Hofnas.
unter Gr>. dortigen jungen Künstlern den Preis;alsdann trat er 176». in obbenieldte Dienste, undstarb in, I. 179h Man findet von ihm viele Por-traits und Familienstücke in Mannheim, Mainz ,Frankfurt am Mayn, Regcnsburg, u a. unterwelchen besonders eines seiner eigenen Kinder sichausnimmt. Mensel H. Baue. In spätern, Alter-muß sein Ruf sich in etwas vermindert haben;wenigstens heißt es von ihm in einem Pamphlet vonr? 9 i- (Meusel Mus. XVIII. 460.)»Derberühmte H. Hofnas hat jetzt hier wenig Arbeitmehr; indessen weiß er sich durch Heimsuchung derumliegenden Gegenden Beschäftigung zu erwerben.Die letzte Arbeit dieses Meisters ist eine alte Weh-mutter von 102. Jahren die ihm nicht sowohl vielenBeyfall als viele Arbeit verschaffet hak."
Hofnas, ( )- ein Sohn des Obigen.
Um 180Z. hieß es von ihm in der Allg. Äunstz.E. igki. er male zu Mannheim -Miniatur, undzeichne in Bister mit vielem Geist und Fleiße.
* Hogarth, (Wilhelm), geb. zu London 1698. der Sohn eines Schulmeisters und Eorrektors,der ein lateinisches Wörterbuch schrieb. Anfänglichward er zu einem mittelmäßigen, nachwerts zueinem berühmten Goldschmiede, Ellis Gamble, indie Lehre gethan, eigentlich bloß um Wappen undNamenszüge auf Geschirr zu stechen. Allein seinHang für die Kunst, und namentlich für die Gat-tung, worinn er nachwerts so berühmt ward, ent-wickelte sich frühe bey ihm. Alsdann besuchte erdie Akademie in der St. Martins-Straße, um sichweiter im Zeichnen nach dem Nackten zu üben.»Er brachte es aber" csagt Walpole) »hierin niezu einiger Vollkommenheit, Sei» Genie hieß ihn,Charaktere, Leidenschaft und Seele nachahmen.Großer Colorist ward er eben so wenig; seineStärke bestand im Ausdrucke, nicht in Tinten undim Helldunkel. Man halt ei» Bild, das eine Ge-sellschaft in Wanstcad vorstellt (wo es noch auf demLandsitze des Lords Tyiney aufbewahrt wird), fürdas erste Stück, wodurch er sich als Maler zeigte.Die Figuren darin sind alle nach dem Leben ge-zeichnet, ohne Karrikatur, und die Köpfe „»ge-mein ähnlich; auch das Colorit darin ist kräftigetals in einigen seiner spätern und mit größerm Fleißausgearbeiteten Werke. Seine ersten geatztenBlatter dann, die sich von 1720-55. datiren, fürBuchhändler gearbeitet, und z, B. zu Aubry de laMotraye'ö Reise, Apulejus goldnem Esel, einemHudibras und einem Milton bestimmt waren, zeig-te» noch wenige Spuren seines Genies, und wurdenvon ihm oft nicht viel theurer, als das Kupfer an' der Platte werth war, verkauft. Doch erregte seineBegebenheit der Maria Tofts (des Mädchens, dasmit Kaninchen schwanger zu gehen vorgab) um1726. bereits namhafte Aufmerksamkeit. Mittler-weile malte er noch immer Bildnisse, Familien-und Gesellschaftsstücke, die ihm besser bezahltwurden; aber beym Hauptziele, nach welchem er-strebte, blieb er immer unverrückt, und zeichneteso z. B. eines Tags in einem Kaffeehaus, auf —den Nagel ein Bild, das ihm besonders auffiel.In 1750. verhcyrathete er sich mit der Tochter desberühmten Gcschichtsmalcr Thornhill's- Um dieselbeZeit trug er Manches zur Verschönerung des so-genannten Vauxhall-Gartcns bey; dort findet mannoch mehrere Gemälde von ihm. Jetzt folgten vonfeinen Meisterwerken eines nach dem andern: In
175z seine Begebenheiten einer Buhtschwester,
zu welcher sich 120N. Unterschriften fanden; i/ 55 .das Leben eines Lüderlichen. Dann malte erwieder Ernsthafteres: Eine Danae, wo freylichein altes Weib eine Guinee des Vaters der Götterzwischen den Zahnen probirt, um zu wissen, obdas Gold ächtftye, und Danae selber nichts weiterals eine feile Dirne aus Drurylane ist; dann vol-lends einen Teich zu Bethesda, womit er dasBartholome'-Kospital, dessen Vorsteher er damalswar, beschenkte, und wo freylich auch der Bedienteeiner mit Geschwüren bedeckten reichen Dame einenarmen Mann fortprügelt, der sich ebenfalls in den
