Band 
Zweyter Theil [1].
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635
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Kobell.

von ihm selbst kühn und geistreich geätzte und braunausgetuschte Blätter, mit H. Kobelljun. bezeichnet,(eines nach Wmkler 1766. »ach Rost 1768. dakirt)finden sich dort verzeichnet.

* Lob eil, (Wilhelm), Ferdinands Sohnund Schüler, Maler und Kupferätzer, geb. zuMannheim um 1766,, lebt gegenwärtig (1807.)zu München . Die günstigsten Umstände haktendenselben erzogen und gebildet. Mit einem wahrenKünstlergenie geboren, machte er unter der Anlei-tung seines Vaters die schnellsten Fortschritte, undschon seine frühern Versuche waren wahre Meister-stücke. Neben seiner mechanischen Behandlung,und dem vortreflichen Geschmacke, welchen er inalle seine Bilder zu legen wußte, besaß er besondersdie Kunst, den Charakter seines Urbilds in allenTheilen vollkommen darzustellen. Einige seinerLandschaften und Diehsiücke können daher denbeßten Niederländern zur Seite gestellt werden.Freylich hieß es noch von seinen frühern Arbeitenin Rom , wo er sich eine Zeitlang aufhielt, nichtdurchgängig so; und zufolge der Schrift: LVinkel-mann u. s. Jahrh- (S. 352-35.) urtheilte man da-mals von ihm: „Bey reicher Erfindungsgabe über-füllt er gewöhnlich seine Werke sehr; malt zwarausführlich, aber etwas hart und eintönig". Diesemanierirte Harte und Ueberladung wurde auch anseinen fleissig ausgeführten Zeichnungen gerügt.Von seinen neuesten Arbeiten, als Maler, nenntdas Tüb. Morg. Bl. 1807. S. 44- drey vorkref-liche Bilder, Scenen aus dem vorletzten französischen Feldzuge in Deutschland: Eroberung von Ulm ,Einzug der Franzosen und Bayern in das wiedereroberte München, und Einnahme von Braunau ,die der Fürst Alex Berthier bey ihm bestellt hatte.Seine bekannten Blatter dann nach Berghem,Wouwermann, Roos u. a. scheinen mehr Originaleals Copien zu seyn. In der Aquarell-Gattung- hatte er es zu einem unübertreflichen Grad der Voll-kommenheit gebracht. Rost II. 250—62. wo 14»derselben, im Winklerschen Katalog aber an die3c>. verzeichnet, und genau beschrieben sind. DieMeister, nach denen er geätzt hat, sind, neben dendrey schon genannten, Th. van Bergen, I. Both,I le Düc, C. du Iardin, F. Kobell sein Vater,W. Romain, I. van der Vclde und J. Wynants.Vergl. auch Meusels Mus. XIV. 124—25.und rss. Mus. 210—ri. wo zugleich die (für ihrengroßen Werth wahrhaftig niedrigen) Preise meh-rerer seiner Blatter enthalten sind. Als vorzüglichwerden bey winklern genannt: Zwey Landschaf-ten, nach Berghem, aus der Münchner-Galerie;ein Mondschein, nach Kobel; diejenige mit demgesattelten Pferde, nach du Iardin, aus demWinklerschen Cabinette; zwey, nach H. Roos,mit Ruinen und Vieh; eine, nach van der Velde,aus der Mannheimer-Galerie; eine Winterland-schaft, und die sogenannte Reitschule, nach Wou-wermanns, letztre wieder aus letztgedachter Ga-lerie. Die meisten sind von 1786-92. datirt.Hinwieder haben nach seiner Zeichnung P. Coot-wick: Eine norwegische Seegegend nachEverdingenund eine andre Meeraussicht, letztre bloß mitKobell I). bezeichnet, und ganz kürzlich das vor-letzte preussische Lager bey Fürth, und eine Revüeder Preussischen Truppen mit Franken, zum Colo-riren geätzt, welche schwarz 5. st. 3o. Kr. und colo-rirt 12. Speziesdukaten kosteten. Von diesen letztemhieß es: Daß man jährlich nur für ein Paar (inFrauenholzen's Verlage) Bestellungen annehmenkönne. Ein verdientes Lob derselben, sowohl, alsdann einer: killte cle six Ovsliers, von unsermKünstler selbst (1806.), nach der Natur gezeichnetund geätzt, s. inMeu sels Arch II. 5. 109—11.wo es freylich etwas sonderbar klingt, zu hören r,, Die Harten, welche einem, an fleissig vollendeteKupferblätker gewohnten Auge darin auffallenmögen, kommen dem diese Vorstellungen ftudi-renden Zeichner wieder zu gut, indem sie diegehörige Lage der Knochen, so wie die dadurchentstehenden Schatten und Lichter um so schärferund bestimmter angeben".

