L o r e »i z i ii o.
92—93. führt derselben 23 . und ein Verzeichnismeines sel. Vaters über 60. nach folgenden 33 .Meistern an: Allegri, Barbieri, Bassano, G-«nd P. Caliari, A. und L. Caracci, Cardi, Ci-gnani, Cortona , Dandini, Foggini, Gabbjani,Lanfranco, I. A. Licinio, Marakti, Mazzuoli,Nasini, Palma, Pasinelli, Pordenone , della Porta,Regillo, Rhen!, Riminaldi, Nobusti, Rubens ,Sanzio, del Sarto, Schiavone, Schidone, Su-termanns, Tiarini, Turchi, Vecelli; alles religiöseGegenstände, mit Ausnahme einer Venus, nachCignani; einer Verewigung der italienischen Dich-ter, nach Gabbiani; einer Venus und Adonis, undNymphen mit Satyren, dann einer Schlacht »ndeines Siegs Carls V. alle diese nach Rubens , undendlich eines Bacchus und einer Lucrezia, nachG. Rheni. Die beßke Litteratur seiner Blatter s.bey GandeUinl, welcher bemerkt, daß er 37. I.in Diensten des Hauses Medici gelebt habe.Seine Erhöhung Mariä nach Guido wird beyFüßli II. 3Z7. ein im feinsten Geschmack, undmit »„gemeiner Leichtigkeit geätztes Blatt genannt;und dann weiter von ihm (l. c. 272.) ein geschun-dener Heiliger nach Guercino , und (III. 71.) derTod Adels nach Pordenone angeführt. HeineckebJachr. II. 43 i. hat von einem T. A- (im Registerwohl richtiger F. A-) Lorenzini eine Madonnadella Scdia nach Raphacl, dem Prinz Eugen zu-geeignet, in Schwarzkunst geschabt (?).
Lorenziiio da venezia. So nenntLanzi II. 89. einen uns sonst unbekannten (undnicht mit Sabbatini zu verwechselnden) Schülervon Titian , von welchem er sagt: Daß derselbejung verstorben sey, aber große Erwartungen er-regt habe, wie solches z B. aus seinem Orna-mente um ein Grabmal in St. Johann und Paulzu Venedig , und eben daselbst an zwey großenFiguren der Tugend ersichtlich sey, die sich durchEbenmaaß, Stellung und Colorit sehr Vortheil-haft ausnehmeu.
Lorenzo (Fiorenzo di). So nennt LanziI. 062. nach Mariorri, einen nicht unbedeuten-den Maler von Perugia «.den wir wenigstensbisdahin im Lex. auch unter verwandten Namennicht finden konnten), von welchem man Nach-richten von 1472. bis 1521. kenne, und namentlichein Bild mit 1487. datirt
— — (Juan). Und so Fiorillo IV. 27Z.ganz ohne Weiteres, einen spanischen Maler ausder zweyten Hälfte des XVlI. Jahrhunderts.
— — (Sän). Und so Miliz-'« ( k)d. bei-?.I. i 3 v.) einen heiliggesprochenen portugiesischenDominikaner -Mönch und Architekten des XIII.Jahrh, welcher die steinerne Brucke von Cavazerbauet habe.
* — — s. auch Lorenz veneri'ano, und inden gegenwärtigen Zusätzen Lorenz Sr. Severmo.
Loreri ( David ). So heißt ein Künstler,von welchem uns nichts Anders bekannt ist, alsdaß nach demselben A. Faldoni das Bildniß desJesuiten -Generals Jgnaz Visconti gestochen hat.
Lorge (der Ritter von^, ein Bastart diesesHcrzvgl. Hauses, legte sich auf die Malerey, undmachte sich 1774. durch das Bildniß der Konigin(damals noch Dauphjne), die er in ganzer Staturals Diana vorgestellt hatte, bekannt Er setztedieses Gemald unter dem Titel: 'fableau d'unAmateur, in dem Pallaste der Thuillericn zurSchau aus. Einige Kenner fanden darin» eingutes Colorit, besonders in dem Fleische, aberetwas Manierirtes, und in den Gewändern nichtGroßheit genug. Die Königin nahm ihn hieraufzu ihrem Maler an. Seine übrigen Bilder be-standen meistens in Thieren, Früchten, Blumen
Lori. 7L7
n. s. f. Eines davon, welches militärische In-strumente und Trvphcen vorstellt, zeigt, daß seinvornehmstes Talent im Stillleben bestand. 83-clmumont:. Nach ihm hat P. V» Sullr'n 1770.ein Blatt: /UIöj;orie sur le NsrlUZs du Dau-phin gestochen.
