Band 
Zweyter Theil [1].
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596
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596 Ingorcw.

nach vedriani, irrig zwey aus ihm. vasarinennt ihn einen Nacheiferet von Niccol Abbate.Jn Modena (sagtLanzi II. 268.) sieht man einigeArbeit von ihm, welche Tivaboschi anführt, abernicht sonderlich rühmt. Fiorillo 11. 334 -

Ingorow, ( ), ein talentvoller Zögling

der'Akademie der Künste zu St. Petersburg . ImI. 1803 wurde derselbe nach Italien geschickt, umsich in der Geschichtsmalerey zu vervollkommnen.Oeßfenrl. rIachr.

* Ingouf, (F. R. und P. C. ) hießen FranzRobert und Perer Carl. Dieser, der altere,geb. 1746. jener 1747. beyde zu Paris , pererCarl muß schon vor i 8 oZ. gestorben seyn, da er sichjm /Amgnsok ÜS 8 lZenux-Z^rts desselben Jahrsnicht mehr befindet. Der andre lebte noch 1806.wo er mit mehrern andern die Blatter zu einerPrachtausgabe von I. I. Rousseau's Werken, nachden Zeichnungen von Barbier, de Latour undMorca» lieferte. Beyde waren Schüler von Flipart,und der jüngere, Franz Robert, zumal hatte sichschon langst unter den andern französischen StechernVortheilhaft ausgezeichnet. Von beyden fuhrtRost VIII. 3 o 8 . die vorzüglichsten Blätter, theilsBildnisse, theils Gattungsstücke an. Von pererCarl »ach Grenze und Wille dem Sohn; vonFranz Robert nach le Barbier die beyden Cana-dier die über dem Grabmal ihrer Kinder weinen(1786.), sehr schön; nach Bcnazech den Wild-dieben (eben so); nach G.Douw, desselbenVildniß(vortrcflich); dann nach Dronais, Freudenbergerund van der Werf. Von Ersten» dann Mehreres, ge-meinschaftlich mitMoreau und Tilliard; von letzten»Verschiedenes nach seiner eigenen Zeichnung. Obes dann Franz Robert, oder ein Sohn desselben,oder auch perer Carls, kurz ein jüngerer Ingoufsey, der für das XXVI. Heft des MuseefranpaisRavhaels Madonna, das Stillschweigen genannt,nach Chary's Zeichnung gestochen habe, ist unszwar unbekannt; doch vermuthen wir eher dasletztre, da es irgendwo von diesem Stiche heißt:Sein Urheber verspreche viel für die Zukunft.

* Ingram, (Johann). Lasän (L6. «ec.)sagt kecklich: Geb. zu London 1721. Seine Blatternach Brücher, wovon das Verzeichniß meines sel.Vaters ein Dutzend anführt, sind alles Gatlungs-stücke, von der Ü-Ieua^öro an bis zur I?atto (Inxetit Lkien.

Ingreß, ( ), ein junger französischer

Künstler, gebürtig aus Montauban , Sohn einesMalers der dort seine Kunst mit Ehren ausübt,und ihn auch die Anfangsgründe derselben gelehrthat. Alsdann kam er in Davids Schule nachParis . In 1800. malte er, für die Preißaufgabedes VIII. I. der Republik , die Geschichte desKöniges Antiochus, der dem P. Scipio Afrikanusseinen im Krieg gefangenen Sohn zurücksendet,und erhielt, so wie sein Nebenbuhler, der MalerD»cq, den zweyten Preis. Die beyden Haupt-figuren zumal, Scipio und sein Sohn, bilden einesehr angenehme Gruppe. Auch die andern Cha-raktere sind wohl gezeichnet und richtig gedacht;und in der Haltung des Ganzen herrscht Geschmackund sorgfältige Ausarbeitung. Einzig an der Har-monie der Farben hat man Verschiedenes zu tadelngefunden. Ein geistreicher Umriß nach diesemGemälde findet sich in Lands ns Runft-Amia-!en Th. 1 . S. 116. Auch nach Fiorillo's (III.471.) Urtheil war die Compositivn dieses Bildesmalerischer, als diejenige seines MitkämpfersDücq, und das Ganze verrieth einen selbst den-kenden Künstler, der, ohne die Antiken nachzu-ahmen, dennoch originell und acht antik erscheinenwollte. Nicht ganz so gelungen fand dann ebendieser Kunstrichter ein neueres (auch im illmsnuckkit-8 Uosux-Hrtz von 180Z. einzig von ihm ange-führtes »Gemäld, womit er den ersten Preis erhielt,welches Agawemnons Gesandtschaft an den Achill,damit er die Waffen wieder ergreifen möchte, zum

ISdlN.

