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Familie, eine St. Theresia im Gebet, und einenCt Philipp Neri in der Glorie an- Conk. 6a,r-üeL-ri Wie es im Lex. von ihm heissen kann, ersey in blühendem Alter gestorben, begreifen wirnicht.
* Lellio (Joh. Anton). Derselbe verließ Rom niemals, und arbeitete, gleich seinem MitschülerFeti, mehr Staffeley- als Kirchen- oder Fresko-gemälde. Doch lobt man von ihm eine Heim-suchung , im Kloster alla Minerva. Lan-xi I. 5 oZ.Nach ihm gestochen führt ein Verzeichnis meinessei. Vaters ein historisches Blatt: Vlctrici pallaüi,und ein Wappen des Hauses Barberini an.
Lelong, s. Long.
Lein (F.). So nennt Brandes (Lll. sec.)einen Maler (wer wohl, ganz andrer, darunterstecken mag?) der nach seiner eignen Zeichnung,in Tuschmanier, ein Blatt zu Ehren Heinrich IV.(sein Brustbild auf einer Säule, zur Seite Minerva,u. s. f.) gestochen habe.
* Lely (Peter, van der Faes genannt). Ma-ttier s. v rm» rier sagt von ihm: ,, Anfangsmalie er Landschaften, die er mit Figuren staffirte,und versuchte sich einige Zeit lang auch in der Ge-schichte; endlich aber widmete er sich ganz demBildniß, und zeichnete sich darin sehr vortheilhaftaus. Van Dyck war nicht mehr, als Lely sich aufdieser Laufbahn zeigte, und Er nun der Erste unterseinen Zeitgenossen. Ueberall fand er Ruf; aberGlück konnte er nur in London finden, wo er sichhaushablich niederließ. 'Dort arbeitete er unterden Regierungen Carl l. Cromwells und Carl ll-Wie van Dyck, lebte er sehr groß, aber haushältcr-scher; kurz, er war glücklich — als Kneller nachLondon kam, und zugleich mit ihm den Auftragerhielt, das Bildniß des Königs zu malen. Die-Arbeit des erster» war beynahe vollendet, als Lelyseinen Entwurf noch nicht zu Stand gebracht hatte.Diese Fertigkeit entzückte den Konig und den ganzenHof, und man war geneigt zu glauben, der ge-schwindeste wäre auch der geschickteste. DiesemUnfall schreiben Einige seinen Tod zu. Seinebeßten Bildniff' geben allerdings van Dycks seinenwenig nach; und, ein seltner Umstand ! ob er gleichnicht jung starb, so hörte er doch nicht eher auf,Fortschritte zu machen, als bis er aufhörte zuleben " Weit strenger urtheilt von ihm Füßli Ann. II 68—6g. wo er ihn, nebst Kellern, undzum Theil auch Reynolds, mit den bessern Fran-zosen, Largilliere und Rigaud , in Parallele setzt,und ihn zu denjenigen Bildnißmalern zählt, derenArbeit, nur großen Scizzen ähnlich, ihr Urbildzwar sehr geistreich, aber mit mehr Kühnheit undNachlaßigkeit als mit individueller Wahrheit dar-zustellen pflegen. Seine persönlichen Eigenschaftendes Geistes und Herzens werden allgemein sehrgerühmt. Ein Verzeichniß meines sei. Vaters führtüber i«o. nach ihm gestochene und geschabte Bild-nisse an, unter welchen die von Ardell, Grcen undWatson wohl zu den vorzüglichsten gehören; wiez. B. von dem erstern die der Lady Grammont alsH. Catharina, und der Lady Middleton als Po-mona ; von dem zweyten das der Lady Gwyne mitentblößtem Busen; von letzten» die sogenanntensechs Schönheiten von Windsor. Lonf. die Kata-logen von Brandes und Minkler, welcher letztereeben auch die schon gedachte Lady Gwinn (aber vonG. Valk gestochen , und dann den Dichter Wycher-ley von I. Smith geschabt, schöne Blätter nennt.
* Lelys Baptist, ein Beyname von Joh.Baptist Easpers.
* Lenraire, s. Maire, im Lex. sowohl alsin gegenwärtigen Zusätzen.
