Major.
' Haus gehender Zuschauer, unter diesen der Haupt-mann, der das schöne Wort spricht: „Dieser waraewiß ein Gerechter"! Dann der Katalog vonBrandes: Its trimupimü feliLSs omine Lvr;ni(Allegorie); und Hüsgen (N. A. r/,6.) die AbreiseJakobs nach Ph. Laurl.
* Major oder Llrayor (Thomas), Stechermit der Nadel und dem Grabstichel, geb. in Eng-land um i/i 5 . Dieser Künstler, ein Zcitgenoßund Nebenbuhler der geschicktesten Meister seinesLandes, führte sein Werkzeug mir »»gemeinem Ver-stand. Seine meisten Blatter erschienen zu London ;doch arbeitete er auch eine Zeitlang in Paris . Seinwichtigstes Werk sind unstreitig seine: liurnn okpoaestum etc-. (1768.) wovon er den Text auch insFranzösische übersetzen ließ. Seine einzelnen Blatter(meistens von i7äg—27. datirt) enthalten fast ohneAusnahme Landschaften und niederländische Gat-tungssiücke, nach Asselyn, C. Poussi», van derNeer, van der Beide, und den schon im Lex. be-merkten Meistern wovon Rost IX. S. r8r—8j.das bcßte Verzeichniß giebt, und dabey sorgfältigdiejenigen unterscheidet, welche nachher Basan inParis copiren ließ, und solche mit Jorma bezeich-nete. k-a blort llu Lerf, und lo blanör;« von ihm,besonders das letztre, gehören, nach dem Urtheileines bewährten Kenners (Mensel« Arch. III.63 — 6 P) zu dem Vorzüglichsten, was nach Wou-werniann's gestochen worden. Von Bildnissenkennen wir von ihm einzig dasjenige des Lord JohnCarkerct Granville , und von historischen: JakobsAbreise nach Ph. Lauri.
* — —- (Traugott kebrecht), geb. zu Dresden 1762. lernte die Zeichenkunst zuerst bey Fechhelm,alsdann bey Ocser, wo er sich zugleich im Model-liren übte. Hernach arbeitete er zu Dessau in derneu errichteten (bald wieder eingegangenen) Por-zellanfabrik. Er vervollkommnete sich alsdann zuDresden unter Wiskattschill, Dorsch und Matler-spcrger in der Bildhauer-Praxis. Nun sah manvon ihm auf den Dresdner -Kunstausstellungen ver-schiedene Proben seiner Talente und seines Fleißes,vorzüglich in Köpfen, welche er nach der Naturbossirke. Mensel II. und Reller. Seit 1788.haben wir nichts mehr von ihm vernommen. InRiebe n' s neuestem gekehrt. Dresden (1796)wird er unter den dortigen Künstlern nicht mehrangeführt.
* Mair (Alexander). S. Mayr.
— — (F. G-), ein deutscher Dildnißmaler,nach welchem G- Bodenehr, M. G. Erophius,Degmair, I. G. Eichler, und I. I. Haid Bild-nisse dunkeler Männer geschabt und gestochen haben.
— — (Heinrich Matthäus), ein Maler z»Augsburg , studirke lange Zeit in Italien , undmalte Geschichte und Landschaften auf BeichischeManier, von Srerren S. 33 /,.
— — (Joh. Franz), genannt Gips-Mair,ein geschickter Stukkator zu Augsburg , arbeitetesehr Vieles in dieser Kunst. Er sammelte eineMenge der schönsten Formen von antiken Statüen,Köpfen, Gliedern, Thieren ». s. w. und goß siezum Verkaufe. Er starb um 17/,8. in hohem Alter,von Srerren S- 7 , 7 , 3 .
— — (Joseph Jgnaz), des^EbengenaimtenCohn, ebenfalls Maler, von dem uns aber nichtsAnders als sein Unglück bekannt ist, daß er abeinem Gerüst zu Tod gefallen, von Srerren 1 . 0.
— — (Leonhard Christian), Baumeister zuAugsburg , starb 1733. von Srerren S. n6.
— — (Martin Hieronymus), von Augsburg ,ward 177,5. als Landgeometer nach Etraisund be-rufen, wo nach seiner Angabe ein Gräflich Pole-nisches Schloß, unweit Greifswalde erbauet wurde.Endlich ward er Actuarius bey dem Bauamre zu
") Wie sehr bedauern wir es, das, wir die deutsche Svorlreflichen Kenner erst vorn Buchstaben V7. an beni
Maire. 75z
Augsburg . Er starb 1766. im (,7. Jahre seinesAlters, von Srerren S. 5 r.
