Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
673
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Langer.

bringt, und Homer, beyde für den -Herzog zu Zwey-brücken, u. s. f. Von diesen letztem sagt Langen-Löffel selbst in einem Aufsätze des M euselschenMuseums I. i 8 . sehr naiv: »Des Herzogs ersterHofmaler, H. Männlich, ließ mir sagen, daßdiese beyden Gemälde ihm so wohl gefallen hatten,als die beßten Herkulanischen." Aus demselbenAufsätze erhellet, daß dieser Künstler (von dem esin der Mannheimer-Zeitung 1788. XL v,4-etwas kräftig hieß: »Daß er durch seine Talenteund Art zu malen den Zeiten des Perikles undAlexanders Ehre gemacht haben würde), sich auchim Etzen sowohl als in punktirter Manier geübthabe. So hatte er z. B. Antheil an denk kecusilstss 1)o88,n8 Zravös il'apräs tss karneux Nacktes,tcke8 <le la Lollection üe Llect. palat.

üs.s 6saux--^rt8 ä Qusselüork (1780.), Wovoner selbst (I. a.) als von seinen ersten diesfälligenVersuchen, mit großer Bescheidenheit spricht. Nachseiner Zeichnung hat Verhelft (1786.) die Umge-bungen eines Bildnisses des H. Kurfürsten vonTrier , mit Allegorien auf die neue Residenz zuKoblenz gestochen. Späterhin (1790.) malte er,neben Anderen, für den Domdechant Freyherr,, vonHütten eine H. Familie, welche in der mehr ange-führten M Zeitschrift (XII 82»— 3 ',.) Von einemH. Melchior weitschichtig genug, aber mit alle-dem lesenswcrth beschrieben, und unbeschranktgelobt wird, wo es denn am Ende heißt: »Es istauffallend, wie sehr H. Langenhöffel in wenigJahren gestiegen ist. Aber er liebt auch die Kunstmir einer seltenen Wärme, und übt sie unermüdet,vom frühen Morgen bis in die Nacht. So undnicht anders" (ja wohl!) »erreicht man in derbildenden Kunst jene dem wahren Genie erreichbareVollkommenheit." In demselben Jahr war beyeiner Illumination am Krönungstage Leopold II. zuFrankfurt dasBildniß des Kaisers u a. von unsermKünstler (l. e. Xlll. 67.) zu sehn. Um 1791. ll. c.XVI 11 .459.) muß er an dem Hofe zu Kirchheimgearbeitet haben. In 1799. wurde von oder nachihm (s. deutsche Aunsiblatter 4°. I- Anz. S- 16.)unter den beym Dresdner -Musäum vorräkhigenKunstartikeln, ein gutgedrucktcs Blatt: Johannesder Evangelist für 2. Ldlr. 12. Gr. angekündigt,und »gefällig" genannt. Neueres von ihm, istuns unbekannt.

Langer, (Franz Taver). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Kupferstecher zu Wien , dernach I. Pitschmann gearbeitet habe.

— — (I. P.), Direktor der Maler - Akademieund Inspektor der (ehemaligen) Galerie zu Düycl-dorf, um 1792. Von diesem, wie es im Allge-meinen überall heißt, um die bildende Kunst inDeutschland sehr verdienten Manne, seiner eigenenBildung, in welchen Gattungen der Kunst er sichvornehmlich geübt, u. s f. haben wir in allen voruns liegenden Quellen, leider! nicht das Geringstegefunden, ausser im Meuselschen Museum(XVII. 383 — 85 .) seine wohlgeschriebene Anzeige ,nach welcher er in ermeldtem 1.1792. eine von ihmgezeichnete und geätzte Copie von i 3 . Blättern(Christus und die zwölf Apostel) des Marc Antonionach Raphael, den Kunstliebhabern (anf weißPapier für einen alten, auf gefärbtem für einenneuen Louisd'or) — nicht unwahrscheinlich damalsvergebens, anbot Wenigstens heißt es in derAÜg. Lunftz. 8°. 802. S. 20. »Ein andresWerk von Belang hat das I. 1801. zwar nichterzeugt, aber doch in Umlauf gebracht: Christusund die Apostel u. s. f. Alsdann wird diesemUnternehmen der verdiente Preiß ertheilt, der sich(wohl nicht ohne Grund) mit dem Ausrufe schließt:»Solche Sachen lege man dem Lehrlinge, stattdes französischen Quarks in Röthelmanier vor, undsein Aug' wird sich bald an edle Formen und wür-digen Ausdruck gewöhnen." Um 1804. hörte man(nicht aus deutschen, sondern) aus französischen Blättern (Xouv. cles-Xrts I V. 34 ? 4 kl-), daß dieserKünstler eine Vergleichung zwischen drey verschie-denenLaocoonsköpfeu (dem des Belvedcrc, dem beym

