Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
718
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7i8 Lodi.

II. 5 x 5 . möge es begegnet seyn, daß man die Werkedes Schülers von benen des Meisters nicht unter-scheiden habe. Denn sein zuverlaßig Eigenes, z. B.in der St. Peterskirche zu Cremona , hakte stcherweder Aug. Carracci's Neid erweckt, noch unsermLodi den Namen eines zweyten NIalosso er-worben. Ein Verzeichniß mehrerer seiner Arbeitenin seiner Vaterstadt s. bey Zarst ll. 6970.

* Lodi (Jacob). Don ihm, als Kupferstecher,kennt man, nach I L. Valesio, das Leichenbe-gängniß Papst Gregors XV. und das Titelblatt zuden Applaus! poetici etc. an der Hochzeit einesgewissen Ph. Musolti. Sa/uic/üm.

(Johann Baptist). Nach Zarst II.45 (der übrigens ebenfalls wenig von ihm zu sagenweiß, ausser daß Ant. Campi ihn mit andern ge-schickten Künstlern seiner Zeit in Eine Linie gestellt)scheint derselbe schon um 1080. geblühet zu haben.

* (Manfred), Hermenegilds Bruder,

ebenfalls Schüler von Trott!. und, nebst seinemBruder, dessen Gehülfe. Sein Altarklatt bey St.Anton zu Cremona stellt eine Madonna mit demKinde, und einem Engel mit einer Schaale vollFrüchte vor. Ein andres von ihm bey St. Au-gusiln ist mit 1601. bezeichnet. II. 72.

Lodorvyk ( ), ein alter, wahrscheinlich

niederländischer Kunstvcrlegcr. In seinem Verlagefand man, neben Andrem, das Bildnis' Eieazar'sSwalmius, nach Rembrandt , ohne Namen desStechers.

Loeben ( de). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein schwedischer Major, welcher Mi-niatur gemalt habe.

L 0 eding ( ). Und so ein, wahrscheinlich

ebenfalls schwedischer Früchtemaler.

* Loeffier (Ernest Heinrich), der im Lex. indem Art. G. D- Anton erscheint, lebte noch 1780.

Loegel ( ). So wird bey Nsrbnagel

unter XR 442. 44 ^- »nd 618. ein geschickter Land-schaftsmaler genannt. L. v. A).

Läbr ( ). So heißt in den Hamb . Rünft-

kerriachr. S. 26. ohne Weiteres, ein Bildnißmaler,der um 1794. zu Hamburg arbeitete.

(Juliane Wilhelmine), s. Laufe.

Loeli'nk ' Balthasar). So heißt irgendwoein niederländischer Kupferstecher um 1609. vondem mau ein Dildniß des Theologen Samuel Ma-resius kennt.

Loemans (Arnold), geb. zu Antwerpen 1660.Von einzelnen Blattern kennt man von ihm eineHimmelfahrt der H. Jungfrau nach Rubens (weicheLüßll IV. 171. anführt), und zwey Bildnisse:I. Callot's, nach l'Asne im (sabiner deBpe, undCarls Herzogs von Bourbon, nach Titian .

L 0 emberg oder Loenberg (Loren;), ausSchweden , studirte die Malerey, und kam, inder Absicht nach Italien zu reisen, auf Hamburg .Hier scheint er, ohne Weiteres geblieben zu seyn,und lebte dort noch in seinen beßten Jahren um1794 - Er malle Bildnisse in Oel und Pastell, auchHistorisches und Dekorationen in einer gefälligenManier; besonders spielende Kinder, wie halb er-hobene Arbeit, im Geschmacke von Joh. d-t-Witt.<?>amb. Lünstlernachr. S. 26. Ale liste! N.D B L setzt ih» (1808.) noch unter die Levenden.Ob er etwa mit dem Folgenden Eine Person seyndürfte?

L 0 enb 0 m ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ebenfalls ein schwedischer Maler, nachwelchem Bergquist das Dildniß des Grafen Magnusvon Steinbock gestochen hat.

Loggan.

Loener ( ). Und so, in Heigens (salu-

tier, ein Maler kleiner Landschaften ia Wasserfarbe.

