Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
567
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Honditts.

nicht rsP wie es bey Rost heißt, sondern ungefehrtjo. Künstler, die übrigen meist durch Stand oderWissenschaft berühmte Personen sind. So z. B.von unserm jünger» das sehr schone des Kardinalsvon Richelieu (t8ZP). Dann Rost 1 . c. 281—82.von Ebendemselben mehrere große Landschaften,nach seiner eigenen Zeichnung; die vier Jahrözeitcn,nach Brist; eben dergleichen, nach P. Skephani(beydes schöne Folgen); die zwölf Monate, ohneNamen des Malers oder Zeichners. Von histo-rischen: Die Jünger ppn Emaus, und St. Paulnach Melita verschlagen, nach E. Mostaert; derjunge Tobias mit dem Engel, und Johannes inder Wüste, nach E. Le Säen. Von Gattungs-stücken: Zwey Blätter mir trunknen Bäuerinnen,einen Dudelsackspieler, und Narren mit ihrenMarschallsstäben, nach dem Hüllen-Breughel;endlich eine Ansicht vom Haag (Erwin HolMncüW),wieder nach Sacns Zeichnung. Auch kennt manvon ihm eine 18-jP dat. gute Eopie des Eulenspiegelsvon Lucas von beyden. Das Buch von der Per-spektiv (1622. oder gar 25 . gedruckt) muß ebenfallsvon unserm Heinrich seyn, da Heinrich der Altsschon in 1610. verstorben war, und überhaupt dermistige diese Wissenschaft von seinem darin er-fahrnen, gleich folgenden Vater lernen konnte.

* Hondius, (Jodokus), Heinrich desJüngern Vater. Die bürgerlichen Unruhen inHolland nöthigten ihn, seine Zuflucht in Englandzu suchen. Als ein gelehrter und arbeitsamer Mannfand er zu London vielfältigen Verdienst. Dortverfertigte er mathematische Instrumente, und stacheinen ganzen geographischen Atlas, der aber mehoch geschätzt war Er verheyrakhete sich daselbst,und gieng dann mir seiner Familie wieder nach demHaag zurück, wo er auch 1811. verstorben ist. Nochkennt man von ihm: Die Karten zuFr. Drake'sReise nach dem Gelobten Land; eben desselben, unddes Seemanns Th. Cavendish artige Bildnisse.;ferner Leichenzüge und Epitaphien, und endlich denschon im Lex. bemerkten Prospekt der Smdt London(1820.), welchen Eandeüiiu einem Iosi'e'Hon-dius giebt, der aber eben mit unserm Jodokuseiner und derselbe ist. Rost V. 280—81. u.

* — — (Wilhelm), Zeichner und Kupfer-stecher, des jünger» Heinrichs Sohn und Schü-ler, geb. um 1800. (Minkler hat durch Drucker-fehler 1660.) Er hatte lange Zeit im Haag gear-beitet, und begab sich darauf nach Danzig , wo ermeistens Bildnisse Großer Herren, theils nach seinereignen Zeichnung, theils nach Andern gestochen hat,die zwischen 1620. und 82. datirt sind, und vonwelchen Rost V. 26Z. dasjenige des Prinzen Morizvon Oesterreich ein vortrefliches, der Katalog vonBrandes das des Admirals der WestindischenCompagnie, H. C. Longkius, nach I. Mytens,ebenfalls ein fehr schönes Stück, und N)are!srdas des Malers Franz Franks des jünger» einesder schönsten nennt, welches nach Van Dyck ge-stochen worden. Hinwieder kennt man, nach ihm,ein Blatt von E. de Pract, welches wir irgendwo.-Invention clu traiwport tis terre ä Duni-IA par6. .gchsm vsn blaoillnMn, rubrizirt sinden.Ueberbaupt heißt Warelsr diesen Hondius einender beßten Stecher, die sich zu den Zeiten Rubens bildeten; nicht weniger bewundernswürdig wegender Kunst, den Charakter des Meisters beyzube-halten, als wegen der Feinheit und schönen Farbeseines Grabstichels, und sagt namentlich von demoben angeführten Bildnisse von Fr. Franks: „DerKopf ist lebendig, ein Acrmel von Seidenstoff mitder größesten Kunst und zugleich ohne alle An-maaßung dargestellt. So gravirt man nicht, wennman sich bloß kalt vornimmt, schöne Taillen zumachen; aber so läßt sich ei» wahrer Künstler vondem Feuer eines andern Künstlers erwärmen." *)

«) Nach allen diesen Artikeln von der Familie Hondiusanderwens, die beoden Heinrich nnr Eine PersonNach welchem aus dieser Familie das von I. P. le LMaler: o,LlaNre ü« HiMes beißt, ist uns unach Abraham.

