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von Rußland zugeeignet, und allgemein gelobtwurden, da die Gemälde nach Originalzeichnungengenommen sind, und somit auch einen historischenWerth hatten. Auch wurden solche um 9 Guineenverkauft. Eng!. M-sc. XX. I. 5 o.
*Rersseboom, (I.) Nach ihm habenBildnisse geschabt: G. Faithorn Mariana Her-bert; P. Schenk Robert Boile; I. Smidt eben-denselben und Lady Carteret.
Bersten, (Johann Daniel), eines MalersSohn, geb. zu Hamburg 1768. studirte die Kunstauf der Akademie zu Kopenhagen , und hieltsich um 1794. wieder in Hamburg auf, wo erBildnisse u. a. auf Pergament mit Silber-stift zeichnete, und daneben sehr gute Dekora-tionen , besonders aber Gruppen spielender Kin-der, wie halb erhobene Arbeit, im GeschmackeIan's de Wit malte. Hanrb. B- Vl. S- 24— 25 .
* Rerver, (Jacob). Von diesem Formschnei-der kennt man besonders: Den Traum des Po-lyphilus, nach Raphaels - Zeichnung (i 5 bi.) in128. Blattern. Osnilellinl.
* Reffet, (Ferdinand van), geb. zu Ant-werpen -66o. Der König Joh. Sobiesky vonPolen liebte seine Arbeiten so sehr, daß er eineigenes Kabinet dafür bauen ließ, welches mitdenselben in Rauch aufging; worauf der Mo-narch den Künstler vermochte, den Verlust völ-lig wieder mit den nämlichen Gegenständen zuersetzen. Unter diesen zum zweyten Mal von ihmausgeführten Bildern befanden sich, (fast un-glaublich zu hören !) neben Anderm, die vierWelttheile mit einer so ungeheuern Anzahl Figu-ren von charackteristischen Menschen und Thie-ren, daß man solche für die reichsten solcherGattung hält. Der König beehrte ihn dafürmir einem eigenhändig von ihm beschriebenenAdelsbrief, und lud ihn an seinen Hof ein. Al-lein van Reffe!, der die Unabhängigkeit liebte,schützte seine kränklichen Umstände vor. Bey demgroßen Fleiß, womit er Alles vollendete, er-staunt mau über die noch übrig gebliebenen Werkedesselben, cke Rirrteuar. Merkwürdig ist's, daßsich nichts nach ihm Gestochenes findet.
* — — (Hieronymus van). Um 1606.kam er von Frankfurth am Main nach Augs-burg , wo er viele Bildnisse malte. Nach ihm hatauch E- Sadeler der jüngere dasjenige des Arz-tes Hypolithus Guarinoni gestochen.
* — — (Johann van), der ältere. SeinTodesjahr ist unbekannt.
* — — — — , der jüngere, dessen imLex. unter dem Art. seines Vaters gleichenNamens Erwähnung geschieht. Er war dessel-ben Schüler, und ging mit ihm nach Madrid ,wo er sich durch seine Bildnisse einen bedeuten-den Ruf erwarb Neben andern hatte er dasje-nige der Königin Maria Louise d' Orkans so ähn-lich und schön gemacht, daß ihn der Monarchdafür mit dem Titel seines Malers beehrte. Hin-gegen wollte ihm das von Philipp V. nicht glü-cken, was ihn bald um seinen ganzen Namen ge-bracht hätte. Was er dann in der Gattung sei-nes Vaters gemalt, war zu mühsam ausgepin-selt und geleckt, ^torillo IV. 0^9 — 5 o.
* — — (Theodor van), Kupferstecher undKupferetzer geb. in Holland um 1620. und blü-hend in den Niederlanden um i 65 o. Man hieltihn für einen Verwandten der Maler dieses Na-mens. Seine Blatter sind zahlreich, und beste-hen meist in geetzter Arbeit von fester und freyerBehandlung. Nur in dem Nackten wäre mehrBestimmtheit zu wünschen. In der Gallertevon Brüffel findet sich von ihm, nach den größ-ten italienischen Meistern, Vieles, (doch in dem
Kettel.
