Maboggio.
die verschiedenen Kleidertrachten in den acht hol-ländischen Departemcnten erschienen waren.
* Maboggio, f. den gleich folgenden Ma-buse im Lex. «in Schlüsse.
Mabuse (Johann de oder van). Sein ei-gentlicher Familienname ist Goßarr. Hetnecke(Nachr. II. 74-/5.) sah von ihm in der Jacobi-Kirche zu Lübeck ein gutes Bild in fast lebensgroßenFiguren, welches den mcßlescnden Papst, mit ver-schiedenen Kardinalen u a. Geistlichen darstellt.Männlich glaubt, daß ein Gemald von trockenemStyl in der Münchner -Galerie, welches den NamenMalbodius trägt, und den in goldnen Regenverwandelten Jupiter und Danae vorstellt, wahr-scheinlich diesem Künstler zugehöre. Dallarvaydann il. 211. nennt Mabuse zuversichtlich denfrühesten Bildnißmaler der in England seinen Auf-enthalt nahm, und führt hierauf von ihm dasFamilienstück der Kinder Heinrich VII. zu Windsor ,und die Heirath eben dieses Monarchen mit Elisa-beth von Z)ork an. Eine Madonna mit dem Kinde,nach ihm, kennt man sowohl von C- dc Paas, alsvon einem Ungenannten in G- Wyns Verlage.Dann sein eignes Dildniß, und die Vorstellung einerKirchenmesse, ebenfalls ohne Namen des Stechers,letztre doppelt, im Verlage von Nicl. le Cat undM. van Enden.
Macaterv, s. Makarerv.
Macceri oder Maggteri (Cäsar). Sonennt Lanzi ( 1 . 483 .) nach dem Suicls d'vrbrno,einen von dort gebürtigen Maler des XVI!. Jahrh.,dessen Arbeiten Fleiß verrathen, und daß er sichdie Römische Schule , Darocci besonders zum Vor-bild genommen. Auf einem Altarblatt von ihm beySt. Augustin zu Citta di Casiello nennt er sichMacceri.
* Macchi (Florius), blühete um rOoo. Nachihm hat A. Parigini 8o. Embleme und eine demKardinal Ludovist zugeeignete Thesis gestochen.
* — — (JohannDaptista). SonenntEaiiztII. 2. i 4 ?> in Gesellschaft des Florius ebenfallseinen Schüler der Carracci , der aber natürlich keinAndrer, als der bereits unter Florius Artikel imLex. erscheinende Bruder desselben, Johann ist.
* Macchietti (Giomo, d. i. Hicronymus),blühete um i 56 /,. Als er wieder aus Rom vonseine» Studien nach Floren; kam, malte er — nichtviele, aber schätzbare Bilder; wie z- B. eine Epi-phania in der Kapelle der Marchesc Stufa zu St.Laurenz, und dann die Marter dieses Heiligen,wovon schon das Lex. spricht, und welche besondersfür den Ausdruck gerühmt wird. In Benevent sollsich von seinem Beßren befinden, Banr-i I. 19 h
Macco oder Mako (Alexander), ein Künst-ler aus dem Bayreuthischen, lebte in dem letztenVertheil des XVIIl. Jahrhunderts zu Rom , undbeschäftigte sich meistens in Aquarell, mitunter auchin Oei und Mignatur zu malen, desgleichen einigeBlatter zu atzen. So sah' man z. D- von ihm um1797. im Frauenholzischen Verlage: Herkules undLheseus, Sieger der Amazonen, nach seiner eignenZeichnung geatzt (2 fl. 45 kr.) Seine Copien^ (heißtes in der Schrift: winkelmann und sein Jahrh.E. 33 /.) waren fleißig ausgeführt, mit zarten, dochetwas graulichen Farbentönen. Seine eignen Er-findungen dann zeichneten sich weder durch Verdienstnoch Fehler besonders aus. Um 1800. hielt sichticser Künstler in Berlin auf, und sah man auf derdort'gen Ausstellung desselben Jahrs von ihm einBildniß der Königin, „welches" (heißt es in derZeitschrift: Deriin II. 5. 121.) ,) viel Tadler fand,und manchen Tadel verdiente; so wie hingegenzwey andre Köpfe von ihm, und vorzüglich einweiblicher, die Talente des Künstlers beweisen."In 1802. ertheilte ihm der König, zur Aufmun-terung, eine Pension von um. Rthlr. bis er in derFolge auf ein« vorlheiihafte Art könne angestellt
werden. Ohne Zweifel ist es derselbe, der sichdann in r 8 o 5 . in Wien befand, und von dem esdaher, etwas uneigentlich, im Tüb. Morgenbi.(,8"7- S. 884.) aus Mannheim heißt: „EinWiener-Maler, Macco, hat hier ein Phantasiestück(zwey Mädchen im Bade) aufgestellt. Die größerewirb durch das Geräusch eines Vogels aufgeschreckt,und die kleine schmiegt sich an sie. Cvlvrit undHaltung sind gut. Ob es endlich der nämlicheMacco sey, nach welchem Lips das Bildniß desCanonicus Nhan von Zürich gestochen har, ist unsunbekannt.
