Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
736
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756 Lucchcsini.

mit » 55 o. bezeichnet; dann nach Caldara: DasManna und ein Seerreffen; nach Lul. Romanus(1604.) eine Madonna mit etlichen Heiligen (Altar-blatt der Kirche dell' Anima zu Rom , von dessensauberer Ausbesserung, durch Carl Veneziano,Gandellini uns die traurige Geschichte erzählt);nach Raphael ebenfalls eine H. Jungfrau, Psyche,von Merkur durch die Luft geführt, und Groteskenaus dem Vatikan . Dann hat der LVinklerscheKatalog: Horatius Cocles auf der Brücke, ledig-lich mit IU. l>. bezeichnet, und der Brandes'sche:Diana von Ephesus , mit weiblichen Figuren um-geben, ebenfalls ohne Namen des Malers. Dasgenaue Monogramm von ihm geben Gandelliniund Malbeste an. Dieser ^mittelmäßige) Stecherscheint nur andre ältere Blatter von Marc Antonu. a, copirt zu haben. Doch glaubt Malbeste,baß seine mit vorzüglicher Sorgfalt gearbeitetenDevotionsblätter nicht ohne Grund in Achtungstehn; und bemerkt über das oben angeführte Blattnach Jul. Romanus, daß die ersten Drücke davondiejenigen seyen, die mit ÜI. I.. ohne das Mono-gramm von Rarrarus bezeichnet sind.

Lucckesini (Gerhard). So heißt bey westen-rieder, ohne Weiteres, ein Maler, nach dessenErfindung Jakob Bcrri eine Sybille, welche demKasser Constantin die H. Jungfrau in den Wolkenzeigt, und die Geschichte des kranken Antiochus,welchem Stratonice von seinem Vater überlassenwird, gestochen habe.

( ). Ein solcher wird von Gan-

dellini, ganz ohne Weiteres, als ein Form-schneider angeführt.

*L»»cchesins, ist auch ein Deyname vonpierro Testa.

*Lucchetto, ein Deyname von Lucas(anlbiasi.

Lucchin i (Vmcenz). So hieß ein alter, wahr-scheinlich Römischer Kunstverleger, bey dem manz. B. ls kesta <li Bestaccio in Koma , mit I. V. k.» 558 . und korm» psrtis Dempli Vatiesni mitM. Uuonaroti seäst. exc. » 564 . bezeichnet,fand.

* Luceno (Diego dk). Derselbe ahmte dieBildnisse seines Lehrers Velasquez mit großer Treuenach, und hatte ein Talent für charakteristischeKenntlichkeit. Ein Hauptbild von ihm ist das-jenige des Dichters Athanas. Pantaleon, der ihnin einem seiner Sonette rühmt, /iorillo IV. 25 ».

Lucent» (Hieronymus), nicht der Bildhauerund Medailleur des Lex. sondern ein italienischerMaler aus Coreggio gebürtig, von dem man Werkezu Sevilla und Grenada in Spanien findet, welchenms 1.1624. verfertigt wurden, wird von FiorilloIV. 208. angeführt.

* Lucian» (Anton), Maler, Kupferatzer undKupferstecher, geb. zu Venedig um 1700. In derLandschaftmalerey war er Schüler von Piccini,nnd Lehrer von Faldoni. Rost IV. »34. AlsStecher wenigstens war seine Kunst von geringemBelange. Ein Verzeichniß meines sel. Vaters führtvon ihm mehrere Bildnisse nach P. Avogrado S.Bombelli, N. Cassana , Rubeis, G. Ticcati, undandre ohne Namen des Malers (wie z> B AntonsVallisneri 171h.) meistens von venetianischen Per-sonen, und bann eine Madonna mit den HH. Jo-seph , Hieronymus und Catharina nach P. Vero-nese, und von Tiepolo gezeichnet, an.

Lucren (Johann Baptist«), Stecher inRöthelmanier, geb. zu Paris um »748. Aussermehrern Copien nach englischen Kupferstichen kenntman von ihm eine ziemliche Anzahl großer Köpfeund akademischer Figuren nach einigen französischen Meistern, welche jungen Leuten zum Nachzeichnennützlich seyn mögen. Rost VII!. 012. führt vonihm an die 2a Blätter nach Bouchardon , Cipriani,Lochn», P. di Lortona, Franreschini, Guercino ,

Luck.

