Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
637
JPEG-Download
 

Koedyck.

Pet Breughel dem Alken, vermahlte. Irgendwofinden wir (wahrscheinlich irrig) eine GeburtChristinach Raphael mit?etr. Xosck sc. i 56 Z. bezeichnet.Nach ihm gestochen findet sich auch in Aegid. HendrixVerlag, wie der Katalog von Brandes sagti 6 t) 5 . (?): L0I088US AiAantssu 8 ^nt>verpiÄnu 8 ,qui per nrbem circumvekitur.

* Roedyck, (D.). Basan (L6. seo.) nenntihn Dionys, geb. zu Sacrdam 1681. und erzähltvon ihm, daß er Peters des Großen Freund ge-wesen, als derselbe in Holland das Schiffsbau-Handwerk erlernte.

* Rochier, ( ). Seinen Namen findet

man auch auf einer Kön. Preuss. Schaumünze von1706. (kkc.

( ), ein neuerer Künstler dieses

Namens, lehrte die Zeichenkunst auf der Akademiezu Wirzburg um 1806. Geffenrl. jIachr.

Roehn, (Paul), verfertigte das künstlicheeiserne Gitterwerk, welches den schönen Brunnenauf dem Markte zu Nürnberg einfaßt. Er starb,t)02. Murr S. 109.

Roeler, (G.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von dem man eineAllegorie auf die Landung Gustav Adolphs inDeutschland kenne.

Roeliz. S. Loh!.'?.

* Roella, (Johann). Dieser geschickte Mannstarb 1778. Nach ihm hat I. E. Haid sein undseiner Gattin, Verena Ryffel, Bildnisse sehr schönin Kupfer geschabt.

(Heinrich), des obigen Johanns Neffe;geb. zu Stafa 17^7. erhielt den ersten Unterrichtvon demselben, alsdann, nach dessen Tode, denweiter» von I. C. Füßli. In 1784. gieng er mitseinem Jugendfreunde, dem jetzigen Professor inWeimar , I. H. Meyer, »ach Rom . Hier legteer"sich mit fast unglaublichem Fleiß und Eifer aufalle Theile und Hülfsmittel der Kunst; er zeichnete,malte, studirte Anatomie, Perspektiv, und, so weites bey feinen geringen gelehrten Vorkenntnissenmöglich war, auch die Antiquitäten. Nebenher gabsr sich »och viele Mühe, die italienische Sprachezu lernen. Ein so lebhaftes Streben konnte nichtohne Erfolg bleiben; und in der That gelang esihm bgld, vortrefliche Zeichnungen, besonders vonKöpfen nach Raphael zu verfertigen, welche mei-stens auf gefärbtem Papier mit rother, schwarzerund weisser Kreide, fieiffig, gefällig, geistreichund charakteristisch ausgeführt sind; eben so wiediejenigen, welche er, nach den Antiken, in derSeydelmannschen getuschten Manier arbeitete. Sowar der Jüngling auf der Bahn, ein ganz vor-züglicher Künstler zu werden. Allein seine physi-schen Kräfte ertrugen so gewaltige Anstrengungennicht lange. Schon im Herbst 1786. wurde ergefährlich krank. Hartnäckige Wechselfieber plagtenihn zu wiederholten Malen. Im Sommer 1787.gieng er nach Hause, wo er, seiner immer wieder-kehrende» Leiden ungeachtet, noch täglich arbeitete,seine von Rom mitgebrachten Gemälde kopirte,einige seiner dortigen Studien ausführte, undmehrere seiner Freunde mit ihren Bildnissen be-schenkte, bis er endlich im Nov. 1789. an denFolgen eines auszehrenden Fiebers Todes verblich.Seine letzte Krankhcii ertrug er mit philosophischerGelassenheit, bedauerte keine Trennung so sehr, alsdiejenige von seinerKunst, und äusserte oft scherzendden Wunsch, daß irgend ein Müßiggänger,deren die Welt doch so viele trüge, statt seinersterben konnte. Hätten seine großen Talente ihrevollkommene Ausbildung erhalten, so würde er,wenn auch nicht im Fache der Geschichtsmalerey(wofür es ihm vielleicht an hinreichend poetischerfinderschem Geiste gebrach) wenigstens im Bild-nisse , und trcstich ausgeführten Zeichnungen nachden Meisterwerken aller und neuer Kunst, etwas

