Band 
Zweyter Theil [2].
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731
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der alten)5—I^ZZ., der sichi gebürtig! H. 267.)inen oder

ks Lanziarmesani,h. Groß»te. Von?t. Fran,, der denurückließ.

ls Arch.. ein ausheintvor,rn Reisenntreflichevon demHofmalerscheinlich

>e), bis,eb. 1520.anfangscheint erw. Nebste seineiu:c Anton

Lossi.

copi'rt, sind die meisten übrigen von seiner eignenErfindung. Er führte den Grabstichel mit großerGeschicklichkeit und einer außerordentlichen Fein,heil. Sehr leicht scheint dieser (achte- Künstlererfunden zu haben; in seinen Composttionen findensich eine Menge trcflicher Figuren, die indessennicht immer von der richtigsten Zeichnung sind.Gewöhnlich bezeichnete er seine Stiche mit 8. oder8. r'. oder: 8rez,bsnu8 i. nie aber mit seinemFamiliennamen. Nach Andern gestochen kenntman von ihm: Eine Leda nach Buonaroti (ob die-jenige, die einst in Fontainebleau hieng, dann vomStaatssekrctair Desnoyers, unter Ludwig XIII .als zu frey zum Feuer verdammt wurde, sich abernach England flüchtete?): Die eherne Schlange,nach I. Cousins Gemälde für die Cordeliers zuGens (dieß, sein größtes Blatt), und hinwiederein sehr kleines: Die Entführung der Hippodamianach Rosso; dann eben nach Marc Antons Blatternnach Raphael: David und Goliath, den Bethle,hemitschen Kindermord, die Marter von St. Fcli,zitas, die Entführung der Helena, und Alexanderder die Bücher des Homer in den Kasten des Darmsverwahren laßt. Hiernachst, nach eigner Erfindung :Z». Blatter Alttestamentlicher Geschichten von Adambis Thamar; 10. Bl. Götter und Göttinnen; 18.mythologische Gegenstände; die 12. Monate; die4. Monarchien; 4. Bl. aus der alten Geschichte;4. andre von ländlichen Beschäftigungen, und end,lieh zu gutem Schlüsse die drey Grazie», mit derUnterschrift:

8ic iiome Oaritos niveo ex marrnore «culp.Ein Verzeichniß meines sel. Vaters thut noch die7. Planeren, vortrefliche Arabesken für Goldschmied,Arbeite, nach eigner Erfindung, und drey Bildnisse:D. Claud. de Derth, Mönch von Clugny, den Ge,schichtschreiber Adr. de Valois, und den WundarztAmbr. Pare (dieses von 1682.) hinzu. Malbestebehauptet, daß sein ganzes Werk über 400. Blätterstark sey, und widerlegt übrigens sDapillon, derihn auch zum Formschneider einer zu Frankfurt 1372.erschienene» Ausgabe des perrarchs (etwa seinesTrostspiegels) macht, die ebenfalls mit I.. 8. be,zeichnet, ein Blatt aber mit 1620. (Losne's Ge,burtsjahr?) datirt sey.

Lossenko, s. Losanko.

L 0 ssi (Carl). So heißt irgendwo ein Künstler,der ein Dianenbad nach Titian, dann einen Adamund Eva und — den Toro Farnese (diese letzter»177Z. ohne andern Namen als den seinigen) ge,stochen habe.

* Lostmann, s. Lastmann, und I. T. leBlond, (letztres in den gegenwärtigen Zusätzen).

Lot (N. B.). So heißt irgendwo, ohne Wei,teres, ein alter Kupferstecher, mit dessen Namenund dem Datum 1886. ein Bildniß König HeinrichII. bezeichnet ist.

* Loth (Johann Carl), in Italien Carlottgenannt, der im Lex. unter dem Art. seines VatersIoh. Ulrich erscheint, nach Einigen schon geb.ihn. kann unmöglich (wie es dort nach Örlandi ,Zanertl u. a. heißt) ein Schüler des (vor LothsGeburt) ibog. verstorbenen Carravagio gewesenseyn; wohl (heißt es bey Lanzi II. 167.) mag eraus den Werken desselben jene volle Kraft undüppigen Farbenauftrag, besonders aber jene Dar,stellung ächter Natur, ohne viele Veredlung (manmöchte eher sagen, mitetwas Dcruncdluiig) gelernthaben. Wenn er hinwieder, wie Andre meynen,ein Schüler von Liberi war, so sieht man ihm dasFröhliche und Jdcalische von dessen Schule ebennicht an; wohl hingegen eine große Fertigkeit desPinsels, und eine gewisse Grandiositat, die ihnüber die gewohnten Natnralisten erhob. IiorilloII. 166. sagt von ihm kurz: „Er malte mit vielerStärke, hat einen breiten Pinsel, und seine Lichtersind nicht concentrirt, wie Merigi's. Ich erkennein ihm schon den Mißbrauch des Colorits, der sichum diese Zeit von der Veneiianischen Schule ausdurch viele Theile Deutschlands verbreitet harre.Er arbeitete für Kirchen; doch noch mehr für Ga,

