Band 
Zweyter Theil [2].
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696
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696 Lerer).

Lerey ( ). So heißt ein neuerer englischer

Kupferstecher, von welchem in i 8 o 5 . in der Er-gänzungs-Nummer von Boydell's Shakespear einBlatt nach Boydell erschien, welches den Auftr. 2.des V. Akts von Othello vorstellt. Fast vermuthenwir, daß dies der nämliche Künstler seyn dürfte,der in einem Aufsätze des Meuselschen Arch.I. 4 (wo mehrere verstümmelte Namen vor-kommen, Seb. Lercy heißt, der um 1804. an^ilhols Cours elementaire 6e pelnture (einemder schönsten Kupferwerke für vornehme — Kinder)gearbeitet hatte.

Leriche ( ). So heißt im Almanach 6es

Leaux-^rt8 von 1802. ein damals in Paris leben-der Bildhauer, der, wie es scheint, für die Porcelan«National-Manufaktur zu Sevres arbeitete. Ob esderselbe Künstler sey, von dem sich im IX. Heftevon Detournelle's Kscusil 6'^rcl>itecture (1804)ein Triumphbogen befand, ist uns unbekannt.

* Lermann (Peter). Ein Gemäld diesesNiederländers (dessen Arbeiten selten sind), welchessich um 1/94 ün Kabinet des H. Kaufmann Fischersin Pocsdäm befand: Eine alte Dame, die ihrenPapagey mit Zwieback speist; bey ihr eine Manns-person in spanischer Kleidung, wird beschrieben inMeusels Museum 92.

* Lerm,'n0 ( ). Anstatt dieses Art. im

Lex. l. Ein Goldstickcr von Paris , der mit 4». an-dern auf Befehl Ludwig XI V. um 1686. die präch-tigen Kirchengewänder in der Hauptkirche zu Straß-burg verfertigte. ALc.

Lermont (C ). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Zeichner und Kupferstecher, vonwelchem man geätzte Schaferfcenen kennt.

Lerner (Michel), ein Oestreichs; lernte dasStempelschneiden bey Martin Kraft, dem er 12Jahre auf seinen Reisen folgte. Nach dessen Todearbeitete er eine von demselben angefangene Schau-münze auf den Kurfürst Carl Philipp Theodor vonder Pfalz vollends aus. N-B-Sch W.XXIX.Z11.

* Leroi und Le^oy, s. Roi und Ro^ so-wohl im Lex. als in den gegenwärtigen Zusätzen.

Lerouge, s. Rouge in den gegenwärtigenZusätzen.

Lerpiniere oder Lespiniere (Daniel),erstrer ist der richtige Name, Stecher mit der Nadelund dem Grabstichel, geb. in England um i/ 5 o.und blühend zu London von 1779—84. mit welchenJahren seine meisten Blätter bezeichnet sind; manhält ihn für einen Schüler von Vivares, der insolchem Fall seinem Lehrer große Ehre macht. Vonihm kennt man eine ziemliche Zahl sehr schönerBlätter, von welchen der Katalog von Brandeseinige, ein Verzeichniß meines sel. Vaters aber,und seither Rost IX. 271-78. weit mehrere anführt.So z. B. den jungen Hirt und einen Morgen nachA. Cuyp; nach Cl. Gelee eine Anbetung des goldenenKalbs und eine Flucht in Egypten ; nach Ph. I.Loutherbourg sechs Hirtenspiele; nach R- Paton(theils allein, theils gemeinschaftlich mit Fitller)verschiedene Scenen aus dem damaligen Seekrieg(S. Brandes 8. V. paton); einen Morgen mitVieh, nach A. Pinacker; sechs Ansichten aus Ja-maika, und zwey von London , nach G. Robertson(S. Brandes s. v. Robertson); zwey italienischeLandschaften nach I. Taylor; Meersturm undMeeresstille nach Vernet, und eine Jagd nach G.Wootton.

Lescot (Hector), genannt Facquinot, einalter französischer Kunsigießer, der in 1671. einzerstörtes Denkmal der Johanna d'Arc auf derBrücke zu Orleans neuerdings in Bronze gegossen,und auf die vormalige Basis gestellt hatte. Wasdieses Monument vorzüglich merkwürdig macht,ist, daß alle Glieder der einzelnen Figuren besondersgegossen sind, und daß es das zweyte bronzene

Lestrade.

