5Z2 Henck.
das Bildniß von I. F. Osterwald, V. O. AI.gestochen haben.
Henck, ( ), ein Bildschnitzler, von wel-
chem Norhnagel 1092. ein sehr schönes vonElfenbein verfertigtes Crucifix von 10. Zollenanführt.
— — ( ), ein Frauenzimmer dieses Na-
mens, von welchem ebenfalls Aorhnagel124.ein Bildniß in van Dycks Manier anführt.
Hendricx, (Gillis). So heißt ein nieder-ländischer Kunstverlcgcr, unter dessen Namen manverschiedene Blatter nach Rubens und Van Dyck ,nach erstcrm z. B. den guten Hirt, und eine Ma-donna, (beyde ohne Namen des Stechers), danneine andre Madonna die das Kind umarmt, eineHimmelfahrt, und eine liegende Diana mit Sa-tyren von E- a Bolsmcrr, nach dem letztem abereine Kreuzerhöhung und einen Calvator Mundi,(beyde ebenfalls ohne Bezeichnung des Stechers)angeführt findet.
Hendriks, (W.), ein neuerer Künstler vonHarlem, der sich durch seine mit Saftfarben vor-trefiich gemalte und zum Sprechen ähnliche Bild-nisse einen großen Ruhm erworben. Um 179/,. sahman, neben Andcrm, von ihm diejenige» eines10/,. Jahr alten Mannes P. Vincents und seinerro2. I. alten Frau, B. Jausen, aus dem DorfeSassem zwischen Haarlcm und Leiden, in ihrerHütte am Tisch sitzend vorgestellt, welche damalsder geschickte I. de Wit Iansz von Amsterdam inKupfer zu bringen gedachte. Mensel kI. Mus.260.
Hendrvck, (Ambrostus). So heißt irgendwoein niederländischer Schwarzkunst-Stecher, vondem man ein mit 1700. datirtes Bildniß des Cister-zisuser-Abts Claudius Petit kennt.
Hendu,( ), ein vermuthlich englischerMaler, nach welchem I. Wilson die Geschichte vondes alten Tobias wieder erlangtem Gesichte ge-stochen hat.
Hengenroder, ( ), ein junger deutschet
Künstler. Proben von seinen schönen Talenten gaber bereits durch mehrere Zeichnungen für die um1807. in dem Frauenbolzishen Verlag erschie-nene deutsche Ornithologie. Tüb. Morgenbl.1807. St. 43 .
Heningsen, ( ), ein Kupferstecher, der
um 1760. nach Bouchars Zeichnungen in Röthel-manier gestochen hat
Henne , (Eberhard Siegfried), Kupferstecher,geb. zu Gunsleben jmFürstenthuinHalberstabti75g.hatte alles seinem eigenen Fleiße zu danken. Erarbeitete zu Berlin um 1787. u.s. f. Damals sah manvon ihm mehrere Blatter, worunter dasjenige desSängers Concialini das vorzüglichste war; dannvor der Allq. D- B-bl- B. I.XV. VXVI. I.XX.I 5 XXII. VXX 11 I. UXXIV- I.XXIX. diejenigenvon Goekingk, Etoll, I. E. Wichmann, Gries-bach, K- A. Echmid, Eichhorn und Kampf; aucheines des Hofraths Eschenburg. Dann andre fürdie Militärische Monarschrifr und für daspom-mersche Archiv, die sich (liest man in den LüstenBerlinischer Gelehrter und Rünstler S. 120.)durch eine leichte, feine und richtige Behandlungauszeichneten. Dort (1787.) heißt er: Kupferstecherund Maler, und wird von ihm bemerkt: Da eraus eignem Trieb die Kunst geübt, indem er be-reits in Halle das theologische Studium gewählthabe, so sey noch Vieles von ihm zu erwarten.Seither aber haben wir nichts Weiteres von ihmvernommen. Nicht unwahrscheinlich ist dieser Künst-ler ein Nachkömmling des nachfolgenden JoachimsHenne.
— — (Joachim), ein Tildnißmaler in Minia-tur , Wachsboßirer und Elfenbeinschneider im Klei-nen; arbeitete 1702. in Königl. Diensten zn Berlin .Aicolai.
Hennequin.
Henneberger, (Hans), Hofmaler derHerzogen von Preussen; starb um 1600. Manzeigt von ihm in der Wallenrodischen Bibliothek zuKönigsberg handschriftliche genealogische Tabellenvon adelichen preussischen Familien, mit sehr schöngemalten Wappen. Bernoulli III. 21.
