Band 
Zweyter Theil [2].
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688
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683 Leger.

Leger ( ). So heißt irgendwo auch ein

Maler, nach welchem G Scotin das Bildniß I.B. de la Galle gestochen hat.

* Legt (Jakob) st. jung um i6jo. SeineGemälde" sind daher selten. Lm-sr' II. 2. 3 c> 4 .

* Legnago oder Legnano, s. FranzBarbiert.

Legnant (Christoph), s. unten den Art.Stephan Maria Legnani's, seines Sohns.

(Sanctus). So heißt bey Meusei(Misc. XXV. 57 58 .) einer derjenigen Künstler,welche um 1785. in Italien die Wachsmalereyerneuert hatten. Seine Bereitung der Farben zudem Ende wird dorr, nach Requano, ausführlichbeschrieben.

* (Stephan Maria). Lanzi II. 46 g.nennt ihn einen Mailänder, und seinen VaterChristoph (oder dann Ambrosius, wie er imLex. heißt) einen Bildnißmaler. Von ihm selbstsagt er: Er sey einer der wackersten Künstler ge-worden, die zu Anfang des XVIII- Jahrh, inder Lombardie bluheren; bloß gegen End seinerTage habe er ein wenig ins Manierirte gegeben.Früherhin war er nüchtern, componirle mit Ein-sicht und Wahl, und hatte ein saftigeres undhelleres Colorit, als sonst bey Maratti's Schü-lern nicht üblich war. Sein Historisches in Frescogehört zu seinem Vorzüglichsten. So z. D. zuSt. Marco und St. Angiolo in Mailand ; anletzten» Ort sein durch Beystand des ApostelsJakob gewonnenes Treffen, das von einem Feuerzeuget, welches sich an das Schwierigste wagendurfte. Auch zu Genua , Turin und überhaupt inPiemont siehet man Vieles von seiner Arbeit; zuNovara die Kupole bey St. Eaudenzio, vollendssein Meisterwerk.

Legoea (Pablo). So heißt bey FiorilloIV. 22i. ohne Weiteres, ein spanischer Maler ausder ersten Hälfte des XVII. Jahrhunderts.

*Legrand, s. Grand sowohl im Lex. alsin den gegenwärtigen Zusätzen.

Leguays ). So heißt im ^lmansskäes 6 saux-/ 4 .lt 8 von 1802. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Miniaturmaler.

* s. auch Gnay im Lex. sowohl alsin den gegenwärtigen Zusätzen.

Leherr (Christoph Jakob), ein geschickterMedailleur zu Augsburg . Da er aber durchVerfälschung einiger Reichsmünzen und ärgerlicheSchaumünzen sich strafbar gemacht, ward er zumEchwerdt verurtheilt. von Srerren S. 5v2.

* Lehmann (Caspar). Das Privilegium,welches derselbe für's Glasschneiden erhielt, da-tier sich von 1609. Hüsgen lJ. A. 2ii. DerAbb« de Fonrenai will wissen, daß er anfänglichKammerdiener bey Kaiser Rudolf II. gewesen,und glaubt dann, daß seine Art zu arbeiten nochgegenwärtig in den berühmten böhmischen Glas-fabriken bekannt sey.

(Joh. Friedrich), geb. zu Spandau 171Z. ward Königlicher Bauinspektor. Verschie-dene Bauten von ihm sieht man zu Spandau und in der umliegenden Gegend. Mcolai u.

( ), ein bisher wenig bekannter

Kupferstecher zu Berlin . Von demselben heißt esim Tüb. Morgenbl. 1807. S. 56 . unterm Dat.12 Dez 1806Derselbe sah den Kaiser Napo-leon bey seinem Einzüge durch die Linden, undwarf bloß aus der Erinnerung, als er nach Hausekam, das Profil auf's Papier. Ein da einquar-tierter französischer Soldat sicht's, geräth in Ent-zücken, lauft damit zum Gouverneur, Generalsdullm; und das Glück des Künstlers ist gemacht.In wenigen Tagen waren viele Tausend Exemplare

Leinberger.

