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weiter in der Wirklichkeit zu Rath zog." Hierauffolgt ein ausführliches Verzeichnis; seiner Werke.Die bedeutendsten dürften folgende sey»: Bey denJacobins in der Vorstadt St. Germain das Grab-mal des Hauses de Laigue; ein Basrelief u. a.in der Kapelle des Königes zu Versailles ; in derKapelle von Bourg-Fontaine ein großer Christ amKreutze; an der Fa<;adc des bischöflichen Pallasteszu Straßburg die ist kolossalen Köpfe von Pro-pheten und Prophetinnen, und auf dein Haupt-gestmse die beyden 8fV hohen Statüen der Religionund der Güte. Noch rühmt Lvareler, nebenEinigem des schon Angeführten: Die vier Jahrs-zeiten am Pallaste Soubise, an denen hingegend'Argensvllke das allzu Schlanke und Giganteskerügt; dann einen Bacchus in dem Garten zuVersailles , und eine Madonna in der Pfarrkirche ruMarly. Sonst scheint der erstgcdachte Kunstrichtereher minder als mehr, wie der letztre, auf unsermKünstler zu halten. Beyde indessen vereinigen sichin dem Urtheil, daß seine schönsten Arbeiten andem Landpallaste des Cardinals von Rohan zuSaverne in 1779. der Brand verzehrt habe.
* Lorratne (August und Johann Baptist).Nach Kasan SSL.) war der ersire Vaterdes zweyten, und lediglich Kupferdrucker, derden Familiennamen Auguste trug, wobey er überJohann Baptist, statt aller weiter» Notiz;, diebittere Bemerkung macht: ,, Dieser Künstler gehörtohne Zweifel zu denen, die steh schämen, denNamen ihres Vaters zu tragen". Geb. zu Paris17Z7. scheint er noch im laufenden Jahrhundertgelebt zu haben. Von ihm kennt Rost Vlll. 270.das Bildniß des Schauspielers Chanville in derRolle von Colas, nach de Lorme; eine Allegorieauf die Vermahlung des Dauphins (nachher Lud-wig XVI. ) nach S. Beauoais; dieß Blatt (heißtes anderwerts) gemeinschaftlich mit Bacquoy:Venus se prspsrsnt pour le zugernent sie Paris ,re^-olt si'svsnce Is pomme si.-s wains sie P/Zmour(sehr galant), nach Boucher; zu dem Leben StGregors nach Vanloos sieben Bildern für dieKaiserin von Rußland , etliche Blatter gemein-schaftlich mit Miger, Moles, Romanet und Voye;dem ältern, und i'Onsie trsuguille nach Verriet.Anderwerts findet man »och mehrere Bildnissevon ihm; dann I'Romms^e fle i'/Imour, nachDanloo, und Is processiou risiiculs «los öloiness Paris 1290. nach Gravelot, wahrscheinlich fürein historisches Werk.
— — (F. de). So heißt irgendwo ein Ku-pferstecher, von dem man: Vuss sies Lotes sietlönes, nach Cl. korrain kenne, der aber wohlkein anderer als obiger Joh. Baptist ist.
Lorta ( ), ein franz. Bildhauer. In
Landons Ann. VII. 2Z. findet sich von ihmbeschrieben und abgebildet ein Modell in Gyps(V hoch), welches schon im I. VII. de» Auf-munterungspreis erhielt, der Regierung gehört,und erst im Salon XIII. ausgestellt wurde: DieEinheit das franz. Volks führt zuin Sieg.„Die Stellung der (fitzenden) Figur ist treflichgewählt; die Formen sind kräftig und in großemGeschmack gezeichnet." Eine andere Slatüe desFriedens von ihm erwarb ihm ebenfalls denPreis. Diese befindet sich im Saal des gesetzgeb.Raths, und ist ebenfalls bey Landon I. c. 10Z.beschrieben und abgebildet, doch ohne Urtheil.Sie dürfte zu componirt seyn. Noch einen Her-kules in der Ruhe von ihm führt der Tvmsnselisies hesux:Hrts von )8oZ. an.
