Her;.
* Herz, (Johann Daniel , von Herzberg(denn ja nicht anders hieß sich des ältern JohannDaniels Sohn) der Kais. Hof- und Pfalzgraf,und Kaiser Franzens Hofkupferstecher, geb. zuAugsburg . Seinem Vater, dem er aberin der Kunst noch von Weitem nicht beykam,folgte er in der Stelle eines Präsidenten der Fransjiscischen Akademie der Künste seiner Vaterstadt.Sein Entwurf einer akademischen Kadettenschuleerregte (wie das Lex. bemerkt) viel Anflehn, durchseine unerhörte Seichtigkeit nämlich, und wurdedaher auch in den damaligen Zeitschriften nachVerdienen gezüchtigt. Er setzte den Kunstverlagseines Vaters fort, und gab, neben Anderm:Tägliche Erbauung eines Ebriften, in Be-rrachrung seiner Heiligen, 4. Bd. 8°.Wie,i753.— < 7 ^. S. Lncomia Christi, 6. lVIsriso
Vereinig Loslituum sti^est» per sinAulos annistis?!. ib. eocl. — D e teer s Wappenbelusti-gungen, 8. Th. in. K. gr. 4°. Augsb. 764. Men-sel 1 . und Rost ll. 5 /. Er scheint um 1796. nochgelebt zu haben. Der winklersche Katalog führt,uns unverständlich, an: Fo/r. Da«. vonstls. Portrait intitulö: ^c/r!///e§,k. keifenstein p. U. 8chnoll sscit. iZellsßravure en maniere uoirs.
^ (Ioh. Jakob), Bildhauer zu Nürnberg ,starb 16Z4.
— — (I.), wie es scheint ein neuerer Kupfer-stecher zu Nürnberg , gab in i 8 o 5 . ksteue gerscltinackvollere (wir wollen hoffe», daß dies buch-stäbliche Wahrheit sey!) Anckmuster, u. s. f.und Eben dergleichen, zum Meißirahen.
— — (Ludwig), Goldarbeiter von Nürnberg ,arbeitete an dem Kais. Hofe zu Prag . Er starb 1628.
, * — — (Matthäus), Johann Daniels des«leern älterer Sohn. Derselbe würde ein sehrkünstlicher Kupferstecher geworden seyn; er starbaber 1746. im 19. Jahre seines Alters. Nicht un-wahrscheinlich ist es derselbe, den das Lex. ineinem eigenen Art. Matthias heißt, welcher nachBaumgarmer eine Madonna vvm guten Rath,nach Cignani ciuen St. Benedict in de/ Wüste,und nach I. Hölzer einen Christus im Garten,gestochen hat. Mrc.
— — (Tobias), Maler zu Nürnberg , starb1620.
Mehrere von diesen Künstlern Herz sind-unseinzig durch ihre Bildnisse bekannt.
Herzbergk, (C.) So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Künstler, welcher Bildnisse gestochenhabe.
Herz in ger, (A.), Maler und Kupferstecherin Aquatinta-Manier, arbeitete um 1802.«. 1804.zu Prag . Damals gab er ein schönes Blatt nachRubens : Einen Satyr, der eine Nymphe imSchilfrohr erhäscht (das Urbild im Besitze desH. von Arioli). Dann in 1802. gemeinschaftlichmit Pfeiffer, nach Füger: Den Erzherzog Karl vonOesterreich, der von seinem Ahnherrn, Rudolphvon Habsburg , die Heldcnkrone empfängt; diesesin zwey Platten bearbeitet (Pr. fl. 6. Kr. 45 -).Späterhin noch (r 8 o 5 .) im Ritterschen Verlage zuDresden : Zwey Landschaften in erwähnter Aqua-tinta-Manier; die eine: Der Buchenhain nachRuysdael (aus der Dresdner -Galerie); die andre:Die Vehmburg, nach Klengel. Und in 1807. ar-beitete er an einer dritten (diese gcmeinschaftUch mitMechau und Klinsky) welche, auf vier Blattern,i» einer orientalischen Gegend ein Denkmal aufKlopstock enthalten sollte.
Herzog, (Johann), ein Malcrzu Augsburg um 1600. wird von von Sterren S- 270. ange-führt. Er arbeitete auf nassen Wurf.
