6^6 Lantie.
Lsnr/e, (R ). Und so, ohne Weiteres, einenglischer Schwarzkunsiarbeicer des XVIII. Jahr-Hunderts.
Lanrighausen oder Lantinghau sen,(Baron von). Und so ein schwedischer General,der als Kunstliebhaber Landschaften geatzt habe.Eine solche, mit Fischern, ohne seinen Namen,führt der Katalog von Brandes an.
* Lanzant, (Andreas). Anfänglich Schüler
von Scaramuzzia und Maratki, leitete ihn später-hin sein Genius auf den minder angenehmen Styldes Lanfranco. Seine frühern Arbeiten (jenenämlich als er von seinen Studien unter Marattinach Mailand zurückkam) sind somit die bessern.So z. B. ein St. Carl in der Glorie, der mit ähn-lichen andern Gemälden an gewissen Festtagen inder dortigen Hauptkirche ausgestellt wird; dannein Bild mit den Thaten des Kard. Frjcderichs inder Ambrosianischen Bibliothek, dem es weder aneiner Ideen-Menge, noch an Kleiderrcichthum,noch an einem kräftigen Helldunkel gebricht. Mehrindessen als Alles andre war au ihm sein leichterund frischer Pinsel zu rühmen. Wahrscheinlichsiarb er in Deutschland (wo man damals Künstlerungefehr von diesem Maaße vor allen Andern suchteund schätzte), II. ^70.
*— — (Polydor). In seinem Art des Lex.Z. 9. werden die Worte: bey den Antiken weg-gestrichen. Auch starb dieser Künstler erst gegenEnde des XVI. Jahrhunderts. P. Lisibeken undR. Sadeler haben nach ihm H. Familien gestochen,öraustes und IHsc.
* Lanzenr, (Jsh. Baptist). Sein Geburts-ort war nicht Rom (wie das Ley. sagt), sondernVerona .
Lapeine, ( ). So heißt im Russischen
Hofkalender von 180-j. ohne Weiteres, ein Architektzu St. Petersburg , und Mitglied dortiger Akademie.
Laphaes, ( ). Man muß ihn (sagt
wareler) unter die Classe der sehr alten Bildhauersetzen; denn pausainas bemerkt, daß sein hölzernerHerkules in einer Manier gearbeitet war, der sichdem Geschmack des Alterthums näherte.
" Lapi, (Anton). S. im Ley. den Art. desgleich folgenden Joh. Lapi.
— (Johann). Neben Andern, hat der-selbe nach Maratti eine Pieta, und nach G- Rhenieinen St. Franciscus, dann für Gori's MusesLtruscs u. s. f. gestochen. <?s»äeKm.
* — — (Niclaus). Derselbe st. 1782. Erwar ein sehr guter Nachahmer des Giordano, wiez. B. aus einer Verklärung von ihm in der Galeriezu Floren; erhellen soll. Da-rast I. 258 . //einecLsIch Zener. Zg. verwechselt ihn wahrscheinlich mitIoh Lapi, wenn er sagt, daß solcher für dieMalerbildnisse des Muses Hsrentlno gestochenhabe.
* Lapicola, (Niclaus). Im Art. des Ley.Z. 2. nach: St. Laurenrius in Panisperna setze hinzu: zu Rom .
Lap 1 n, ( ). So heißt in Kunstnachrichten
aus St. Petersburg von 1804. ein dortiger Kaiser!.Architekt, ehemaliger Zögling der Akademie, undnunmehr Mitglied derselben, so wie derjenigen zuRom und Paris , wo er sich früherhin nicht un-wahrscheinlich mag ausgebildet haben. In er-meldtem Aufsätze werden von ihm „kühn entworfene,und von Geist und Kraft zeugende" Scizzen ge-nannt. Jen. A. L- Z. ,8o». i2Z.
