Leenian n.
gartners zu Hammersmith in der Grafschaft Midd-lesex. Von demselben hatte sie die Liebe zur Bo-tanik, zu Muscheln und Insekten früh eingesogen,und wußte diese Gegenstände ihrer gemeinschaft-liche«! Liebhaberey mit bewundernswürdiger Kunstabzubilden. Ihr Lehrer in der Malerey warParkinson . Sie und Mistriß Delany wurden indiesem Fache für die geschicktesten Künstlerinnen inEngland gehalten. - Sie blühete um 1780. undstarb vor ihrem Vater zu desien großer Betrübniß.Baur , u. DDe.
Leemann (Gottlieb Heinrich Benjamin) geb.zu Hamburg 1762. lernte anfänglich die Zeichen-kunst in seiner Vaterstadt, und gieng darauf nachBerlin , wo er sich immer mehr übte, und baldbey der dortigen Porcellanfabrik angestellt wurde.Von hier wurde er späterhin nach Copenhag^n zuder Königl. Dänischen Fabrike berufen, wo ernoch 1794. mit großem Ruhm arbeitete. Ermalte nämlich auf Porcellan in allen Manierenüberaus steissig und schön Landschaften, Vogel,Figuren u. s. f. Harnb. Lünstlernachr. S. 107.
— — ( ), dessen im Lex. unter dem
Artikel Christ, Piers),« Erwähnung geschieht, warMaler in Hamburg , und lebte zu Anfang desX VII Jahrhunderts. Seine Darstellung beschäf-tigte sich fast einzig mit schön grupMten Jagd-attributen, die er, an hölzernen Wänden aufge-hängt, mit einer meisterhaften Manier, und imschönsten Farbenspiel abbildete. Hamb. Rünst-lernachr. S. 92.
Leen ( ). So heißt bey Mensel
tMisc. XI. 27Z.) ein englischer Commandeur,der zu Peter des Großen Zeiten, um «70g. denHof zu Cronstadt in Carelien erbauet habe.
* Leepe (Joh. Ant. van der). Seine einzigeLehrerin, eine Klosterjungfer, malte allerlei inWasserfarben, was sie dann in Stickarbeit aus-führte. Als er nun späterhin in Oel zu malenversuchte, erweckte er bald das Erstaunen seinerKunsigenossen; und seine Studien, die er ganznach der Natur, auf dem Feld oder am Meeres-ufer machte, vollendeten seine Bildung. Die Ge-schichte rühmt (billig) von ihm: Daß, da er ver-schiedene öffentliche Stellen bekleidete, er die Kunstohne Interesse, dennoch mit so viel Eifer getrieben,als ob sein Unterhalt davon abgehangen hätte. ll^c.
Leer (I.), ein uns sonst unbekannter Maler,nach welchem B. Kilian das Bildniß des Theo-logen A. Raffer gestochen hat.
Leert (Anton van). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein niederländischer Formschneider,der sich selbst ki^uersnicisr nannte, und für dieborkigen Buchdrucker gearbeitet hakte.
* Leeuw (I. de). Derselbe hieß Johann.Kupferstecher und Kupferatzer, geb zu üaag um1660. Von seinen weitern Lebensumständen istuns nichts bekannt. Gemein'chaftlich mit I.Lamsvelt hat er die Bildnisse zu le vaffor'sHistoirs äs bouis Xlll. gestochen, derer einVerzeichniß meines sel. Vaters an die 20. undneben denselben noch einige andre, wie z. B. Jul.Cäsars und — Scaligers, so wie Rost VI. 282.dasjenige des Theologen C. Niellius anführt, undsolches von einem sehr feinen Grabstichel nennt.
