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den; und die Abdrücke behalten alle Leichtigkeit undalle Wahrheit und Feinheit der Originalzeichnung.I nennt seine Erfindung Polyaurographie. Sieist von mannigfaltigem Werth und Nutzen. JederMaler und Zeichner selbst, kann, so bald er vondem Erfinder die Materialien dazu erhalt, aufPlatten zeichnen, und seine Arbeit gleich, in soviel Originalen (?) als er will, dem Publikummittheile»; und die Kunstwerke werden dadurchweit wohlfeiler. Bereits hat England dem Er-finder, unter einem fremden Namen (s. Engl .Mizellen Xll. Band I. St. p. 4 ?-) ein Patenthierüber gegeben. Noch hat derselbe übrigensnichts öffentlich erscheinen lassen, als in derRhein-landischen Zerrung eine kleine Probe für Kenner,und dann für die Damen geschmackvolle Stick-Muster, wovon monatlich zwey Blatter bey Simonin Frankfurt erscheinen." So lautete es im ^reymürhi'gen 180Z X.° i/Z. vergl. mit Intelligenz-bl. zurÄ- 8. Z. 1804. 8g. S. 7Z1. und Men-
sel« Archiv lll. 181—82. Allein seither habenwir so gut wie nichts von den weitem Fortschrittendieser, wie wir befürchten, eben so brod- als ver-diensilosen Kunst vernommen.
* John, (Augustin). Nach K. Fabritius hatderselbe einen Nicodemus gestochen.
— — (Philipp Ernest). So hieß hinwiederein uns sonst unbekannter Maler, nach weichemM. Bodenehr das Bildniß des Arztes H. Boezo inSchwarzkunst geschabt hat.
— — ( ), ein noch 180/. in Wien leben-
der Kupferstecher in punktirter Manier, dessenBlatter weder an Zierlichkeit noch an geschmack-voller Ausführung den englischen keineswegs nach-ftehn. Füßll Annal . I. 5 /. Schon 1795. u. ff.Jahren kannte man von ihm eine Sammlung von22. der berühmtesten Schauspieler und Schauspie-lerinnen auf dem KK. Nationalrheater, in beson-ders charakteristischen Rollen, und Bildniß zugleich,nach Kiningers Zeichnung, wovon je ein Paar5 . Gulden Wiener-Cort kosteten. Mensel »I.Misc. I. 120. Späterhin dann (180 s) sah ersich freylich, gleich so vielen andern wackerndeutschen Künstlern, genöthigt, für Almanacheund andere Bücher-Verzierungen zu arbeiten.So ;. B. lieferte er verschiedene Blätter zu derPrachtausgabe von wielauds Werken, nachRamberg , wovon eine ausführliche Beurthei-lung in dem Mensel scheu Archive l. 1.5n-W. meistens zum wohlverdienten Nuhm der-selben sich befindet. Eben so diejenigen zu Göschen'sAusgabe des Messias nach Füger's Zeichnung,wo aber (wie in dem Tüb. Morg. Bl. 180/. 8u.bemerkt wird) nicht die vorzüglichsten gewählt wur-den. Jtzt sollen alle in 20. Blattern erscheinen,und, von vier bereits vollendeten zu urtheilen,versprach man sich von diesem letztem Unternehmenetwas ganz Vorzügliches. Ebenfalls unser Künstlerliefert gegenwärtig die Bildnisse zu der Gallertedenkwürdiger Bayern , meist nach Edlinger für dieFleischmannische Buchhandlung zu München ; undvon seinen neuesten Bildnissen rühmte man die-jenigen von Glatz, Ungcr und Dredctzky, besondersdie beyden erstem, als wahrhaft schöne Kunst-produkte.
Johnson, (Benjamin), der bekannte englische Dichter, geb. zu Westmünster i 5 ^ 5 . Da seineMutter in zweyter Ehe einen Maurer heyrathete,so mußt' er sich Anfangs auf das gleiche Handwerklegen, und arbeitete für's Brod zu Lincoln, woman ihn oft die Mauerkelle in der Hand, und einBuch in der Tasche fand. Schon damals warfreylich sein Geschmack für die Dichtkunst vor-herrschend. Was er nachwerts darin, zumal alsSchauspieldichter geleistet habe, gehört nicht hieher.Mr/irna lös. tsrr. II. 17Z.
