Band 
Zweyter Theil [1].
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502
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gor Guttenbtunn.

tvo ein Künstler, nach welchem C. Pechwill dasBildniß von Niclaus, Prinzen von Esterhazy ge-stochen hat.

Guerenbrunn oder Gurtembrunn,( ) ein sächsischer Maler, stellte um ,735. mit

dem gelehrten Alkerthumsforscher Fabbrom zuFlorenz , gemeinschaftliche Versuche an, um dieEnkaustik wieder herzustellen, welche vorcreflich ge-lungen seyn sollen; und wozu er sich, nach derVorschrift seines Freunds, einzig mit veneziani-schem Wachs vermischter Naphtha bediente. Die-ser Künstler ist wohl offenbar derselbe, welcher obenLudwig Gureborn heißt; und eben so wahr-scheinlich der nämliche, welcher noch 1806. (da-mals Rath betitelt) auf dem Dresdner -Salondesselben Jahrs zwey Copien in verjüngtem Maaß-stabe von Correggio's Nacht und seinem St. Georgausgestellt hatte. Fiorillo Ll. Schr. II. >30.chke. und Oesfcml. Vtachr.

— — ( ). So heißt auch im Russischen

Hofkalender von i 8 c> 4 > ein damals in St. Peters-burg lebender Bildnißmaler, der doch mit demgleich vorerwähnten sächsischen Künstler kaum Einerund Derselbe seyn kann.

Gurren so n, (Hans), von St. Gallen , eingeschickter Münzmeister u. Stemvelschneider. Ward1554. zum Münzmeister in Zürich angenommen,und blieb es bis 1560. Um 1565. kam er dann indie Münze zu Meysenheim in ZwcybrückischenDiensten, und starb 1566. Seine Söhne Thomasund David folgten ihm in seinem Amt; Thomasaber führte sich betrnglich auf, und kam >571. inVerhaft. Sammlung merkwürdiger Medail-leurs X°. 5 > 2 - und iz.

* Gurtier ez. S. Guriere;

Gurwein, (Franz Joseph, Johann Caspar,Johann Melchior und Niclaus Anton), alles Kup-ferstecher, die im XVII. und XVIII. Jahrh, zuAugsburg gearbeitet haben, von Srerren S.402. Von Joh. Caspar kennt man ein Ecce Homo(1639.), und das Bildniß des Solothurner-Kapu-ziners, Joseph Reich, beyde ohne Namen desMalers, MLc.

— — (G. C.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, der um ,635. zuRegensburg gearbeitet habe, und vielleicht mitEinem der Obigen Eine Person seyn dürfte.

* — — (Johann Baptist oder Johann Bal-thasar). Wir halten letztres für richtiger. Kupfer-stecher der Universität Würzburg um 1764. Vonihm kennt man, nach I. Zick: Simson, dem dieAugen ausgestochen werden; die Auferweckungdes Sohns der Sunamithin, und diejenige desSohns der Wittwe von Zarpath. Dann gab er:^lpkabeta varia ex sntiguis Diplomat. et Locillic.IVIsc. üiversorum 8scculorum 1765. Auch inHeybergers lelmoArapbis Haben bcr^ensi, undin der großen Bambergischen Deduction wegenFürth findet man viele Blätter von ihm. Ob esdieser oder einer von dem Obigen sey, welchenBasan (L6. sec ) Johann, sein Geburtsort Mün-chen , und das Geburtsjahr 1711. nennt, ist unsunbekannt. Nach ihm soll letzkrer mehrere Blatternach Amiconi (neben Andern, zwey Amerikaner,mit i?44- datirt) gestochen haben.

Guyard, (Maden,.). Eine geschickte franzö-sische Bildnißmalerin, welche, nach dem Urtheilder Kenner, mit der berühmten Madmois. Lebrunbey den Kunstausstellungen zu Paris nicht selten wett-eifern durfte, starb daselbst im Frühjahr ,30z.Ihnen beyden (sagen die Xauv. 6 es ^rts. I. 30.)hatte man die Menge angenehmer Künstlerinnenzu verdanken, von denen mehrere als Muster undGegenstände der Nacheiferung aufzustellen sind.Ob dieß vielleicht »och dieselbe Künstlerin sey,welche schon oben s. v. Gujard erscheint, ist unsunbekannt.

Gwyn.

* Guyard. S. auch Guiard.

