Hohleisen.
Lüge zr, schließen, deren End eine frühe Anlage zurHektik beschleunigt statte. Bildnisse in Miniaturmalte er für Kenntlichkeit und Wahrheit »»über-treflich- » In seinem Inkarnats", (sagt Junkerin einem lesenswerthen Aufsätze über diesen PrinzenMeu sei Mus. XVl. 20Z—29.) » war ein Leben,ein Saft, ein Schwung der Farbe, den unter allenMiniaturmalern, die ich kenne, sonst nur Fügererreicht hat. Noch höher aber rechn' ich ihm ansein schnelles korrektes Zeichnen, und seinen Ideen-Reichthum." Für Cbarakterzeichnungen Hütte ereine wahrhaft Hogarthsche Laune. Dann boffirteund schnitt er (dieß war besonders das Lieblings-geschäft seiner letzten Jahre) mit außerordentlichemGlück in Elfenbein. In Meusels Mr'scell.VI. 14. endlich, findet sich von ihm ein Aufsatz:Auszug eines Schreibens aus K. über einigefarbigre Kupferstiche, das, zwar wenig bedeu-tend, doch immer von dem richtigen Urtheile diesesseltenen Fürstensohns zeuget.
Hohleisen, (Johann Christian), ein Stem-pelschneider zu Augsburg , der nebenbei) die Stelleeines Adjunkts der dortigen evangelischen Kirchebekleidete, wird von Sterten S. 208. angeführt,und ist uns durch sein Bildniß bekannt.
— — (Franz), ein Stahlschneider, dessenNamen auf Äugsburgischen Thalern um 1784- vorund nach, gefunden wird. Er arbeitete besondersfür die Stande des Schwäbischen Kreises. Sanmr-lung u. s. f. 447.
Hohuer, (Melchior) So heißt, ohne Weiteres,ein Kupferstecher, von welchem ein Bildniß einesStraßburger . Pros der Theologie, Ioh. Schmidt'sangeführt wird.
* Hoje oder Hoye, (Niklaus vün), geb. zuAntwerpen um 1626. (Basan iüs. 800. sagt,wahrscheinlich unrichtiger, zu Lattich 162/,-) undgestorben zu Wien um 1710. In der KK. Bilder-galerie daselbst siehet man zwey große Fcldschlachtenvon ihm. Für das Kabinet von Teuiers hat ertheils gezeichnet, theils gestochen. Rost VI. 17^.und ein Verzeichnis meines sel. Vaters führen vonihm meist aus besagtem Kabinet an: Eine Mariaunter einem Baldachin mit St. Hieronymus, nachBaroccio ; eine Judith, nach Caliari; einen Cu-pido der den Bogen spannt und einen Raub desGanymed, nach Correggio ; einen todte» Christund Maria auf den Knieen, »ach Feti ; eine Ent-hauptung St. Johanns, nach Qüellinus; Christusund die SamaritaneriN, nach Raphael; Apollound die Musen, nach Tinkoret; einen Besessenen,nach M- de Vos , und einen St. Marc nach seinereigenen Zeichnung. Hinwieder haben, ebenfallsnach. seiner Zeichnung und gleichfalls für das Ka-bblet Tenier gestochen: I. Oßenbeck, und Franz(nicht, wie Rost sagt, Johann ' van Steen. Letztrereine Perspektive oft ermeldten Kabincts; dann nachDürer, Guido, Manfred!, del Sarto, Tilian undVarotari; erstrcr nach Dassan, Fetti, Palma ,Polydoc und Tinkoret; Alles dies elend genug.Dagegen führt dann der N)ink!ersche Katalognach ihm 8. V. Dor/e die Sündeunsrer ersten Elternvon R. Custos gestochen, und besonders das vonW. Rhein zu Wien (1784.) schön geschabte Blatt:tsts enamourstl olä lVlun, und endlich der Ka-talog von Brandes das Innere eines Bauern-wirthshauses , wo mit Karten gespielt wird, nachihm, von Prenner, wahrscheinlich aus den ebenso dürftigen Stichen dieses letztem von der Wiener-Galerie, und wieder ein anderes Verzeichnis:Rimbus Culsmitstls human! Aeneriz, in 9. Blat-ter von W. Kilian an.
