Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
750
JPEG-Download
 

4 >

7Zo Magg i.

* Maggi oder Majus (Johann), geb. zu

Rom um 1 566 . Maler und Kupferstecher, dochmehr als letztrer bekannt. Unter seine eignen Blatter zahlt man vornehmlich das Brustbild eines Kar-dinals, in Lebensgröße, nach seiner eigenen Zeich-nung; eine Landschaft mit Ruinen, Wasserfallenund Figuren: F. >. er icc. , 5 y 5 . und:

kiZurn (kelln Vita kumsna, Ao/r. tec. 1600.

bezeichnet alle dieß §an; in malerschem Stylgeatzt. Dann nennen Fächer u. a. (man weiß abernicht, ob von oder nach ihm gestochen) als meistseltene Werke: OrnsmentI <ll kadricke anticüse moderne stell alma Litt» stl Koma. i6«x>.Zwölf Fayadcn Römischer Kirchen i6«g. Bild-nisse der Könige von Frankreich in ganzer Statur1610. Asdistclorum et Kuinarum Uomse exsntignis stgns bostlernis monumentls I-ibri II.1nc>8. et stelineat. tdieß scheint nun von ihm selbstzu seyn) 16,8. DieFa^ade von St. Perer 1619.insbesondcrs. Dann hat zuverläßig nach ihmund F. ssordnbe e. s. Barriere (nicht parasachi,wie es bey Rost durch einen häßlichen Druckfehlerheißt), die Brunnen von Rom gegeben; so wiehinwieder Fächer: konkave diverse 61 lioma ernlkre parke d'Italia 1625. und ksccolka stl kon-kave 1647. und endlich eine unsrer Handschriften:Die zehn Hauptkirchen zu Rom , welche zu Ge-winnung des Ablasses besucht werden, mit ihrenAltaren und Gemälden, im Rossi's Verlage , 65 ,.(also wohl nach Maggsts Tod erschienen) anführt.Auch M. Greuther soll nach ihm gearbeitet haben.Rost III. 281 82. ck^a/pe et ck/§c. Lonf. t?a«-ste/stm, wo er überdies ein munterer Kauz genanntwird, der die lustigsten Sachen von der Welt ebensolaunig zu erzählen wußte, wirklich burlesker Dichterwar, und wenigstens 1609. noch unterm Monde lebte.Ferner den Katalog von winkler, wo sieben dergenannten Ablaß gewinnenden Kirchen von Rom ausführlich beschrieben, der Stich derselben aber(St. Peter ausgenommen) nicht ihm, sondern M.Greuther zugeschrieben wird.

* (Peter).. Lanzi II. 465 . fertigt ihnkurz ab:Er kam an Genie seinem Meister Abbiatinicht bey; wohl aber übertraf er ihn noch in derEile."

Maggreri, s. Macceri.

» Maggiocro (Dominicus), starb sehr alk1794. Von ihm sagt Lanzi II. 210. » Er mäßigteden Styl seines Meisters Piazetra mit demjenigenvon Marco Ricci , wie man an seinem Wundervon St. Spiridione und in andern seiner Arbeitenzu Venedig und in Deutschland sehen kann. Nachihm gestochen haben In. Alessandri: Die Astro-nomie, Musik, Geometrie und Malerey; A. Ca-pellan: Diana und Endymion, und Apolls undDaphne; C.Gregori: Das nach Bologna gebrachteWunderbild der H. Jungfrau, große Composition;I. Cavalli, u. a. allerley Gattungsstücke; G, L.Hertel Köpfe in natürlicher Größe; F. Pedro, I.Volpato und I. Wagner Mancherley. E6ns.et L»-anch'§.

* (Franz), Donnnicus Sohn. Nachihm hat I. Laute Heiligenbilder, M. Pitteri inseiner bekannten Manier den St. Vincenz Ferrariusder in ein großes Buch schreibt, und I. Volpatodie vier Jahrszeiten und 12. venetianische Gattungs-bilder gestochen. M,rk/er- et H?5c.

ssslagistris (Simon), Maler und Bildhauervon Caldarola im Maceratensischen, blühete imXVI. Jahrhundert, und hinterließ in diesen Ge-genden Mehreres. So z. B. im Dome zu Osimo «inen St. Philipp und Jakob mit a 585 . datirr, vonziemlich einfachem Geschmack in der Composition,aber nicht sehr glücklich in der Ausführung. Besseressoll sich in den St- Rochus - und Dominicus-Kirchen zu Ascoli finden, an welchem man diegeschickte Ausspendung der Figuren sowohl alsZeichnung und Colorit rühmt, und nur eine gewisseHarre daran zu tadeln weiß.

