5^6 Hubert.
gestochen. Dann von Caspar selber/ mit tiefemGrabstichel gearbeitet: Eine Pieta, nach Haun.Carracci , mit der Unterschrift: Ire mere lacr^mse;wieder Mehreres nach Rubens von einem Unge-nannten, und, in seinem Verlage, nach van Tuldenvon P. Baliiu und R. Pcrsyn gestochen. Wasuns dann aber endlich itre macht, ist, daß ineinem Verzeichniß meines sei. Vaters, unter derRubrik Adrians oder dann (undeutlich) gar nocheines dritten F. Huberts, Bildnisse mit rö 85 —g 8 .datirt, aus dessen Verlage erscheinen.
Hubert, (Aug. Chevalier), Maler, und inder Folge Baumeister zu Paris . Von ibm rührendie Entwürfe zu mehrern republikanischen Festenher. Eben so diejenigen zur Verschönerung derSäle, welche gegenwärtig die Galerie der Antikenausmachen, aber niemals ausgeführt wurden.Lands» Annal . (I. 45 .) Endlich war er imBegrif, ein Werk über die Baukunst zu schreiben,deren Studium er in Rom vervollständigt hatte,als der Tod ihn am 8. Febr. 1798. schon in seinemvierzigsten Jahre hinraffte. Baur .
* — — (Johann), der Bildnißinaler. Nachihm kennt man, neben Andern:, die BildnisseHardouin Fortin's de la Hoquette, und I. Law's,letzkres von I. Langlois gestochen. A/rr.
— — (Johann Jacob). So nennt Basan(Lch sec.) einen Kupferstecher, geb. zu Paris 1760.Schüler von le Roy, von dem er aber einzigVignetten nach Marillier «. a. anführt.
— — (Martin), s. Joh.Beuselm im gegen-wärtigen Supplemente.
* — — ( ), der Kupferstecher des Lex.
hieß Fr. geb. zu Abbeville 1740.; Schüler vonBeauvarlet. Derselbe hat mehrere Bildnisse u. a.nach verschiedenen Meistern gestochen. So eineFolge von an ein Dutzend ausgezeichneter französi-scher Militairs, besonders von der Marine, nachGraincourt's Zeichnung in 4 ^- Wieder mehrereandre kleine (unbedeutende) Bildnisse für die I'a-blesux pittoreskeres äeluLuIsss, dann la nou-vells Heimse, und llonn^ soit czui mal z- psnss,beyde nach le Febure; plonn^ soit pur mal Volt,nach Ph. Caresme; i'binkant äs retour äe l^our-rice, nach Grenze (1767.). Unvorsichtig schreibtBoft VIII. 278. nun wieder das Blatt: Dante äs6. vonw-unserm Hubert, was oben dem Jos.Jgn. Huber zu. So müssen sich freylich Myria-den Fehler in der Kunstgeschichte häufen und ver-ewigen. Auch dürften nicht unwahrscheinlich zweyBlätter des in 1806. und 7. erschienenen b. und I.I.Heftes der (ialsrle kill Palais rl'Orleans (der Toddes Maxcntius nach Rubens und Erigvne nachGuido), dann pie§e tsnäll par PAmour, nach G.Gerard, welche zwar alle dreymit klubert unterzeich-net sind, vielmehr dem I. Jgn. Huber zugchören.
* Huberti, (Caspar). Neben Andern: kenntman von ihm die nämliche berühmte H. Familie,weiche Edclink gestochen hat, mit der Unterschrift:
äiliAsntes M6, äili§o, ohne RaphaelsNamen. Hei necke VIachr. II. 42b.
— — ( ), ein fahrender italienischer Dild-
nißmaler der sich um 176». eine Zeitlang in derSchweiz aufhielt und so praktikos arbeitete, daßer in einem der kürzesten Tage zwer> lebensgroßeBildnisse fertigte, die noch dazu sehr ähnlich waren.Aus einigen Köpfen zu schließen, würde er einenansehnlichen Platz unter den bessern Künstlern be-hauptet haben, wenn er mehr für die Ehre als fin-den Beutel gemalt hätte. Er hatte übrigens nurzwey Stellungen und zweyerley Kleidungen, einefür die Männer und eine sür das Frauenzimmer.Db er sich seither mehrere angeschaft, so wie über-haupt von seinen wettern Schicksalen, ist uns nichtsbekannt.
Hub:'::, ( ). So nennt Marperger, ohne
Weiteres, einen Schmclzmaler, der umJxvo. zuParis gearbeitet habe.
H u ck.
