Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
551
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Hispano.

Ludwigs de Vieuvres Herrn von Launay, ohneNamen des Malers kennt.

Hispano, (Marcus), ein spanischer Augusti-nmnönch, und Maler, lebte in der Mitte desXVII. Jahrh, hat sich aber durch keine bedeutendeWerke hervorgethan. J'iorillo IV. 3 o 3 .

Hist?, (JohannDaniel). So heißt ein unssonst unbekannter Künstler, der nach I. Rotten-Hammer, u. a. gearbeitet haben soll. Ob er nichtmit obigem His Einer und derselbe seyn dürfte?

Hitz, ( ). So wird irgendwo ein vorzüg-

licher Zimmernialer zu Prag um 1802. genannt.

* Hlvaulr, ( ). Nach einem Künstler

dieses Namens soll I. Grignon das Bildniß desH. Vincenz de Paula gestochen haben. Wir ver-muthen aber, daß unter diesem Namen der Bildniß-maler I. Hcrault gcmeynt sey.

* Hoadly, ( ). Dieselbe hieß Sara, und

war eine geborne Lurtis, nachher aber die Gemahlin(nicht, wie das Lex. sagt, des Bischofs Burnet,sondern) des Bischofs Hoadly von Winchester.Wohl hat I. Houbraken nach ihr das Bildniß deserstem gestochen. Die Kunst lernte sie bey MariaBeal, malte viele Bildnisse die bewundert wurden,und starb Drall. lle /Aue, p. Drmrmck.

Hoare, (Prince), Geschichtsmaler, Sekretarder Königl. Akademie der Künste zu London , undzugleich dramatischer Schriftsteller. Derselbe gab:Lxtracta /rom an Lorresponilanee xvitk tke-^callemie8 ok Vionna anll 8t. VeterZbur^, ontüs cultivation ok tlio ^rts ok UaintinA, 8culp-ture anll ^rckitecture in tlre -^ustrian anll llus-8>an äorninions. Do ^vbick is presixell a surn-msrv scconnt ok tüe transactions ok tbs kov.-^oall. at Donllon kronr tlis dose ok tke exssi-bition 1801. to tko exliibitlon llt8omor8ethou80.1802. 4 - (2. 8K. 6. ll.) Dann in den neuestenTagen : ^n inquir^ into tke re<^ui8its cultiva-tion anll preaent 8tate ok tlio /grt8 ok lleai^n inLn^Isnll. 8. Donllon 1806. 806. 7. Schill.

Schön in Schwarzkunst geschabt, kennt man nachihm: Den Tod des Kinds der Wittwe von Sarepta,und eine Alceste, beyde von I. Walker, und: tl,eWiks ok kragen to Oearti (1772.)

von I. Poung

* (Wilhelms Der Gantkatalog vonBrandes führt etliche schön geschabte Bildnissenach ihm von Ardell und Houston , neben andernvon letztem: dasjenige von W. Pitk, und das sehrschöne des Kanzlers der Schatzkammer HenryBilson's an. Ein Verzeichniß meines sei. Vaterskennt derselben noch mehrere von I. Faber, E.Fisher, I. Simon und Watson.

-Hobbema , (M.) Derselbe hieß Memderr.Nach ihm kennt man: tüe Lottes von I. Browne;tko v/att-rmill von N. Earlom; kkerural Vlllsßevon I. Mason, und ein Dorf bey Antwerpen vonVivares. Lauter schöne Blatter; besonders daserste. und

^ Hoch, (Friedrich), ein Zeichner und Kupfer-ätzer zu Dresden , von dem uns einzig zwey dortnach seiner eignen Erfindung geatzte Reutergefechte,von 1784. datirt, bekannt sind. (der

darüber kein Urtheil fällt).

* (Joh. Gustav). P. Greuter hat nachihm ein Blatt Engel gestochen. Andre führen vonihm selbst ein solches au.

*Hochecker, (Franz), Landschaftsmaler;des unten folgenden Servarius Sohn, geb 1729.lernte die Kunst bey dem alten Schütz und folgteanfangs seiner Manier, (wie solches sein schönerProspekt zu Frankfurt beweiset) verließ aber diese,arbeitete sehr flüchtig und verfiel in ein kalt gelbes,nicht wohl gewähltes Colorir. Um 1776. arbeiteteer zu Frankfurt am Mann, und lebte wahrscheinlich

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noch um 178A. H, S- Hüsgen S. 142. (Mitdiesem Art. fallt der im Lex. weg).

