Band 
Zweyter Theil [2].
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675
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L a n g l o i s.

6e pgris von i 8 o 3 . ohne Weiteres, ein damals inParis lebender Miniaturmaler genannt, welcherschwerlich mit irgend einem der obigen Künstlerdieses Geschlechts Eine Person seyn dürfte.

Langlois ( ). So heißt endlich auch ein

ziemlich mittelmäßiger Glasmaler zu Paris ; lerntebey Michu, oder dem jüngern le Clerc. Einigesvon seiner Arbeit siehet man in der Abteykirche vonSle. Genevieve und in der Pfarrkirche von St.Sulpice. Daneben trieb er einen Porcellanhandelund starb um 172h. ic ^rer/1?. I. 0. 17.

Langmayr, (Johann). So heißt bey vonMurr, ohne Weiteres, ein Maler, von welchemsich in einem Zimmer des Rathhauses zu Nürnberg eine Maria mir dem Kinde Jesus befinden soll.

Langner, (Friedrich), ein Berliner, warIngenieur bey dem Prinzen Heinrich von Preussen,und von 176 , bis 1709 Intendant zu Rheinsberg ,wo er verschiedene Anlagen und Veränderungenmachte. (Jicolal.

* Langst, (Franz). Man vermuthet ziemlichwahrscheinlich, derselbe sey kein anderer, als F.Ragor. Auch setzt Basan (b)cl. soo.) diesesLangot's Geburtsjahr, gerade wie Ragor's,kecklich in Mi. an. Unter dem Namen Langstfinden wir in einem unsrer Verzeichnisse einen St.Francisc nach G- Rheni, und eine St. Therese zuChristi Füßen angeführt.

Languasco, (P. Tereso Maria), ein Baar-füßer-Augustiner-Mönch, geb. zu St. Remo i 65 i.lernte bey Joh. Bapt. Carlone , malte in der Sa-kristei) der Kirche St. Nicola de Tolentino zu Genua einige Heilige dieses Ordens, und starb 1698.

X. L. 1 '. II. p. iZ6-

Langwagen, ( ), ein Baumeister säch-

sischen Ursprungs, der um 1770. zu Dresden undBraunschweig gearbeitet hat. Nach Beller warer um 1788. Hofbaumeistcr an letztcrm Orr. Neueresvon ihm ist uns unbekannt.

* Lanter, (Niclaus), wie ihn Basan nennt,ist kein Anderer, als der rJicl. Laniere des Lex.Don ihm finden wir irgendwo ein Bildniß des erstenPräsidenten I. B. de Blye angeführt.

* Lanino oder Lanini, (Bernhard!»),

arbeitete noch jung i 547 - und st. um 1678. Inseiner frühern Zeit arbeitete er zu Vercelli ganz imGeschmacke seines Lehrers Gaud. Ferrari; so z. B.seine Pieta in St. Giuliano daselbst; nur war da-mals noch seine Zeichnung etwas minder genau,und sein Helldunkel minder kräftig, als seinesMeisters. Späterhin malte er schon mit mehrFreyheit, bewies sich eher als Naturalist, unddurfte sich mit den ersten Mailändern messen. Vonsehr lebhaftein Genie in Erfindung und Ausführungwar er, wie Ferrari, für das große Geschichtlichegeschaffen. Seine H. Catharina , deren auch dasLep. gedenkt) war voll malerschen Feuers in denKöpfen und Bewegungen, und Lizianjsch colorirt;über das Gesicht der Heiligen war Guido's Lieb-lichkeit, und über eine Glorie von Engeln Gau-denzio's seine ausgegosscn; nur in den Drapperienmochte man mehreres Studium wünschen. SeinGott der Vater im Dome zu Novara wird auchvon Lomazzo gepriesen, und seine dortigen Ge-schichten der H. Jungfrau bezaubern noch itzt inden halb verblichenen ueberrcsten. Bisweilen gefieles ihm auch, die Bahn von da Vinci einzuschlagen;so z. B- in einem leidenden Christus zwischen zweyEngelchen, zu St. Ambrosio in Mailand , ein injeder Rücksicht so schönes, verständiges, regsamesund jährendes Bild, das dem Bcßten in dieserHauptkirche gleich kömmt. II. 4 ä 5 — 36 .