Hoitthorst. 567

Hondt, (P de). Nach oder von einem »nssonst ganz unbekannten Künstler dieses Namensfinden sich zwey Plane von den Schlachten beyRoßbach und Minden , 1707. und 5 g.

* — "7 ( de). Ebenfalls von einem solchenNamen zeigt man historische Tafeln III einigenKirche» zu Brüssel , welche kaum einem der ovenangeführten Hondius oder de Hondt zuzueignensind.

* Hone, (Nathanael). „Es ist" (heißt es

irgendwo) „ etwas Leichtes in seinen Figuren , dassie zu angenehmen Gesellschaftern macht." Von ihms lbst hat man ein schönes und seltenes Schwarz-kunst-Biatt! üeux iVIoioes iaisanr riysille. ll/»-«ar/m« -ro-r /acrt Hinwieder haben nach

ihm Baille: ll'üs ?,pi»§ 6ov. Eumillns klone;Dickinson dir Hinss X.re, Finlayson die MißMercalft mit ihrem Hund und die SchauspielerinZampcrini, im Charakter der Eechina; FisherHone's eigenes Bildinß; Grcenwvd dasienige desCaplans G. Whrtcfield; I. R Smith das desDr. W. Eclater und tüe dp-wwn 8«^ (ietztrcsauchW. Humphrey); Watson endlich 8,e UrikünscNun, lauter schöne Blätter, geschabt.

und

Hongre, (Stephan le). In die Akademiewurde er in i88,E aufgenommen. Dandre' Bar-don fuhrt von ihm, neben Anderm, eines der vierBasreliefs an der St. Martins-Pforte zu Paris an, welches bey de §onkenai brillant ausgear-beitet und componirt gcnennt wird. Nach ihm hatEdelink die Statue der Luft (7^ hoch zu Versailles j» Marmor, nach le Bruns Zeichnung). und Tho-nrassin ebenfalls, theils dieselbe, theils dreyandre, unter XK g 5 , ijZ—/;6. seiner bekanntenelenden Saniinlung gestochen. le Hongre's be-rühmtestes Werk seiner Nitterstatüe Ludwig XI V. wurde zwar »och wahrend dem Todesjahr desKünstlers (1690.) zu Paris gegossen, aber erst in172h. zuDijon aufgerichtet. II. i 5 e>.

Honig, ( ). So heißt irgendwo ein

deutscher Bildinßmalcr, der um 1775. gearbeitethabe.

Honner, (Alex. Rom .), Maler, Schüler vonRegnault, lebte im I i 8 ,» 5 . iii Rom, als Zöglingder dortigen ftanzos. Akademie. Auf ihrer Kunst-ausstellung desselben Jahrs sah man von ihm einenEittcllns, der nach seinem Streit mit Dares denStier tödtet; ein historisches Gcmald über Lebens-größe. Die Gemahlin des Königes Candaules imBad; eben so. Copie der Vierge an Chardonncretvon Raphael. Eine andre frühere Arbeit von ihm,Pyramus und Thisbe ', wie sie todt von ihrenEltern gefunden werden, wurde ebenfalls gerühmt.Fftorillo III- 5 o 5 -

H 0 nnere, (Joh. Franz), geb zu Blanwnt inLothringen 1755. lernte von sich selbst die Pastsll-und Miniatur-Malerei), worin er schöne Bildnissemit weichem Colorit verfertigte. Er ließ sich 1760.zu Frankfurt am Mayn häuslich nieder; that aberauch Reisen gen Wicu, Maynz u. s. w. wo er anden dortigen Höfen arbeitete. Dieser Künstlereignete sich auch die Wiedercrfindung der Wachs-malerey zu, und lebte noch 1790. Hüsgen Cs.Ausg. S. joj.

Honorar, ( ). Unter diesem Namen fin-

det man das Bildniß des Sr. Viucenz de Paulagestochen,

Honrado, (Julian), wird vonFioriklo (IV^i 55 .' ohne Weiteres, als ein spanischer Malerdes XVl. Jahrhunderts genannt.

* Honrborst, (Gerard). Dieser Künstler,der bekanntlich in Italien sich einige Jahre aufent-

müssen diejcuigeu des Ler. (wo namentt-ch, wie auchausmachen), theils ergänzt, theils berichtiget werden,as schön gekrochene irdische Paradies se» , aus dem derrbekamit. Ler Katalog von Brandes glaubt, allenfalls

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