Lemann ( ), ein uns sonst ganz unbe-
kannter Künstler dieses Namens zeichnete um iM.zu Hamburg Bildnisse mit schwarzer Kreide undBleystift. Hamb. Aünstlernachr. S. 107.
L e m 0 t.
L e m a sss n (Franz), ein französ. Bildhauer,Mitglied der Ehrenlegion. Von ihm kennt man,neben Anderm, eine fünf Fuß hohe Statüe derJugend, in Marmor, von welcher es hieß: „Daßsie die Zartheit des Gedankens, die Richtigkeit desAusdrucks, die Grazie und Corrcktheit der Formen,die Reinheit uud das Natürliche des Styls, unddie Weichheit und Sorgfalt der Ausführung insich vereinige, und somit eines der ersten Kunst-werke sey, die der französische Meißel seit langerZeit hervorgebracht habe." In i 8 o 5 . wurde die-selbe von Th. Müller sehr schön in Kupfer gestochen.
* Lemay, s. May.
* Lembke (Johann Philipp). Rost I. siH.sagt, daß er sehr geistreich geatzt habe, ohne des-wegen auch nur ein Blatt von ihm anzmühren.Dagegen hat der Minklersche Katalog doch Lines:Hagar in der Wüste, von dem Engel getröstet.
— — S. auch Lemken,
Lemeep(H-). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher zu Kassel im XVII.Jahrh, von welchem man Bildnisse kenne.
* Leinens (Balthasar van). Noch kenntman nach ihm, neben den schon im L 'x. bemerktenBlättern: Eine Eitelkeit in zwey Figuren, einKinderspiel, mit häßlichen Masken, und: Venusund Adonis , alle drey mit A. Xrrr'tü bald 80. baldexc. bezeichnet, in Schwarzkunst geschabt.
* Lemercier, s. Mercler im Lex. sowohlals. in den gegenwärtigen Zusätzen.
Lemiere, s. Miere.
* Leinire, s. Mrre, sowohl im Lex. als inden gegenwärtigen Zusätzen.
Leittir ( ). So hcissen im ^lmsnsch clss
Kosux-^rt8 von i8oZ. ohne Weiteres zwey da-mals zu Paris lebende Baumeister.
Lemken (Balthasar). So heißt bey EhristS. 126. ohne Weiteres, ein Kupferstecher, vonwelchem dort das Zeichen angeführt ist.
Leinkus (D-). Und so irgendwo ein andrerdes XVII. Jahrhunderts, von welchem man Bild-nisse kenne; wie z. B. dasjenige von D. G.Morhof.
* Leins ine, s. Moine, sowohl im Lex alsin den gegenwärtigen Zusätzen.
Lemonnier, s. Monnier,
Lemor (F.). Einer der ausgezeichnetestenfranzösischen Bildhauer, ehemals Pensionnair derRepublik bey der Kunstschule zu Rom , geb. 1770.Schüler von de Joux. Schon in 1790 gewanner den Preis der Akademie durch ein Basrelief,welches das Urtheil Salomons, sein erstes Werk inhalb erhobener Arbeit, welches sich in Lands nsAnn. V. 108. abgebildet findet, und wirklich, ausdem dortigen bloßen Umrisse zu urtheilen, großeSchönheiten enthielt. Späterhin dann sah manvon ihm ein Basrelief in Marmor in dem Ver-sammlungssaale des gesetzgebenden Corps, welchesdas Brustbild der Freyheit zwischen der Fama undder Muse der Geschichte vorstellt, welche die Thatender Republik verzeichnen und verkündigen. DieZeichnung ist correkt und groß, und der Styl desGanzen sehr schön. Doch möchte man daran alswesentlich fehlerhaft aussetzen, daß der Haupt-gegenstand erst im Mittelgrunde, sehr kleinlicht,ersichtlich ist. Eden so sind zwey von den zwölfStatten in GyPs, welche den erwähnten Sitzungs-saal zieren, diejenigen nämlich des Lykurg und desBrutus, von seiner Arbeit, und die erstre sie ein-zige, deren Ausführung in Marmor die Regierungbisher befohlen hat. Bepde zeichnen sich durcheinen großen Charakter und eine kräftige und correkteZeichnung aus. Die Gewänder sind sehr gut ge-worfen. Anderswo wird noch zwey andrer seinerStatuen, des Leonidas im Saale des Senats, und