Band 
Zweyter Theil [2].
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694
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694 Leonardo.

vom Orden de la Merced wider die Mönche diesesOrdens in Gegenwart des Papstes, beyde von1624 und 25 . Fiorillo IV. 208.

* Leonardo (Joseph). Noch einigen geb. zuMadrid, glaublicher aber zu Calatayud . »Esscheint" (sagt Fiorillo IV. 2Z4-) --daß sein Talentvorzüglich zum Coloriren geeignet war. Auch er-warb er sich durch viele Mühe eine correkte Zeich-nung, verlor aber unglücklicher Weise in seinenbeßren Jahren den Verstand, und lebte in diesemZustand bis an seinen Tod. Die beßren Arbeitenvon ihm findet man im Pallaste Buen-Renro.Ein dortiges, auch im Lex. berührtes Gemäld stelltdie Heldenthaten des Marquis von Spinola beyder Eroberung von Breda vor", l. c.

*Leonardoni oder Leonards (Franz).Fiorillo !V. Z 5 o— 5 i. sagt von ihm, daß derselbemehr seines fremden Namens als seiner Geschick-lichkeit wegen in Spanien sein Glück gemacht habe.Dabey hatte er den Anstand und Ton eines Welt-manns, und gab dadurch gerne zu verstehen, daßer von vornehmer Geburt sey. Hiedurch erlangteer eine Stelle in Buen-Retiro, wo er auch ver-storben ist. Seine Geschichts-und Bildnißmalereyenhaben ein schönes Colorit, und ein pikantes Hell-dunkel, sind aber fehlerhaft gezeichnet. Die beßtenArbeiten von ihm finden sich in der St. Thomas-Kirche zu Madrid : D>e Vermählung und der Toddes H. Joseph, und in der Kirche St. Hieronymuseine Verkündigung Maria. l. 0.

Leonein, (Andreas), ein Genueser; maltedie Decke, den Hauptaltar und über das Portalder Kirche delle Scuole pie Perspektive, die ermit Gold erhöhete. Auch zierte er einige Mauerndes dortigen Pallastes mit seiner Arbeit. Katti.

— — (Franz) Nach einem uns sonst ganzunbekannten Künstler dieses Namens hat B. Capi-telli gestochen.

*Leondaven, s. Aven.

* Leone (G. da). Auch nach ihm hat I.Raillard einige Blätter (6. oder 16.) Landschaftenund Thiere gestochen. S- ferner sofort unter Wil-helm da Leone.

* — — (Hieronymus ), wird von Andernauch Lioni geschrieben.

— — (Johann da), ein Schüler von JuliusRomanus, wird, ohne Weiteres, von vasariangeführt, Lanri ll. 2^2.

* — — (Wilhelm da). Zuverlaßig mit obi-gem G; (Guiglielmo) Lyone derselbe. Maler undKupferätzcr, geb. zu Parma um 1664. (gerade wieBasan sec. von G. Leone sagt), von ihmgeätzt führt Rost IV. 87. der übrigens von ihmnichts Mehreres als das Lex. von seinem G. Leoneweißt, eine bergigte Landschaft mit Thieren, danneine andre mit Ziegen, einer Kuh und einer Schä-ferin , und endlich: Venus verbindet dem Amor dieAugen, nach Litian an.

* Leonhard (Johann Friedrich). DieserKünstler (sagt He in ecke hJachr l. 6i.) istnamentlich auch deswegen zu bemerken, weil erzuerst in Berlin in Schwarzkunst gearbeitet, unddiese Gattung dort aufgebracht hak. Neben mehrernBildnissen nach Bloem, van Dyck, Eiliger undVaillant, das früheste von 1622. (?), das letztevon 1671. datirt, führt ein Verzeichniß meines sei.Vaters von ihm ein Bildniß Christi, ohne Namendes Malers an S. auch oben Joh Franz Leo-nard , wahrscheinlich mit unserm Leonhard Einerund ebenderselbe. Lcmk 6a»äcküm s v. Leo»art.

