Band 
Zweyter Theil [2].
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755
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M a i b e h.

sah man von ihm in den neuesten Tagen Stiche zula Borde'ö: Voya^e plttorssgus 6s l'Lspagns.

^ Malbetz ( ), ein Historienmaler, stark

in Schatten und Licht; wird vonL- v w- ange-führt. Derselbe ist aber wohl kein Andrer, als derunten folgende Maubberrsch, der im Lex. s. v.Maubberrh erscheint.

Malbodius, s. Mabuse.

* Maler (Christian), der im Lex. unter demArtikel seines Vaters Valentin erscheint, lebtenoch i6.j8.

* Mal rar, s. Magliar.

* Malinconico (Andreas). Die Citationam Schluß dieses Art. im Lex. I. DoE»rri III.118.120. und 146. Freskomalereyen (heißt es beyLanzi I. 62122.) giebt es keine von ihm, aberdagegen so viel in Oel , daß besonders die Kirchedei Miracoli zu Neapel fast ein Kabinet von ihmallein ausmacht. Seine Evangelisten und Kirchen-lehrer, womit er die dortigen Pilaster schmückte,sind (wenn wir anders seinem Lobredner Domeniciglauben sollen) von der edelsten Stellung, und denneuesten Ideen ( concetti psre^rini); alles istwacker und mit Liebe gemalt, und von wundbarcrFrischheit der Farben. Noch kennt man viel an-deres Schönes von ihm, aber hinwieder auchSchwaches und Geistloses Malinkonischessetzt ein falscher Witzling hinzu.

. * Malino, auch Mazzolini und Mär-ze» l i n i (Ludwig). Nach vasari war Mazzolinioder Mazzolino bloß sein Bcyname. In großenFiguren (sagt Lanzi II. 2. 226.) war er eben keinbesondrer Meister; in kleinern hingegen hatte erein vorzügliches Verdienst. Sein junger Christunter den Lehrern war, wie es scheint, wirklich eintrefliches Werk, ist aber von Cestus ritoccirt. Inder Galerie Aldobrandini zu Rom sieht man dasnämliche von ihm wiederholt; Andres im Campi-dogiio. In allen bemerkt man eine unglaublicheFeinheit, die an Miniatur gränzt; und zwar nichtbloß in den Figuren, sondern auch in der Land-schaft, Architektur, u. a. Vernmsiandungen. DieKopfe sind lebhaft und sprechend, wie wenige seinerZeit, besonders die alten, an welchen er gerne dieNase und die Runzeln übertrieb. Das Colorit istetwas dunkel, nicht mürbe wie bey Hercules Grandi,seinem Mitschüler. Des Golds bediente er sichwenig, nur in den Kleidern-

Maliusky ( ), Bildhauer in Figuren

und Laubwerk zu Prag , lebte dort 1802. Geffenrl.iJachr.

Malkot ( ). Ein uns sonst unbekannter

Maler, nach welchem I. I. Hand das Biidnißdes Tübinger -Theologen C. E- Weismann's inSchwarzkunst geschabt.

Maller ( ). So heißt irgendwo, ganz

ohne Weiteres, ein Reißer und Gradieret vonNürnberg , der uns aber einzig durch sein Bildnißbekannt ist.

Mallerac ( ). Und so ein Maler, der

um 1620. zu Paris gearbeitet haben soll.

* Mallerst (Peter). Derselbe verfertigteauch den Taufstein der Kirche St. Landry zu Paris aus einem großen Stücke Porphyr, ^c.

* Mallery (Carl de), Zeichner, Stecher undKupferstichhändler, geb. zu Antwerpen um 1676.Wenn er nicht ein Schüler der Gebrüder Wierixist, so scheint er doch ihre Werke sehr studirt zuhaben: Der nämliche Geschmack für die äussersteBeendigung und dieselbe Geduld bey der Aus-führung. Bey den Künstlern seiner Zeit muß erin gewissem Ansetzn gestanden haben; denn manhat sein Bildniß zweymal, nach Van Dyck , vonVorstermann und Morin. Seine Blätter datirensich von 16971607. Von ganzen Folgen: Das

Mallia. 75s

Leben der H. Jungfrau, die Leidensgeschichte, dieeilf Geheimnisse des Rosenkranzes; dann die großenJagden von Slradan (diese in Gesellschaft mit denCollaert, Galle u. a.)> Die Geschichte des Seiden-wurms (Vsrrnis serlsus) nach Ebendemselben,

6. Blätter; verschiedene Platten Pferde, zu einerSchrift: cle la Oavallerie srsni;olse 1602. DieFabel vom Müller, seinem Sohn und dem Esel,welche zu Markte gehn, nach A. Frank's Erfin-dung, 4 - geschätzte Blätter; Coenotapkis, 27.Bl. nach Vredemann; endlich ein Schriftenbuch,nach Beaugran; dann Einzelnes bekanntlich dieMenge: Bildnisse vonHeiligen und Unheiligen, Ge-schichtliches u. s. f. nach eigner Erfindung sowohlals nach verschiedenen Meistern. Rost V. 18788. und Mrr.

Mallery (F. de). So heißt irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Kupferstecher, von dem mandas Bildniß des Raths und Rechtsgelehrten GirardMaynard, ohne Namen des Malers kennt. Ober nicht mit demObilipp des Lexikons derselbe sey,ist noch die Frage.

* (Philipp von), