L u b i n.
* Lubin (Jacob), Zeichner und Kupferstecher,qeb. zu Paris 16Z7. wahrscheinlich ein Schüler vonG-Edelink, dessen Styl er mit ziemlichem Erfolgnachahmte. Unter den Rommes illustres 6e/'er-raA/t befinden sich Z8. Bildnisse von ihm. Ausserle Brun's nach Largilliere, und Turcnne's nachChampagne, sind alle ohne Namen des Malers.Noch einige, ausser diesen, von 1686—94. datirt,führt ein Verzeichniß meines sel. Vaters an.
* Lublinsky oder Lubenisky (Anton),ein Kunstliebhaber. Derselbe war regulirter Chor-herr des Laterancnsischen St. Augustini-Ordenszu Olmütz . Der wiuklersche Katalog nennt ihneinen pohlnischen Bildniß- und Geschichtsmaler,und Bruder des obigen Theod. Lubienerzky; mitwie viel Grund ist uns unbekannt. Nach ihmgestochen führt eine unsrer Handschriften zehn derim ker. erwähnten Thesen an, wovon sich auch beywinklerii zwey namentlich verzeichnet finden, undbeyde gute Blatter heißen. Das eine: St FranzLavier, wie er in Japan , in Gegenwart desKaisers mit den dortigen Bonzen Disputatz halt,von I- G. Waldreich (1675.). Das zweyte: DerErzengel Michael , der den Teufel unter der Gestalteines Centauren bekämpft, von Ph. Kilian.
* — — S. auch gleich oben Lubieuetzky.
Lubras (Baron von), Russisch-KaiserlicherGeneral. Nach seiner Angabe sind der neue Kanalund andere schöne Werke der Baukunst, die zuKronstadt angelegt wurden, ausgeführt worden.Er starb 1752. zu St. Petersburg . Bernoulli.
* Luca eSanto). S-unten Lucas der Evan-geliste.
Luca (Martin), ein Maler von Ballenstadt indem Fürstenthum Halberstadt, lernte zu Magde-burg, und arbeitete einige Zeit zu Antwerpen .Nachher setzte er sich zu Magdeburg , wo er beyZerstörung dieser Stadt i6öi. sein Leben einbüßte.
Lucangeli ( ). So hieß ein italienischer
Künstler, der im Sommer 1808. mehrere vhello-plastische Arbeiten nach sehr großem Maaßstabe(so z. B. das Coliseum zu Rom von mehr als 12'Durchmesser) in Paris auszustellen gedachte.
Lucarrs (Peter Franz), geb. i 6 o 5 . st. i 654 -malte Landschaften mit kleinen Figuren.
* Lucas (der Evangeliste). Neben so vielenandern seiner vermeynken Madonnen, zeigt maneine bey St. Maria Maggiore zu Rom . Von derganzen Fabel spricht auch Lanzi l. 3 49—60. die,selbe werde, seitdem Mannt und nachher pia-cenza (II. ,20.) solche bestritten, nur noch vondem Pöbel geglaubt. Denn nicht nur widersprecheihr das gänzliche Stillschweigen der Alken, sondernbekannt sey es, daß man auf den Denkmälern derersten Jahrhunderte, bis ins fünfte hinunter, dieH. Mutter niemals mit dem Kinde abgebildet habe;und Lami (Oelic. kruciit. Xl.) führt die Legendeaus dem XlV. (nicht XVI. wie das Lex. sagt) Sac.selber an, die zu dem Wahn Anlaß gegeben, daßunter dem alten Florentiner-Maler des XI Jahrh.Luca Ganro, der eine solche Madonna mit demKinde zla lVluäonna sel Impruueli, zu Florenz )gemalt, St. Lucas der Evangeliste verstanden sey,dem man nachher so manches andre ähnliche Bildzugeeignet habe; obgleich solche noch überdies,dem Style nach, von ganz verschiedenen Meisternseyn müßen. Noch ausführlicher, und mit Lanziin demselben Sinne, behandelt diesen GegenstandFiorillo I. S. (,8-6Z. wo, neben Anderm, auchvon einem solchen Madonnenbilde in Bologna dieRede ist, welches nach seiner Meynung das ältestein Italien wäre, und mit: Opus puces Oanccllariiunterzeichnet ist. Indessen bemerkt er, daß hin-wieder Tiraboschi wenigstens so viel bewiesenhabe, daß die Sage, welche den Evangelisten zumMaler macht, weit über das XI. Jahrh, hinauf-
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reiche, u. s. f. Auch de Lontenai macht überdiese Fabel verschiedene gute Bemerkungen, wennes dergleichen je noch vonnöthen hätte, und führtin Betref derselben: Lxtrgic «j'un DiscoursItalien, cite ssns le Journal Llie^clopesihue,kevrier 1766. an.