Guygnier, (I.). So heißt irgendwo einMaler, nach welchem I. F. Cars (170z.) dasBildniß des Kardinals Stephan le Camus, undschon früher (, 687 -) G. Ballet ebendasselbe ge-stochen hatte. IlFsc.

Guy 0 t, (Loren;), geb. zu Paris ,756. Schü-ler von le Grand und Lilliard, Stecher mit derNadel und in Farbe», arbeitete um 1787. vornäm-lich in letztgedachker - Zwittermanier. Rost VUI.Z 48 - wo von ihm: l'Oeil ciu Deine (Wappen vonNecker) nach Croisier— Dumanikeet llienfuisancs(lll Uoy, nach Debucourt — LIemence (je HenriIV. nach N. Delarive von Lille — dann vier artigeProspekte von Athen , nach Pernay — Ansichtenaller Monumente und Palläste von Paris , nachSergeant — und endlich mehrere Hefte von Pari-ser - Ausrufern und Trachten angeführt werden.Eine Stelle bey Basan (lücl. sec.) wo es vondiesem Künstler heißt, daß er verschiedene Blätterpatriotischen Inhalts geliefert hatte, laßt uns ver-muthen, daß er der nämliche sey, der während derRevolution die Stelle eines französ. Residenten inGraubündten rühmlich bekleidet hatte. Ob es dannwieder derselbe sey, von welchem man noch ,30z.und 4 in Lenoirs lVIusee ües Nonumens Iran -hvis — die einen sagen, sehr genau und nett, dieandern, sehr nachläßig gestochene Blätter findet —der hienächst, ebenfalls 1305-4. unter dem Na-men A- Euyor, gemeinschaftlich mit VaukhiccZeichnungen zu Vk. Guyor's (weitschichtig ange-legtem) Werke lieferte, das zur Aufschrift trug.-kortefeuiile des Jrtistes, ou nouveau Uecueilcontenant cs gus l'^ntiguite kiAuree nous alaisse cle plus beau et de plus utils ä l'usa^s <leceux qui exercent 1 'art -Zu desseln etc. (und wo-von das Heft von ,2. Blättern nicht mehr als 5.Livr. kostete) — und endlich auch derselbe, von wel-chem ein Vcrzeichniß meines sel. Vaters ein Bild-niß von Colberk, und, gemeinschaftlich mit Or-gelet gestochen: Dntres du pi'ince (je Loude deDizcm ,643. (beyde ohne Namen des Malers oderZeichners) anführt, ist uns Alles unbekannt. Wahr-scheinlich aber gehören diese beyden letzter» Blättereinem ganz andern ältern Künstler zu.

— — ( )- So wird auch im Almanach

des keaux - Hns von 130z. ein damals in Paris lebender Gemäldehändler genannt, der von obigemGuyor (von dem wir übrigens glauben, daß erebenfalls Kupftrstichhandel treibt) durch seine Woh-nung unterschieden ist.

* Guzmar,»», (Johann de). S. Sacra-inenro.

— — (Don Joseph Coboy), geb. zu Jaen 1666. ein spanischer Maler aus der Schule desje-nigen Valois, der hinwieder seine Bildung demSebast. Martine; verdankte. Derselbe ließ sichzu Cordova nieder, und starb daselbst 1746. DieMalereyen am Ende des Kreuzgangs von St.Juan de Dios und la Merced calzada daselbstsind von seiner Hand, und in der Manier desMartine; geschmackvoll ausgeführt. Fiorillo lV.379 -So.

— — (Peter de), elCoxo, oder der Lahme,ein verdienstvoller spanischer Maler, Schüler desPatrizio Cayes, der mit vielen Andern den Pallastdel Pardo unter Philipp III. zierte, und, nachdem Tode des Nie. Granello, Königl. Maler wurde.FioriUo IV. 172—73-

— — (Dou Pedro de), ein spanischer Malerdes X VII. Jahrh, gebürtig von Lucena, von demman in der Parochialkirche daselbst, und im Kreuz-gange de la Merced calzada zu Sevilla verschie-dene Gemälde antrift, die ein heiteres Colorithaben, aber von fehlerhafter Zeichnung sind.

* Gwyn, (Johann oder Jacob), ein irlän-discher Maler und Mitglied der Akademie zu Lon-don um 1760. Nach ihm hat ein Ungenannter :