Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
632
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ßzs Knapton.

Barbier!, D. Camvagnola, H.Carracci , C. Gelee,E. F. Grimaldi, I. Nanni, I. P. Pannini undW. van der Velde.

Rnapron, (Georg). So heißt ein anderer eng-lischer Künstler, nach welchem I. M. Ardell: tksOountr^-lVlsiä (schon), auch das Bildniß desContre-Admirals Hawke, I. Faber diejenigen derSängerin E. du Parc und Joh. Carestini's, undB. Picard Tindals seines in Schwarzkunst geschabt.Lr-a-rster und

Bneh es, eigentlich Bnehcs, (Peter). Dieses istder versetzte Name von p. Schenk, dessen er sich aufseinen satyrischen Blattern bediente. Man findet ihnaber auch auf Bildnissen; wie z. B. auf demjenigendes Schweidnitzer-Arztes C. G- Carisius. (Mitdiesem Art. fallt der Art. Drehes im Lex. weg).

Bneller, (Gottfried). Warelet und Le-vesque fertigen diesen, in seiner Gattung hoch-berühmten Künstler geringschätzig genug ab, wennes dort von ihm heißt:Er war ein Schüler Rem-brands; allein, er machte eine Reise nach Italien ,und folgte der Manier seines Meisters nicht. Ge-winnsucht bestimmte ihn für das Bildniß, undvermochte ihn, sich in England niederzulassen.In seiner bessern Zeit ahmte er van Dyck nach;aber seine angelegentlichste Sorge gieng in der Folgedahin, sich eine sehr geschwinde Manier eigen zumachen, und aus Geiz übertrug er ganz mittel-mäßigen Meistern die Beywerke". Indessen glaubtauch Fnßll (Ann II. 66.), er habe /nehr dasLeichte und Fließende in van Dycks Vertrag, alsdessen wahre Farbentöne zu seinem Hauptzweckgemacht, so daß sein Vertrag, wegen allzugroßerEilfertigkeit zu einer fast fabrikmäßigen Maniergeworden sey. Einige setzen sein Todesjahr in 1/26.Ein Verzcichniß meines sel. Vaters führt stach ihman die 3 »o. Bildnisse, unter denselben beynahe dieHälfte von John Smith (der um dieselbe Zeit denGeschmack an Schwarzkunstblättern vorzüglich ver-breitet hatte), und dann wieder an die 70. von dembeglaubten Sohne dieses letztem, Joh. Faber an.Die übrigen Stecher waren: P van der Bank,I. Beckets, le Beau, Bowles, Chaucher, I.Chereau, P. Dupin, G. Edelink, G. Failhorne,P. Foudrinier, R. Gaillard, V Green, van derSucht, P. van Gunst, Haid, I. E. Heiß, I.Houbracken, Kyte, P. Pelmann, D. Picard, F.Morellon de laCave, P, Schenk, I. Simon, D.Sornique, G. Valk und G. White. Der Mink-kersche Katalog dann führt gegen 80. alle von Smithan. Zu bemerken sind, unter so viel andern, das-jenige der Königin Maria, mit der Unterschrift:

vivum p. et ab illa 8ola ori^inali (ilumrsAnavit) clepicts. Dann 5 . Damenbildnisse(zwey der Lady Howard; ferner diejenigen derHerzoginnen von Ormond und Bolton, und der LadyElis. Cromwell), welche zu Smith's Kapitalblatterngezahlt werden, und endlich 2. (Lord Euston undJacob Carl von Salisbury) als besonders selten an.Von andern Stichen, ausser den Bildnissen, kenntman nach unserm Künstler nur wenige; wie z B.eine St. Catharina und eine St. Agnes, beydeebenfalls von Smith; und dann eine Hirtin, welchefür des Künstlers Beyschläferin gehalten wird.Mehreres von den häuslichen Umstanden unsersAnellers, und besonders sein merkwürdiges undäusserst verständiges Testament, welches zeigt, wieweit es ein Künstler durch Talente und Fleiß brin-gen kann, s. bey Heinecte »Jachr. I. 253 66 .In demselben wird neben Anderm verordnet: Daßkein von ihm gemaltes, bey seinem Tod noch un-bezahltes Bildniß unter dem übereingekommenenPreise entlassen werden soll.