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Grafen Litta i» Mayland, und dem beym Grafen vonAhremberg in Düsseldorf ) angestellt, welchem letztemer den Preis zu ertheilen schien. Ob seine Bemerkun-gen seither ans Licht traten, ist uns, so wie über-haupt alles Spätere von ihm bis in 1807. ganzunbekannt. Jetzt aber erfuhr man mit großemVergnügen, daß ihm das Direktorat der Akademieder bildenden Künste zu München aufgetragen sey,und schöpfte daraus große Hoffnungen für deutscheKunst. Um dieselbe Zeit iah man von ihm einStaffeleygemälde: Christus und die Juden mitdem Zinsgroschen, welches sehr gelobt, und davonin einer ausführlichen Beschreibung desselben imTübmg. Morgenbl. 1807. S. 1073-74. für einch breit und <V hohes Bild fast unglaubliche Dingegesagt wurden. Als Gegenstück zu Obigem warman noch eine H. Familie von ihm erwartend.Desto mehr vernahm man von dessen unten stehen-den Sohne Robert.

Langer (Loren;),Glasmaler, geb. in Preßburg i 584 starb zu Nürnberg i 63 u. Derselbe ist unsübrigens bloß durch sein Bildniß bekannt.

— — (Robert), Langer der jüngere ge-nannt. Schon im deutschen LNerkur" (Märzi 8 o 3 . S- 189.) hieß derselbe: »Ein sehr talent-voller junger Historienmaler in Poussins Geschmacke,der mit einem Reichthum von Kenntnissen undIdeen ein seltenes Studium in Zeichnung und Com-positivn verbindet". Bey der Ausstellung zu Weimar im I 1802. fanden sich mehrere sehr verständigcomponirte und fleissig ausgeführte Zeichnungenvon ihm, deren Beurtheilung man in der A- L-Zeir.findet. In r 8 o 3 . sah man für eben diese Aus-stellung ein Oelgemälde: Coriolans Abschied vonseiner Familie, und zugleich einige Zeichnungen;was Alles wieder großen Beyfall erhielt: Eben so,wie dasjenige, was er für den dortigen Salonvon 1804. nach der Aufgabe: Des Kampfs derMenschen mit dem Wasser, gezeichnet hatte. Erbefand sich damals in Italien , und schien sich nochimmer vornehmlich Poussln zu seinem Vorbilde ge-nommen zu haben. Seit 1807. hält er sich beyseinem Vater in München auf. Tüb. Morgenbi.1807. S. 100. Ebendas. S. 968. finden sich einigeStrophen, die auf eine schöne Zeichnung von ihm— dunkel genug hindeuten sollten. Lieber hörenwir von ihm, deutlich gesprochen, Ebendaf. 1074.er sey mit einem Phocion in Oel für H. Bethmannin Frankfurt beschäftigt, einer- und anderseits,er habe eine Reihe von Zeichnungen verfertigt, dieer zu ätzen Willens sey: Eine Auferweckung desLazarus ; Christus wie er im Tempel lehrt, Paulvor dem Festns u. s. f. alle ausgezeichnet durchächte Jnhaltsfülle. Bedeutsamkeit und Erfindungin der Composition.

— — ( ' X Ein ganz andrer Künstler diesesNamens, von dem es, in der Allg- Lm stz. 8L(1803. S. 20t.) bey Anlaß eines gewissen Bovi'sKupferstichen auf Atlas u. s. f. für Sopha'su s. f. die man — waschen könne, heißt: » Waswerden diejenigen unsrer Landsleute, welche schonLanger» mechanographckche (0 Dio V Tapetenals Geschmack verderbend in Anspruch nehmenwollte», zu dieser Idee sagen?"

* Langerfelt, (Rutgcr van) Derselbestand seit 1678. mit einem Gebalt von 600. Rkhlr.in Kurfürst! Diensten und unterwies den Kur-prinzen in der Mathematik; erhielt auch 1679. eineZulage von 200. Rthlr Er malte und zeichnetehistorische Stücke, und starb 189). 60. Jahre alt(nicht 90 wie das Lex. sagt). /kckc.

— — (Wilhelm), Rurgers Sohn, war einZeichner und Bildnißmaler zugleich auch Kastellanbey oer Akademie der Künste in Berlin . Vkicolai.

* Langetti , (Joh. Baptist). Pietro vonCortona war sein erster Lehrer, Cassana derzweyte. Diesem letztem folgte er indessen im Co-lorit. Loschini und Zaneru rühmen ihn; ersirer

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