Band 
Zweyter Theil [2].
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672
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672 Lang.

um 1788. zu Nürnberg lebte, und neben dieserKunst in Dietschcn's Geschmack malte. Mensel II.

Lang (Franz Thaddäus). So nennt vonGrotten S- 226 ohne Weiteres einen geschicktenGoldschmied zu Augsburg .

— — (Georg Jacob), Maler und Direktorder Künstlerakademie zu Nürnberg , starb 17^0.Von ihm sieht man in einem Zimmer des dortigenRathhauses eine Pieta. Murr.

— — oder Lange, (Heinrich Gottlob oderHeinrich Jakob). Wir halten den erstem Namenfür den richtigen. Ein Stein - und Wappen schnei-der, geb zu Dresden . Seine Kunst bestand haupt-sächlich darin, auf Kieselsteine, die von ihm zuDosen, Slockknvpfen, Ringen, Ohrengehängen,u. a. dergl. Galantcriesachen zugeschnitten worden,Blumen, Insekten, Landschaften und Figuren vonandern gefärbten Steinen einzuschneiden und zubefestigen Mensel I. II. Er lebte zu Augsburg schon um 1778. und noch 1796. wo es von diesemTausendökimstler in lM en sels Misc. II. 25 ^- 55 .hieß: » Derselbe hat uns ejn Verzeichniß zugesandt,unter dem Titel: Mineralogischer Ring von174. Ringsteinen und 190 (D Arren; worauserhellet, daß er allerhand Edelsteine und Halbedel-steine ringförmig geschliffen, und den Freundender Mineralogie und Kunst zu billigen Preisen über-lassen will. Das Futteral hat die Form einesBuchs, mit der Aufschrift: H. G. Längs mine-ralogischer Ring. Ein Freund, der sie gesehen,meldet uns" (lustig genug): „Die Ansicht dieserRingsteine ist sehr auffallend und simablo. DerGebrauch derselben mit so leichter Application er-weckt Vergnügen, und macht solide gegen andernLuxus, weil der Verstand seine Nahrung dabeyfindet."

— -- (Johann^, ein Steinschneider zu Nürn-berg (st. 1682.), der uns einzig durch sein Bildnißbekannt ist.

— — '(Johann Georg), ein Goldschmied zuAugsburg ; verfertigte die drey großen Geschirre, diei 65 Z. bey Anlaß der Krönung des RömischenKönigs Ferdinand IV ihm und seinem Vater demKaiser von der Stadt Augsburg geschenkt wurden.Von Srerren S- 4 ?o.

— — (Joseph) S. Fr. Laver deMeldein den gegenwärtigen Zusätzen.

— — (Leonhard). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, der französische Blät-ter (wie z. T. Simeon im Tempel, nach M.Corneille) copirt habe.

— — (MorizV Und so ein andrer, der um1670. ohne Namen des Malers Bildnisse zu Wien gestochen habe. So z. B. diejenigen der Aerzte:Demuth, Managetta und Zwelser.

— — (Thomas), von Schwatz in Tyrol, er-hielt in 1784. von der K. K. Akademie zu Wien denersten Preiß in der Erzverschneider-Classe. M§c.

— — ( ). So heißt irgendwo ein Maler,

der um 1760. zu Wien gearbeitet, und nach welchemI. E. Mansfeld Bildnisse von Schauspielern undSchauspielerinnen gestochen habe. So z. B die-jenigen der Demois. Huber, Jacquet, Rein (alsMiste. Sock ), Weiß (als Lehne), dann C- G.Heydreichs, und C- G. Stephanie's.

— — ( ). Und eben so ein Kupferstecher

zu Leipzig (vielleicht einer der Obigen), von demman, nebe» Andern«, das Bildniß des Rechts-gelchrten L. Seckendorfs kennt.

— — ( ). So endlich auch ein deutscher

oder dänischer Landcharten - Zeichner um 1807.Oeffenrl. k'lachr.

— — S. auch sofort: Lange.

Langenhöffel.

Lange, (C. F-), Architekt und Assvcirter derGesellschaft zur Beförderung der Künste, u. s. f.zu Hamburg , erhielt in i8n6. das eine Accessttüber die von dieser Gesellschaft ausgeschriebenePreißfrage: Ueber die lokalzweckmaßrge Anlegungeines Aufbewahrungs-Gefängnisses für Jnquisiten.Oeffenrl. rJachr.