Kunstwerk seyn soll, das man in Frankreich ver-sertigt hat. Fiorillo III. 9^9ä-

* Lescor (Peter). Abt von Clugny. Einigesetzen seine Geburt schon in ihio Er war vonder Familie d'Alissy, Rath der Könige Franz I.Heinrich II. Carl IX. und Heinrich III. undChorherr der Kirche zu Paris . Den Aufrißseines schönen Brunnens aux Jnnocents, in derelegantesten corinthischcn Ordnung, und mit denherrlichen Basreliefs von I. Goujon verziert, s.ausführlich beschrieben, und im Umrisse in Lan-daus Ann. IV. 72—76. Milizia ( 1 ) 6 . terr:. I.348.) welcher Goujcons Arbeit allen gebührendenRuhm widerfahren laßt, findet hingegen das Archi-tektonische daran lächerlich: »Einen viercckigtenThurm mit Fenstern, welcher Einfall für einenBrunnen"! sagt er. Lauf. über ihn auch d'Argens-ville (1.299— 3 os ), der in Detreffdieses Brunnensmit MiliZia ungefehr gleichen Sinnes ist, aber,wie es uns scheint überhaupt die richtige Bemerkungmacht: Lescot habe das Glück gehabt, vortreflicheBildhauer zu finden, welche die etwanigen Ge-brechen seiner Bauten durch ihre Verzierungen ver-bessert, und gleichsam reichlich vergütet haben.

* Lesma (Anton). Nach ihm hat, nebenandern, Alet das Bildniß Carls I. Herzogs vonMantua , Blondcau des päpstlichen Admirals Otto-boni, Dorigny I. Buencompagno's, und Wester«hout des Kardinals L. Alticri gestochen.

Lespilliez (Carl Albert), erster Baumeisterdes Kurfürsten von Bayern um 1760. gab nebe»Anderen die Entwürfe zu dem Lieberkischen Hauseauf dem Weinmarkte zu Augsburg , welches seitherdurch die Beherbergung der durchreisenden Dauphinsberühmt wurde, von Srerren S. no Noch kenntman von ihm 7. Fantasieblätter Architektur undOrnamente in barokkem Geschmacke, nach der Er-findung von Cuvillier, einem ebenfalls BaycrschenArchitekten. 1 ) 6 . 860.

Lespinasse, s. Espernaz» oder Espi-nasse.

Lespinay ( ). So wird im /Vm-maeft

6e8 fteanx-/Vt8 von 180). ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Maler von häuslichenSzenen genannt.

Lespine( de). So heißt in den Xouvolles6s8 Hrt8 II. 267. ein Baumeister zu Paris , der(180Z.), mit etlichen andern, von einer ganzen Ge-sellschaft ihrer Kunstgenossen beauftragt war, eineDenkmünze zu besorgen, welche diese, zu Ehrendes verstorbenen David le Roy prägen zu lassengedachten.

Lespiniere, s. Lerpiniere.

Lesseure vonMussey ( ). Sonennt,

der Himmel weiß woher! Basan (L6. ssc.) einenKupferstecher, von dem er, ohne Weiteres, einkleines rundes Blatt, nach eigner Erfindung an-führt, welches eine Badende in einer Landschaftvorstellen soll.

Lessueur ( ), ein junger 22. I. altör

Künstler aus Paris , erhielt im J. 1804. den erstenPreis der Architektur. Die Aufgabe war ein Kaiser-licher Pallast. /Hr//. xrch/.

* — — s. Gueur, sowohl im Lex. als inden gegenwärtigen Zusätzen.

Lessignol ( ), ein Künstler dieses Na-

mens , ward um 1806. für den beßren Emailmalerin Genf gehalten. Bey der Pariser-Industrie-Ausstellung dieses Jahrs sah man von ihm denAbschcid des Aneas von Dido auf einer Tabatiere,aus der Fabrik des H. Reymond, welche allge-mein bewundert wurde.

Lestrade ( ). So wird im (Vmanach

668 fteaux-^rts von 1802. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Bildhauer genannt.

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