— — (G.) So heißt irgendwo ein Schwarz-kunststecher zu London , der um 1705. nach Egb.Hemskcrk, u. a. geaibcitet habe.
Joly.
Johnson, (Joel), Baumeister in London .Mehrere öffentliche und Privatgebaude daselbst zeu-gen von seinen ausgezeichnete» Talenten für sein Fach.Er starb zu Dedham in Essep 1799. Baue.
* — — (Johann). Ein Verzeichniß meinessel. Vaters führt von ihm mehrere Bildnisse vonle Cläre, T Gibson, I. Honbraken und Soest an;dann von historischen: Jupiter und Jo, nach A.Allegri; eine Heimsuchung nach I. Andrews; eineFlucht nach Egypken nach C. Coypei; Cupido'sErziehung, nach N. Fouche'; eine Frau die insBad geht, nach Fr. le Moine. Ohne Zweifel istdieß der nämliche I. Johnson, von welchem derKatalog von Brandes eine Rückkehr aus Egyptcnnach Rubens , auch die vier Jahrszeiten ohneNamen des Malers, alle in Schwarzkunsi, undnamentlich letztre, schöne Blätter nennt.
Johnson, (Johann) Nach einem älternKünstler dieses Namens dann soll, einer unsrerHandschriften zufolge, Glover (1640 ) das BildnißEduard Derings gestochen haben Hierüber s. in-dessen oben, unter G. Glover eine ganz entgegen-gesetzte Notizz.
— — (Martin), ein berühmter Pettfchaft-stechcr in England, war zugleich ausserordentlichstark im Laudschaftmalen nach der Natur. Er starbzu London zu Anfang der Regierung Jacob II.Mensel Misc. IV. 9.
— — (Thomas''. Nach der Zeichnung einesKünstlers dieses Namens hat D. King, und W. Hollar , letztrer die Kathedrale zu Canterbury fürDugdale's lVIonasticvn »NZÜLLNUNI gestochen.
* Joli, (Don Anton), geb. um 1700. Nach-dem derselbe in der Theorie der Baukunst sich fest-gegründet hatte, gieng er nach Rom , und bildetesich in der Schule von Pannini zu einem der be-rühmtesten Architektur- und Omamentmaler desXVIII. Jahrhunderts. Zu solchen Zwecken wurdeer nach Spanien , England, Deutschland , undendlich nach Neapel berufen, wo er Maler CarlsIII. und des Königes seines Sohns geworden.Er starb 1777. /.««zst 1 l. 281.
Joll'n, ( ). So wird im Almanach 6ss
8eaux-/zct8 von 180Z. ohne Weiteres ein damalsin Paris lebender Baumeister genannt.
Ioliver,( ). Unter diesem Namen findetman die Vorstellung eines Feuerwerks, welchesdie Stadt Dyon 1727. bey Anlaß der ErhaltungLudwig XV. bey dem meuchelmörderischen Anfalldes Damiens, abbrennen ließ, auf zwey Blättergeätzt, Mb/.
Jollain, (Jacob), ein Kunsthändler vonParis , in der ersten Hälfte des XVIll. Jahrh,aus dessen Verlage ein Verzeichniß meines sel.Vaters an die 100. Blätter enthalt.
* — — (N. R.). Derselbe war um 1779.ein Mitglied der Königl. Akademie. Nach ihm hatI. C. Müller ein gutes Blatt: Die Nymphe Eri-gone gestochen. stli-auckcL.
Iolly, ( ). So hieß nach Huber (S. 69g.)
ein Künstler, der um 1742. Aussichten von Rich-mond zeichnete, welche Divarcs gestochen hat.
* Joly, (Johann). Bey Thomassin findet
sich nach ihm eine Vase mit gewundenen Canne-luren, unter 218. gestochen.
— — ( ). Nach einem Künstler dieses
Namens hat St. Gantrel um 1690. das BildnißRenat's le Fevre, Herrn von Falvere (eine Thesis),und N. Hadert dasjenige des Dohmherrn PeterSarrazin gestochen.
( ). Und, wahrscheinlich nach
einem weit neuern Joly, E. Brunet dasjenige desDoktors der Sorbonne, Joh. Dionys. Cochin's-