Hennequin, (Philipp Augustin), ein neuererfranzösischer Maler, geb. zu Lyon . Schon bey derGemäldeausstellung zu Paris im I. VI. sah manvon lhm ein schönes Bildniß des Gen. Marmont,und einen Paris , der den Armen der Helena ent-flicht, um mit dem Mcnelaus einen Zweykampfzu wagen. Im Vlll. I. erwarb er sich vollendsden Preist durch ein großes, i 5 ^ langes und 12^hohes Gemäld, das den von den Furien verfolgtenOrest vorstellt, worin die Köpfe sehr (vielleicht nurzu sehr) ausdrucksvoll, die Falten schön geworfen,und das Costum gut befolgt, die Zeichnung vollEnergie, die Composition grandiös (?), aber et-was verworren und wild, und endlich das Coloritein wenig in einen falschen Ton fallend gefundenwurde. Einige Kunstrichter hingegencc>up-6Hl sur le s»lon 6s I'an VI ll. und derIcksrcure 6s I'rancs) glaubten vollends, daß sichdieses Bild dem reinen und ernsten Styl der altenitalienischen Schule nähere. Auch Landon(Anna!. I. 2i5—16.) der dasselbe beschreibt, giebtihm ein unbeschranktes Lob, und zugleich im Umrißeine Abbildung davon, welche aber eher den über-zählten Tadel zu beurkunden scheint. Zu Versailles bann sieht man von ihm eine Allegorie auf den 10.Aug. oder den Triumph des französ. Volkes, einBild, das alle Schauer jenes fürchterlichen Tageserschöpft, die fruchtbarste Einbildungskraft ver-rath, und besonders ebenfalls viele kräftige Köpfevoll Ausdruckes hat. Von diesem Bilde bemerkteder General Desaix im Gesetzgebenden Rathe, daßsolches eben so sehr von dem Patriotism' als vonden Talenten des Künstlers zeuge. Ausser einigenPlatfonds in der Galerie der Antiken kennt mannoch von ihm drey kriegrische Austritte: DieSchlachten bey Nazarech, bcy Quiberon, und beyden Pyramiden. Unter den Scizzen für die Schlachtbey kdazarerh, auf deren Ausführung die Regie-rung 1801. einen Preiß von 12,000. Livr. gesetzthatte, bewunderte man an der seinigen besondersdie Erfindung, die Disposition, den großen Styl,und das Feuer in der Handlung; und ungeachtetsie nicht den ersten Preiß erhielt, gewann sie dochweit die meisten Stimmen des Publikums für sich,und Hennequin entschloß sich, dieselbe auf eigeneUnkosten imGroßenanszuführen.L a nd 0 nUnnal.I. 195—96. In der Schlacht bey S.utberon,welche im XIII. I. der Republik ausgestellt wurde,fand man Enthusiasm'in der Composition, lebhafteEinbildungskraft und scböne Details; aber einconfuses Ganzes, so daß man nicht begriff, wieeine solche Menge Menschen sich auf so engemRaum bewegen konnten. Einzelne Figuren dannwaren in einem großen Geschmacke gezeichnet undsehr ausdrucksvoll; andre hingegen schienen ver-nachläßigt zu seyn. Das Colorit endlich war nichtso kräftig, wie sonst gewöhnlich bey ihm.. (Xouv.6e8 ^rt8 I V. 92.) In der Schlacht bey den Pyra-miden im Salon von 1806. endlich hieß es in denFranzös. Mi'sceü. XVII. III. 112. (ob mitGrund ist uns unbekannt): «Der Künstler scheinedie wesentlichen Schwierigkeiten, welche solcheScenen darbieten, am allerwenigsten überwundenzu haben, und es herrsche in dem Bild eine solcheVerwirrung, daß das Aug' nirgends Ruhe findeund zu haften vermöge." Ein ähnliches Urtheildarüber fallt das Tübing. Morgenblarr (i8'V-S- 85 — 86 .) wo solches mit einem andern Gemäldevon Lejeunc verglichen, und diesem der cnkschie-Vorzug gegeben wird. « Stunden lang " (heißt esdort) „verweilt das Auge auf Lejeune's eben soanziehendem als belehrendem Bilde, während manüber das Gewühl in Hennequins seinem unwilligwird, wenn er gleich in Rücksicht des lebhaftenwarmen Colorits den Vorzug behaupten dürste, undman eben so an demselben die kühn gedachtenGruppen