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Lenz.
»Lengs ), heißt Carl Göttlich, geb. ;nDresden 270Z. NachHütins, seines ersten LehrersTode siudnte er einige Jahre bey Schenau, undwidmete sich damals ganz dem historischen Fache;nachher mußte er sich, wie so Mancher, auf dieBildnißmalerey beschranken. Um 1788 gieng ernach Italien , zuerst auf eigene Kosten; dann erhielter einen Kurfürst! Jahrsgehalt von Zoo fl. starbaber dort frühzeitig 1790. (nicht bloß wegen seinerKunst, sondern auch wegen seinen übrigen mannig-faltigen Kenntnissen in Sprache, Geschichte, Ma-thematik u. s f. sowohl als wegen seines liebens-würdigen Personalcharakters, von jedem der ihnkannte hochgeschätzt). Schon als Schüler vonHükin, der ihn ungemein liebte, ahmte er dessenZeichnungen so getreu nach, daß man seine Copienmit Mühe von den Originalen unterscheiden konnte.Oft componirten beyde denselben Gedanken, undvergnügten sich dann, solche zu vergleichen. Erwar so reich an Ideen, daß er bisweilen EinenGegenstand zehn bis zwanzigmal auf verschiedeneArt bearbeitete. Unter seinen ausgeführten Ge-mälden zeichneten sich vornamlich: Paulus vorFestus, und die Anbetung des güldenen Kalbes aus.Mehreres von ihm blieb zu Rom . Unter dem nachseinem Tode nach Dresden gekommenen, meistUnausgeführten, wird besonders eine H. Familiemit dem vor ihr liegenden Kinde, und eine Copienach Raphael aus der Galerie Pamphili genannt.Becker S. 10Z Mensel II. Ebendas. Arch. I.3. 170—74. Warum seiner in der Schrift: Min-kelmann und sein Jahrhundert keine Erwähnunggeschieht, ist uns unbekannt.
— — ( ) So heißt auch irgendwo ein
Leonardo.
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Lenzner, s. Lenyner.
Leo, Bischof von Tours im VI. Jahrh, wirdbey MiliZl'a (L6. tors I. 101.), ohne Weiteres,ausübender Baumeister genannt.
Leochares Von ihm waren die Statuendes Königs Philippus und seiner Familie zu Olym-pia, aus Elfenbein und Gold. jJausani'as V. 20.Virruv nennt die Statue seines koloffalnchcn Mars:nokiii mann sactarn. Im Porticus von Athen sahman von ihm einen Jupiter, das Volk, und einenApoll ; anderwerts einen Ganymed.
Leon (Andreas de), ein spanischer Maler, derzu Anfang des XVI. Jahrh, zu Sevilla biühete.Fiorillo IV. 62.
— — — — — von Obigem verschiedenscheint ein andrer spanischer Maler gleichen Namens,vom Hiernymiten-Orde» zu leon, der sich unterFral Cristobal de Truxillo bildete, und Verschie-denes in Miniatur hervorbrachte, das den Meister-stücken von Jul. Clovio gleich kam. Fiorillo lV. go.
— — (Christobal de), ebenfalls ein Malervon Sevilla , Schüler des Valdes, der zu denwenigen Künstlern gehörte, die sich nach den Zeitendes Murillo in Spanien auszeichneten. In seinenArbeiten trift man eine gewisse Leichtigkeit, undselbst einen reinen Geschmack an. Die beßten be-finden sich in der Kirche von St. Philippus Neri,seiner Vaterstadt, und dem dazu gehörigen Kloster.Letztre sind in Oel gemalt. Er starb 172g. /iorrillo IV. Z84.
— — (Franz), ein Kupferstecher zu Rom umdie Mitte des XVII. Jahrhunderts Von ihmkennt man, neben Anderm, das Bildniß von MariaLudovica d'Arquien, Königin in Polen .
— — (Juan Valdcmira de^, wieder ein spa-nischer Maler, geb. zu Tafalla in Navarra , emrpfieng den ersten Unterricht in der Zeicheukunst vonseinem Vater (den wir übrigens nicht kennen) zuValladolid, gieng aber nach dem Tode desselbenin die Schule des Don Johann Rici (st. i 9/5 )über, dem er in der Folge bey seinen Arbeiten,
vorzßtglich im Theater von Buen-Retiro, hülfreicheHand leistete. Er war der Liebling seines Lehrers,und wurde daher von seinen Mitschülern gehaßt,starb aber in der Blüthe seiner Jahre zu Madrid .Seine Dlumenstücke sind so meisterhaft, wie diedes Arellano. Fiorillo IV. 28g.