Koch, 6zA

* Lob eil, (Wilhelm und Heinrich), Gebrüder,Landschaft - und Seemaler. Nachdem sie eineZeitlang in Holland gearbeitet hakten, giengen sienach England, wo sie sehr viel Beschäftigung fan-den. Von Heinrich (dem jängern Bruder) dochohne seinen Namen, kennt man eine um 1768. sehrschön geatzte Landschaft. Eine Marine bey Rotter,dam hat nach einem derselben M. Sailliekh daselbst1780. ebenfalls ohne Namen des Malers, undzwey Aussichten bey Rotterdam und j,n HelderD. de Jongh gestochen. "

Roberstein, (Daniel). So nennt Nicolaieinen Perspektivmaler, der in 1669. für den Hofzu Berlin gearbeitet, und dort um 1665. nochgelebt habe.

Robius, ( ). Und so heißt irgendwo,

ohne Weiteres, ein Kupferstecher, von welchemman viele Bildnisse kenne.

Lobokd, ( ), ein talentvoller, sowohl

Landschafts- als Bildnißmaler zu Cassel . Donseinen frühern Lebensumständen ist uns nichtsbekannt. Bereits um 178g nennt ihn Mensel (II.)Zeichner und Maler bey der Fürstl. Akademie derKünste zu Cassel , und führt von ihm (Miecell.X. 200.) schon von 1781. ein allegorisches Stafeley-gemald an, welches Malerey und Sculptur mitihren Attributen vorstellt. Auf dem Salon dervereinigten Kunstfreunde zu Cassel im Jahr 1802.dann sah man von ihm drey in Sepia gezeichneteLandschaften, welche G6rhe, als Rapporteurdieser Ausstellung, lieblich gedacht und reich ohneUeberfüllung nennt, und darin die charakteristischeDarstellung des Einzelnen, die treflich ausgeführ-ten Krauter im Vordergründe zumal, rühmt, da-gegen aber noch einige Steifigkeit in der Ausfüh-rung, und die modernen Figuren tadelt, welchesich mit dem heroischen Styl einer von diesen Land-schaften schlecht vertragen, sonst aber nicht übelgezeichnet seyen. Endlich hat dieser geschickte Mannin neuern Tagen auch einiges i» gefärbter Manierin Kupfer geliefert, wovon seine Ansichten derWilhelmshöhe besonders gerühmt wurden. Um1804. arbeitete er an Abbildungen der alten hessischenDergschlösser. Er lebte noch in Cassel 1806. OhneZweifel ist es auch der nämliche Lobold, nachwelchem C. G. Raspe das Bildniß eines I. I.Hnber's gestochen hat.

Loburger, (Balthasar), Maler, geb. zuNürnberg ibo 3 . Derselbe ist uns einzig durch seinBildniß bekannt.

Roch, (G. A.),so nennt Hksgen N 7s. S-54c». einenguten Bildnißmaler in Oel und Mignatur,der zu Frankfurt am Mayn gearbeitet habe, undum 1761. etlich und sechsng Jahre alt verstorbensey. Nach ihm bat B. Vogel das Bildniß desPastors I. W. Claudi's gestochen.

— — (Johann). So hieß ein Kupferstecherzu Hamburg , von welchem man ein mit 1627.datirtes Bildniß des Arztes I. St. Strobelberger,dann zwey andre des Gottesgelehrten L. Dünke,und — Kaiser Carl V. kennt.

— — — — — oder, wie er sich durchgängignennt, JeanL., Landschaftsmaler zu Vallendasbey Ehrenbreitstein. Dort eröffnete er im 1.1804.eine ehrlich gemeynte, aber seltsam geschriebeneSubscription für 6. radirke Grabmäler von Klop-stöck, Gleim, Herder, Eckarrshausen, Kantund Rousseau . In 180H. dann kündigte er 27.malerisch radirte Blatter mit Scizzen und Ansich-ten aus dem landschaftlichen Reiche seinesIdeals (?) an. Ferner kennt man von ihm eineSchrift: Ueber Landschaftsmalerey, mir 12.großen Lupfern, wovon eine (wie es heißt)^rveyre verbesserte Auflage in 1806. bey derhebräischen Hofbuchhandlung, um 5 Tblr.baar erschienen war. Ohne Zweifel von der erstenAuflage dieser letztgenannten Arbeit liest man ir-gendwo : » Es seyen mit zierlicher geübter Nadelgeatzte Blatter für Anfänger, und darin Gebüsch

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