A. Kaufmann. I. B. M. Pierre, einem derSlodtse und Vanloo an, nennt aber besondersschön, und ein Meisterstück von Compoflkion undStiche: Ein Basrelief nach Moitte, welches andem Triumphbogen angebracht war, der bey derGeneralconföderation auf dem Marsfelde in 1790.errichtet wurde. Ein Herbst, nach Guercino's aus-geführter Zeichnung, wird auch von Fußli II. 35 s.bemerkt. Dieser Künstler lebte noch 1802. und sahinan damals von ihm zwey Blätter in punktirterManier (nach Prieurs Zeichnung und von C. Nor-mand vorläufig geätzt), welche die beyden berühm-ten Leuchter vorstellen, die von Benvenuto Cellini ,nach der Erfindung von Raphael und Mich. Angelo,für Papst Leo X. verfertigt wurden. Im Almanachäes Leaux-^rts von 1800. erscheint Lucien nichtmehr.

* Luctllus, ein Maler zu Rom gegen Enddes V. Jahrh, zur Zeit, als sich der OstgothischeKönig Theodorich der Herrschaft über Italien be-mächtigt hatte. Gxmmachus, dem dieser Königdie Bauten zu Rom auftrug, sagt von diesemKünstler (lsp> 8 t. var. L 6 . lUo^unt. 4°. 1608. 1 .. VI.Lp. 42.) daß er ihm sein Haus bedeutend verzierthabe.

* Lucin» (Anton Franz), geb. zu Florenz 1612. nicht »62». wie Basan (Lei. sec.) sagt. Frey-lich nahm er Callot's und della Bella's Manier an,und copirte Vieles nach letzterm. Aber wie weitstand er unter beyden! Seine (seltene) Folge von»6. Bl. stellt die Treffen und das Sturmlaufender Türken während der Belagerung von Malta » 565 . nach den Gemälden des M. P. da Alesio imdortigen Großen Pallastsaale vor. Sein Fest aufdem Arno nach della Bella datirt sich von » 634 -Rost >V »112. Noch führt eines unsrer Ver-zeichnisse den Sturm auf Valenzia (?) » 635 . zuMailand von ihm gestochen an. Seine Blätterbezeichnete er mit 15 I.. kec. oder mit einerChiffre, die bey Malbeste zu finden ist.

* Lucino (Anton) Wahrscheinlich nach ihmhat ein Rofsi das Bildniß des Kard. Bened. Odrs-calchi gestochen.

* Lucio, s. Romans.

* Lucius. Die Victoria dieses alten Stein-schneiders in Carniol (nicht auf einen Sardonisr,wie das Lex. sagt) befand sich in neuern Tagen imKabinette des Grafen Wassenaer und Opdam inHolland . Ilkro-r p. 87.

Luck, Lück oder Luick (Ludwig), Künstlerin Elfenbein, vermuthlich ein Sohn des I. T. L.Luck's im Lexikon, geb. zu Dresden , arbeitete andem dortigen Hofe um »72040. alsdann »8. Jahrean demjenigen des Herzogs von Mecklenburg -(Arreliz, und 7. Jahre an dem Kais. Hofe zu St. Petersburg . Endlich setzte er sich zu Danzig , woer »779. noch lebte So heißt es in einer unsrerHandschriften. Hingegen bey Meusel II. Er habe,nachdem er viele Jahre bis zu Anfang des sieben,jährigen Kriegs in Diensten des Herzogs von Meck-lenburg-Schwerin gestanden, zweymal zu St. Petersburg seine Kunst geübt. Von ihm werdendort kleine sehr ähnliche Brustbilder en Medaillon,z. B- von der Kaiserin und dem Großfürsten vonRußland , von dem Könige von Polen u. s. w. auchschöne Bildsäulen und Gruppen (im Allgemeinen)angeführt. Von diesem las man in den M e u se l-schenMiscell. II 22. daß er ebenfalls um 1779.zu Danzig mit einer zahlreichen Familie und ineingeschränkten Umständen gelebt habe; und dortwird vielleicht nicht ohne Grund gezweifelt, obderjenige Luck, welcher zu Dresden gearbeitethat, (und der auch im Tempel des guten Ge-schmacks für die Deutschen angeführt wird)nicht etwa entweder der Ludrvig Luck des Lex.und der Ludrvig Luck in den gedruckten Zusätzen,oder dann ein Bruder des in »779. zu Danzig lebenden gewesen, da nämlich Vater und zwey