Lives.
unter den Bildnissen: Den Mann mit dem Turban,nnd den Perserkopf; unter den historischen: Maria ,die dem Kind eine Birne reicht; Merkur, der denArgus einschläfert; dann als scheu und selten:Die Landschaft mit drey Bäumen; als selten denMann mit den langen krausen Haare» (diese beydenin Holz geschnitten», und als sehr selten (obgleichziemlich schlecht und wahrscheinlich aus seiner erstenZeit) den St. Anton Gestochen dann nach ihmhaben: Dlooteling, CiartreS, van Dalen, P. Jode,Lutma, Matham, Mouzin, Pontius, Preistler,Euyderhocf, Vorstermann, WyNgaerde, meistensvortreflichc Bildnisse (wie z. B. letztrer Vorster-nianns, und Euyderhocf der A. M. Schurmann);dann von Historischem: Ward einen türkischenOffizier zu Pferde; I. Cootwyk Ruinen, in welchenDich weider, in Zeichnungsmauier; I. C. Krüger(nach der Berliner-Galerie) den Segen Isaaks;W. P> de Lcuw Saul und David mit der Harfe,und St. Paul den Eremiten; I. Louis die Äuftr-weckung Lazarus; van Somer einen alten Bauerder Musik macht, von seinen Kindern umgeben(schön geschabt»; G- van Vliet die keusche Susanna,und Isaaks Schmerz über den ertheilten Cegen(letztres eben so schön als selten), u.s. f.ömucieL u. (Landellini nennt unsern Livetts,den er früher doch selber, 8. V. /.r'euer» anfuhrt,späterhin durch Irrthum auch Lwius.
Lives s ). So nennt Gandelli'ni, ganzohne Weiteres, einen Kupferstecher von verschterdenen Gegenständen, der aber gleichfalls wohl keinandrer, als vorstchnder Livens seyn mag.
Livesay (Richard). So heißt ein englischerKupferstecher, der nach Hogarth 17. Blatter ge-stochen hat, die wir irgendwo so verzeichnet ge-funden: 1. b'ront'i8pic6 pour Is Journal cles )a-cobrres. 2—in. Vo^a^e cie HoZartk etc. n.8^eau äe l'Hop'ital öes 0 rphelin 8 . 12. Nr. Oabr.Hunt. 12. Nr. Den Keari. 1.4 — 16. 6 eor^'l's/-lor, Olacliateur» und Hoz;art3 Liest.
Liungberger, s. Lmebevger.
* Lizandrino, s. Nlagnasco.
* Lizini (Julius), s. Jul. Licinio in dengegenwärtigen Zusätzen.
Llaguno (Eugenius ), ein wahrscheinlich nochlebender spanischer Gelehrter und Kunstliebhaber,beschäftigte sich seit geraumer Zeit mit einer Ge-schichte der spanischen Baumeister und Baukunst,wovon es bereits im I. 1790. in einer kobschnftauf Don Ventura Rodrigucz (S. i6n. not. 12 )hieß, daß sie sich eben so sehr wegen ihres reichenInhalts, als wegen der cdclu und reinen Schreib-art ausnehmen würde; welche indessen um 1806.noch nicht erschienen war. Ficrills IV. 2',.
* Llaina oder Llamos (Franz). Letztresist der richtige Name dieses spanischen Malers ausder zweyten Hälfte des XVIl. Jahrh, d.r im Styldes L. Giordano zu malen vorgab, aber es inkeinem Theil seiner Kunst zur Vollkommenheitbringen konnte. Jm Escurial, in Talavera de laRcyna, und in der Kathedrale von Avila, findetman Arbeit von ihm. ^lovillo IV. 080.
Elan ss (Sebastian y Valdes de), ein andrerspanischer Maler desselben Zeitpunkts, welcher umi66«i. zur Stiftung der Akademie von Seviila nichtwenig beytrug, und am längsten die Launen undHärte des ältern Herrera aushielt. Er malte mehrfür Privatpersonen als für öffentliche Gebäude;doch findet sich eine seiner beßten Arbeiten (eineMadonna dcl Rosario, von einem Engelchor um-schwebt) in der Kirche St. Thomas zu Ecvilla.Fiorillo IV. 271. Dieser Künstler ist nicht mitdem Diego Llanas des Lcx. zu verwechseln.
Ll orens (Cristobal), ein spanischer Maler vonValenzia, soll ein Schüler deö Janeü gewesen seyn.