— — (Johann Georg). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Kupferstecher zu Hannover (vielleicht einer der obigen Lang', von dein mangegen End des XVII. Jahrh. Bildnisse, wie z. B.dasjenige des Arztes I. F. Kotzebue kannte.

— — (Johann Gottfried ), Universitätsbau-meister und Mitglied der ökonomischen Gesellschaftzu Leipzig , lebte dort um 1788. Von ihm kannteman damals, neben andern Knnstarbeiren undSchriften, eine Karte der vier Meltthcile, nacheigener Erfindung, die den Handel der Europäermit den vorzüglichsten Natur - und Kunstproduktenderselben darstellt.

— — ( ein Maler von Faaburg in

Finnland gebürtig. Im I. i8vä. beschenkte ihnder Hof von Kopenhagen für eine seiner Arbeitenmit der güldenen Ehrenmedaille. Oeffenrl. chlachr.

— — ( ), eben so heißt auch, dem

-Ilmanaek lles Keaux-Hrts von 180Z. zufolge, eindamals zu Paris lebender Bildhauer, von welchemdort eine Sratäe der Philopoemcns, und ein Bac-chus und Ariadne (letztres Grupp in der Galerievon le Sueur im jetzigen Pallast des Senat Con-servateux) allgeführt wird.

Lange nbucher, (Jakob), Vater und Sohn,Silberdrexier von und zu Augsburg Beyde lebtendort um 1775. und verfertigten daselbst vortreflichemechanische Werke. Der Sohn lebte noch 1788.(der Vater war schon mehrere Jahre todt). Erstrerhatte sich auch um die Elektricitätswiffenschaft alsKünstler und Schriftsteller namhafte Verdienste —und zumal das große erworben, daß vornehmlichvon il»n, wie es scheint, die Blitzableiter in dorti-gen Gegenden eingeführt wurden. Mensel II.

Langendyk, (Dirk, d. i. Dietrich), geb.zu Rotterdam 17^8. zeigte schon in seiner Jugendgroße Anlage und Neigung zur Malcrey. SeineEltern gaben ihn daher zu dem Kunstmaler D. A.Bisschop in Rotterdam in die Lehre. Schlachtenwaren seine Lieblingsgegenstände, wodurch er sichbesonders an dem Major I. van Eck einen Gönnerverschaffte, dessen Familie mehrere von seinenZeichnungen besitzt. Andre seiner vorzüglichstenArbeiten finden sich in den Kabinetten der HH. vanBeeftingh, van der Pals, Baartz, van Lockhorst,u. a. meist mit ostindischer Dinke, oder in Wasser-farben gemalt. So z. B. der Einzug der Preussenin Rotterdam ; die Bataille der Pyramiden; dieRumfordische Suppenanstalt u. s. f. Die nichtglückliche Wahl einer Gattin legte für ihn denGrund zu manchen unangenehmen Vorfällen, wo-durch dieser sonst sehr beliebte Künstler zum Trunkverleitet wurde, und endlich i 8 « 5 . im Wasser ver-unglückte. Ob es der nämliche Langendyk sey,von dem es anderswo heißt, daß derselbe nachP. Barbiers ein Blatt: Die Bettler von Amsterdam ,gestochen habe, ist uns unbekannt.

Langenhöffel, ( ), im gedruckten

Supplement zum Lexikon irrig Langenhöffer ge-nannt, Kurpfalzbayerscher Hofmaler zu Mann-heim seit 1782, geb. zu Düsseldorf ; lernte dort dieersten Anfangsgründe im Zeichnen. Seinen übrigenUnterricht ertheilte er sich selbst nach Antiken, Naturund Lektur Von ihm kennt man verschiedenehistorische Bilder, wie z. B. den Sabine» -Raubund nachwerts erfolgten Frieden (jedes 22^ laugund 9/ hoch), welche er 1780. für den Erbstatkhalterder Vereinigten Niederlande gearbeitet hatte; dann(1.786.' eine Medea für die Galerie zu Mannheim ;eine Kalliope, ihr zur Seite den beaeisterten Homer,und: Venus, die den Amor zuin Dion in die Lehre