H 0 in , ( ). Büsan (Lü. 860.) nennt ihn:
Claudius. Derselbe war Maler und Mitglied derAkademien zu Toulouse und Dyon, im XVIII.Jahrhundert. St. Feffard hat nach ihm ^IleZorls
Holart. 557
stöstiee aux Nanes sie Dornt, und Mouchyl'Ülcuslläe I» 8sAesss und I« strelusts amoursuxgestochen. Hinwieder kennt man von ihm, nachGreuze's Zeichnung, einen Tod der H. Magdalena,in Tuschmanier (1788).
* Hol. S. Holl.
Holanda , (Albert von), ein alter Glasmalerdes XVI. Jahrhunderts, der vornehmlich zu To ledo und Avila in Spanien arbeitete.Florillo I V. 9g.
— — (Ankön von), ein Portugiese von Ge-burt soll, wie sein nachstehender Sohn, Franz,versichert- der erste gewesen seyn, der die Minia-turnialerey in Portugal ! emporbrachte. Seine Grauin Grau ausgeführten Arbeiten dieser Gattung ver-dienen das größte Lob, und Carl V. sagte: Daßsein von ihm zu Toledo verfertigtes Bildniß (womag es hingekommen seyn ?) weil treffender als daszu Bologna von Litian gemalke sey. Fiorillo IV. 88.
— — (Franz von), obigen Antons Sohn,
geb. zu Lissabon , der mit der Miniaturmalerei) dieArchitektur verband, sehr geübt inThon inodcllirte,und meisterhafte Zeichnungen Mit der Feder zu ent-werfen wußte. Er bildete sich nach feinem Vater,und unterwies den Prinzen von Porkügall in derMalerei). Zwe» schöne Miniaturen von ihm, eineAnkündigung der Maria und eine Ausgießung desH. Geistes, befinden sich in einem Brevier KönigsJuan lll. Sie sind mit einzelnen Punkten aus-geführt, nach der Manier welche Jnl. Ciovid auf-gebracht hatte. Erwähnter König schickte ihn auch»ach Italien , wo er nach der Antike stndirte, undseine Kenntnisse durch den Umgang mit MichaelAngel» und gedachtem Clovio sehr erweiterte. Hie-rauf unternahm er, auf Befehl seines Monarchen,die Miniaturen in den Chorbüchern des Königl.Klosters zu Tomar . Nachher hielt er sich eine Zeitlang bey einem geschickte» Maler und Baumeister,Blas Perea, in Gallicien auf, und schrieb dortihre Unterredungen über die Kunst nieder, worausendlich ein Buch unter dem Titel: üsl 8acar stekRatural entstand, welches viele schätzbare Ideenenthält. Ein andres Werk von ihm: Ueber dieMalerey der Alten, wird handschriftlich in derBibliothek der Akademie Sän Fernando aufbewahrt,wurde aber in H6Z. von einem portugiesischenMaler, Man. Denis, ins Spanische übersetzt.Nachrichten noch von andern Schriften dieses ge-schickten Mannes finden sich in der IlibliotheL»l^usitana von Barbos, und in den Supplementendazu. Fiorillo IV. 88-89. Eine Handschriftmeines sel. Vater vermuthet, daß dieser Künstler,welchen auch Euarienri 8. v. anführt,
kein Andrer als Franz Floris sey, von dessenAufenthalt in Spanien indessen verinander, dervon diesem letztem die beßten Nachrichten giebt,nichts meldet.
— — (Giralte von), ein alter Glasmaler desXVI. Jahrhunderts. Arbeiten von ihm finden sichin der Kathedrale zu Cuenca in Spanien . FiorilloIV. 188.
— — (Niklaus von), Alberrs Sohn, ar-beitete, als Glasmaler, mit demselben z» Avila in Spanien . Fiorillo IV. 99.
— — (Roderich von). So nennt Fiorillo(IV. 189.) einen Künstler, der in den letzten Regie-rungsjahren Philipp's II. zum Königl. Spanischen Hofmaler ernannt wurde, und diese Würde, miteiner angesehenen Besoldung, auch unter Philipp III. beybehielt. Allein von seinen Werken findetman keine Sprw mehr. *)
Holarr, (Johann). Nach einem uns sonstunbekannten Maler dieses Namens hat Edelinß(1697.) das Bildniß des Herzogs Ludwig von Dour-bon, und Ieurat (1716.) dasjenige des Abt H. A.Aug. Fauvel's gestochen.
-V, wie weit Siralte rcn Holanda mit Albert und Niklaus (den Glasmalern), und Koderich , entwederebenfalls mit diesen, oder (wahrscheinlicher) mit Anton und SmnI (den Miniaturmalern), in isterbmHun-standen, ist uns unbekannt. Alle schienen aus Spanien i» seyn.
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