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Wesen sey. Er starb 1682. und hinterließ , als seinHauptwerk, einen Lui-sus H1atl>ematicu8 in 4-Bänden, wovon der dritte eine Matke8l3 ^rclil-tec-tonioa enthält, und auch ins Spanische über,setzt wurde. Fiorillo IV. 040—41.
* Lobsinger (Johann), der Mechaniker,geb. zu Nürnberg 1610.
Loc ( ). So heißt irgendwo, ohne Web
leres, ein Kupferstecher, der nach Vaillanl's Zeich-nung das Bildniß von Christoph Ojannc gestochenhabe. ,
* Locarelii und Lucarelli (Hieronymusoder Jacob). Jacob ist sein richtiger Name. Erstarb 48. Jahre alt, und zog verschiedene Schüler./.anLk II. 186.
— — (I. B-), ein schätzbarer Bildhauer vonVerona , von dessen Schicksalen uns aber wenigbekannt ist. Derselbe starb zu Mailand im 1.i8o5.wahrend dem dortigen Aufenthalte des Kaiser Na poleons , der ihn zum Bildhauer des niailändischenMuseums Bonaparte ernannt hatte Neben seinerKunst war er sehr gelehrt, und in fast allen lebendenSprachen bewandert. Von seinen Arbeiten findetman zu Verona , zu Venedig , in London (wo erum 1778. sich aufhielt), und selbst in Indien .Meusel's Arch. II. 1. 201. und ilkc.
* — — (Peter). Einige halten auch ihn (sowie den nachfolgenden Luclaus) für einen Schülervon Ciro Fcrri. Und ebenfalls auch von ihm fandman Arbeit in der Galerie Colonna. Derselbescheint überdieß in Architektur-Malerey berühmtgewesen zu seyn (doch dürfte ihn Lanzi diessallsmit dem unten stehnden Andreas vermengen).Aon seinen eignen Blattern ist uns nichts nament-lich bekannt. Gestochen nach ihm, hat C. Aleteinen St. Bruno, R Audenaert die fünf von Ale xander VIII. canonisirten Heiligen, das Titelblattzu dem Werke: Veter. Hrcuum /ZriAustoneon vtc.und ein Bildniß des Kard. Ottoboni; N. Dorignyden Kardinal von Bouillon, wie er 1700. die H.Pforte öffnet; B Fariat die vier Theile der Welt,und den Lauf der Atalanta; I. L. Rouklet Jupiterund Hercules, und den in den Wolken gesehenenSchild; B- Thiboust die HH. Bartholomäus undAlexander; A. van Westerhout eine St- Marga-rccha mit dem Drachen, und einen St. FranzLaver. ^Misr l. 028. II. 2. 584- u.
* — — ( ), der Geschichtsmaler, der zuLucca gearbeitet hat, hieß Lliclaus. Von diesemsoll sich ei» Urtheil des Paris in der Galerie zuSt Petersburg N°. 807. befinden.
* — — ( ), der Landschaftsmaler, hießAndreas. Lanzi (I. 528. 568. u. 70.) nennt ihneinen der beliebtesten Maler seiner Zeit, in jederder Gattungen vom zweyten Range (d. h. mit Aus-nahme der eigentlichen Geschichte). Im Erzbischöfrlichen Pallaste zu Mailand befinden sich von ihmLandschaften, Architektur, und selbst eben auchHistorisches. In der Landschaft zumal erscheint ernicht selten neu in seiner Manier, in der Anordnungseiner Massen, in der Mannigfaltigkeit des Baum-schlags , zart im Colorit, graziös in seinen kleinenFiguren, die er dann noch besonders meisterhaft ineiner Gattung Bambocciaden anzubringen pflegte.In dieser letzter» bemerkt man an ihm zwey Ma-nieren, von denen besonders die zweyte, sowohlin Gedanken als Ausführung äusserst geschmackvollwar. „Er verstand sich" (sagt wacelet) „gutauf die seiner Gattung eigene Lokalfarbe, derenZweck darin besteht, die Töne wohl nachzuahmen,welche die Zeit den alten Trümmern aufgedrückthat. Seine Kenntniß des Helldunkels verbreiteteüber seine Arbeiten sehr pikante Effekte. Uebrigenswar er ein Mann von bizarrem Geist und Betragen,und es hielt sehr schwer, Bilder von ihm zu er-halten." Nach ihm führt (aber unter der irrigenRubrik von perer^ der LDriiklersche Katalogmehrere Blätter an: Von P. Benazech eine egyp-
L 0 ch 0 n.
tische Pyramide, in einer schönen Landschaft mitRuinen, und eine griechische Landschaft mir einemMonumente; von L. E. F. Garreau zwey Aus-sichten von Gcnasano, und (ohne Namen desStechers) aus Basans Verlage, wie es scheintCopien nach den gedachten Blättern von Benazech.Seit neuern Tagen kennt man nach ihm eine vonMarchais gezeichnete, und von M. G. Eichler zuAugsburg gestochene Landschaft für das XXXVI-Heft des lVlusös Lran^ois.
