Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
586
JPEG-Download
 

586 Jackson.

Sammler, besonders von Zeichnungen berühmterMeister. Einen Theil derselben (lauter Landschaf-ten ) ließ er noch bey seinen Lebzeiten durch jungeKünstler, Corneille, Massö (nicht den Miniatur-maler), Pesne und Rousseau in Kupfer bringen,die nach seinem Tode gesammelt, in sechs Heften(jedes von 4? Bl.) erschienen, und späterhinunter dem Titel: lievueit üe 282. escampes,Aruvöos ä l'eau iorto psr les plus lisbiles(L)I'eincros <lu tems, 6'gpröz les ciesseins desbrancls IVIaitres gue posseäoit sutiefois ILIr.Aabar/r, et gui clepuis sont passes an LabinvtUu ko^. in Querfolio neu abgedruckt ans Lichttraten. Indessen weißt man, daß Jabach beyseinem Verkauf an den Konig einen großen Theilseiner Sammlung zurück behielt, welche nachseinem Hinschied theils ins Kabinct ssrozat, undaus diesem ins Kabinet Marterte gelangten,theils bey seinen zwey Enkeln in Cölln und Li-vorno verblieben, von welchen letztrcr die seinigenin Oolland verkaufte. Von diesen kennt man einengedruckten: OataloFo (lella Kueeoita öi ceiehrlclise^ni, cüs trovansl appresso /s-'S-rcescotonto Aabar/i in Livoruo. //«inecLe /steero^—b.

* Jackson, (Johann Baptist). Neben denim Lex. bemerkten Blattern führen, theils Gan-bellini, theils Hetnecke (ll. (,07.) theils einVerzeichniß meines sel. Vaters noch eine Kupfer-tafel von 1)6. Bl. (Ven«2, 1727.) und voneinzelnen das: Weide meine Schaafe, nach Ra-phael; St. Peter Martyr, nach Titians bernhm-lcstenr Gemälde zu St. Johann und Paul zu Ve-nedig (1742.), was vielleicht zu der bekanntenSammlung, deren auch das Lex. gedenkt, gehört,und endlich eine Abnehinung von Kreutze nachRembrandt (letztres ein sehr schönes und seltenesBlatt), alle in Helldunkel, an.

— — (M ). Von einem solchen (noch etwasungewiß, ob von dem Obigen verschieden) führtder Katalog von Brandes: Mr. Barry im Cha-racktcr Makbcths (Act. III. Sc. 0.) nach I.Gwyns Zeichnung, und das Brustbild eines altengcbärteten Manns mit lachendem Gesichte, nachRembrandt , bcydcs Schwarzkunstblättcr (letztresdort schön und selten genannt) an.

* Jacob, (Ludwig), geb. zu Lisieux in derNormandie 1712. nach Heinecke (I. 222.) aberzu Paris 1698. was mit einem im Lex. vorkom-menden Datum in beßrer Harmonie steht. Der-selbe kam jung nach Paris . Seine Werke sindweder sehr zahlreich, noch von hervorstechendemVerdienste. Man tadelt an ihm Unrichtigkeit derZeichnung, und im Ganzen Mangel an Wirkung.Sein Deßtes ist noch, was er für den siecueil<le Ol-o^At gestochen. Rost Vlll. 130. wo (180^.)sein Todesjahr noch nicht angezeigt ist, ungeachteter i>n Almanach lles Deaux-TLrcs von 1808.unter den damals in Paris lebenden Künstlernnicht mehr erschien. Bey Rost t c. and dannin einer Handschrift meines sel. Vaters findensich von ihm ein Dutzend Blätter angezeigt,darunter 5 . nach Caliari (neben Andern die Hoch-zeit zu Cana, für die Dresner-Gallerie und Per-seus und Andromeda für den gedachten ttecueil<ls Orci2Ät> welche auch bey Lmßll ill. 145. und82. vorkommen); dann ein Aeneas und Anchiftsnach Dominichino; ein Paar mythologische Blat-ter nach le Moine, und drey Gattungsstücke nachWatteau.

— — ( ). So wird auch im . 4 Imanaclicios l)6nux-/lrts von 1802. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Zeichner genannt, dervielleicht ein Sohn des vorhergehenden seyn dürfte.

— — ( ). So hcift ein Baumeister zuParis um 1801. von welchem im X. Hefte vonArasft's: ?lans, Cnupes er Klevations dasHaus Waibcr in der rille-Straße, Vorstadt St.

