Band 
Zweyter Theil [1].
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617
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Kayser.

Schönbrunn ), und zeichnete alle Gartenrisse u. s.w.in Players /'amorra TVmrromca. Dieser Künstlerblühete um 1778. Mensel I.

Rayser, ( ). So heißt auch irgendwo,

ohne Weiteres, ein Künstler, nach welchem A.Gener das Bildniß König Georgs II. von Englandgestochen hat.

* S. auch Raifer und Reiser.

Rayserling, (die Gräfin von), s. Truchseß-lValdburg.

Raysermann, ( ). So nennt Schlege!

in seinem Sendschreiben an Gvthe über die Künstlerin Rom , im Frühjahr 1806. einen Schweizer ^ dener unter die beßten dortigen Landschaftsmaler zahlte.

Reating, (G.). Basan (L<l. ssc. ) heißtihn Georg. Ein englischer Künstler in Schwarz-kunst und punktirter Manier, von welchem man,neben Anderm, in letztrer ein Blatt: Oips^,

nach Miß I H. Benwell, in erstrer zwey Blatter :Der irländische Geistliche, Arthur Oleary, nach I.Murphy, und: a stouäius Uov, nach Reynoldskennt, wovon die beyden zuerst angeführten imKatalog von Brandes schön genannt werden.Eben so eine Folge von Blättern (1791.) nachG. Morland, welche die Verführung eines ge-meinen Manns zum Soldatenstand vorstellen, undwovon im Ao«r». / ü. X". 2202Z. die Urbilderbeurtheilt sind. Basan dann l. c. will nach ihmeine Knaben- und eine Mädchenschule, nach Pas-qnalini, und ein Kinder-Militar-Exerjitium, eben-falls nach Morland, kennen.

Leck, (Gottfried), Hofmaler zu Weißenfels um 1700.; ist uns lediglich durch sein von PeterSchenck verfertigtes Bildniß bekannt.

-- (Johann), ein Künstler von Zuspruch,von welchen! es bey M eusei Miscell. XXVI ll.2^9.) ohne Weiteres heißt, daß er im Kloster Ettelbey Martin Knollcr studirt habe. In den VlMiscell. (II. 226.) dann, wird EbenderselbeMichael, und unter den drey ausgezeichnetenSchülern seines Meisters genannt.

Referstein, (I. C. F-), schrieb, wie wir ineiner unsrer Handschriften ohne Weiteres finden:Anfangsgründe bürgerlicher Baukunst fürLandleure. Ob er selbst ausübender Künstlerwar, ist uns eben so unbekannt.

Lehrer, (Carl Christian), geb. zuDillenburgim Nassauischen 1755. und erzogen zu Erlach imOdenwald . In 1778. nahm erden ersten Unterrichtbey dem Hofmaler Anton Wilhelm Tischbein zuHanau , wo er vier Jahre blieb, und zugleich diedortige Zeichenschulc besuchte. Endlich 1777. gienger, aus Mangel an weiterer Unterstützung, wiedernach Erlach zurück, und übte sich dort, und inverschiedenen Gegenden am Rhein , im Darm-städtischen und in der Wetrerau im Bildnißmalen,wobey aber weder seine Kunst noch sein BeutelGroßes gewonnen hatten. In 1782. that er eineReise ins Hannöversche, und von da an den Hofdes Fürsten von Anhalt-Bernburg , wo er sich bisMitte 1785. aufhielt. Seine vorzüglichste Bildungund seine neuern beträchtlichen Fortschritte aberhatte er einem zwcyjährigen Aufenthalte in Dresden (178587.), seinen dortigen anhaltenden Studienin der Galerie, dem Antikenkabinct, und denVorlesungen des Pros. Casanova zu verdanken,welches Alles ihn auf ganz neue Wege zu leitenschien. Bereits sah man von ihm auf ein PaarDresdner -Kunstausstellungen: Theils Landschaftenin Dietrichs Geschmacke, theils Bildnisse, welchegerühmt wurden. Um 1788. befand er sich aufReisen durch Deutschland . Seither haben wir in-dessen nichts Weiteres von ihm vernommen. Reller.

Lei!, (Hans). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von welchem man,

Keller. 6i^

neben Anderm, zwey Blätter: St. Bruno, undden Kapuziner, St. Fidel von Sigmaringen , kennt.