Locher (N.), ein sehr geschickter Dildnißmalerund Zeichner in Teniers Manier, von Freyburg in der Schweiz um 1770 welcher zugleich verschie-dene Scenen des ländlichen Lebens in Kupfer geatzthat. Nach ihm führen die Kataloge von LDinklerund Brandes die drey Grazien von Guggisberg und die drey Bacchus von Murten, gefärbte Blätteraus dem Mechelschen Verlage an.
L 0 chmann (Johann), Kupferstecher zu Zürich in der Schweiz , wo er um 1702. geb. ward; lerntezu Augsburg . Man hat von ihm nur einige wenigeziemlich gute, mit dem Grabstichel ausgeführteBildnisse, wie z. B> des Bürgermeister Hofmeisters ,des Theologen I. I. Hottingcrs, und des Canon.Otten, alle drey »ach Simmler; andre, wie desPfarrherrn I. H. Friesen, des TheologenSchmuckcrs, u. s. f. ohne Namen des Malers.Schon in seinen Dreyßiger-Jahren hatte er dasUnglück verwirrten Hauptes zu werden, welchesihn für seine ganze übrige Lebenszeit, die nochmehr als dreyßig andre Jahre dauerte, zu allerArbeit untüchtig machte.
-Loch 11 er (Carl Friedrich), Kupferstecher zuNürnberg , geb. daselbst 1772. Nach seiner eignenZeichnung von ihm gestochen kennt man: Hizziilaet subsrriprloneg bchistolaruin kb. lllelancli-tkoni« z. Hg auto^rayba ipüiu8 in 6rbl»
panssriana aciserv. 4. 8oä. Llleusel LI. D-R. L- und (deffeiitl. Bläkt.
— — (Johann), Schriftstecher zu Nürnberg ,geb. daselbst 1772. Vielleicht ein Bruder desObigen, lernte bey Rausch, und lebte noch 1808.Mensel N D R- L-
* Lochsm oder Loch um (Michel van),blühete im XVII. (nicht imXVIIl Jahrh, wie dasLex. sagt) Ein Vcrzeichniß meines sel. Vatersführt, theils von ihm, theils, wie wir denken,bloß aus seinem Verlage über 100 Blätter an,welche vornehmlich aus 87. Bildnissen von Heiligenund Klostergeistlichcn Personen des andern Ge-schlechts, (zu dem Werke: Lontlatrice3 et Uölor-matrx.s8, ou principal68 Ueli^ieu3e8 <Is tonsIe8 Or<Ire8 4- 6äg.) und dann wieder aus Dar-stellungen der Zeitgeschichte 1624-44, (wahrschein-lich ebenfalls zu einem uns unbekannten historischenWerke gehörig) bestehen. Nach Raphacl kennt mauvon ihm eine Grablegung, nach van Dyck eine H.Familie, nach M Ferdinand das Bildniß desHerzogs von Mautua, Carls von Gonzaga , u. s. f.iMc. Noch hat Malbefte von ihm verschiedeneBildnisse nach F. Elle, und etliche dort benannteBlatter zu desp, Eirard ?einture8 8acröe3 lls1a llibls (Lot. l'arm 6)6.).
— — S. auch Lochum.
* Lochs 11 (Renat), Zeichner und Kupfer-
stecher, geb. zu Poißy oder Orleans um 16Z6.Basan (b)cl. 8vc-.) nennt ihn Schüler von I. B.Corneille. Derselbe hat immer zu Paris gearbeitet,wo er eine Menge Bildnisse und historische Blätterlieferte. Seine Manier hat Aehnlichkeit mit Nan-teuils, dessen Markigtes er jedoch nicht zu erreichenwußte. VII. Z02 wo von ihm ein Dutzend,
in einer Handschrift meines sel. Vaters aber andie 100. verzeichnet sind, welche das Datum von1600-98 tragen, und meistens Bildnisse, nacheiner Menge Meistern (darunter Champagne, Hol-dem, Mignard u. s. f.), und noch mehrere ohneNamen des Malers enthalten. Eines von JeromeBignvn, ist Mit: /(. I.oc/io» knrcim clelJet 30.