Gegenstand hatte. Auch den Umriß von diesems. bey Candon Ann. III. (,8. Für den Salonvon 1806. dann gab er ein Bildnis des Kaisers aufdem Thron. Von diesem heißt es in dem Tüb.Morg. Ll- 1807. 58 - „Der Thron ist im Ange-sichts; der Kaiser sitzt darauf, wie auf unserngroßen Gerichtsinsigeln von Friedrich RothbartsZeiten. Das Colorit ist matt und einförmig, undim Gewühle der Attribute des Ornates und Thronesist nirgends ein freyer Platz, der die Figur mehrHeraushübe, der man sonst das Verdienst einer

richtigen Zeichnung zugesteht. Doch der

Künstler hatte sein eignes, vielversprechendes Por-trait eben so bizarr behandelt. Er scheint dieSkuffe der Kunst zu affektiren, wo die Perspektivenoch in der Kindheit war." In demselben I. i8od.befand sich Ingreß , als Pensionnair der sranz-ss.Akademie in Rom . Auch zweifeln wir nicht, daßdieser Künstler, wohl eher als sein gleich Anfangsbenannter Vater, der nämliche sey, der unter demNamen Ingre' für das Prachtwerk desXupoleo» (Ob. i—XI.) eine Menge Skatüengezeichnet hat, die zum Theil von den beßten neuernMeister» gestochen sind, und zwar namentlich:

Pvsidippus, von I. R. N. Bourgeois.

Merkur und ülntineus, als egyptisches Idol, vonLhatillo», crstrcr vortrefl.-ch, doch etwas bart.

Ein Amor von Desnozeers.

Amor und Psixve von Ebendemf. und Fontmmgemeinschaftlich.

Euterpe und Tewflchore, von I. I. R. UrdamMaffard.

Calliope und eine Bacchantin, von Morcl.

Nero, von pcree.

Urania, von A. Komanet.

Inselin, ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein Künstler, unter dessen Namen diePlane mehrerer französischer, niederländischer unditalienischer Städte und Festungen bekannt seyen,die zu irgend ei'.em historischen Werke über dieFcldzüge. Ludwig XlV. diene» mochten.

* Internerer, (Ioh. Baptist). Sehr seltensind sein und Oesterreichs Bildnisse in Mönchs-kleidern , wie sie niit einander durch Zeichen sprechen,auf Einem Blatt, von Imernari gezeichnet, undvon beyden gestochen 0749 -) Nebst demselbenführt noch ein andres Blatt mit sechs Carrikaturen,und ein drittes mit zweyen, beyde von Oesterreich ,und endlich eine sehr artige Folge von sechsen,von ). Canalc nach ihm gestochen, der winkler-sche Katalog an.

Joachim, (der Abt), ein veneki'anischer Geist-licher, toll um 1180. die nicht ganz ungestalteteFigur eines Heilands gemalt haben. Fiorillo II. 8.

— — ( )- Wer mag wohl derjenige

seyn, nach welchem (wie es in der Zeitschrift:Lerlin 1799. IV. 7. heißt), B. Rode ein vortrcf-liches Abendmahl geätzt habe?

* — — ( X So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Maler, nach welchem R. Gardclledas Bildniß des Genfer -Pastors A. Leger gestochenhabe. Ob er etwa mit dem I. Joachims desLex. derselbe sey, ist uns unbekannt.

* Joanes, (Johann Baptist). S. Vincen;Juanetz.

Ioannes,( ). So wird irgendwo, ohneWeiteres, ein Künstler genannt, von dem manWildprät, in natürlicher Größe gemalt, kenne.

— — de Brugis. S- oben Brugis.

* Joanninus, auch Jouanninus, s.Giovanni. Noch fügen wir hier bey: Daß dieverschiedene Weise, seinen Namen zu schreiben,Anlaß gegeben, zwey Künstler aus ihm zu machen;was z. B. Srrurc gethan hat.

Jobin, (Vernarb), ein Kunsthändler zuStraßburg , in dessen Verlage um 1570 -77. ver-schiedene Bildnisse, ohne Namen des Malers und