verkauft. Man kann aber auch nichts Frappantersin Aehnlichkeit sehen, als dies neue cn Medaillonhingeworfene prunklose Bild des Kaisers in dergrünen Uniform und im kleinen Huth mit demkleinen Stern der Ehrenlegion. Ein anderes,ebenfalls sehr ähnliches gab er bald hernach vonermeldtem Gouverneur der Stadt; dieses in ganzerStatur, l- c. 211. Noch später (1807.) verkaufteer um den Preis 1. Lh. die Darstellung des Ren-dezvous, welches sich die beyden Kaiser, Napoleon und Alexander auf dem Riemen gegeben hatten."I. c. 722.

Lehninger ( ) gab in 1802. Hörens

äs la Vie äss peintres äont los lableauxcomposent la Oslsrls Hectorsls^ 6s Oresäs,aves le äetail äs tous Iss Isbleaux äs cettssollection Lcs. Oresäs eher: Ob der

Verfasser ausübender Künstler sey, ist uns unbe-kannt.

Leitest er (der Graf von), ein großer Kennerund Liebhaber der Baukunst des XVIII. Jahrh,in England, wovon der Pallast Holkham, dernach seiner Erfindung gebaut ist, zeuget. ^55.

Leicker (Felix Jvo), akademischer Maler zuWien , geb. zu Wegstadt in Ober-Schlesien 1727.Durch einen Zufall wurde seine Anlage zur KunstFranz Schaffer'n, einem Schüler Brand's undKupetzky's, zu Freyberg in Mähren bekannt, derihn hierauf in die Lehre nahm. Nach dessen Tode(1749 > gieng er nach Wien , besuchte die dortigeAkademie, und bemühte sich vorzüglich, in derZeichnung einen bessern Grund zu legen. Von ihmkennt man verschiedene Altarblätker in Oestreich,Böhmen und Mähren die bey Mensel II. ver-zeichnet sind; neben andern zu Wien selber: DieFreundschaft Christi, bey den dortigen Piaristen .Dieser Künstler lebte noch um 1789.

Leichhard ( ). So heißt irgendwo,

ohne Weiteres, ein Künstler, welcher angenehmund fleifflg ausgearbeitete Küchenstücke gemalthabe.

* Leichner (Joh. Georg Heim. Theod.).Wahrscheinlich nach diesem hat Bernigeroth dieBildnisse des Arztes L. H. Mylius und M. H.Griebner's gestochen, welche mit Oeicliner p. be-zeichnet sind.

Leichsenring, s. Leuchsenring.

Leidenhofer (Philipp Jakob), ein Künst-ler zu Augsburg , von dem uns aber nichts weiterbekannt ist, als daß derselbe Blätter zu Raderskavsrla ssncta, dann einige Bildnisse, wie B.des Gottesgelehrten A. Fischer, nach Beyschlag;des Herzog Eberh. Ludwigs von Würtemberg,nach P. Decker, und eines Abt Leop. Jlsung'svon St. Georg gestochen habe. ^c.

* Leidenstor fer,s. Leirenstorffer.

Lejeune, s. Jeune.

* Leinberger (Christian). Der Winkler-sche Katalog kennt noch von ihm gemalt und(1741.) geatzt, ein großes allegorisches Blatt:Pallas in den Wolken, unten Venus den Amorim Arm. Zu der Göttin Seite das Brustbild desKönigs in Dänemark auf einem Monument (Wiesich das Alles reimt!), mit der Unterschrift:Pallas, Vistrix vitiorum.

(Georg Carl), Kunst- und Hofmalerzu Ansbach , geb. zu Erlangen 1718. In seinemdreyzehnten Jahre reiste er mit seinem abgedachtenBruder Christian nach Italien , und lernte dortdie GeschichtSmalcrey. Nach einem dreyjäbrigenAufenthalte zu Venedig , Rom und Neapel , gienger nach Wien , wo er ebenfalls verweilte Als-dann begab er sich nach Frankfurt am Main , woer mit seinem Bruder in dem Kaiserliche» Wahl-zimmer den Plafond malte. Dann giengen sie