Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
723
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Lomonossoff.

wenn er keine bessere Stecher gehabt hatte, alsLommelin. Nur einige seiner Bildnisse nach vanDyck sind nicht ganz ohne Verdienst, und wenig-stens kräftig gearbeitet." Für daü Bcßte wirddasjenige des Antwerpcr-Jesuiten I. B. von Bist-hoven gehalten. Das Historische ist unsers WissensAlles nach Rubens , ausgenommen: Der Heilandim Garten gefangen genommen, nach van Dyck,und Maria mit dem Kinde, das den vier Kirchen-lehrern die Krone reicht, nach Diepenbcck.

L o m o n o sso ff (Michel), Russischer Staaks-rath, ein Kunstliebhaber; verfertigte ohne Unter-weisung Musivarbeit, wozu er die Pasten durchchemische Kenntnisse und Versuche herausgebracht,und eine Schrift darüber ans Licht stellte. Er starbum 177«. zu Petersburg , wo er in der Kirche St.Alexander Nevsky begraben ist. Der Graf Wo-ronzow ließ ihm daselbst ein Denkmal sehen.Lernoullr IV. 12g. u. V. 42.

Lon (V.). Diesen Namen findet man aufStadt-Cöllnischen, Ehnr-Trierischcn, Bischöflich-Bambergischen und Würzburgischen, großen undkleinen Conventions-Münzsorten von 1727—176/,.Sammlmig berühmter Medailleurs 211.

* Londerseel (Ahasvcrus), Maler, Form-schneider und Stecher mit dem Grabstichel, dessenim Lex. unter dem Art. des nachfolgenden JohannL gedacht wird. Er wird für einen Holländer,doch für keinen Anverwandten des ebengenanntengehalten, und ward geb. zu Amsterdam ib§8. (nicht1600. wie Einige gegen alle Zeitordnung sagen).Seine Holzschnitte verdienen durch ihre Kühnheit,schöne Ausführung und große Reinlichkeit alleAchtung der Kenner. Auch sein Gestochenes, ob-gleich minder schön, zeugt von einer feinen undleichten Hand. Papillon 1 . 202. macht aus diesemKünstler zwey, und nennt den einen Ahasverusde Landfeld; dann, noch unwissender, aus Au-tors und Antwerpen , wo seine Blatter erschienenwaren, zwo Städte. Ein Verzeichnis; derselben istuns unbekannt. Einzig namentlich führt eben auchPapist»,, von ihm ein geschnittenes Abendmal mjt?. st. und Londerseels Monogramm, und Malpöeine gestochene (seltene) Folge von Vögeln, Früchtenund Thieren, mit /V. V. ü.. oder H. V. bezeichnetund von ihgH. datirt an. Noch andre sollen seinenvollen Namen tragen.

*— — (Johann), Zeichner und Kupfer-stecher, geb zu Brügge 1600. (Rost l,. um i 58 c>.Malpö 1682.). Man kennt von ihm eine großeMenge Landschaften, im Geschmacke von N. deBruyn, für dessen Schüler er gehalten wird, d. h.mit peinlicher Sorgfalt hart und trocken gearbeitet;meistens mit biblisch-historischen oder allegorischenStaffagen, nach Coninxlo, Hondekotcr, Savaryund Vinkenboom; eine nach diesem letztem (dieEcgötzlichkeiten des Sommers) von 1608. datirt,und eine Ansicht vom Haag in Jansons Verlag1616. welche beyde das zwcytgenannte Geburtsjahrwohl am Richtigsten begründen. Bey winklerfindet sich von ihm: H vium vivoe imsßines (aller-lei) Gattungen Vögel mit ihren lateinischen Namen,und Aussichten in der Ferne) ifi. Bl. in kl. ohneandern Namen, als den seinigen. Noch ist eineinnre Ansicht der Kirche St Johann von Lateranzu Rom , nach Hendrick Arrs deswegen zu be-merken, weil man letztem nur aus diesem Stichekennt. Rost V. 2)9— 5 i. der von ihm 22. Blatteranführt, welche immerhin nicht ohne Verdienst,und von vielen Liebhabern geschätzt sind; unterdenselben: Glauben, Hoffnung und Liebe — ver-sieht sich wieder in einer Landschaft. Lonk. Malpö,der von ihm auch ein Bildniß Dirk Cornhaerls,nach Corn. Cornelis nennt.

