554 Hofmann.
I. Th. Prestel den lebensgroßen Kopf eines altenManns geätzt. Akc.
* Hofmann, (Heinrich), Professor der Ma-thematik zu Jena , (ohne Zweifel derselbe den schondas Lexikon anführt) war zugleich um i6iö. Hof-mathematiker zu Weimar , wo eine schöne steinerneBrücke nach seinem Angeben erbaut wurde. Ebenso baute er zu Roda, einem Städtchen unweitJena , den Thurm — mitten auf die Kirche, umdie Kosten zu ersparen. Daneben war er in Wasser-gebäuden sehr berühmt. Marperger.
— — (Heinrich und Johann Heinrich), Ge-brüder, waren in mathematischen, mechanischenund Baukünsten sehr erfahren. Erstrer führte ver-schiedene schöne Gebäude in dem neuesten Geschmackseiner Zeit auf, und trat um 1710. als Kriegsbau-meister in Russische Dienste. Joh. Heinrich warMitglied der Königl. Preuss. Societät der Wissen-schaften. Marperger.
* — — (Johann), ein Kunssgießer zu Frank furt am Mayn um 1626. Man sieht von ihm einigemit Figuren gezierte Grabmäler. H. S> HüsgenS. 44 - Vielleicht derselbe, oder dann der Vaterdes Kunstgicßers Hans Hofmann, den auch dasLex. im Art. Hans Hofmanns des Malers anführt.
— — — — — So heißt auch ein Kunst-verleger zu Nürnberg zu Anfang des XVlll. Jahr-hunderts für welchen Joh. Frank, ein Kilian, u. a.Bildnisse u. A. gearbeitet haben.
* — — (Joh. Bapt.), dessen das Lex. unterdem Art. von Samuel erwähnt. Nach ihm hatI. G. Wolfgang auch das Bildniß des Arztes I.W. Schmieden gestochen.
— (Joh. Daniel), von Wießbaden ge-bürtig ; lernte die Malerey im Vaterland. Er kamdarauf nach Frankfurt am Mayn, wo er sich ver-hcyrathete uud häuslich niederließ. Anfänglichmußte er sich mit — Kurschenmalen abgeben, undsoll sich auf Anwendung der französischen Firnissemeisterhaft verstanden haben. Späterhin malte erauch Bildnisse und historische Bilder. So zeigtman z. B. von ihm in der Schatzungs-Amtsstubezu Frankfurt eine römische Geschichte. Starb 1777.im 48. Jahre seines Alters. H. S. HüsgenS. 180. und Meusel 1 . H.
— — (Joh. Leonhard), Zeichner und Malerzu Leipzig , geb. zu Neustadt auf der Aisch 1740.Derselbe besuchte Anfangs das Gymnasium zuNeustadt bis 1757. und hierauf die Malcrschuie zuVayreuth. Von 1768—75. hielt er sich in Erlange»auf, und hörte juristische und andre Vorlesungen,wobey er aber die Kunst nicht verließ, die vielAnziehendes für ihn hatte, und von da an seinHauptgeschäft ausmachte. Daneben stellte er Un-tersuchungen über das eleodorische Wachs an, undes gelang ihm (177?-) dessen Zubereitung in Nürn berg herauszubringen. In 1780. gab er eine An-weisung zu Verfertigung und Gebrauch des Allge-meinen Zeicheninstruments ohne Gläser. Meuf. II.
* — — (Johann Michael), dessen im Lexikonunter dem Art. von Samuel kürzlich gedacht wird.Ein Aufsatz in Mensel's Arch. I. 79- nenntihn Kaiferl. Siegel- und Steinschneider in Wien ,und Freund von G. P. Rugendas .
— (I. P-) So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von dem man dieBildnisse der Rechtsgelehrten Joach. von Beustund Joh. Born's kenne.
— — (Johann Ulrich), des obigen GeorgAndreas, ebenfalls taubstummer Bruder, lerntedas Zeichnen bey Casanova und das Kupferstechenbey Canale, und übte diese letztreKunst zu Dresden um 1789. Mensel II. S. auch oben den Artikelseines Bruders.
— — (Melchior). So nennt rJicolai einenKünstler, der um »604. zum Münzmcistcr und
Hofnas.
Stahlschneider zu Cölln an der Spree angenommenwurde.