M a g n k s c 0.

Lssiagli (Gabriel), eigentlich Maler, vonwelchem aber Gandellini zwey geätzte Blatterkennt, deren Eines die H. Rosalie, das andre dieWissenschaften darstellt.

* Magliar (Andreas), geb. zu Neapel um1690. Von ihm kennt man, neben Anden »: DenArzt und Einsiedler St. Cyr; dann, nach Periello'sZeichnung, die Fa^ade des von D. Fontana er-bauten Königl. Pallastcs zu Neapel , und einenborkigen Obelisk mit der Bildsäule St. Januars,nach C- Fonsaga's Erfindung. 6auste/st»i und H/rc.

* (Joseph), dessen im Lex. unter seinesvorbemeldten Vaters Namen Erwähnung geschieht,den er in der Kunst weit soll überkrosscn haben.Von ihm kennt man, neben Anderm, einen Herkulam Scheidwege, dann etliche Heilige (Haibfiguren),Alles nach P. be Mattheis. Rost VI. 127. Dann,unter seiner Aufsicht, von einem Ungenannten,kurz vor seinem Tod: St. Wilhelm von Vercelli,welchem Christus erscheint, ein Blatt, dessen auchFußt» III. 21Z. gedenkt.

* Maglione (Ferrante). Derselbe erscheintim Lex. unter dem Art. von Foh. Benincasa. mitwelchem er gemeinschaftlich, unter dem Dicekönigvon Toledo , den sogenannten Alten Pallast zuNeapel aufführte, von welchem es bey Miiizia:(. tors.) 1.210. heißt: Er verdiene nicht mehrda zu seyn.

* Magnan 1 (Christoph ). Mehrere Schrift-steller nennen ihn einen Jüngling von großer Hoff-nung, und das beßte Genie aus BernardinCampi'sSchule. Freylich bestand einsweilen sein vorzüg-liches Talent in Bildnissen. Doch sah Lanzi (II.a7o->-7i.) von diesem allzufrühe Verstorbenen inder Kirche St. Francia zu Piacenza auch ein wohl-gedachtes und componirtes historisches Bild, wel-ches die HH. Jakob und Johannes darstellt.

( ). So heißt auch ein italienischer

Künstler der neuern Zeit, der für die neue -8cbolaItalic» Art. pictor. Nabul. Koman. Uinacotk.kol. komce 8oZ. gezeichnet hat.

* Magnanti'us (Alexander). So heißtirgendwo, ohne Weiteres, ein Maler, nach welchemgestochen worden, der aber wahrscheinlich keinAndrer, als der gleich folgende Magnaeco ist ss^rc.

* Magnasco (Alexander), nach Rarri geb.1681. und gest. 1747. Von ihm heißt es bey LanziIl. 2. 545 46 . » Den kühnen, mit wenigen Zügenvollendeten Pinselstrich, den sein Meister Abbiatibey machinosen Werken gebraucht, wandte derSchüler nun auch auf seine kleinen Stafeleygemäldevon nicht viel über Palms hohen Figuren an, welcheallerhand Capncci, Dslksspcktakel u dgl. vorstellen,so daß man ihn den Ccrquozzi der GenuesischenSchule nennen konnte. Da sieht man tauscndsangenehmes und lustiges Zeug von Knaben- undMädchenschulen, Kirchenceremonien, Mönchöka-pitel und Synagogen, Handwerksstatte undKriegs-exerzitien, dergleichen er Alles lieber und besser alskaum Einer nachzubilden wußte. In Mailand triftmanaufManchesvonihm; ebenso imPallastePikkizu Florenz , wo er sich etliche Jahre aufhielt, undder besondern Gunst des Großhcrzogs JohannGaston's genoß. Mit Staffagen von erwähnterArt versah er bisweilen auch die Arbeiten von Andern; wie z. B. die Landschaften von Lavella, unddie Architekturen von Clemens Epera. Ueberhauptgefiel er mehr im Auslande als zu Genua wo manmehr Ausgepinselkes, als solche geistvolle Scizzenhaben wollte." Gestochen nach ihm kennen wireinzig die Chymie und Magie, von G. A. Liebe.Mrnb/er.

* (Stephan), Alexanders Vater. Vonihm sagt Lanzi (II. 2 Z >5 ): »Von ihm ist nurWeniges, aber desto größerer Wunsch nach Meh-rerm, in sinnen, Vaterland übrig geblieben".