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Teich des Heils senken will. Um diese Zeit fiengeneinige der ersten Schriftsteller der Nation, Ficlding,Swift u. a. bereits an, unsers KünstlersmirgroßemRuhm zu gedenken. In 1745. nun hier nur dasWichtigste anzuführen) erschien seine Heirarh nachder Mode. Ein Pendant zu derselben, die glück-liche Heicarh, wollte ihm nicht gelingen (bey derTrauung machte er den Küster, der die Kniebankhmstellt, zur Hauptfigur). In >,46 erschien seinGarrik, iin Charakter Richard lll. von ihmgemalt (im Besitze der Familie Duncombe in derGrafschaft Dock) und von ihm und E. Grignongemeinschaftlich gestochen, welches wir hauptsäch-lich deswegen bemerken, weil dieses Blatt, unterden Ausgezeichneten das einzige ist, welches nichtden geringsten lächerlichen Zug enthalt sondernvielmehr den Beschauer mit Schrecken und Erstau-nen erfüllt. Bald nach dem .Aachner-Friedengieng er nach Frankreich hinüber, wo sein ächtbriltischer Franzosen-Haß ihm allerley Händel zu-zog, und er eines Tags zu Calais , wo er einStadtthor abzeichnete verhaftet würde; ein Ereig-niß, daß er nachwerts durch sein Blatt: G desenglischen Rinderbratens! verewigte. Da dieNeuheit und der Werth seiner Werke dürftigeKünstler und Kunsthändler gereizt hatte, sich seinerZeichnungen zu Nachsuchen zu bedienen - so wußteer gegen dieselben in 1754 eine ParlamentSakteauszuwirken. Ein Jahr früher h. -te er seine mehrberühmte als gute: Zergliederung der Schal-heit ans Licht gestellt, welche schon i? 5 j. deutschvon Mylius, und, sonderbar erst ganz neuerlich(1806.) nebst seiner Biographie, auch französischerschien. Sie bewies, an dem Manne zumal, dersonst wissenschaftliche Kultur eher verachtete, dasue sutor Ultra in hohem Grade. Bis zum neuntenKapitel hatte der Arzt Benj Hoadly, sein vertrauterFreund, manches daran gefeilt; und nach jenesTode thaten noch andre das klebrige, aber seltenznr Zufriedenheit des Verfassers, dem die unver-daute Grille — warum nicht? — zu wohl gefiel.Höchst lächerlich machte er sich in 1707. durch seinGemälde: Sigismunda mit Tankreds Herz, wel-ches er einem sehr berühmten von Correggio oderFurino gegenüber stellen wollte, was ihm die Sa-tyre eines Kupferstichs, mit der Ueberschrift zu-zog: »Eine Hure, die über eines Stiers Herzheult, von LVilhelm Hog — arr." In 1762.machte ihm (dessen Griffel sich sonst nie mit politi-schen Streitigkeiten abgeben wollte) sein Blatt:D>'e Zeitläufte, mit Wilkes und seiner Partheygroßen Verdruß. Eine seiner bcßten Arbeiten:Gatpre auf die Methodisten, Vatirt sich nichtmehr als sechs Monate vor seinem in 176s. er-folgten Tode. Zu Chiswick , wo er den größtenTheil seiner Sommer zubrachte, und wo er begra-ben liegt, wurde ihm ein schönes Denkmal errichtet,auf welches Garrik, sein Freund, die Inschriftsetzte: »Leb'wohl, großer Maler der Menschheit:Du erreichtest den edelsten Zweck der Kunst; deinegeschilderten Sittenlehre» ergötzen den Verstand,und bessern durchs Auge das Herz. Leser, befeuertdich Genie, so weile — rührt dich Natur, soweih' ihm eine Zähre. Fühlst du nichts von bey-den, so entweich'— denn hier ruht der ehrwürdigeStaub Hogarrh's"! Von seinen kleinern Plattensind viele zu Grund gegangen, da er solche nichtselten ausgeschliffen, und Neues darauf g.atzthatte. Die übrigen vermachte er, da er keine Lei-deserben hatte, seiner Frau, bey der solche umfftirte sehr mäßige Preise < das ganze Werk für iZ.Guineen) noch 1781. zu finden waren. Das beßcebeschreibende und raisonnirende Verzeichnis seinersämtlichen sowohl von ihm selbst, als von andernnach ihm gestochenen Blätter dann ist wohl unstreitigdasjenige des Buchhändler Lstichols, das in 178Z.auch in einem deutschen Auszugc, mit der Auf-schrift: lle^tlriAe 211 4 Vi!be!m blo^artb's Ts-bensbescbreibunA, nebst einem nscb ller 2eit-kolZe ^sorclneten uncl mit LelciLrun^en beglei-teten Verreieknisse seines Xupsersticbcverkes(8. l.eip2.1782.) erschien, und aus welchem oben'
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