* — — (Wilhelm de), Kupferätzer, geb. zuAntwerpen 1600. oder 1602. (Basan b)ct sec.wohl irrig 1620.) Derselbe nahm weder dieManier seines Meisters Soutmann, noch diejenigeseiner Mitschüler van Sompelen, Euyderhoef undLouys an. Anstatt der Punkten arbeitete er mitkurzen dicken Strichen, durch welche er eine sehrmalerische Wirkung hervorbrachte. Sein Stichhat Kraft, eine wohlverstandene Harmonie undFarbe, die er aus den Werken von Rubens ,seinem Lieblingsmeister, nahm. In einer Folgevon großen Landschaften nach I. Nieulant, die
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sich sehr selten gemacht haben, gieng er von seinergewöhnlichen Manier ab; dort sind nämlich Gründeund Lüfte von einer so feinen Nadel, daß sie ge-tuschten Zeichnungen gleichen. Rost V. 572—76.wo sich eine sehr gute Litteratur von 20. seinerBlatter befindet, von welchen besonders die Marterder H. Catharina nach Rubens schön, und deralte Tobias und seine Frau nach Rembrandt vongutem Geschmack und großer Wirkung, alle aberäußerst selten genannt werden Nach andernMeistern, als nach Rubens , Rembrandt , Livcnsund Nieulant ist uns nichts von ihm bekannt,und scheint er überhaupt (ach! wie so selten)weniger mit der Anzahl, als mit dein Werthseiner Blätter sich gütlich gethan zu haben.
Lefebure (Robert), s. Febure.
Lefevre (A. Hubert), Kupferstecher in Zeich-nungsmanier, s. Fevre. .
(Claudius), s. ebendas.
— — (H), s. ebendas. Ob dieser Künstler,wie wir oben unter Fevre vermuthet haben, mitA Hubert le Fevre die gleiche Person se«),scheint uns jezt eher zweifelhaft zu seyn.
— — Marchand, s. ebendas.
— — (Robert), s. Febure.
— — (Valentin), s. Fevre.
— — (Madame), s. Fevre und Lingee.
Lefort, s. Lorr.
Leganes (Marquis vonV Ein solcher, derzur Zeit Philipps IV. lebte, wird von Florillo(IV. 09. u. 206.) unter die damaligen größtenBeförderer der Künste in Spanien gezahlt. Der-selbe besaß eine Sammlung von Antiken sowohlals von kostbaren Gemälden.
*Legare, richtiger Legarö (Egidius),Maler und Goldschmied, lebte im XVII. Jahrh,zu Paris , tvar aber ursprünglich von Chaumont in Bassigny gebürtig, und einer derjenige» Künst-ler, welche damals für eingelegte, Goldschmied-und Schmelzarbcik zu Zierathen in größtem Rufestanden. Zeitgenosse von Petit, versah er nichtselten die Bildnisse desselben init Einfassungen, diefür angemessenen Jnnhalt, zarte Arbeit und Far-benglanz wahre Meisterstücke waren. Er trug denNamen eines Königlichen Goldarbeiters. De Dorr.terrai,. S. auch den gleich folgenden Art.
Legarö (Gedeon und Loren;). So nenntGandellini, ohne Weiteres, zwey Kupferstecher,von welchen er Blätter anführt, welche GoldDschmiedszierathen, Musivarbeiken u. d. gl. zumGegenstand hatten, und von denen wahrscheinlich— der Eine wenigstens kein andrer, als obigerEgidius ist.
Legat (Franz). So heißt ein schottlandischerKupferstecher, Schüler von Strange, der zu London mit dein Grabstichel arbeitete, von welchem manmehrere historische Blätter, meistens für dieBoydell'sche Sammlung kennt. So z. B Ma-riens von Schottland Ablegung der Krone, nachG. Hamilton; König Lear ^ Aufz. V. Auftr. 5 .),nach Darry; Ophelia, im Wahnsinn, singt vordem König und der Königin, nach B. West;König Richard Ili (Aufz. IV. Auftr 5 .) nachNorthcote, welches in: journal f. hüll X. (S.89.) als eines der vorzüglichsten der ganzenSammlung gerühmt wiro, obgleich es ihm hierund da an correkter Zeichnung fehle; endlich eineAndromeda, und: Das Glück, beyde nach A.Runciniann. Lasa» XU. seo.
* Leger (Johann). Um 1762. gieng er vonBerlin nach Schwerin . Er arbeitete auch zu Ro stock . Nicht unwahrscheinlich hat er Blatter inveiruti's üoma antica e inoäsrna geatzt. S.oben auch T. L- Geay.