*Leon (Juan Daldemirad), stauch Johannvan der Hamen.
— — (I). So heißt auch ein Kupferstecherin Schwarzkunst, nach Rost I I. 088. geb. zu Wien um 1776. der sich schon frühe durch seine Talenteausgezeichnet, und einige Blätter geliefert hat, dieden englischen zur Seite stehn So z. B in 2792.(was wohl auf ein früheres Geburtsjahr als dasoben angeführte deutet): Die überwundenen Euria-zier in Ketten, mir vorkreflicher Architektur, nachPlatzer; ein Gegenstück zum: Tod der Semiramis,nach Ebendemselben, wie wir glauben von I. F.Clerk geschabt, der um eben diese Zeit in gleicherKunst zu Wien arbeitete.
— — (Philipp de), ein spanischer Maler zuSevilla , vielleicht Bruder des obigen Christobal,legte sich, wie dieser, auf die Nachahmung desMurillo, verfertigte nach den Werken desselben vieleCopien, und st. 2728. Jwricko I V. Z84.
* Leonard (Johann Franz) So nennenBasan (Lcl. sec.) und die Kataloge von LOinklerunter der niederländischen und Brandes unter derfranzösischen Schule vielleicht nach jenem), einenZeichner und Kupferstecher in Schwarzkunst, geb.zu Dünkirchen i 93 Z. der lange zu Brüssel undNürnberg gearbeitet habe, und führen verschiedeneBildnisse von ihm an; wie z B. zwey schöne Knie-stücke des Syndiks Macstraten von Brüssel undseiner Gemahlin Jsab. von Assche, nach van Dyck;des Arztes V. Costerus (2699.) ohne Namen desMalers, und des Erzbischofs G P. Szelepcheny,nach A. Bloems Zeichnung. Wir indessen zweifelnnicht, daß derselbe kein andrer, als der auch unienfolgende Job Friedr. Leonhard des Lex- sey.Malpe' setzt seinen Tod zu Nürnberg in 2987. undzeigt verschiedene Bildnisse von ihm an. Seine^Blatter sind mit I. r. b bezeichnet.
* Leonardi (Franz), s. Leonardom.
* Leonard is (Jacob). Derselbe wurde bisin sein vierzehntes Jahr von einem geistlichenOheim erzogen, der ihn zu Benville in die Schulethat. Alsdann kam er, nach des erster» Tod,durch Beystand eines Busenfreunds (Sandrinelli),nach Venedig zu Tiepolo . Schon früher sah manvon ihm meisterhafte Zeichnungen mit der bloßenFeder; und die Uebung darin war ihm wahrschein-lich sehr beholfen, als er sich jetzt, von seinem Zweyund Zwanzigsten an, auf die Gravur legte RostIV. 2,49—50. führt von ihm ein zehn Blatter, undein Verzeichniß meines sel. Vaters »och mehrerean, die von 2762 — 98 . dakirt sind Dahin gehö.en:Apoll und Marsias , nach Carpaccio; spielendeLiebesgötter, nach Carpioni; Neptun und Thetisund die Entführung der Eurooa, nach Conca;einen Dorfjahnnarkl u. a. nach Crcepj; eine Auf-erstehung Christi nach A Gttiumas Zeichnung;Ariadne und Bacchus, nach Marchesiui; die An-betung des güldenen Kalbes und das jüngste Ge-richt, nach Robusti; den Triumph der Flora, undCarnavals-Lustbarkeiten, nach seinem Meister Tie polo , u s f. Um 2770 gedachte er eine ganzeSammlung solcher Blatter nach den vorzüglichstenMeistern aus Licht zu stellen, was ab r wenigstensin 2772. noch nicht vollzogen war.
* Leonardo (Fratcr Augustin). Derselbezeigte sich vorzüglich in großen Eompositione».Neben der im Lex. von ihm angeführten Speisungder Fünftausenden im Refektorium de ^a Mercedzu Toledo , sieht man von ihm an der Treppe desKlosters gleichen Namens z» Madrid : Eine Er-scheinung der H Jungfrau an St. Ramon derseine Hecrden weidet, und die Klage der Ritter