Band 
Zweyter Theil [2].
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752
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752 Maillet.

dann verschiedene Landschaften für das Kabinet vonChoiseul , eine bergige Gegend nach A. Elsheimer,und eine Ebene mit einem festen Schlosse nachRembrandt , und endlich Mehrercs, nach Bar-biers, Chateleks und Perignon's Zeichnung für dieDablesnx p'tttoresgues üe la 8 uisse (X0.2Z. /^2.46 4 ?- 95. l02. 120. 186.) gestochen. Rost VIIl.3 Zi3-2. und Msc. Im /Umanack äes keaux-^rtg von i 8 oZ. erscheint dieser Künstler nicht. Wohlaber (ob es noch derselbe sey, ist uns unbekannt)gab in 1806. ein Maillet drey Blatter : Eine H.Familie nach le Brun, und zwey Landschaften:le bc>n Daboureur und le Nennet pustorsl nachElaude; in 1807. kündigte er die erwähnte H.Familie von Neuem an, und dazu: le Denier<ts Lssar nach Pellögrino Alles für so geringePreiste, daß wir für den innern Werth dieser Ar-beiten billig besorgt seyn dürfen.

M ai lI e t ( ). So nennt Basan (kN. sec.)

einen jungen 1788. verstorbenen Künstler, den ervon Obigem ausdrücklich unterscheidet, und führtvon ihm l'Innocence rsronnue nach L. Binet an.

Welchem von obigen Beyden dann (wenn eswirklich ihrer Zweye sind) örslmacis et lstsrma-pliroclits und Venus et ^clonis nach P. I. Cazes,Diane All 6 ain nach P. C. Tremouille, ein Bildnißdes Wundarztes F. Tolet, und etliche historischeBlatter aus der Geschichte Ludwig XV. zugehören,ist uns unbekannt.

Mailly (Jacob Carl de), ein Miniatur - undSchmelzmaler von Paris . Derselbe hielt sich unterder Regierung der Kaiserin Cacharina II. zu St. Petersburg auf. Von ihm sah Man dort einigeMeisterstücke, welche sich meist auf die Vorfalledes Türkenkriegs, als die Eroberung von Bender,Brahilow u. s. f. beziehen, in dem Kaiser!. Lust-schlosse Tschesme. Die Vorstellung von derVerbrennung der türkischen Flotte bey Tschesme,und eine Bekleidung mit dem Kriegsorden des H.Georg sind die ansehnlichsten derselben. Auch ge-hören dahin einige schöne Basreliefs in Miniatur;wie z. B. der Streit des Ritters St. Georg mit demLindwurm. Dieses letzrre Kunstwerk bezahlte dieKaiserin mit 20,000. Rubel, «tampenhausenAuswahl ropograph. Merkwürd. 1 .162. An-derwerts ist wohl von einem eben dieser Bilder dieRede, wo es heißt:In 1777. verfertigte Mar'Uyfür erwähnte Kaiserin ein Schreibzeug, an welchemek allerhand Kricgsrüstungen, See - und Feld-schlachten u. s. w. vorstellte Dieses prächtige Werkward ihm mit 5 o,ooo. Livres bezahlt, wiewohl derKünstler anfangs 60,000. forderte Jacob Barbiehat nach ihm ein Bildniß gedachter Fürstin in Kupfergestochen, .Mc. .

Main (Jacob). So heißt ein Künstler, nachdessen Zeichnung W. N. Thomas die Abfahrt derFranzösischen Flotte (17I3.) um sich mit der Spani­ schen gegen dieEnglische zu vereinigen, gestochen hat.

Mainardi (Andreas und Marc Anton':,Oheim und Neffe. Der erste mir dem BeynamcnEbiaveghino di Eremona blühetevon 1690-1613.Baldinucci hält ihn für einen schwachen Künstler;was er auch seyn mochte, wo er in Eile für wenigGeld malte. Aber man findet denn doch Besseresvon ihm, wo er sich als einen guten Nachahmerseines Lehrers Campi erwies; bald im kleinern Styl(wie ;. B. in der Verlöbniß der H. Anna bey denEremitanern); dann im größern, wie in seinemGottesblute in einer Kirche zu Retanati, wo erdas: Ich habe den Kelter allein getreten lwieLanziII.Z71 ineynr) treflich ausgedrückt habe: Über-haupt (sagt er) ein Bild, das jeder Schule Ebremachen würde: Schöne Formen, reiche Kleidung,ein fröhliches Colorit; nur möchte man darin einebessere Ausspcndung der Figuren, und minder zer-streute Lichter (so wie gewöhnlich bey seiner Schule)wünschen. Mainard! hielt auch eine Schule, worinz. B- I. D. Torliroli und C-Natali gezogen wurden,l. c. und 078.

