Band 
Zweyter Theil [2].
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695
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L e o r b o r t.

Sohn, ebenfalls Johann Christian, weiter fort-geführt. von Srerren S. 4 »». Ein Verzeichnißmeines sel. Vaters führt aus demselben eine MengeBildnisse, meist ohne Namen des Malers an.

Leorborr (I.), ein uns sonst ganz unbe-kannter Kupferstecher, von welchem Gandellini,ohne Weiteres von ihm zu meiden, den Bau einesPallastes in Gegenwart eines Königs mit der In-schrift: en anführt.

Lepagelers ). SonenntBasan(Lä. seo.)ohne Weiteres einen Künstler, der 1786. eine Folgevon vier Ruinen nach Manche' (?) gestochen habe.

* Lepautre, s. paurre.

Lepeintre ( ). So wird im Almanach

6es 6eaux-^rt8 von 180Z. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Bildnjßmaler genannt.

Lepine( ), Sohn. Und so ebendaselbst

ein damals zu Paris lebender Baumeister. Derselbedürfte wohl ein Nachkömmling des be l'Espinedes Lexikons seyn.

—. — ( ). Und so ebendaselbst, ein um

gleiche Zeit dort lebender Kupferstecher. Ob nochderselbe, von welchem Basan (Lä. sec.) eineLandschaft mit dein Garten von Monceaux, nebsteinigen Schweizer -Aussichten anführt, ist unsunbekannt.

Lepqua, ein chinesischer Maler, wird vonChambers in seiner Beschreibung der schönstemGarten in China angeführt.

* Leprince, s. Prince.

Leqneu ( ). So heißt ein Baumeister zu

Paris , nach welchem sich (180Z,) im XVII, Heftevon Z^ansonerre's PIsns, Loupes et klevationsiles plus volles maisous ece. ä karis ein nachseiner Zeichnung ausgeführter prächtig brodirterPlafond von — Seidenstoff, befindet.

* Leramhert (Franz, Johann und Ludwig).Dieselben gehörten zu denjenigen Künstlern, welchedie prächtigen Feyerlichkciten unter Franz l. bei-der Ankunft Carls V. zu Fonkaiuebleau veranstaltenmußten.

* — — (Ludwig), Bildhauer, geb. zu Paris .Sehr frühe kam er in die Schule von Simon Vouet ,und machte dort Freundschaft mit le Brun und leNvstre. Da er sich aber der Sculptur zu widmengedachte, nahm er Sarrasin zu seinem Lehrer an.Als der Sohn des Aufsehers über die AntikenLudwig Xlll., Hinions Leraniberx, und zugleichdes Königs Pathenkind, hatte er bey diesem Zutritt,den er auch bey seinem Nachfolger erhielt. Mitwirklichen Gaben für seine Kunst, verband er nochandre angenehme Talente; er war Kenner derMusik, machte Gedichte, und ranzte so gut, daßer in den Hofballets eine Stelle bekam. Er gefieldurch die Lebhaftigkeit seiner Einbildungskraft unddurch die Fertigkeit seiner Antworten. Warelecnennt ihn einen Schmeichler; d'ArgensviUe hin-gegen (freylich wie es scheint aus Familieunach-richtcn) will von ihm rühmen, daß er nie umHofgunst gebuhlt habe. Wie dem immer seyn mag— die ersten Arbeiten, zu denen man ihn suchte,konnten ihn nie ins Große führen — es warenGrabmäler und Medaillons, welche Bildnisse vonmarquirenden Personen bey Hofe und aus derStadt vorstellten. Allmählig wagte er sich anBedeutenderes; wie z. B. das Grabmal desMarquis von Dampierre und seiner Gemahlin,wozu er auch noch die Jnnschrift, und zwar —in Versen verfertigte. Nach seines Vaters Toderhielt er dessen Stelle, die ihm aber i 663 . (dieGeschichte erzählt nicht warum ?) wieder genommenwurde. Dafür ward er in demselben Jahr Mit-glied der Akademie, und gab zu seinem Aufnahms-stück das Brustbild — wessen anders, als des ange-beteten Kardinal-Ministers Mazarin . Jetzt sah