* Lapis, (Cajetan). st. um 1770. Derselbekam mit guten Fundamenten aus Conca's Schule,war ein Maler von originellem Geschmack; ebennicht sehr kräftig, aber correkt. Arbeiten von ihmsieht man im Dohm und in andern Kirchen seinerVaterstadt. Dann im Pallaste Borghese ein Decken-
Lardy.
gemäld, die Geburt der Venus, so richtig ge-zeichnet und so graziöse, daß er einen größern Rufverdient hätte, den er sich (wie es heißt) durchübertriebene Schüchternheit und Geringschätzungseines eigenen Werthes selbst verdorben hatte.^a»Li 1 . 555 .
* Lapo, (Arnolph da). Lanzi I. 22 glaubt:Arnolph und Lapo seyen zwey verschiedene Entia;beyde Bildhauer, und Schüler von Niclaus Pisano.Beyde hatten in 1266. an der Kanzel des Dohmszu Eiena arbeiten geholfen. Als Baumeisterdann sey Arnolph freylich auch von Cimabue unterwiesen worden. Die nach seinem Modelleerbaute Kirche St. Maria del Flore zu Floren;kennt man gestochen in B. Sgrilli's Verlage.
* — — (Stephans). Im key. ist undeutlichbemerkt, daß derselbe ein Sohn Ricci» Lapo'»war.
* — — (Thomas da). Von seinem beglaubtenVater Stephan da Lapo genannt di Srepbano,und Giorrino von seinem Ahnherrn Giotto, danämlich seine Mitbürger sagten, daß der Geistdieses letztem ganz in ihn übergegangen sey, undaus ihm wirke. In der That sind einige Fresko-gemälde von ihm zu Assist so wie eine Pieta inSt. Remigius zu Florenz ganz Giottisch. Baidi-nucci glaubt: Ein andrer Künstler gleichen Na-mens, der sich auf einer Tafel in der Villa Tolomeiunterschreibe: clipinss Dommass (li h'tefano ksr-tunatino lls OucciDsIomel muß nicht mit demunsrigen verwechselt werden was hingegen Linelliwiderspricht. Ein unermüdeter Fleiß bey einemschwachen und zarten Temperamente zog ihm seinenfrühen Tod zu. Lanr-r I. 40.
* — — S. auch Jacob Tedesco.
Laporte, ( ). So wird im Almanach
6es Deaux-Arts von i 8 o 5 . ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Kupferstecher genannt.
* Lappoli, (Johann Anton), dessen im Ley.im Art. seines Vaters Maestro (oder vielmehrMatthäus, Erwähnung geschieht. Derselbe warein Freund des Perino und Rosso, mit denen erin Toscana und zu Rom lebte, und ihrer Maniernacheiferte. Von ihm sind übrigens mehr Staffe-ley- als Kirchengemälde bekannt, /.aurst I. 162.
* — — (Maestro). Dieser Taufname imLex. ist irrig und soll Matthäus heissen. Er warein Edelmann von Arezzo .
* Laqui, (Wilhelm Joseph), geb. zu Drülim Cöllnischen ,708. studirte zu Amsterdam , wo ersich nach den beßten Werken der holländischenMeister im Braamcampischen Krbinet(G. Douw's,Potters und Coedyk's besonders) bildete, und in1769. den ersten Preis in der dortigen Akademieerhielt. Nachwerts setzte er sich zu Eleve. In derGallischen Sammlung zu Amsterdam , wie auchzu Paris und St- Petersburg , findet man vielekolorirte Zeichnungen von ihm. Eben so Bildnisseund Familienstücke in ziemlicher Zahl. Meusel I.Er lebte noch 1788.
* Laran (Franz). Von ihm kennt man eingestochenes Bildniß des Malers I. Rotlenhammer's,ohne weiter» Namen.
* Larcher (Antonia oder Toinette), geb. zuParis , 685 . lernte bey Poilly. Von ihr kennt man,neben Anderm, für's Kabinet Crozat: Eine Judithnach Raphael und eine St Catharina nach Bcnv.Garofalo , von welcher Hei necke (l<l. ßen. 78.)eben nicht viel zu rühmen weiß. Dann ein Bildnißdes Cardinals von Fleuiy: Virtuos Hexn! etc.
Lcj. sec. Msc.
Lardy tF-). So heißt irgendwo , ohne Wei-teres, ein Kupferstecher, der um 177h. gearbeitethabe.