Lorrhior ( ). So heißt in der Samm-
lung der. Medatkl. N^. 5 Zo. ein Stempelschnei-der, von welchem man eine 1770. verfertigte Königl.Französische Vermählungs - Schaumünze kenne.Ohne Zweifel derselbe, der — wir denken inseinen alten Tagen — (1801.) in die Dlouvestessiez Hrts I. 67—68 durch ein Programm — manweiß selbst nicht recht, welche Art von Orsvurs
L 0 S n e.
en IVIösisilles oder Nsblesux en Reliefs — kurzgeprägte Basreliefs — also wohl in Metallankündigte, von welchen das erste eine Frauens-person , welche Amors Pfeile auf dem Feuer einesDrcyfußes verbrennt, und wobey der Gott ganzverzweifelt thut, mit der Uebersehrift: Die Reue(4^ 5 "/ breit, und Zfr" hoch) vorstellen, also— an Größe Alles übertreffen sollte, was bisherder Prägstock geliefert hat; und dem dann nächstensein Pendant: die Verführung folgen sollte. In-dessen scheint es nicht, daß Viele zum Ankauf —der Reue wirklich verführt worden seyen, da wirseither nicht das mindeste Weitere weder von diesenWunderdingen, noch von ihrem Urheber ver-nommen haben, der auch im (Umsnack sie,6esux ^rts von t8oZ. nirgends erscheint.
Lory, s. Lori.
Losa (Don Juan de), ein achtungswürdigerspanischer Geistlicher, wird zugleich von FiorilloI V. Z ch- als ein Maler aus der letzten Hälfte desXV II. und der ersten des X VI ll. Jahrh, angeführt.
Losanko, Losenksff, Losrnkoff,Lostnkorv, Lossenko (Johann oder Anton),wir glauben, Johann (Iwan) Lossenko sey daSRichtige. Dieser russische Maler trat in 1729. alsLehrling in die Akademie zu St. Petersburg , welcheihn späterhin auf ihre Kosten nach Paris , undalsdann nach Rom sandte, wo er sich um 1770.aufhielt, und zum Gcschichtsmaler bildete. Nachseiner Zurückkunft wurde er sofort zum Professor,und bald auch zum Direktor der gedachten Akademieerwählt, starb aber frühe 1770. Er wird als einstarker Zeichner sehr gerühmt, und selbst seineGrabschrift erwähnte seiner ungemcinen Kunst.Die bekanntesten seiner Gemälde sind: Der Fisch-fang Petri in der Kais Galerie zu St. Petersburg108. Rogneda, eine Polozkische Fürstin (woman nur die allzugroße Menge von Figuren undihre theatralische Tracht rügte), und Hektors Ab,schied von Andromache , welches letztre aber un,vollendet blieb. I'sleonst I 226. II. 1Z9 Men-sel MisceU. XI. 270. In Ftortliö'sR- S-!l. 101—104. liest man von ihm: Lxpjiestionsbre^ee sie Is Proportion si'un bomme, con-sormement sux mesurss prises sur les plusbestes ststues sntigues pour I'utilite sie Iszeunesse gui s'occupe sisns Is siessiu.
Loscht (Bernardin), ein Maler der altenLombardischen Schule, dessen von 1492-1200.gedacht wird, ursprünglich von Parma, der sichaber auf einigen seiner Bilder als von Carpi gebürtignennt. Ohne (einen Namen (sagt Lanzt II. »57.)würde man dieselben für Arbeiten des einen oderandern der Francia's halten.
— — (Jacob). So nennt ebenfalls Lanzt(l. c. 286—87.(einen alten Maler der Parmesani-schen Schule, der zu Parma mit Barch. Großiseinem Schwiegervater um 1462 arbeitete. Voneinem von beyden soll sich ein Bild bey St. Fran-cesco zu Parma in einem Style befinden, der dengewöhnlichen seines Zeitalters eher zurückließ.Dieser Loscht lebte noch 1488.
Loses de). So heißt in Meu sels Arch.1.2 i 58 . und Eben des. h). D R L. ein ausMannheim gebürtiger Künstler, wie es scheint vor-nehmlich Bildnißmaler, der sich auf seinen Reiseneine Zeit lang zu Zelle aufhielt, in Oel vortrefljcheArbeit geliefert haben soll, und in 1802. von demH Kurfürsten von Pfalz-Bayern zum Hofmalerernannt wurde. In 1808. lebte er wahrscheinlichzu München .
* Losne oder LauIne (Stephan de), bis-weilen auch bloß Grephanus genannt, geb. 1220.»nd gest. zu Straßburg um i 5 st 5 ., war anfangsGoldschmieds Bey Rost VII. HZ— 54 - erscheint erals der drittälteste französische Kupferstecher. Nebstverschiedenen Blattern, welche er (Ehre seinemguten Geschmacte!) mit Erfolg nach Marc Anton