Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
531
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H e m m e r i ch.

Hemmerich, ( ), ein uns sonst ganz

unbekannter Kupferstecher, arbeitete zu London indes Aarrers Werke von geschnittenen Steinen, ^rc.

Hemon, ( ). So wird im ^Imansost 6ez

ksaux-^rts vvn i8»z. ein damals in Paris leben-der Künstler, unter der Rubrik der Landschafts-Mariuen-- und Architckturmaler genannt.

* Hempel, (Abraham ter). S. H'mpel.

Hemse», (Johann), ein sonst unbekannterniederländischer Maler, nach welchem der Katalogvon Brandes eine im KK. Cabinete zu Wien be-findliche H. Familie, von Prenner gestochen, anführt.

Hemskerk, (Egbert van), der altere undjüngere. Theils in den Katalogen von LDmklerund Brandes, theils in einem Verzeichnjß meinessei. Vaters finden sich an die sn. Blatter, welche,wahrscheinlich alle nach dem jünger», Heinskerkvon C. Allard, I. Deckels, B. Clower, G. Dickin-son, R. Earlom, I. Goldar, I. Gole, G. John-son, Richards, I. Smith, H. Spielinann, undleVasseur, theils gestochen, meist aber in Schwarz-kunst geschabt worden, und von welchen besonders:rkö VillaZo und tüe Lc>N 8 tab 1 e ok tüe

. von Dickinson; tüe 8i»x«r8 und tü«8tocv l'eller-! von Earlom, (Brak,des sagt vonJohnson), und die sitzende Dann» mit der Wein-flasche und dem Glas in der Hand, von einemMann überrascht, von I. Smith schön, undletztres besonders ein seltenes Blatt genannt wird.Bei) Brandes finden wir eines nach ihm: ioMaltrs li'blcoie, von le Vasseur gestochen, dasaber kein anderes, als die Darstellung desselbenGegenstands von unserm Künstler ist, welche ander-wcrts tüs ciurc-l, Kciinol heißt, und, unter diesemletztem Namen sowohl von Beckets als von Golegeliefert wurde.

* Hemskerken, irrig glich E »> skerken,(Martin van). Sein wahrer Name war vanVeen, nicht vandee»», wie es bey Marelet heißt;eines Maurers Sohn aus dem holländischen DorfeHcmskcrkcn. Basai, (bwl. sec.), der überhauptseine Leute ohne Bedenken — hundertjährig macht,setzt sein Geburtsjahr in i Derselbe mußte sich,wie so Viele, aus seines Vaters Haus zu der Kunstwegstehlen Nach Italien gieug er in seinem 5 /,.Jahr. Bey seiner Znrückkunst bedauerte» Viele,daß er seine erste Manier, die seines MeistersEcooreh, verlassen hätte. In seinem Testamentlcgirte er eine namhafte Summe, um jährlichdaraus etliche Töchtern auszusteuern, mit demGedinge, daß sie ebenfalls an einem bestimmtenJahrstage um ein auf sein Grab gepflanztes Kreuz— tanzen sollten; was, wie de ^onrenai be-hauptet, auch seit der Rcligioiisändcruiig, undnoch heutiges Tages geübt werde. Eben derselbeerwähnt: Daß ein Liebhaber unserm Hemskerkeneines Tages für eines seiner Bilder so viel Doppel-dukaten vorgezählt habe, daß letztrer endlich sagte:Es sei) genug! Während der Belagerung vonHarlem in »'>72. erlaubte man ihm, nach Amster-dam zu gehe»; dann aber wurde sein Hans ge-plündert, und die meisie» seiner dorr vocrathigcnArbeiten zu Grund gerichtet — daher solche sehrselten seyn sollen (?). „ Seine Manier zu zeichnen "(sagt Wareler seltsam genug) „war leicht und ver-ständig, aber schwerfällig; seine Drapperie ge-wichtig, und zu sehr mir Faiten überhäuft; seinNacktes trocken; die Figuren stechen zu viel vondem Hintergrund ab (tcanc-üent tcop sur lsl'oncl?), »nid die Muskeln sind allzustark ausge-drückt. Seinen Köpfen fehlt Grazie. Aller dieserGebrechen ungeachtet verdient er den Ruhm, dener iu seinem Lande genoß. weil die Kunst dort nochin ihrem Entstehen war." Wohl gründlicher heißtes indessen von ihm bey Füßli (l V. 27.): „DieierKünstler hatte eine sehr feurige Einbildungskraft,die aber nicht immer von einer soliden Ueberleguuggeleitet ward. Er erfand daher leicht, aber oftohne Wahl; für das Angenehme, Gefällige und