Lotti.

lerien, gerne (so wie Mcrigi und Guercino , großeStaffeleybilder in abianger Form). Bey KaiserLeopold staub er in hohen Gunsten. Gestochen odergeschabt nach ihm kennt man: Hiob und seine —edeln Freunde (welches der Katalog von Brandesschön nennt) und Cimon und Pcro, von I. E. Haydgeschabt; Joseph den Traumdeuter und den barm,herzigen Samariter, von I. W- Heckenauer fürdas (schlechte^ Werk der Galerie von Calzdalen;eine H. Familie von P. A. Kilian; Jupiter undMerkur bey Philemon und Baucis, von I. Manuelaus der Wiener-Galerie (brav geschabt und selten);St. Johann den Täufer von Moette; Adam beweintAbels Tod von C. Mogalli; wieder Philemon undBaucis, und Apoll und Marsias von Premier; seinBildniß in der Galerie zu Florenz von G. Rost,;den schlafenden Silen, und eine Erndteleserin vonSchulze. Somit waren es eben nicht die vorzüg,liebsten Stecher, welche seinen Ruhm durch dieWelt getragen, oder ihm Lanzi's Spielerei) ver,dient haben, daß er einer der vier großen KünstlerTarlen seiner Zeit gewesen sey — was ungefehreben so Welsch tönt, als die — Spitze seiner Grab,schrift zu Venedig :

A 6. I.ot/ru. s f.

Dmbram HIorus ciepinAere coepit1698.

* — — (Onophrius). Früchte, und zumalTrauben, malte er besser als sein MeisterRuoppoli,und Andres fast eben so gut. lan-ü I. 6ZZ

Lotha ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein Kupferstecher, von welchem mandas Bildniß des Königes Stanisla's von Polenund Herzogs von Lothringen nach Girardet kenne.

Lorbümier ( ). Und so ein andrer, der

um 1780. das Bildniß A F. des Landes, General,Scekommiffürs gestochen hat.

Loro oder Lotti (Bartholomäns). LanziII. 182. nennt ihn, zuerst Schüler und nachwertsNebenbuhler von Dominicus Viola, und einenKünstler, der den Geschmack der Carracci in derBologncüschen Schule stets fort unterstützt habe.Ein kurzes, aber schönes Lob!

Lorrer (Abraham und Johann), waren nachvon, Scenen S. 287. geschickte Goldschmiede zuAugsburg um 1780.

— — (Matthäus Albrecht), Sohn deS nach,folgenden Tobias Tonrad, Kupferstecher zu Anas,bürg, geb. daselbst 1741 Man kennt von ihmauch Entwürfe von Landkarten. Meusel I I. Des,selben Tl D- R- L- setzt ihn (1808.) noch unterdie Lebenden.

— — (Matthias), ein Bildhauer zu Augs,bürg, machte daselbst um zuerst die Stukka ,tur, Arbeit bekannt, von Srerren E. 44 ö.

— — (Tobias Conrad), Landkartcnstecher zuAugsburg , geb. daselbst 1717. und gest. 1777.Don ihm kennt man z. B- die Mauthkarten, nachden Zeichnungen des ehemaligen Kur,BanerschenKammersekrerärs F. Kohlbrenner; die Oeitinger,schcn Karlen von Sachlcn und vom Rhcinstrom;den Schauplatz des Kriegs zwischen den Russeni»id Türken ( 5 . Bl. 1769.). Auch verfertigte erManches zu Branders Maschinen in Messing.Meusel I. II.

Lottes (Christian oder Christoph Friedrich).Wir halten Thriftian für den richtigen Name».Kupferstecher von Nürnberg , arbeitete z» Augs,bürg, und starb 1740. 09 Jahre alt. Von ihmkennt man, »eben Andern,, die Figuren einesHungars und eines Moskowiten, nach der Zeich-nung von P. Decker, von Sterren S. 401.

* Lorri (Cosinus), s. Gotti. Hier holenwir von ihm nach IioriUo IV. 222 nau): „ Anden Hof Philipp l V. wurde er berufen, um Gärten,

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