Lorgna( ). So heißt ein italienischer
Künstler, oder auch bloßer Dilettant«, welchem^sabbroni in einer Vorlesung in der Konigl. öko-nomischen Societät zu Florenz 1794» i 4 Rom1797. und (iiornale di blapoli D DXXIV. p.53 .) das Lob ertheilt, daß er sich, nebst Andern,um die Wiederauffindung der Encaustik (und zwarEr namentlich durch das Alkali oder Natron )großes Verdienst erworben. Fiorillo D S.II. 181.
Lorhem ( van). Und so ein Kupferstecher,von dem man ein von ib-jo datirtes Bildniß derKönigin Christina von Schweden in ihrer Kind-heit kennt.
Lori ( ), Vater und Sohn*), ge-
bürtig von .... im C. Bern, zwey Künstler imFache der geätzten und colorirten Landschaften,deren erste Ausbildung u s. f. uns unbekannt ist.Gemeinschaftlich mit Lafond und Zehnder fiengLori der Vater um 1787. und den nächstfolgendenJahren an, Blätter zu geben, welche unstreitigzu dem Vorzüglichsten in erwähnter Kunstgattunggehören. In einer ersten Sammlung befandensich von ihm: Das Lauterbrunncr-Thal mit demStaubbache 1787. der untere Grindelwald -Gletschermit dem Eiger 1788. (die Beleuchtung des leyrernzu violett); Ausfluß der Aare aus dem Brienzcrsee1789. (ausnehmend schön); Ansicht von Montreux (Moutru) gegen das Schloß Chillvn; Eingangins Chamouny-Thal 179a. (dieses nach der Zeich-nung Huber's von Genf ). I» eincr zweytenSammlung (1794—95.): Die St. Pcters-Jnsel(der Standpunkt lehr gut gewählt, und das Ganzemeisterhaft ausgeführt >; der Engstler r Gletscherund ein Theil des Adelboden -Thals, nach Zehnder;das Schloß St. Mauriz mit dem Eingang in'sWallis (jedes der vorgenannten Blätter zu 18. I>.ds b>.); endlich das Schwarzbrünnlein im Gur-nigel-Bad, gemeinschaftlich mit Zehnder bearbeitet,eine Compontion von 3 ). Cvilume-Figuren (Pr.tzu. D. ds b'r.). Aehnlichen Antheil nahm Lorider Vater, mit seine» beyden erwähnten Mitar-beitern, an einer noch neuern Sammlung vonSchweizer-Ansichten (s oben den Art LafondXFür sich selbst dann gab er einige sich schöneBlätter von Berner-Costumes. So z B- I'^nmiit.-.aus Intrigue, küls ds 8311,8 ds 8 emo, eindeutsches Bcrner - Landmädchen, welches eineGetraide Rönnle umtreibt, und ein jung s Baucrn-weib, die ihr Kind wiegt (Pr. 12. 8. ds jedes),wovon besonders das letztre sehr gerühmt wird,mit der — seltsam ausgedrückten Bemerkung:„Das Fleisch in diesem Blatte sey von H. Dinkel,der eine große Stärke darin besitze", der schönstenMiniatur gleich gemalt Merisel hJ. Misc.V. 673-79. und schon früher Museum >( 111 .22 — 25. wo sich ungefähr dieselben Notizzcnfinden, und, wie es uns scheint begründet,- Loriieincm Kuustgefahrten Lafond vorgezogen wird.Von beyden heißt es indessen, im Ganzen wohlmit Grund (Brist- d. red. u bild. Dünste I 2.G. 275.): „ Die Auswahl der Gegenstände ihrerBlätter ist fast durchaus interessant und malerisch,die Zeichnung treu, die Beleuchtung größtencheilsmeisterhaft und pikant." Uebrigens können wirdie Bemerkung nicht unterdrücken: Daß in er-meldter Zeitschrift I. c. E. 275—77 -.fiel er ohneWissen der verdienten Herausgeber) auch hier,wie in Betreff so vieler andrer Schweizerkünstlcr,dieselbe Litteratur — ad nauneum buchstäblich»
") Nicht einmal die Namen dieser beyden geschickten Männer waren uns genau ansriiinilttlii möglich. Doch glaubenwir, daß der Vater Gabriel oder David, und der Sobn Georg heißt. Alles Dank dem getreuen Beystandvom In», und Auslande!