Reisar, (Wilhelm de), ein Engländer, maltegute Landschaften in niederländischem Geschmacke,nach Elsheimers Manier. Er arbeitete einige Zeitmit Jacob Lotin. Dann kennt man von ihm auchallerley Stillleben, als: Thiere, Vogel, Basreliefs,Blumen, Architektur u. s. f. Starb zu London um 1690. Mensel Miscell. IV. 9.

Reiser mann. S. Raysermann.

Reiß oder Zeick, ( ), ein geschickter

Miniaturmaler; war in Polen von deutschen Elternerboren, und lebte noch 1778. M§c.

Reldermans, (F.). So wird irgendwo,ohne Weiteres, ein Kupferstecher genannt.

* Relerrbaler, (Johann), Kupferstecher,geb. zu Dresden um i 5 Zo. Dort arbeitete er gegendas End des X V l. Jahrhunderts. (Nach LVinklerblühete er erst um 1620.) Don ihm kennt man,neben Anderm, nach I. M. Noßeni, welcher sichum 1676 (nicht 1758. wie Basan Lci. ssc. traumt-zu Dresden in Kurfürst!. Diensten befand (ob viel-leicht nach Basreliefs desselben?): NimrodsThurmbau, die Zerstörung desDabylonischenReichs,das römische Reich (in der Entfernung Cäsars Tod),und eine große römische Schlacht; dann das Reichder Kirche (wo dem Papst von Carl dem Großengehuldigt wird); ferner eine H Conimunion, »achG Kaltemark, und: Mars und Venus, ohneNamen des Zeichners. Rost I. 21011. u. (Ikrc.k/rtber p. g 5 . Wohl ist dieser Künstler der näm-liche, der im Lexikon Rellerrhaler heißt, undwelchen Papillon unter die Formschneider zählt.

Reller, (Carl Urban), gab^im I. 1806. (8.Stuttg. bey Löfiand 2. Rthlr.) Vchonheiren derVlatur, gezeichnet auf einer Reise durch Ita­ lien in den I. 1802. u. 1802. mit 20. radirtenBlattern, welche letztere etwas hart, sonst abernicht übel, der Text hingegen fast unter der Critikgefunden wurde. Geffenrl. Bl.

(Caspar), von Zürch in der Schweiz ,geb. 17s/,. legre verschiedene vortrefliche Probenseiner Eeschicklichkeit in der bürgerlichen und Kriegs-baukunst ab. Hicrnachst sammelte er mit beträcht-lichen Unkosten ein vaterländisches Gemäldekabinet,welches einzig in seiner Art und sehr sehenswürdigist, da solches die Meisterstücke der geschicktestenalten und neuern Künstler der Stadt und desCantons Zürch enthalt. Er lebte noch 1807.

(GeorgX Derselbe bekam, wir wissennicht eigentlich welchen Verdienstes wegen, denschönen Beynamen des vernünftigen Malers.Er starb um ikV,o. Mehr von ihm s. HüsgenN. A. 1 51 52 .

(Hans), Goldschmied in Nürnberg um1672. Derselbe ist uns einzig durch sein Bildnißbekannt.

(Heinrich), des obgedachten CasparsSohn, geb. zu Zürch 1771. lernte, anfangs alsbloßer Dilettante, bey Christen von Unterwaldendie Bildhauerkunst, welche er nachher in Rom , (woer seit 1794. lebt und sich dort verheyrathete) mitdem glücklichsten Erfolg praktisch übte. SchonIernow's Sitten - und Culturgemalde vonRom(S. 279. ) sagt von ihm: Reller von Zürch,ein junger Bildhauer, der mit Talent, Geschmackund Studium, viele Bildung des Geistes verbindet,würde zeigen, daß er fähig ist, den Verlust, denHelvetien durch Trippels Tod erlitten hat, zu er-setzen , wenn sein Vaterland ihm durch Austragunggroßer Arbeiten Gelegenheit geben wollte, seineKunst i» großen Werken ausruüben." Und ebenso heißt es von ihm i» den Italienischen Miscell.1806. III. 16961.Reller zeichnet sich durchFantasie und tiefes Gefühl in seinen Werken aus.Von ihm kennt man verschiedene Mythen in Bas-reliefs dargestellt. Die Hofnnng welche eine

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