Mair (Paul). So nennt Christ S. 3Z9.ohne Weiteres, einen deutschen Maler, der um160c,. gelebt habe, und aber wohl kein Andrer alsder Formschneider des Lex ist. Ob aber der dortangeführte s)ap:'lon oder hinwieder Christ, oderKeiner, oder Beyde sich geirret haben, ist — wiedereine andre Frage
* — — ( ), der deutsche Künstler, ge-
bürtig von Landshut , und zwar, wie Barrsch VI.3H7. vermuthet, von Landshut in Mähren , und nichtunwahrscheinlich wohnhaft zu Olmüz. Murr,der denselben in seinem Journal zur Aunstge-schichre II. 2.ji. aus einem Verzeichniß PaulBehains zuerst bekannt gemacht hat, nennt ihnkJ. (was wohl Anonymus deuten soll) und derwrnkiersche Katalog vollends (woher?) v. Jenerführt von ihm sechse, dieser zwey von 1499. datirte,und mit dem Gothisch geschricbnen Namen desselben(so wie Christ S. 3 c»r. solchen abgebildet) bezeich-nete vortrefliche Blätter an, von welchen das ersteeine H. Familie in Helldunkel, mit Weiß erhöht —das andre dann einen galanten Gegenstand (große,zerstreute Composition, im Geschmack des Jahr-hunderts behandelt) darstellt, wo mehrere Jüng-linge mit ihren Liebchen schön thun, mittlerweileder böse Hai», hinter einer Thüre hervor auf einesdieser letzte?» — schießt. Barrsch 1 . r. kennt imGanzen von diesem wenig bekannten Künstler in.sichere, mit seinem Namen bezeichnete El. dreydavon mir I j99. eines mit r.j.. und eines miti 5 oü. datirt; dann drey ungewisse (obgleich auchsolche seinen Namen tragen): Die Marter des H.Sebastians (wohl dasselbe, welchcsMurr: „DreySöhne schießen »ach ihrem todten Vater", nennt);ein mit Statüen verziertes gothisches Gebäud,unter dessen Thüre eine junge Frau eine Manns-person empfängt; und eine St. Anna, welche dieH- Jungfrau auf den Knieen, und letztre das Kindhalt. Dieses tragt neben seinem Namen, unten anzwey Säulen den Buchstaben VV. welches Barrschaus guten Gründen auf den Goldschmied lLvenzelvon Olmüz deutet. Einzig der von Murr ange-führte vor einem Altare knieende Mönch findet sichnicht bey Barrsch. *)
* — — S. auch Mater, Mayer, M>yrund Meyer.
* Maire (Franz le). Nach ihm hat P. vanSchuppen das Bildniß P. Merciers, Generals desTrinirät-Ordens gestochen.
— — (Johann le), genannt der Dicke.Den ersten Unterricht genoß er in der Schule vonVlgnon, und reiste darauf »ach Rom , wo er 18.Jahre blieb. Bey seiner Rückkehr nach Paris (i 633 .) zeichnete er sich besonders in Darstellungperspektivischer Gegenstände aus, und malte der-gleichen Aussichten so täuschend wahr, daß erdamit Menschen und Thiere betrog. So z. B.eine solche z» Rouel für den Kardinal Richelieu ,woran ein Säulengang so natürlich erschien, daßdie Vögei durchstiegen wollten, und sich die Köpfezerstießen. In rfljs. gieng er, in Gesellschaft vonPoussin und le Brun, zum zweytcnnial nach Rom ,kehrte aber bald darauf wieder nach Paris zurück,wo er von dem König in einem Pavillon der Lui-lerien ein Arbeitszimmer erhielt.
* — — (Peter). Der Rleine genannt.Unter Poussins Aufsicht mußte er zu Rom Mehrercsfür Liebhaber in Frankreich copiren. Jiorillo lll.r 55 . der Ebendas. , 58 . auch einen Johann- denAleinen nennt, und so (wie wir glauben, irrig),zwey aus Einem macht. Nach ihm hat I. Griguiondas Bildniß Franz Malicr's gestochen.
(Dann nach einem der beyde» Obigen Ct.Picartdasjenige des Pfarrherrn P. Loisel).
ule d.s I'vinlre o.aveur von diesem in jeder Rüch'icblc» konnten!
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