Geiste des ganzen Werkes, meistens Mittelmäßi-ges. Einzelne Blätter nach Allegri, Barbarella,Bassano, Bourdon, Caliari, van Dyk, D.Feti, Guido, Palma dem jüngern, Rubens , A.Schigvonc, P. Snayers, Titian und Wil -bort's führt Rost VI. 114 — i 5 . u. a. an, ohnesolche im Detail zu würdigen Unter denselbenbefindet sich: Die Jagd des Kalcdonischcn Ebers,eine von den 12. berühmten Jaaden nach Ru-bens . Ein Verzeichniß meines sel. Vaters dannnennt, neben Anderm, 6. Bl. Thiere nach I.van der Hecke; Rost noch (I. 0.) einen kleinenFolioband von Vasen und Verzierungen, nachA. von Vinne, welche Heftweise zu Utrecht er-schienen waren, und bloß mit u. V. und D.
V. X. k. als Monogrammen des Erfinders undStechers bezeichnet sind; der Katalog von LDi'nk-ler endlich einen Mann in orientalischer Kleidungzu Pferde, mit einer Rolle in der Hand, wo-rauf bloß: 1'beocl. van Xelsol lec. geschriebensteht.
ReßIer , (Aloys), ein junger deutscherKupferstecher aus dem Breisgau gebürtig , wahr-scheinlich ein Schüler Müllers von Stuttgart ,gab schon 1797. für den Francnholz. Verlag:Die Landung Karls II. zu Dower nach West (Ko-pie des Sharpchcn Blatts); dann späterhini8oä. ein sehr wackeres Blatt: Die nach Mül-lern gestochene Schlacht bey Bunckcrshill, vonTrumbull. Seither kennt man noch von ihm, nebenAnderm, zwey antike Skaküeu: Leukothoe undMenandcr, beyde nach Grangcr's Zeichnung, fürdes Museum ssiapsleon, und eben so Mehrcresfür Beckers Augusteum gearbeitet.
Reste nstenrus, (Cornelius). So nenntGandettlni, ohue Weiteres, einen Kupferste-cher, von dem man Reutcrstücke kcune.
* RerreI oder Rete!, (Cornelius). Son-derbar! Descamps spricht von der Jugendge-schichte dieses Künstlers ganz anders, als imLex. nach eben diesem Schriftsteller angeführtist. Dort heißt es: »Die ersten- Änsangsgründelernte er bey seinem Oheim, einem ziemlich gu-ten Maler, der ihn aber noch besser in denschönen Wissenschaften als in der Kunst unter-wies. In seinem Achtzehnten dann kam er zuBlocklandt (A. Montford) nach Deist , und balddarauf nach Paris , wo er mehrere seiner Lands«leuke kennen lernte, mit ihnen zu Fontainebleau arbeitete, und sie durch seine Talente in Erstau-nen setzte — als der König allen spanischenUnterthanen befahl, das Reich zu meiden. Hier-auf kehrte er in sein Vaterland zurück, wo eraber wegen der damaligen kricgcrschen Unruhenwenig Beschäftigung fand, und nach ungefährsechs Jahren nach London ging. Dort malte erGeschichte und Bildnisse in Lebensgröße für denHof, welche sehr wohl gefielen, und eben so gutbezahlt wurden. Um i 58 i. kam er wieder nachHolland, und verfertigte, neben Anderm, zu Am-sterdam zwey große Gemälde für die dortigenSchützengesellschastcn, die wegen des Reichthumsder Anordnung, der großen Aehnlichkeit so vielerBildnisse in Lebensgröße (darunter auch in einemderselben sein eigenes» und der treffenden Nachah-mung der Stoffe, sehr merkwürdig sind. Eben somalte er die Bildnisse mehrerer Künstler und Liebha-ber seiner Zeit, sich selbst als Christus, die übrigenals Apostel. Es war ein Jahr vor seinem Tod,als er anfieng, mit den Fingern, und zwarrecht gut und reinlich zu malen, und mir denFüßen — Farben zu reiben Dieser Künstler übte,neben der Malerei, auch die Modellirkunsi inErde und Wachs. An seiner Zeichnung allemmochte Manches auszusetzen seyn. Endlich dannwar er einer der geschätzten Dichter seines Lan-des, und zierte daher seine Arbeiten öfters mitEmblemen und Jnuschriften. H. Dary hat nachihm sein Bildniß, C. Voel eine säugende Ma-donna und I. Saendram ein großes allegorisches