Ko eilig. 657

Glänzendes geleistet habe. Würklich schien er(nicht unwahrscheinlich durch seine kranklichten Um-stände bewogen) schon in Rom den Entschluß gefaßtzu haben , auf erwähnte Fache sich beschränken zuwollen; wobey zu bemerken ist, daß er die Gabebesaß, sprechend ähnliche Bildnisse bloß aus demGedächtnisse zu malen, wenn er nämlich jemandin dieser Absicht mit Muße zu beobachten Gelegen-heit hatte. Noch befinden sich von ihm in Stäfa u. a. w. dergleichen, welche auch den strengstenRichter befriedigen würden. Uebcrhaupt besaß ervon Natur eine große Leichtigkeit im Arbeiten;alles, was er machte, war äusserst reinlich, mitAnmuth und Weichheit geschmückt. Eben so warbey ihm schon frühe eine große (sonst so seltene)Anlage für's Colorit zu bemerken, die sich bereitslange vor seiner Reise nach Rom , neben Anderen,in der kleinen Cvpie eines Bildnisses seines LehrersFüßli nach Graf in so hohem Maaß äusserte, daßes beynahe wunderbar ist, wie kräftig, blühendund meisterhaft dies Bildchen gemalt war. Endlichkann man ihn auch unter die frühesten Künstlerrechnen, welche die Aquarell-Farben auf Figurenangewandt, und in dieser Art kräftige Bilder aus-geführt haben. Von dergleichen besitzt z. B. semFreund Meyer in Weimar einen Kais Otto undSt. Nilus, die sich umarmen, in 1 hohen Fi-guren, nach Dominichino's berühmtem Bilde zuGrotta Ferrata; und die beyden Kopfe ebender-selben, in Lebensgröße, vortreflich, kräftig undgeistreich ausgeführt, kamen ins Cabinct des ver-storbenen H. Herzogs von Gotha . Noch schönerwar, in dieser Weise, ein kleines, zart ausge-führtes Bild des.H Augustinus, welches irgendwoin Italien geblieben ist. Einen Eonstantin denGroßen, wie ihm ein Heiliger im Traum erscheint,in lebensgroßen Halbfigure», ebenfalls in Aquarell,besaß der sei. Lavater. Eine Sophia auf demParnaß, nach Raphael, findet sich noch, nebst eini-gem Andern, bey seiner Familie. Wo ein Antio-chus, der bey der Beraubung des Tempels zuJerusalem von Heliodor bestraft wird, hinge-kommen sey, ist uns unbekannt. Dar Verfassergegenwärtiger Zusätze besitzt von ihm eine vorrrcf-liche Zeichnung in Aquarell von dem colossalischcnKopfe des Evangelisten Johannes aus dem Angoloder Kuppele von St. Andrea della Valle zu Rom .

Roelliker, (Martini, seines gewöhnlichenBerufs ein Schiffmeisicr zu Zürch , geb. 17J1. war,wie schon sein Vater, ein geschickter Dildschnitzler.Von beyden kannte man Tabaksdosen, Pfeifen-und Stockknöpfc, u. dgl. mit Jagden u. a. Figurenin Dux, welche auch von Kennern allgemein be-wundert wurden,

Roenig, (Anna Dorotheas geb. Schroeder,Gattin des nachfolgenden Anron Friedrich Koe-nigs, ebenfalls Künstlerin, die es im Zeichne» des Nackten sogar, und nachwerts auch im Malen,zumal in Eopien nach großen Meistern sehr weitbrachte. Als vorzüglich nannte man von ihr einEcce Homo nach C- Loth, und eine bußfertigeMagdalena nach van Dyck . Nicolai.

(A. B). Derselbe hieß Anton Bal-rhasar, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Berlin 169Z. lernte bey C- F. Blesendorf und bey F. C.Goebel. In 1717. ward er ein Mitglied der Königl.Akademie der Künste. Boenig schlug die Doca-tionen gen Dresden und gen Petersburg aus Im70. Jahre seines Alters ergriff er noch die Blumen-malerey, worinn er es aber nicht mehr hoch brachte,und starb 1770. zu Berlin . zJicolat. Rost 1 U/^i. setzt fein Geburts- und Todesjahr ganz anders-nämlich in 1676. und 1740 an. Theils dort, theilsin einem Verzeichnisse meines sei. Vaters werdenvon ihm mehrere Bildnisse nach D. Klein, Manio-ky. Prsne und Wiedemann angeführt, unter wel-chen besonders dasjenige des polnischen Fclomar-schalls von Flemming, nach Pesne , sich auszeich-nen soll. Wohl znverläßig ist übrigens dieserKmistlerder nämliche, den der Winklerfchc Katalog Amow