Lobkowih. 71Z
In 1697. Malte er ein Bild für den Altar des H.Sebastian, und ein andres für den Altar von St.Maria Magdalena in der Klosterkirche St Miguelde los RcycS, die sich beyde durch richtige Zeichnungund liebliches Eolorit auSnehinen Fisvillo l V. 029.
Llsvenre (Bernard German», ein spanischerMaler, geb. zu Scvilla >68). und gest. 17(17. DieAnfangsgründe der Zeichenkunst cmpfieng er vonseinem Vütkr, und vervollkommnete sich so, daßer während des Aufenthalts Philipps V. zu Eevillädas Bilduiß deö Jnfauren malen musste, bey wel-chem Anlaß ihn die Konigi» Jsabcll Farnese mitAudrans Blättern nach le Bruns Schlachten be-schenkte Er hatte großen Hang zur Einsamkeit,und bewarb sich daher nicht um die Stelle einesKönigl. Malers, weil er fürchtete, mit dem Hofereisen zu müßen In der Folge erhielt er denNamen pintsv de las Pastoras, wcii er seineMadonnen, nach der Weist des Fra Jsidoro istSevilla , gewöhnlich als Schäferinnen gekleidet,und mit Hecrden umgeben, so schön, unschuldigUnd fromm malte, daß man sie für Werke desMurillo halten kann. Ei» Meisterstück dieser Artbewahrt der Pallast von St. Jldefonso. In seinenletzten Jahren veränderte er seine Manier, indemer seinen Bilder» ein kräftigeres Helldunkel gebenwollte, dadurch aber so sehr in das Schwarze ver-fiel, daß man den Inhalt mehrerer derselbe» kaummehr errathen kann Sevilla ist im Besitz seinerschönsten Arbeiten. FstoviUs IV. 887.
Lloza (Bernard und Diego Sanz de la), zweyspanische Edle, Gebrüder, aus der zweyten Hälftedes XVIl. Jahrhunderts , Kunstdilettanten welchesich die löbliche Bemühung gaben, zum Flor derum 1680. gestifteten Maler-Akademie zu ValenziaVieles beyzutragen. Hiovillo IV. äoi
Loavre (Alexander). Wird bey Fisrillo IV.im Register angezeigt, und auf S. 191. gewiesen,wo wir ihn aber nicht getroffen haben.
Loabsa (Juan de), Canonicus bey der Kathe-drale zu Scvilla, wird von Liovills IV. 297. okistWeiteres als ein spanischer Maler des XVIl Jahr-hunderts, und -Mitglied der Akademie zu Sevilla angeführt.
Lobet (Tobias). Ein Kupferstecher, vonwelchem ein Verzeichniß meiües sei. Vaters eineMenge Blätter anführt, wovon indessen ein guterTheil zu Vl?ascn!l löncom. Lcolituum gehöret,welche, nach Daumgartners Zeichnung, um 17'äo.erschienen waren. Dann Verschiedenes Einzelnes;wie z. B. St. Joseph mit dem Jesuskinde nachBoulogne ; an die 40. Theatergegenstande nachDurnaccini; den Hcxensabbath nach Callot ; alle-gorische Figuren von Wissenschaften und Künstennach lc Clcrc; die Keuschheit Josephs nach Eonca;St. Johann in der Wüste nach Erase(? vielleichtCazeö»; den zerrissenen Vorhang im Tempel, nachA. Loescher; und die Ohnmacht der Königin Esther nach Zampicri — wahrscheinlich alles Eopien, derenWerth oder Unwkrth uns indessen unbekannt ist.
Lobel ( ). So heißt bey Fiorillo III. Z2f>.
ohne Weiteres, ein französischer Maler, der in1789. eine von Trcmollicre zu Lyon ? » angefangeneDarstellung deS goldenen Zeitalters, »ach dem Toddieses letztgenannten Künstlers vollendet hatte.
»Lobes (Caspar), s. Lopes
Lobkovoi'r; (Juan de CaraniuM, ein spani-scher Gelehrter, besonders Licbbaber und Kennerder Baukunst, der steh auf ein dankbares Andenkenaller Kunstfreunde seines Vaterlands gerechten An-spruch gemacht hat, geb. zu Madrid i6u6. trat inden Eistcrzicmcr-Orden, wurde späterhin Abt, undzuletzt Bischof. Seiner gründlicden makhcmatilchcnKenntnisse wegen, zog man ihn bey der Anlagevon Festungen, wie z V. derjenige» von Prag zuRath, was uns (wie schon sein Name) vermuthenlaßt, daß er eigentlich Böhmischen Ursprungs gt
NY >) Y 2