Londius ( ), ein Schüler von Adrian

Dsiade; malte nach dessen Manier sehr fein undfleissig ausgeführte Bauernstückgen. LssothnagelbiA 5 i 6 . u. 617.

Longhi. 72z

* London,'» (Franz), geb. zu Mailand 17s».

und gest. 178». Zuerst studirte er die Geschichtö-malerey, und arbeitete eine Zeitlang zu Parma nach keinem geringern, als dem großen Allegri;da er aber zu viele Schwierigkeiten fand, in der-selben Fortschritte zu machen, so wandle er sichanf die Lhiergaltung, in der es ihm völlig glückte.Lanz, II. §76. fert'gt ihn fast ungebührlich kurzab, und nennt übrigens von ihm Hirtensiiicke imHaus Greppi zu Mailand . Das Aetzen lernte ererst spache von B. Boßi, mit dem er um 1768. Be-kanntschaft machte, und der nachwerts selbst nachihm radirte. Rost IV. 162. sagt von ihm: „DieserKünstler machte sich, eben fo sehr als durch seineKunst, durch seine moralischen Eigenschaften be-liebt; er war ungezwungen, höflich und von heitermGemüthe — was Alles auch der Derf. gegenwär-tiger Zusätze, »ach persönlicher Bekanntschaft mitihm (zu Mailand 176Z.) bezeugen kann Seingeätztes Werk besteht aus 72. Platten in siebenFolgen, davon die eine, in die Höhe, dem Kar-dinal Pozzobonelli, die andern in die Breite, demLord Exeter, dem Grafen von Firmian, n. s. f.zugeeignet sind. Lons. er Lranäer, wo

sich einige seiner Blätter spezifizirt befinden.

Lonerh oder Bonerh (Andreas Niclaus),Kupferstecher, gebürtig von Ringbcrg (vielleichtRinkcnberg im Bernischen Oberlands?) lebte um16^0. Don ihm kennt man das Bildniß desDerner-Pastors, Stephan Fabritius.

* Long (Ludolph de), s. Jong.

— — ( le). So wird im /Umnnacki steslleanx-Hrt« von i 8 <> 5 . ohne Weiteres, ein damalszu Paris lebender Baumeister genannt.

Longara (Johann della). So heißt irgend-wo, ganz ohne Weiteres, ein Architektur- undPerspcktivr Maler.

Longe (Hubert oder Robert le), Flamingogenannt. So heißt Lanzi ll. »82. (vielleicht irrig)einen uns sonst ganz unbekannten Maler vonBrüssel, gest. zu Piacenza 1709 Derselbe besuchtewahrscheinlich die Schule von Bonisoli, und nahmandremale wieder Massarotti zu seinem Vorbilde.Zu Piacenza erschien er überhaupt in mehr alsEinem Styl, immer aber weich, helle, harmonischund pastöse — Alles, als wenn er Flandern nieverlassen hätte; bald ein Nebenbuhler von Guido,wie in einigen Geschichten von St. Theresia beySt. Sigismund zu Cremona, bald Guercino sichannähernd, wie bey St. Anton dem Märtyrer zuPiacenza ; wierer in der schönsten Mischung vonZartheit und Stärke, wie in seinem sterbenden, vonEngeln bedienten, St. Laver im dortigen Dome.Noch verbessert bisweilen das Beywerk von Land-schaften seine Figuren, denen man oft genauereZeichnung, und diesen sowohl als jenen richtigereAbsiuffung von Licht und Schatten wünschenmöchte.

* Longbena (Balthasar). A. Bosio hatnach seiner Zeichnung das Leichengerüst, welchesdem Herzoge von Bcaufort 1669. zu Venedig auf-gerichtet wurde, gestochen.

* Longhi (Alexander), Maler und Kupfer-ätzer. Bey Basan (lüä. sec.) wird er Alexisgenannt, und sein Geburtsjahr in 1726. gesetzt;beydes irrig. Seine venetianischen Malerbildnisse,deren das Lcx. gedenkt, sind denn doch ziemlichmalerisch geätzt; aber das Ganze gewinnt schondurch sein Riesenfoimar, guten Theils mit citelnVerzierungen bekleckst, ein windigtes Aussetzn.Auch nach seinem Vater ätzte er Manches ganzhübfch. ^c.

— — oder Langh, (Angclus), Malerund Schüler des Joseph Marchesi, genannt Sanssone. In St Franziscus zu Bologna , seinemVaterland, siehet man von ihm verschiedene Werkein Oel und in Freeco.