Henchoz» 5Zr

historisch Schickliche hatte erwenigSmn, desto mehraber für das Mechanische der menschlichen Form.Durch das Studium nach Michael Angela erwarber sich eine große und bestimmte Manier in derZeichnung, nebst vielen anatomischen Kenntnissen,die er aber in fast allen seinen Werken auf eine über-triebene Art darzustellen suchte. In seinen Erfin-dungen zog er sehr oft das Sonderbare und Bizarredem Wahrscheinlichen vor. Scine Figuren sindselten in zusammenhangenden Gruppen geordnet,oft seltsam bekleidet, und haben etwas Rohes in denGesichtöbildungc». Seine Gewänder sind manicrirk,schwer, und wie an das Nackte angeklebt. Er malteübrigens mit einem leichten Vertrag und meistensmit einem ziemlich wahre» Cvlorit." He»necke^zJachr. s. Zss.) bemerkt: Daß zwey Gemälde inder ehemalig Gräfl. Brnhlischen Galerie zu Dres-den , worauf viele Bildnisse von einer Schützengildcerscheinen, und die mit b). bezeichnet sind, irrigunserm Heinskerke»» zugeschrieben werden, da siedoch (wie solches auch das beygesetzte Damm » 5 c»/.und 8. beweiset) einem weit ältern Künstler (wahr-scheinlich Tornel. Engelbrechr) zugehörc». Daszahlreichste mir bekannte Verzeichuiß der nach ihmgestochenen Blätter ( 555 .) führt mein sei. Vater an.Ueber hundert derselben, genau beschrieben, ent-hält dann der Winklersche Katalog. Die Meister,welche »ach ihm gearbeitet haben, sind: Beckets,C. Dos, H. Cock, I. Cpllaert, Th. Cvrichaerk,C. Cork, B. Dolendo, P. Furnius, Ph. Galle,H Golzins, W. Hvlkar, G. Jode, H. Ledcrcr,Matham, tz. Müller, M. Pctri, I. Simon, I.Smith, Volkerts. Die Gegenstände sind geisi- undweltlichen historischen, und häufig allegorischen,oft sehr dunkelen Inhalts, im Geschmacke desJahrhunderts. Zu den beßttn »räch ihm gestochenenB lattern zahlt Füßlt (lV. 28-55 ) einen Christusder die Bande löst, die das menschliche Herz andie Sünde knüpfe», von C. Bos; dann: EinenSündcnfall; Noah berauscht; die lustige Geschichtevon Dilcam; die sieben Werke der Barmherzigkeit(7. Bl.), und die Vorstellung nackter ringenderMänner (j. Bl), diese alle von Th. Conchaert.Dann von ihm selbst, in einer dem Holzschnittgleichen, rauhe» aber meisterhaften Manier geatzt:Ebenfalls den ersten Sündcnfall; eine Flucht ausdem Paradiese; und Tobias, der dem Vater dieAugen salbt (Die Beschreibung aller dieser Blätteroder vielmehr ihrer Urbilder verdient nachgelesen zuwerden). Von zwey andern, in demi einem ver-schiedene Personen mit Commerzarbeit beschäftigtsind, ohne Namen des Stechers, heißt es beyiDinklern ebenfalls, sie dürsten von dem Künstlerselbst seyn. Viele dann enthalten ganze Folgenmerkwürdiger Personen, meist des Alten Testa-ments . Ueber Manches, das H. Cock insbcsondersnach ihm gearbeitet hat, s. Se-necte I. c. 5 g 5 —^ j.Gandellinl führt sein Zeichen an.

Heinsievhurs, (F.), dcr bekannte philoso)phische und ästhetische Schriftsteller, und zugleichKunstliebhaber, in Haag. Von ihm kennt man einenBrief über die Bildhauerkunst an Theodor van(Zmcrb, wovon eine sehr prächtige Ausgabe 1769.zu Amsterdam in /,to. erschienen, und mit einigenVignetten und andern Kupferstichen geziert war,die von des Verfassers eigner Erfindung und Zeich-nung sind.

Hen, (D. B-). Wahrscheinlich eine Abbre-viatur, mit welcher das Bilvniß des Arztes Casp.Bauhin's in dcr Rothscholzischcn Sammlung be-zeichnet ist.

Henaulr, (I.) Unter diesem Namen kenntman das gestochene Vildniß eines Arztes, Martin.

Hencen 0 is, ( ). Nach einem sonst un-bekannten Maler dieses Namens hat I. G. Lheloteine Kreuztragung gestochen.

Henchoz, (I. P.), ein wenig bekannterMaler, der zu Welsch-Ncuenburg arbeitete, undnach welchem G. F- Schmidt ( 1744 -), und nach-Werts auch R. Holzhalb (wahrscheinlich als Covie)Dyy 2