— — (Michel Andreas), war um 1710. Hof-Heraldik-Maler zu Berlin . Verschiedene schöne,
Heß. 539
der Miniatur gleich, um damalige Zeit gemalteWappen sind von ihm. Ein solches Buch vonallen zum Königl. Preussischen Wappen gehörigeneinzelnen Theilen vortrcflich gemalt, befindet sichim Königl. Archive. M'colai.
Herzog, (Niklaus), ein Bildnißmaler zuBerlin um 1680. Er war des Andreas GanzenSchwiegersohn. M'colai.
— — ( ). So hieß auch ein Maler zu
Wien um 1728. dessen bey Füßli (V. 53 .) beyläu-fig in David Anton Fossati's Leben Erwähnung ge-schieht, dem dieser Herzog Arbeit auftragen wollte.
Heschier, (Johann Adam). S. Haschier.
Hesghe, (R. de), ein sonst unbekannterKupferstecher, von welchem man aber verschiedenegeistreiche Blätter in der Schrift: kietra seipuragone findet.
Heß, (Carl oder Ernest Carl), jüngerer Bruderdes unten folgenden perers; Kupferstecher, geb.zu Darmstadt um 17Ü0. Derselbe studierte ver-schiedene Jahre zu Mannheim und Düsseldorf ,unter Kobell u. a. und befand sich bereits im I.1796. zu München als Kurfürst! Hvfkupferstecher.Er gehört mit unter die deutschen Künstler, welcheihrem Vaterlande Ehre machen. Unter seine be-deutendsten Arbeiten sind zu zählen: Sieben Blätternach so viel Gemälden von Rembrandt , und derberühmte Charlatan nach Douw, alle aus derDüsseldorfer-Galerie; dann: Christus, als Knabe,lehrt im Tempel, wieder nach Rembrandt , und:Eine Faunen-Gesellschaft nach Poussin , beyde ausder Münchner -Galerie, in Schwarzkunst; ferner:Eine in großemStyl ausgeführte radirte Ansicht desenglischen Gartens zu Schwezingen. Rost I I. 332 .Diesen fügen wir noch bey: Seine Himmelfahrtnach Guido, ebenfalls aus der Düsseldorfer-Galerie,welche Füßli II. 261. in punktirter Manier zierlichgestochen nennt; besonders aber sein großes Blatt:Rubens mit seiner ersten Frau, beyde wieder ausgenannter Galerie, und wovon das letztre allerdingszu dem Schönsten gehört, was deutsche Kunst inerwähnten freylich immer subalternen Manier ge-liefert hat. Eben so heißt es von einem seinerneuesten Blätter, einer H. Familie nach Raphael,(wieder aus der Düsseldorfer-Galerie), welche(1806.) in dem Zürcher r Journal für Lirrerarurund Runft ( 30 r— 03 .) meisterhaft beschrieben ist:»Heß hat auch in diesem Blatte, das mit äusser-ordentlichem Fleiß und vieler Feinheit ausgeführtist, sich von neuem als einen geschickten Künstlerrühmlich erwiesen. Das Charakteristische der Zeich-nung und des Raphaelischen Ausdruckes ist mitgroßer Treue und Wah heit wieder gegeben SeineArbeiten endlich in verschiedenen Almanachen, wiez B. in dem Düsseldorfer des Predigers Aschen-berg, und in demjenigen des Predigers Mohn,sind ebenfalls vorzüglich beachtenswerlh, so weites immer solche Kleinigkeiten seyn können. Eonf.über Einiges von ihm den LDinklerschen Gant-katalog. Um 1807 noch immer oder, vielleichtnach einiger Entfernung, aufs neue in München )arbeitete er an einem St. Hicronymus nach Ra-phael, welcher von dem Galericdirektor, H. Männ-lich , in Würzburg aufgefunden wurde.
— — (Carl Adolph Heinrich), ein vorzüg-licher Pferd- und Bataillenmaler neuerer Zeit, geb.zu Dresden i 769. Den ersten Grund im Zeichne»legte er unter dem Kupferstecher Krüger, und wollteAnfangs dessen Kunst erlernen. Allein schon inseinem Sechszehnten lenkte sich sein Geschmack mehrzur Malcrey, und trat er in die Schule von Klaß,unter welchem er bis in sein Ein und zwanzigstesdas historische Fach fleiffig studirtc. Endlich behieltvollends seine frühe Vorliebe für das Studium derPftrde die entschiedene Oberhand. Diese Laufbahnverfolgte er nunmehr mit brennendem Eifer, undschwang sich endlich, sowohl durch sorgfältigesBetrachten der Natur als durch fleißige Benutzung
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