Macduff (Archibald), ein englischer Kunst-liebhaber, Zeichner und Kupferatzer mit der Nadelund in Aquatinta, geb. um i? 5 o. und blühend inLondon um 1780. Man halt ihn für einen Schülervon Bary; wenigstens sind seine vornehmsten Blät-ter nach diesem Meister, und in der Manier desselbengearbeitet; nämlich: Die Versuchung Adams, Hiobund seine Freunde, die Geburt der Venus, undKönig Lear; eben alle nach Bary (1776. und 77.)und eine H. Familie, wo der kleine Johannes denFuß auf die Wiege setzt, nach Raphael (schönesBlatt); alle geätzt und in Aquatinta ausgeführt.Rost IX. 550 .
* Macs oder Mac« e ( ), der franzö-
sische Zeichner des X VII. Jahrhunderts. Derselbehieß Carl, geb. zu Paris um ibäi. und ist wohlzuvcrlaßig, wie schon das Lex. selber bemerkt, mit,seinem C- Macee Eine Person. Dagegen ist erja nicht, wie es Einige gethan, mit dem — nurum hundert Jahre jüngern Mignatmmaler I. B.Mass« zu verwechseln. Die 12. historischen Land-schaften nach Castiglione, deren das Lexikon s. v.Macee Erwähnung thut, sind mit einer leichten,geistreichen Nadel geatzt, und finden sich bey RostVII. 272. spezifizirt. Von den Blättern dann ausdem Kabiiict von Jabach ist zu bemerken, daßsolche noch bey dem Leben dieses letztem ohneNummern und Namen vertheilt, erst späterhin aber,UNttr dem Titel: Kecueil so » 83 . blstampes»Aravöes ä l'eau-korto par Iss p.us kuhil.es Gra-veurs «in tems, il'upres les ciessins des xrandsmaitres, czue possödoit »utrelvis Nr. AabncLet qui depuis sank passes au csbiuet du lioi.In kol. en travers erschienen sind.
Macerara (Josephin da), ein wenig be-kannter Maler der römischen Schule, der um i 63 v.blühete, und den Einige für einen Schüler vonAugustin Carracci halten. Von ihm sieht man inseiner Vaterstadt Macerata : Bey den Karmeliterneine Madonna in der Glorie mit de» HH. Niciaüsund Hieronymus, und bey den Kapuzinern St.Peter, welcher die Schlüssel empfang»; beyde wirk-lich im Styl der Carracci , letzrres indessen (wieLanzi I. 498. mit seiner gewohnten Laune bemerkt),nur — zu lehr, da es nämlich lediglich eine Copienach einem Bilde von Guido bey den Philippinernzu Fan», und übrigens richtig mit Aorist Mnt'sinebai: 1OZ0. bezeichnet sey.
Machado de Castro (Georg), ein Kupfer-stecher zu Lissabon , vielleicht ein Bruder oder Hohndes nachfolgenden Joachims, lieferte ein Blattvon seiner Bildsäule Josephs I. deren sofort Er-wähnung geschieht.
— — (Joachim), Königl. Bildhauer zu Lissa bon , verfertigte 1774. die zehn Ellen hohe Ritkcr-siatüc König Joseph !. die von allen Kennern alsein Meisterstück bewundert wird. Den Guß diri-girte der Obrist-Lieutenant Bartholome da Costa.Diese Statüe ist i» gedachter Stadt auf dem vor-maligen Schloßplatz aufgerichtet. Murr VII. Z.
* Machrav eilt (Elisabeth), l. statt Mac-chiavellt.
----- (Fenobius). Füge die Citation bey:/Ärar/ II. jog.
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