* Hoffmann, (Samuel). Zu Frankfurt zeigtman in einem Privatkabinet ein Bild, worin Hoff-mann den Einzug König Gustav Adolphs in dieseStadt auf der Stelle selbst gemalt hak. Die Ver-dienste dieses vortrcflichen Künstlers, der sich (dieLandschaft ausgenommen) in jeder Gattung ver-suchte, sind bey Weitem nicht genugsam bekannt.Wer sie nach ihrem Umfange kennen will, der sehein dem Kabinette des H. Amtmann Kellers inZürich seinen Schatzpfenning, von welchem Mßlt I.161. eine lustige (aber wie wir glauben, fabelhafte)Geschichte erzählt; ein Frucht- und Küchenstück,wahrscheinlich eines von denen, deren dort eben-fallsErwähnung geschiehet, und verschiedene Bild-nisse, welche nichts zu wünschen übrig lassen. Das-jenige der jungen Frau in der Zürchertracht, dessenJüßli l. e. 162. gedenkt, befindet sich unsersWissens ebenfalls noch in Zürich , im ehemaligenKabinette des Rathsherrn L. Schulkheß; eineküssenswerthe Copie davon in Miniatur, vonmeinem sei. Vater, hatte ein Dilettante ihm —weggemaust. Gestochen nach ihm kennen wir bloßdie Bildnisse des Anlistes Breitinger, sowohl vonConr. als von Dietr. Meyer, und des StatthalterMaag's, von I. U. Heidegger geatzt.
— — von Langholz, ( ). Soheißt
in Meusels Archiv II. i 55 . ein Künstler, nachwelchem Joseph Bcrgler eine Bataille in Aqua tintagestochen habe.
— — ( ), ein Geschichismalervon Oretto
in Schweden ; studirte in Italien und arbeitetenachwerts auch einige Zeit zu Paris , wo er zumMitglicde der Königl. Akademie aufgenommenwurde. In 1770. kehrte er nach Stockholm zurück,wo er 1781. im 55 . Jahre seines Alters starb.Mensel Miscell. VII. 60.
— — ( ), ein junger deutscher Künstler,
erhielt im I. 18 . von der Weimarischcn Kunst-gesellschaft einen Preiß durch seine Zeichnung vonAchill auf Scyros. In der Europa von Fr.Schlegel wurde allerley daran gerügt; und aberdagegen anderswo M e u fe I Arch. II. 4. bemerkt:Eben diese Rüge zeige deutlich, daß H. S- daswahrhaft Künstlersche jener Darstellung nicht eiii-gesehn, und sie von einem gemeinen Standpunktaus betrachtet habe,
— — ( ). So heißt irgendwo ein, vor-
züglich genannter, Freskomaler zu Prag um 1802.
— — ( ). Und eben so ein Maler und
Zeichenmcister auf der Universität Erlangen i 8 o 5 .
* Hofmans , (Petee), Jam'zer genannt.Derselbe wird für einen Schüler Bourgignons ge-halten, der ihn (sagen die Einen) sehr geschicktnachgeahmt habe, mittlerweile Langt II. 2. 619.8. V. 6irrni??src> dieses Lob dahin beschränkt, daßermcldter Künstler zu denen gehöre, welche vonBourgignon den Farbsnauftrag, und das Malenaus einem fernen Gesichtspunkt, mehr als Andresgelernt hatten.
Hofmeister, (I. Philipp), malte um 1760.Bildnisse und Figuren, die ihrer vortreflichcn,fleisfigen und natürlichen Ausführung halber mitDenners Arbeit verglichen werden. I. I. Haydhat nach ihm das Bildniß des Arztes D. Nebelgestochen. Vlochnagel XL 746.
Hofnas oder Hofnaß, (Joh. Wilhelm),Kurpfalzbayerscher Hofmaler und Professor derAkademie zu Mannheim , geb. zu Ahaust, einemStädtchen des Biskhunis Münster, 1727. Inseinem sechzehnten Jahre kam er zu einem Glas-maler in Westphalen in die Lehre. Fünf Jahrehernach gieug er nach Düsseldorf , und hiclr beyeinem mittelmäßigen Bildnißmalcr noch fünf Jahreaus. In 1755 reiste er nach Rom , studirte siebenJahre unter dem Ritter Mengö, und erhielt 1707.