* H ubry, (Peter). Und so Basan (blil.sse.)einen Buchdrucker und Kupferstecher, geb. zu Mainz :l)2o. der zu Straßburg eine lustige Folge von 3 ü.deutschen Cvstume-Blättern aus Licht gestellt habe,und aber — wohl kein Andrer, als der PeterAubry des Lex. seyn dürfte.
Huck oder Hück, (I. Gerard), ein geschickterKupferstecher in geschabter Manier, deutscher oderniederländischer Herkunft; arbeitete eine Zeitlangmit andern Künstlern an der bekannten Düsseldorfer-Galerie, und gieng alsdann um 178s. nachEngland,um sich in seiner Kunst zu vervollkommnen. Dortarbeitete er wenigstens noch um 1784. (Seine balddarauffolgenden Schicksale erfahren wir zum Theilnoch unten). Späterhin hatte er Hannover zuseinem Aufenthalte gewählt, und seit 1800. daselbsteine Art Kunstakademie errichtet, welche in Kurzemsehr guten Fortgang gewann. Im I. :8oi. warer damit beschäftigt, seinem historischen Blatt inschwarzer Kunst: Der Ausfall der Hannoveraneraus Menin, zum Pendant, nach einem von ihmselbst ausgeführten Gemälde, den Heldentod desGenerals von dem Busche zu geben, der mit denHannoveranern die Franzosen zweymal über dieWaal zurücktrieb und dabey fiel. So hieß es vondiesem Künstler theils in einer unsrer Handschriften,theils in Mensel bF. Miscell. XIII. 610—: 3 .und schon frühcrhin in Desselben Misc. x.244. wo er einer der stärksten Zeichner genannt wird.Ganz anders lautete es von ihm zehn Jahre früher.So z. B. von einem Bildnisse des Kurfürsten vonder Pfalz , aus der Mannheimer-Galerie, nachP. Battoni geschabt: »Die Aehnlichkeit ist derKünstler schuldig geblieben; auch sind die Abdrückezu hart und zu schwarz, und haben keine Haltung.Die Ursache mag wohl seyn, weil H. Huck sichseinen: Lehrmeister, dem bekannten H. Green inLondon , zu früh entzogen hat, ehe er in derSchwarzkunst genug bewandert war." S- Me u-sels Misc. VI!. 87. Und Ebendaselbst wirdihm Schuld gegeben, daß er ein anderes Bild auserwähnter Kunstsammlung (Medca) von einemlebenden Künstler, durch einen seiner schlechtestenKupferstechers-Gesellen in pnnktirter Manier habestechen lassen. Ungefehr um die nämliche Zeit hattesei:-! vormaliger Meister, Green, das Privilegiumerhalten, aus der Düsseldorfer-Galerie 80. Stückein Schwarzkunst zu schaben Mehrere Zeichnun-gen wurden von unserm Huck selbst verfertigt, undihm die ganze Leitung und Retouchicung der übrigenaufgetragen (Mensel l. c. IX. 286.), worüber sichein reisender Künstler, in eben dieses SchriftstellersVI- Museum (S. 71.) scharf genug bey Gelegen-heit eines andern, bey Anlaß der fünfzigjährigenVermählung desKur-Pfalzbayrischen Fürstenpaars,von unserm Huck gezeichneten und geätzten Blattesherausließ, welches um 1792. zu Düsseldorf er-schien, und das, der Beschreibung zufolge, nochweit elender, als die darunter gesetzten und aufseinen Gegenstand sich beziehenden Knittelverse seynmußte, welche also lauteten:
Gestükt auf tiefgebeugte Zeit und Neid,
Schreibt die Geschicht' ins Buch der Ewigkeit.
Heut sei'rt das hohe Fürstenpaar:
Der Liebe goldues Jubeljahr.
Noch Alle diesem mochte man, wie bey so Vielem,fragen: Was in aller Welt ist denn die Wahrheit?Da wir selber den Künstler nicht, und von seinenWerken nur Wenige kennen, so hoffen und ver-muthen wir am Liebsten: Daß er sich in neuernTagen (wie schon oben davon die Spuren er-scheinen) merklich gebessert habe. Und Ein sehrschönes Blatt wenigstens, von ihm gezeichnet, undvon seinem eigene» Lehrer V- Green in Schwarz-kunst geschabt: Johanna Cray zur Richtstättc ge-führt, liegt wirklich zu unserer Lust vor unsernAugen. Andre ähnliche von ihm gezeichnete undvon Green gestochene Blätter nach Gegenständenaus der englischen Geschichte, führt ein Verzeichnißmeines sel. Vaters an; darunter ein Grabmal desLords Catham, nach der Sculptur von I. Bacon.Eden so der Katalog von Brandes: Labern»,