* Lucas (Auger). Nach ihm hat E. Des,rochers die Bildnisse von I. Bapt. Rousseau unddem Kupferstecher C. Mavelot, und Pithau eben-falls des letztem seines gestochen hat.'
* — . — (Claudius'. Ein Verzeichniß meinessel. Vaters führt von ihm eine Menge Blätter an.Darunter: Plan «je l'D^lise so 8t Oenis, nachA le Blond — pierres sntigues en basreliess,tronvees saus ls pave «je l'bi^liss Latkösralsss Paris — Vue «je la stontaine «les Inncrcens äParis , construite en i 55 l. — Lallet «le penauset «j'^rmills «jause au I.ouvre en 1616. 60. iol.aus le Blonds Verlag. Das schöne Werk: Vusetc. et «ietsils cles Ornemens et peintures ciel'bi^lise «Zes In valises. welches er, gemeinschaft,sich mit Cochin, Herisset, dvrkhemels, Avesine,Foin u. s. w. ans Licht gestellt, hat 87. Blätter.Noch kennt man von ihm, nach Vialy, das Dildnißdes in 1769. (122. I. alt) verstorbenen sogenanntenHannibals von Marseille. S. auch unten Ger-man Claudius.
* — — (Claudius Franz), s. Frangois.
— — (F-). So heißt irgendwo ein Kupfer,
siecher, von welchem man: I'LxempIe «jes IVIeresnach Jeurat, plvresse tis Lacchus nach I. Jor-daens, und Iris iriquiets nach Terburg kenne;letztres vielleicht dasjenige, welches bey winklers. V. unterm Titel: le Ooup reüeclri
erscheint.
* — — (Germann). So nennt Basar, (H«Z.ssc.) zwey Kupferstecher, Varer und Sohn, geb.zu Versailles , welclre^ Architektur u. a. ziemlichmittelmäßig geliefert hätten. Beyde.sind übrigensdie nämlichen, welche schon das Supplement derersten Ausgabe, ohne Taufnanien und Geburts-ort anführt, und — dort die Architekturblatter desVaters reinlich gestochen nennt; so wie auch beydekeinen Andern, als der obige Claudius des Lex.und dessen Sohn, sind.
— — (Lorenz), ein französischer Glasmaler,s Johann Beuselin.
— — ( ), ein Geschichtsmaler zu Paris
um 1720. wird, ohne Weiteres, von Ren,)?E. 109. angeführt.
— — ( ). Und eben so im HImanscli
kies pesnx-^rts von , 8 o 3 . ein damals in Paris lebender Bildhauer.
Lucca (Bonaventura da), s. Berlinghiert.
— — (Diodatus). So nennt Lanzi I. 28Z.ohne Weiteres einen alten Maler, von welchemsich Nachrichten ums I. 1287. finden.
— — (Gerard da), s. Philipp Gherardi.
Luccangeli (Carlo), Baumeister desKönigesvon Neapel , arbeitete im I. 1802. und schon seitmehren, Jahren an zwey Modellen des römischenColiseums von Hol;, »ach einem /omal ver,jungten Maaßstabe. In dem einen wird dasselbeso vorgestellt, wie es jetzt aussieht, und im andern,wie eS in seinem vollkommenen Zustande war. Eineausführlichere Nachricht hicvo 1 fand sich in derZeitschrift Italien von Rehfues und Tscharnec1. 173—76.
* Lucchese (Michel). äNalbeste setzt sei»Geburtsjahr in 1609. au Nach Buouaroti kenntman von ihm: Den Martyrrod von St- Peter,einen St. Sebastian, die Kletterer, und (vielleicht)den bußfertigen Schäcber, mit einem Monogramm,welches Heinecke bJachr. I. 4,4. anführt, und