Luze Nicki.
L uze nicki (Jacob) So heißt ein uns sonstganz unbekannter Künstler, nach dessen ZeichnungMatch. Küsset eine Thesis gestochen hat.
* L«;io, s. Lucius Romanus.
Luzzo (Peter), genannt Zararo, Maler vonFeiere, lernte bey Giorgione , dem er seine Bey-schläferin entführte. Mehreres von seiner —Kunst ist uns unbekannt, ä'e/'ie Lcc. IV. gg.
Lye oder Lyn (van der). So nennt Fio-rillo lll. 469. ohne Weiteres, einen in Frankreich lebenden Schüler von Vincent, der in niederlän-dischem Geschmack malte, und wahrscheinlich auchniederlandischen Ursprunges war.
Epen ( de). Und so Ebenderselbe
(I. c. 4 c> 5 .) einen andern Künstler, der in Mittedes XVIII. Jahrhunderts vorzüglich die Kunst zurestauriren verstand, und solche an der Lcda desCorreggio (die der Herzog von Orleans in einerAmvandelung — geistlicher Keuschheit zerrissenhatte) sehr glücklich anwandte. Lonk. Ol> 8 erv.8 ur los ouvra^es exposös au 8 allc>u äu I^ou-vrs 1765. P. i 34 -
*Lyens (Jacob des). Nach ihm habenBildnisse gestochen: Cars des Abbe Vcrtots;Epicie des Malers Bertin; Larmeffln des Bild-hauers Coustoux des jüngern; Tardieu des Comtedu Bourg, und Wille N. R. Derniers. Unge-nannte dann: In I^anterne und la Narmotte.
Lymann(Joh. Samuel), Kupferstecher inKopenhagen , erlangte 1/76. den großen Preis inder dasigen Akademie mir einem Blatte, welches:David, der dem Goliath das Haupt abschlägt,vorstellt. Auch kennr man Bildnisse von ihm. Soz. D. des Pros Seedorfs, den er (1764.) selbst,nach dem Tod, gezeichnet, und des Bischofs Joh.Egede in Grönland , ebenfalls ohne Namen desMalers. Hennings S. 77. u.
* Lynar (der Graf), s. den Art. RochusGuerrinl in den gegenwärtigen Zusätzen.
Lyuhoven (N. van) So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein niederländischer Kupferstecher,der nach P. D. Grobber, den wir nicht kennen(wohl eher nach P. Grebber), gearbeitet habe.
Lyon ( ). So nennt Meusel I. ohne
Weiteres, einen um 1788. zu Lüktich lebendenBildnißmaler, von dem es dann freylich früherhin(178z.) in den Miscell. XV. i 5 o. geschraubtgenug hieß: „Unter den noch lebenden Künstlerntritt H. Lyon mit Ruhm in die Fußstapfen derberühmtesten Maler dieser Stadt. Seine Gemäldezeichnen sich durch viele Natur, einen zierlichenPinsel und majestätisches (?) Colorit aus. SeineBildnisse, in welchen eigentlich seine Stärke be-sieht, haben ihm bereits einen unsterblichen (?)Ruhm erworben." Seither haben wir nicht dasGeringste von ihm vernommen.
* Lyoner (Peter), geb 1707. Wie es scheint, be-merkte sein großes Geschick für Darstellung naturhi-storischer Gegenstände zuerst Trembley, der ihn bat,für sein vorhabendes Werk der Nomoires pourservir a I'Histoirs «I'un Aenrs <Is polypes6'eau stoucs die Tafeln zu zeichnen. Dieses thater um 174Z. I van der Echley stach 5 . derselbenin Kupfer, er selbst die übrigen 8., wozu er be-sonders von I. Wandelaer, der schon seine Zeich-nungen nicht genug bewundern konnte, aufgefor-dert wurde, und welcher ihn dann sofort in seineLehre nahm, und an ihm so schnell einen vor-treflichcn Schüler erzog, daß die erwähnten achtTafeln inner sechs Monaten Zeit, zu aller Kennerhöchstem Erstaunen, fertig, und in einer solchenVvrtcefiichkeit dastanden, die in ihrer Gattungdurchaus nichts ihres gleichen haben. Das Werkerschien dann bekanntlich 17H4. in Leyden . Noch18. andre Bl. gab er späterhin zu seinem eigenenWerke: 'srulcö uuarvmiguv clo la Elienille gui
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ron^e le dols äe 8-iulo. 4. msz. Hays 76,.die jenen frühern nicht weichen durften. Dieserseltene Mann st. 1789. als Mitglied mehrererAkademien. Ein drittes Jnsektenwerk von ihm,woran er lange gearbeitet hatte, wurde »ach sei-nem Tod erwartet, was aber, unsers Wissens,bisher niemals erschienen war. Obige Nachrichtenvon seiner frühern Bildung giebt Gandellini, woman dergleichen kaum vermuthet hätte, was hin-gegen an mehren. Orten vermißt wird, wo es— wesentlich hingehört!