Loestchenkobl ( )., ein Kupferstecher zu

Wien , gab eine Menge Blätter » meistens in Be-ziehung auf merkwürdige Zeitvorfalle. Llleusel ll.So z. B. 1782. ein (heißt es irgendwo) sehr schönesmit Farben ausgemaltes, welches den KaiserlichenHofstaat in ganzen F'guren vorstellt. Von ebenerwähnter Arbeit dieses Künstlers, der um 1789.noch lebte, wird dann freylich in Nrcolai's Reisenganz anders gesprochen. Aleustels N-D-B-L.setzt ihn noch (1808.) unter die Lebenden.

* Loe stcher ( Andreas H Neben Andern hatI. I. Haid nach ihm die Bildnisse Joh. von Stellenund Maria Krausin geschabt. LrmräeL.

* (Jacob), den das Lex. unter demArt. des Andreas anführt, muß auch Geschichts-maler gewesen seyn. Nach ihm hat I. D. Herzdie Kreuztragung, ein sehr großes Blatt, in Kupfergeschabt. L»a»ste§.

Loervenstern (Christian Ludwig, Freyherrvon). E. C. Heiß hat nach ihm das Bildniß derPrinzessin Magdalena Sibylla von Hessen, Her-zogin von Würtemberg, in Schwarzkunst geschabt.

Lost (Peter), ein künstlicher Goldarbeiter, undbesonders geschickter Zeichner, hatte vorn Hofe zuBerlin Zoo. Rthlr. Gehalt, und ward 1704 in diedortige Künsilerakademie ausgenommen. Ai'colai.

Logari (Ludwig). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von dem man einBildniß der Königin Johanna von Navarra, Ge-mahlin Philipp des Schönen kennt.

* Loggan (David). Anstatt das Art. von

ihm im Lex. lies folgenden. Zeichner und Kupfer-stecher, geb. zu Danzig um 16Z0. und gest. zuLondon 169z. Derselbe erlernte die Anfangsgründeseiner Kunst, nach Einigen bey Crispin te Paas,nach Andern (wahrscheinlicher) bey dessen SohneSimon; alsdann gierig er nach Holland , wo ernoch einige Zeit unter Hondius studirte. (Andrenennen, gerade umgekehrt letzter» seinen ersten,und de Paas seinen zweyten Lehrer). Von da kamer nach England, wo seine Zeichnungen theils vonBildnissen (namentlich Cromwells), theils von ver-schiedenen Gegenden Beyfall fanden, und zumaldie beyden Universitäten Oxford und Cambridge ihm Beschäftigung gaben. Wirklich ließ er sich füreinige Zeit an ersterm Ort nieder, wo er eine Personvon guter Familie heyrathete. Dorr sah man vonihm zuerst: blabitus /zcaöemicornm Oxoriiw aHoctore uscsue all 8erviont6M (1872.), auf dessenTitel er sich: 6e<janeki5;i8, Vniv. Oxon. Clial-co^ri,phu<> nennt. Bald darauf: Oxoma illusrra-ts (1675 44 -Dl) und späterhin: il-

Iu8trsc3 (Ansichten der dortigen akademischen Bau-ten, die zu dem Beßre» dieser Art gehören); endlicherst nach seinem Tode Blätter zu Mornson's all-gemeiner Pflauzcngeschichke i Oxford 1716 ). Aussereiner Menge Bildnissen mehr und minder berühmterMänner (von 1655-90. datirt) unter welchen die-jenigen des Herzogs Georg von Albemarle, desGrafen Eduard von Clarendon, Lord-Keeper Gurl-fords, Jakobs Herzogs von Monmourh, und des be-rühmten Reisende!- I. Chardins (alle ohne Namendes Malers , dann dasjenige von Wilhelm Laudnach van Dyck (dieses geschabt) zu den vorzüg-lichsten zu zahlen sind, kennt man noch von ihm:Einzelne Darstellungen verschiedener englischerOerter; dann ein Jchon oben berührtes) allego-risches Stück mit Cromwell in seiner Rüstung;ferners ein Blatt: Illotller I^onse ot' Kvusekail.was ihm vornehmlich zu seinem Rufe in Oxford (?)half, u. s f. Nach ihm endlich hat I. I. Moeller(vielleicht als Copie) das Dildniß des TheologenJs. Barrow gestochen. Rost IX. 6 Z 65 . Sau-ne//r'»j, L,anritt und /Vrc.