Bniep, (C. H.) nicht Rmez (wie er in derAUg. Bunstz 2Z1. heißt) ein aus Hildesheim ge-bürtiger trcflicher Bildnisse - und Landschaften -Zeichner, der sich in 1779. und 80. zu Hamburg ,und um 1781. zu Berlin aufhielt. In diesen bey-den Städten fand man damals fast bey allen an-sehnlichen Familien Bildnisse von seiner Hand, die

Knobelsdorf.

er ungemein fleissig und geschmackvoll, meist mitschwarzer Kreide en Medaillon, wie halb erhobeneArbeit ausgeführt hatte. Nach ihm kennt mandasjenige von Juel (seinem Freunde), von A.Stöttstrupp sehr schön in Kreidenmanier geätzt.Hamb. B. Ist. 1045 Alsdann gieng er um1796. nach Italien, und wählte Neapel vorzüglichzu seinem Aufenthalt, wo er wahrscheinlich (1807.)noch lebt.Dort" (heißt es von ihm in derSchrift: wmkelmann u. s. Jahrh. 385 56 .)behandelte er landschaftliche Gegenstände mitAquarellfarben vorzüglich reinlich; heitere Lüfteund Fernungen darzustellen, gelang ihm oft aus-nehmend wohl. Eben so verdienen seine niedlichenFiguren alles Lob. Hingegen fehlt dem Baumschlagdas Charakteristisch-Abwechselnde, der Beleuchtnngwirksame Massen (?). In der Erfindung zeichneteer sich durch trefliche, doch noch nicht zur völligenAusbildung gediehene Talente (z. B. vor Birrmann,Ducros und Tito) aus". Hinwieder wird vonseinen Bisterzeichnungen, in Vergleichung mitHa-ckerts seinen, in oben erwähnten Allg. A. Z-!. 0.geurtheilt,daß solche, mühend ausgearbeitet»mehr für die Nähe seyen". Gering, der unsernKünstler ebenfalls in Neapel kannte, sagt von ihm: Daß alles was aus seiner Hand gieng, mit einerjdealisch hohen Sanftheit, die auch seinen sittlichenCharakter ausmachte, bezeichnet war".

Lnight, (Carl), einer oder zween eng-lische Künstler dieses Namens. zJach einem der-selben kennt man das Bildniß des Arztes G.Wilson, von M. van der Gunst; dann: knensts-tstep, te hove -hetter, und: a anst

6 eNtIeman c>k tke XVI. Oencur^, ZancinA alVlinuet, schöne Blätter, alle von W. Dickinson.Ferner: tke Match- 60 ^, tke Vrimross 6irt»8ociet): in Lolikuäs und Lontsmplstinß Victure,alle in punktirter Manier von I. Raph. Smith(die zwey erstere,schön'. Hinwieder von einemEarl Rnlght: Die Bildnisse Lord Lougborough's,und des amerikanischen Präsidenten H. Laurent,nach I. Booth, und James Foxe's, ohne Namendes Malers kletztres schön, in punkttrter Manier);dann von Historischem: Lupici llisarmeä undLupiä8 HsvanZs » nach J H.Benwell; Lilie lisiVlontmelian, nach H. Bunbury; Pyramus , nachI. Hoppner; Albert, Lksrlotte anll werter,und tke Ia8t interview of Werter null Lbarlocte,nach I. Northcote; endlich 8west yoll ofmoutk nach Th. Stotthard, alle in schwarzer oderrother punktirter Manier, und (nach Brandes^,meist schöne Blätter. Nach Brsan (L6.8ec.)hätte dieser letztre um 1787. zu London geblühet.

* LnlUer. S. Rneller.

Rnix, ( ), ein niederländischer Maler.

Von ihm besaß H. Faujas St. Fond zu Paris zweyGcmälde von der Insel Staffa und Fingals Höhle,nach der Beschreibung des erstern, die dannPicquenol r8o6. in Kupfer gebracht hat.

Bursch, (Joseph). S. den Art. M. H»^(enz, seines Lehrmeisters.

* Rnobelsdorf, (Hans Georg Wenzel,Baron von?. Heinecke lJachr. I. 58 . giebtihm Carl DuboiS zum Lehrer in der Malerey, undlJicolai auch den I. G. Kemmeter zum Meister-in der Architektur. Neben Anderm baute er denneuern Flügel des Schlosses Charlottenburq, dasSchloß zu Zerbst , die neue marmorne Treppe imHauptgebäude des Schlosses Potsdam und dendortigen Lustgarten. Der schöne Thiergarten vonBerlin ist von seiner Anordnung. Auch kennt manvon ihm einige geätzte Landschaften Den Grundund Aufriß seines Opernhauses zu Berlin hatFinck auf vier Blätter gestochen. Die Copie davonfindet man in penrhers Baukunst B- IV.'Lab. 8 i 83 . Der große König schrieb selbst desFreyherr» Ehrengedächtniß, welches in den Me-moires der Akademie D. VIII. p. 1. u. jf. abge-druckt ist. Hkc.