Major.

* Mainard i (Lactantius ). Verhieß ziemlich

viel, starb aber bekanntlich in der Blüthe seinerJahre. Er gieng noch früher, als sein LehrerHann. Carracci , nach Rom . II. 2. 91.

* (Sebastian). Auch Lanzi (I. 66.)sagt von ihm: Er sey mehr ein Gehülfe seinesLehrers Ghirlandajo, als ein Künstler von eignerErfindung gewesen.

* Mainero (Ioh. Baptist ) Z. j. anstatt:wohl ausgearbeiteten l. angenehmen.

* Maingaud (Martin). Nach ihm hat N.Edelink das Bildniß des Kurfürsten Maximiliansvon Bayern gestochen. Von Geschichtlichem findetsich von ihm in der Münchner -Galerie eine büßendeMagdalena.

Maingeor ( ). So hieß ein junger

französischer Künstler, der um 180Z. von der so-genannten Spezialschule zu Paris im Fache derMalerey den ersten Preiß erhielt.

* Maini (Ioh. Baptist), war geb. zu Casa-magnano (nicht Lasäno-Magnano). Die Citationzu diesem Art. /'asco/i III. ist unrichtig. Wirkennen keine» dritten Theil. Im zweyten findenwir diesen Maini eben so wenig.

* Majoli oder Majola (Clemens), nachEinigen ein Römer, nach Aüdern ein Ferrareser.Eiradella halt ihn für einen Schüler von Berettini.In Ferrara sieht man von ihm Mehreres; wie D.in der Kirche St. Joseph einen St. Niclaus, voneinem Engel unterstützt. stmnLil. 20h. II. 2. 26Z.

(JohannAndreas). Von ihm kenntman, neben Auderm, auf io. Blättern, eben soviele Engel, welche die Leidens-Werkzeuge tragen.

* Major oder Mayor (IMac), geb. zuFrankfurt um 1076. In seiner Jugend begab ersich nach Prag , wo er unter Roland Savary, demdamaligen Hofmaler Rudolphs II. das Landschaft-malen, und unter E. Sadeler, der eben diesemKaiser diente, und in dessen Haus er lange lebte,das Kupferstechen erlernte. Auch war er späterhinweit mehr als Stecher-, wie als Maler bekannt.Seinen Meister erreichte er indessen in der Aus-führung seiner Kunst, und besonders in der Har-monie des Ganzen nie. Sein Hauplblatk ist un-streitig sein St. Hierouymus nach Savary, von fastungemessener Größe (V, 8" hoch, 2' 2' 3 "'breit)und dennoch mit ausserordentljchem Fleiß ausgeführtun den Mittel- und Hintergründen eine halbe Weltim Kleinen). Diese Arbeit, worauf er sein Glückgebauet, war indessen für ihn vielmehr ein Gegen-stand des Kummers, da es ihm nämlich nicht dieBelohnung vcrschaffete, die er davon erwerbenkonnte. Die Platte davon foll sich noch wohl er-halten zu Nürnberg finden, wo man verschiedeneneue Abdrücke davon gezogen hat; eine Copie davonvon der Gegenseite, i der Gtöße des Originals,hat I. Wagner gestochen. Eben so wenig gelanges ihm mit der Herausgabe von 9. andern geistreichgekritzter (^rixnovöss' Böhmischer Landschaftenmit Felsen, Wasserfallen und wilden Gegenden(Woll exe.) sie fanden.steinen Beyfall. DerKünstler, ganz seiner Armuth überlassen, starb alsein Opfer der Ungerechtigkeit seines Zeitalters, um16Z0 zu Wien im größten Elend. Einige findenjedoch, daß seine Blatter immer schlechter geworben,und er dadurch in Verachtung gefallen sey. NebenObigem kennt man noch von ihm: Sechs Land-schaften (ebenfalls wilde Gegenden aus Böhmen )nach P. Grephani; dann den Kaiser a»f einemTriumphwagen mit Schwanen und Adlern ; einBildniß des Admirals Haperz Tromp, nach dePaas, und etwas (?) nach Jos. Hain;. Rost I.L>)t 32 - /Istache «c Msc. Noch nennt der Katalogvon Minkier, als ein zart gestochenes Blatt vonihm, aus Marc Sadelerö Verlag, einen Calvarieu-berg, nach Christi Tod, mit einer Menge nach