Jacobi.

Germain, zum Vorschein kömmt. Xouv. <lesBrts 1. 87.

Jacob, ( ). Und so zwey Gebrüder zu

Paris, welche bey der Ausstellung der französi-schen Industrie - Produkte in 1800 wegen dergeschmackvollen Formen und vollkommenen Aus-arbeitung von Mobilicn, Vasen, Leuchtern n. dgl.den Preiß erhielten. Landon Annal. I. 21.Xonv. äes Bns I. 270.

— — ( ). Jnspector und Obergärtner in

Diensten des Bischofs von Bamberg , ein Mannder in seiner Kunst sehr gute Einsichten hatte.Derselbe studierte zwar aufänglich in Frankreich ,wich aber doch den allzuregelhaften Geschmackdieser Nation, so viel es die Anlage des bischöf-lichen Gartens leiden mochte, aus, und richtetesich nach der neuern englischen Manier. Er blü-hete um 1780. tZicolal Reisen 1 . 121.

Jacobe, auch Jakobe, (Johann). K.K.Rath und Professor oer Akademie der vereinigtenbildenden Künste zu Wien , geb. bastlest 1722.und eben auf der dortigen Akademie, als solchenoch unter Meytens stand, ausgebildet. Anfangswidmete er sich der Malerey, »achwerts lernte erdas Kupferstechen bey Schmutzer, und legte sichvon nun an ganz auf dasselbe; vorzüglich auf dieSchwarzkunst. Eine Zeit lang hielt er sich aufKosten seines Hofes i» London auf, um sich indiesem Kunstzwcige zu vervollkommnen; auch gaber demselben nachwerts in Wien , bey seiner Rück-kunft einen ganz neuen Schwung. Die Anzahlseiner Blatter ist groß. Hauptsächlich aber könnenseine Wiener-Akademie, welche (als Gegenstück derbekannten Lcndner-Akademie von Earloms), dieBildnisse aller Wiener -Künstler nach Guadal enthält,sein Samson, der durch Verrätherey der Delila vonden Philistern überwältigt wird, nach Rembrandt .(Fäßli I V. 222.); dann .sein wilder Stier nachEbcnd., uns ein Paar Thicrjagden nach Casanova,in Rücksicht auf geschmackvolle und malersche Be-handlung neben jedem der beßten englischen Blat-ter stehn. Diese letzkern waren, als für die Kai-serin von Rußland verfertigt, nicht ins Kommerzgekommen, und sind daher äusserst selten. VonBildnissen kennt man von ihm, z. B- diejenigendes Lord George Germain nach G. Romney ,dann der Miß Monckton und der Miß Meyer(letztre als Hebe), beyde nach Reynolds, u. a.die bey Rost ll. 20s— 5 . und in den Gantkata-logen von LVinkler und Brandes angeführtsind. Er starb im Jul. 1797. nachdem er in derihm anvertrauten Schule mehrere bereits vorkheil-haft bekannte Künstler gebildet hatte. Justli.Baue.

* Jacobello. Von diesem Bildhauer undseinem Bruder ft. j) veneziano findet man auchin der St. Marcus-Kirche zu Venedig , das mitvielen Figuren gezierte Grabmal des in 1R2.verstorbenen Doge Auton Vcniero. M>c.

* Jacobi, (Johann). Von ihm sieht manin den Fürstlichen Zimmern des Schlosses Hessen-Homburg einige sehr chcne Modelle, von welchenbesonders ein stehender Mercur vorzüglich gerühmtwird. Dann in dem kaiserlichen Zeughause zuWien eilf Kartannen, welche die Preussen vorPrag zurückgelassen, die mit dem KöniglichenWappen, den Bildnissen der Churfürsten vonBrandenburg , u. s. w. sehr schön geschmückt, vonJacobs 1708. zu Berlin gegossen und mit seinemNamen bezeichnet sind. Msc.

— — ( ). So heißt irgendwo ein Maler,

nach welchem I. C. Müller das Bildniß des Arz-

tes Abrah. Vater s gestochen hat. Msc.

— — ( ). Eben so ein Kupferstecher,

der nach I. Pinas gearbeitet hat.

— — ( ). Eben so endlich ein um 1760.

zu Lüttich blühender vortreflicher Petschierstechcr,