* Lys oder Lis (Johann). Er bildete sichtheils zu Paris, theils in Italien . Dort (sagtLVareler) suchte er sich die Manier der venetia-nischen Schule zu eigen zu machen, ward aber zuspät gewahr, daß er nicht eben den beßken Pfadverfolgt hakte, und empfahl dann seinen Schülerndas Studium der Antiken, welches er zu seinemgrößten Bedauern früherhin selbst versäumt hatte.Er malte im Großen und Kleinen, und beydeGattungen wurden gleich gesucht. Die Zeichnung,Stellung, Ausdruck, Bekleidung und Tokkirungseiner Figuren, waren voll Geist; und eben sogefällig seine Färbung und sein zarter Pinsel.Seine Landschaft war gleich gut und verständigbehandelt. In seinen Gattungsstücken vermischteer oft das antike Costume mit dem Venetianischen.Houbraken setzt ihn den größten Meistern an dieSeite. Glücklich, wenn er eine bessere Lebens-weise mit so viel Talenten verbunden, und seineZeit nicht unter Völlerey und Kunst getheilt hätte.Nachdem er mehrere Jahre wieder in Flandern zugebracht, gieng er neuerdings nach Venedig zurück, und starb dort an der Pest. Neben dembereits im Lex. Bemerkten, haben nach ihm ge-stochen: A. Blooteling eine Verkündigung Mariä;C- van Dalen das Gesicht eines Propheten; I.Falk eine Geburt Christi, und ein Mann und eineFrau, die zusammen singen und lachen (welchesletztere sich in einigen Exemplaren des KabinersReynst befindet); C. Mogalli eine AufopferungJsaaks (auf diesem Blatte nennt er sich Oiov.
); P. Monaco : Adam und Eva , die denTod Abcls beweinen, Judith mit HoloferneSHaupt, und den verlorenen Sohn; das sogenannteHurenhauS von Rubens (ein schönes Blatt), ohneNamen (von G. Valk); letztres hat auch I. vanSomer (doch nur zur Hälfte) in Schwarzkunstgeschabt; I. Visscher endlich die Entzückungen vonSt- Peter und St. Paul, und die --7 alte Kokettean der Toilette (alle drey schöne Blätter aus demKabinetReynst). Diese letztre, deren Urbild einige(so wie auch das Lex.) irrig Rubens zuschreiben,hat, wie dort bemerkt wird, auch unser Lys selbstgeätzt, und noch überdies (doch etwas zweifelhaft)den Tod des Herkules (schönes Blatt). Drnuärs.s. v. Trs.
* Lysippus . Einen eben nicht viel sagendenAr. über diesen antiken Bildhauer und seine den al-ten Schriftstellern namentlich bekannten Werke s. inVReusels ssk Miscell. III. 566—69. Besserist derjenige bey LÖarelet und Levesque. Ausdemselben nur Folgendes. Da der Tod Alexandersdes Großen ins erste Jahr der 1,4. Olymp, fällt,und dieser Fürst unserm Künstler vor allen Bild-nern seiner Zeit den Vorzug gab, so muß er wohlnicht erst (wie plinius sagt> in gedachter Olym-piade geblühet haben. Als er sich der Kunst er-geben wollte, fragte er den Maler Eupompusum Rath, welchen alten Künstler er sich zumMuster nehmen sollte; aber Eupompus zeigte ihmeine versammelte Volksmenge, und sagte: „Siehe,was du studiren mußt: Die Natur, und nichtdeine Kunstgcuosscn." Ob er übrigens ganz keineneigentlichen Lehrer gehabt, ist unentschieden. „ Mansagt" (heißt es bey pllnius), »er habe dieSculptur dadurch sehr bereichert, daß er denHaaren Leichtigkeit gegeben, die Köpfe kleiner alsdie Alten, und die Körper schlanker und wenigerfleischigt gebildet habe, was dann seinen Figurenden Schein einer größer» Länge gab. Der La,