Lerchen. 6g§

man von ihm Manches für die Garten von Ver-sailles, dessen schon das Lex. gedenkt, was nachhermeistens, weil es bloß von Stein war, ins PalaisRoyal , und späterhin noch einmal — wer weißwohin versetzt wurde. Noch findet sich indessenEiniges an crstrer Stelle, wie z. B. seine marmorneSphynxe, auf welchen metallene Kinder reiten,und Anderes. An jenen vermißten indessen achteKenner mehrern Ernst — wie viel mehr an seinenWeihkesseln zu St. Germain l'Auxerrois mit ihrenmanierirt geflügelten Cherubsköpfen. Mehr werdenvon ihm ein Paar Madonnen mit dem Kinde (inden Carrefours de Rosiers der alten Lempelstraßeund auf der Pont au Change:, die erste für Eleganzund Feinheit, die andre für die Drapperie gerühmt.Zwey Basreliefs von ihm in einer Kapelle derHauptkirche St. Solenna zu Blois , deren das einedie Erinnerung, das andre die Meditation vorstellt,sind bey d'Ztrgensvllle ohne weiteres Urtheil be-schrieben, wo hingegen ein drittes, für des Künstlerseigenes Grabmal bestimmtes (das alle Religions-Geheimnisse vorstellt), in der Pfarrkirche Meudon ,und ein steinernes Kreuz auf seinem Landgut daselbstseiner wenig würdig genannt werden; und endlichsein Nekrolog dort kurz lautet: „Leramberr, ge-schätzt für seine Frömmigkeit, Klugheit und Kennt-nisse, starb als Professor zu Paris 1670. 56 - I.alt " wareler tritt indessen näher zum Ziel, wennss bey ihm heißt: »Leramberr kann mit Rechtkeine Stelle unter den großen Künstlern behaupten";mit der beygefügten vortrefiichcn Nutzanwendung:»Es ist Künstlern nützlich, seine Manieren undGeist, selbst einen sehr gebildeten Geist zu haben;aber sie laufen große Gefahr, von Seile der Kunstzu verlieren, wenn sie, wie Laremberr denSchmeichler und Bel Esprit spielen wollen." Ge-stochen nach ihm haben F. Chauveau eine ^wobl dieim Lex. genannte) Tänzerin, und P. le Pautxe einenFaun. Dann finden sich mehrere seiner oben imAllgemeinen angeführten Bilder von -iersailles indem elenden Thomassin M. 82. 83 . 8-4. 114. n 5 .124. 162. i 53 . 126. Lieber, als all' dieser Kramist uns sein eignes edles Bildniß. nach N. S. A.Belle, von unserm I. G Müller 1,-76. ganz vor-treflich gestochen, und bald möchten wir sagendesselben Meisterstück!

Lera ( de), s. Delera, und sollte besser hierzu stehen gekommen seyn.

— — — — Don einem andern Künstlerdieses Namens spricht die Schrift: A-inkelmannund sein Jahrhundert S. Z62. bey Gelegenheitder neuern — brodlofen Versuche in der Enkaustikim letzten Vierrheil des XVlll. Jahrhunderts:»Nur ein junger Mailänder, Namens deLera,blieb, vielleicht durch die Aussicht auf guten Er-werb angereizt, standhafter, und erhielt auch wirk-lich, von Reifenstcin empfohlen, ansehnliche Be-stellungen enkaustischer Gemälde für Rußland . DochGönner und Client starben nicht lange nach ein-ander, und seither hat in Rom niemand mehr dieWachsmalerey ernstlich geübt". Desto besser.

Lerberghe (Johann van), Goldschmiedund trcsticher Ciselirer, geb. zu Courtray um 1766.lebte um 1807. zu Gent , wo er in 1790. für seinVergnügen ein Heft von 6. Landschaften nach Callot geätzt hak, die mit /er. bezeichnet sind,

und bedauern lassen, daß er auch sein diesfälligesTalent nicht weiter geübt hat.

Lerch ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein deutscher Kupferstecher, von welchemman Bildnisse kenne; wie z. B. desPalatinus vonPosen Joh. Leszno, nach Bloem. Zeichnung, danndes Prinzen Philipps von Sulzbach, und desBischofs von Straßburg Franz Egon's von Für-stenberg.

* Lerchen (Joseph K Sein richtiger Nameist Lerch. Mensel I. Ebendas. ll. erscheint ex(178g.) noch nicht unter den Todten.