* Leoni (Carl). Im Oratorium (?) zu Bo-logna sieht man von ihm einen reuenden David,der mit den Arbeiten von Guercino und andererguten Geschichksmaler, die damals in der Romaneylebten, wetteifern konnte. Er lebte stets im Vater-

Leo pold.

land und arbeitete mehr für Kabinette als fürKirchen. Dausr II. 2. iHy-

* Leoni (Carl Anton). Zwey Bildnisse vonihm, König Johann V von Portugal! und dessenGemahlin Mar. Anna von Oesterreich, erschienenin Desrochers Verlage.

*— — (Christoph). So nennt der Abt deFonrenai irrig den unten folgenden GoldarbeiterLeo Leoni.

* — — (Jacob), der Baumeister zu London ,war von Geburt ein Venezianer, und st. 1746-

— — (Johann), geb. zu Carpi 16^9. einMaler in Scagliola , lernte diese Kunst bey H.Griffoni. In seiner Jugend mußte er mit seinemVater, eines von diesem letztem begangenen Mordeswegen, sich nach Cremona flüchten, und arbeitetetheils dort, theils späterhin denn doch wieder zuModena in ermeldter Gattung. Zu seinem Schönstengehören zwey mit seinem Namen und der Jahrszahli68r. bezeichnete Schränke für die Medaillen u. andreAlterthümer in der dortigen herzoglichen Galerie,woran die Marmor auf das Zierlichste nachgeahmtsind. Er starb in den ersten Jahren des XVIII.Jahrhunderts. THaborcüi p. 2/ch.

* - — (Leo). Nähere Nachrichten von dem

Kunstwerke seiner Statüe Carls V. s. in den Leckerexnttoricüe D. III. und V.

— — (Ludwig), des obigen Johanns ältererBruder, geb. idä/. und in seinem neunzigsten Jahrzu Cremona gest. 172? arbeitete ebenfalls vortreflichin gleicher Kunst. Proben derselben sieht man inder St Augustinsr Kirche zu Cremona , und amAltar seiner Familienkapelle zu Santa Croce beyCarpi. Diraborc/rr p. 24h.

— — (Miguel), ein Sohn des im Lex. unterdem Artikel Leo Leoni's enthaltenen PompeoLeoni '«, bildete sich, unter der Leitung seinesVaters, zu einem geschickten Maler und Bildhauer,trat hierauf in Dienste Philipp II. und half seinemVater zu Mailand die vielen bronzenen Statüenausführen, welche für den Escurial und Madrid bestimmt waren. Seine Geschicklichkeit erwarbihm auch die Achtung Philipp ill. der ihm nachdem Tode seines Vaters desselben Gehalt in 1610.auszahlen ließ. Fiorillo IV. 1^2.

* — — s. auch Lioni.

Leonides. So nennt Milizia (D<l. tem. I.45 .) ohne Weiteres, einen alten griechischen —man weißt nicht recht, ob wirklicher Baumeister,oder bloß Schriftsteller über Baukunst.

* Leopards (Alexander). Temanza l.no.zeigt, daß die im Lex. angeführte Erzählung einervon Leopards begangenen Täuschung eine bloßeVerlaumduug sey, da derselbe nämlich einen miß-gerathenen Guß des A. Verrocchio habe erneuernmüßen, und auch deswegen Alessandro da Tavallogenannt worden sey Dieser Künstler, und der imLex. ebenfalls enthaltene Alex Lombards sollen,einer spätern Bemerkung meines sel Vaters zu-folge, Eine Person seyn. M lizia (b)ci. ter?. I.296.) führt den Leopards auch unter den Bau-meistern an, und eignet ihm, als solchem, einenAntheil an der grandiosen Kirche St. Justin« zu,welche eigentlich den Paduaner A. Briosco zumUrheber hatte, und noch gegenwärtig (sonst soprächtig) ohne Fa^ade ist. Ihre Dimensionens. l. c.

Leopold (Joseph Friedrich, und rwey JohannChristian, Vater und Sohn). Der erstre einKupferstecher und Kunstverleger zu Augsburg , hatteauch den dortigen Krausischen Verlag an sich ge-bracht, und st. 1726 58 . I. alt. Sein Sohn,Johann Christian, ein guter Kupferstecher, unddabey besondrer Liebhaber des Gartenwesens, führtedes Vaters Handelschaft fort, und st. 1755. 58 . I.alt. Dieser Verlag wurde dann von des letztem