Hochecker, (Maria Eleonora ), FranzensTochter, besaß ebenfalls gute Talente im Land-schaftsmalen. Hüsgen I. c.

(Servakius), ein geschickter Bildhauerzu Frankfurt am Mayn, arbeitete meistens in Ver-zierungen ; doch verfertigte er auch kleine Bilder inElfenbein, Holz u. s. w. Er starb 17Z4. nicht über33 . Jahre alt. Hüsgen l. e.

Hochenbanm, (Jakob), Maler undSoldat in Nürnberg um 1672. Derselbe ist unseinzig durch sein Bildniß bekannt.

* Hochenberg, (Johann Ferdinand von).S. Hohenberg.

Hochenud,( ). So nennen die Hamb.B- S. 67. einen aus Hamburg gebürtigenKünstler, der noch um 1729. gelebt, und, nachseiner Manier zu schließen, in Holland bey Hob-bema studirt, seine Arbeiten aber nicht, wie dieser,mit Bauern, sondern mit biblischen Geschichtenstaffirt haben soll.

Hodges, (C. H.), Maler und Kupferstecher,englischen oder »iederlandischm Ursprungs. Vonchm kannte man, schon vor geraumer Zeit, inSchwarzkunst geschabte schone Bildnisse; so z. B.nach M- Brown dasjenige des Dr. W. Walters;nach I. Reynolds diejenigen der Lady Dashwoodund ihres Kindes, der Lady Spencer, und Thomas Warton's ; dann von historischen: Eine GrablegungChristi nach F. Mazzuoli, und: Den betrunkenenSilen, nach Rubens , welche von Füßlr (II. 99.und IV. 194.) angeführt und beschrieben sind.Auch Basan (Lll. aec.) führt von ihm an.- Gebetdem Kaiser u. s. f. nach Genoes (wohl PrekeGenoese), tks amoroua 8port8marm (178h.) nachVheatly (Wbeatly) und Kinderspiele an Inneuern Tagen (i 8 o 5 .) gieng er damit um, einBlatt nach der berühmten Abnehmung vom Kreuzevon Rubens , die ehemals in der Kachedralkirchezu Antwerpen stand, und sich jetzt in Paris befindet,zu liefern. Damals schien er in Amsterdam seinenWohnsitz zu haben. Noch späterhin (1806.) sahman von ihm, beydes gemalt und gestochen, dasBildniß des bekannten, in den rühmlichsten Ruhe-stand versetzten niederländischen RathspensionairsR- I. Schimmelpenninck, welches 14 fl. kostete.DefsenrI. iJachr. und M§c.

(Wilhelm), ein englischer Landschafts-maler; machte in d. 1 .177272. mit dem Capital»Cook die bekannte Reise um die Welt, auf welcherer verschied «e Merkwürdigkeiten von Prospekten,Landsgcbrauchcn, Kleidertrachren u. s. w. nach derNatur zeichnete, die in Looks Reisbeschreibungvon W- ^herwin in Kupfer gestochen anzutreffensind. Späterhin gicug derselbe, in ähnlicher Ab-sicht, nach Ostindien. Seine Ansichten diesesletztem Landes, die er 1780-80 aufgenommen,und auf 4 ^. D>. nach Aquatinta-Manier gestochen178h. in gr. Fol herausgab, waren die westlichstenin ihrer Art, bis die Gebrüder Dauiell die ihrigenbekannt machten, welche vollends an Größe undPracht nicht ihres Gleichen haben. Auch Hodgesselbst verfaßter Text zeigte, daß er die Feder ebenso geschickt als den Griffel führe. Dann habennach seiner Zeichnung V- Green und F. Judkes,ebenfalls in Aquarium-Manier verschiedene eng­ lische Alterthümer, wie z. B. die Schlösser Ludlow ,Brompton-Bryan, Ragdland, Wigmore, und dieRichmonder-Brücke sehr schön gestochen.

Eben so W. Byrue eine Aussicht auf Island , undR. M- Paye ein komisches und ein tragisches Kin-derschauspiel.

Unbekannt ist es uns, welcher von diesen beydenL. H. oder Wilhelm, oder ein dritter Hodges essey, nach welchem Middimann für die Galerie vonShakespear (nach dem 2. Auftr. des I Akts des:Wie es Euch gefallt) den schwermüthigen