Ungefehr dasselbe sagt von ihm Lrorillo I I. 402— 3 .bewundert die Erhabenheit in den Gesichtszügenseiner (auch im Lep. angezogenen) Sibyllcn, vor-züglich aber ihre bezaubernde Grazie; eben so dieschönen Umrisse und Verkürzungen in der oben

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angeführten Marter der H. Catharina, worin er,nach Raphaels Weise, die Bildnisse seines LehrersGaudenzio und seines Mitschülers della Cerva au,zubringen wußte. Dieses letzrre soll mehrmals inKupfer gebracht worden seyn; bloß sagt uns nie-mand — von wem?

Lanino (Gaudenzius und Hieronymus), zweyDrüder von Beruardin, ebenfalls Maler, aberausser Vercelli unbekannt. In der Wahrheit ihrerKöpfe, der ersire auch in der Stärke des Coeurs,hatten sie einige Aehnlichkeit mit dem Bruder; inder Zeichnung hingegen standen beyde weit unterihm. Von Gaudenz will man in der Sakristeyder Barnabiten seiner Vaterstadt eine Madonna mitetlichen Heiligen, und von Hieronymus eine Ab-nehmung vom Kreuz in einem dortigen Privathausekennen. 1. 0.

* Lankr 1 nck, (Heinrich Prosper). Der Bransdes'sche Katalog nennt seine badende Nymphe vonI. Smith (exe.) ein schönes Schwarzkunstblatt.

Lannay, ( de). So heißt irgendwo einfranzösischer Maler, nach welchem Simoneau dasBildniß A. F. Ferrands gestochen habe.

Lannel, (I.). Und so ein andrer, nachwelchem man dasjenige des Bischofs von Soissons ,Carls de Bourlon von P. Landry (1660.) gestochenkennt.

Lannoi's oder Lanois, ( ), einneuerer

Baumeister zu Paris (im Hlmsnack ües IZeaux-Hrts von r 8 o 3 . erscheint er noch nicht , der umii 8 o 5 . die Stelle eines ^rcliitecce des bätimensolvils zu Paris bekleidete. In Landons Ann.IX. i 3 —15. findet man die Beschreibung und Ab-bildung seines Entwurfs zu einer Tuchhalle für dieStadt Clcrmont in Auvergne, die sich neben An-dern« durch den bedeckten Porlicus (nach Art der-jenigen die man in Italien und zu Bern in derSchweiz findet) auszeichnen soll.

Laus, (Juan de). S. Juan in den gegen-wärtigen Zusätzen.

Lansec, ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein Kupferstecher, von welchem manBildnisse kenne. So z. B- dasjenige der H. Beggue,Herzogin von Drabant, ohne Namen des Malers.

Lanslor, ( ). So hieß ein junger Künstler'

von Antwerpen , der in 1806. auf der dortigenAkademie durch eine Zeichnung von kleinen Köpfendas Acccfsit gewonnen hatte.

Lanssens, (Gisbert). Und so ein Maler,nach welchem Matham gestochen habe.

* Lanrara, ( ). Derselbe hieß Simon

Marhurin. Nach ihm haben ; B. Bvcquet dieGegenden von Bezicrs und Blois , Fcssard einenAufs und Niedergang der Sonne, Godefroy denTempel der Liebe und den Thurm der zwey Liebenden,und Piquenot c auf eben drn bekannten Vorfall)Vue du Kriore de deux .gman-, pre.8 de Konen,und Vue du Cüäteau cle Louczr er c!e la Nourü<iN8 laquelle Oabriell cle Ver^v est morte,und endlich la X-rppe d'eau gestochen. Unbekanntist es uns, ob dieser Lanrara noch lebe, und ober derselbe sey, den T. <s. Brunn jsleergard(lVIs^sx. iüncvel. 1806.) anfuhrt, und ihn einengeschickten Künstler, wahrscheinlich italienischenUrsprunges nennt, der aber in Frankreich arbeitete,dessen Gemälde in Claude Lorrains Geschmacke vonangenehmer Wirkung. und seine Zeichnungen inschwarzer Kreide sehr gesucht waren. Zwey Bildereines solchen Lanrara, im Besitze des H. KaufmannFischers in Potsdam sind in Meu sel's N Mus.90-96. beschrieben.

Lanre, (Joseph). ^0 heißt irgendwo einKupferstecher,"welcher Heiligenbilder nach I. B.Minaardi, F. Maggiolli u s. w. dann das Bildsniß Papst Clemens XlV. nach Million, u. s. f,geatzt habe.

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