. Er lebte noch 1796.Meufel Gel. Deurschl.
— — (Johann Georg Christoph von), einPastellmaler und Kupferstecher; geb. zu Oehringen1736, arbeitete um 1775. zu Nürnberg . Er verfer-tigte alle Arten von Farbstiften, von vorzüglicherGüte und schrieb: praktische Anweisung zurPastellmalerey. 4 - Nürnberg 1762. mit 6. Kup-ferstichen (N. Aufl. Ebendas. 1792 >. Er starb,wahrscheinlich zu Nürnberg r? 77 . Meusel I. II.und Schnsst. Lex
— — (I.). Nach einem Maler dieses Na-mens, der zu Jena 1740. arbeitete, hat I. I.Haid die Bildnisse des Arztes G. E. Hambergerund des Jenenser - Professors C. G. Buder inEchwarzkunst geschabt. A/sc.
* — — (Matthäus), geb. -705- z» Bisen-berg in Baiern bey Landsberg; lernte zu München bey Gosmann Daniel Asam, und ahmte den Jo-hann Hölzer nach, bey welchem er sich einige Zeitaufenthielt. Ein Deckenstück in der prächtigenAbreykirche zu Schwarzach in Franken ist vermuth-lich von ihm, nach Holzers Entwurf gemalt, indem die meisten andern von diesem Meister selbstherrühren. Eben so arbeitete er, neben seinemMeister Asam, einige Deckcnstücke in der Kirche zuU. H Gotts Ruhe bey Friedberg. Ferner im neuenResidenzschlosse zu Stuttgardtu. im Congregalionsrsaale bey den Jesuiten zu Augsburg ; die Plafond-gemälde bey den Elisabetherinnen zu München ,u s. f. Er war Direktor der alten Akademie zuAugsburg und lebte noch 1739. Meusel I.
— — (Samuel). Nach einem, sonst ganzunbekannten Künstler dieses Namens, der um 1700.zu Leipzig arbeitete, hat P. Schenk das BildnißFriedr. Heyn'ü von Leipzig , wahrscheinlich inSchwarzkunst geschabt. Msc. *)
* Guerard, (Niklaus), lebte noch 1734.Neben Anderm hat er auch in Desgoders L6>st-ces antigues clo stornL, und in den I'resor üs 8t.Doms gearbeitet. Dann kennt man von ihm einenFechter, nach Jouvenets Zeichnung; ferner Bild-nisse von Schauspielern, und endlich die MengeBlätter aus der französ. Geschichte, hauptsächlichaus dem Zeitalter Ludwigs XIV. wahrscheinlichfür ein »ns unbekanntes historisches Werk. M-c.Gandellini nennt einen N. Guerard den Sohn,und schreibt ihm dann eben obiges Blatt des Fech-ters, nach Jouvenet zu, so daß in diesem Arr.wirklich nicht unwahrscheinlich von Vater und Sohndie Rede seyn kann.
— — delaBarrhe, (Ant.), ein französ.Prospektcnmaler, lebte in Moskau zu Anfang deslaufenden Jahrhunderts. Nach seinen Zeichnun-gen erschien im I. > 8 c> 3 . im Fraucnholzischen Kunst-verlage ein Prachtwerk unter dem Titel: Dou^.evües sts IVIoscou, peiutes par (/rrerarci er ^ravöes
im Ler. irrig erst nach van Gunst eingetragen.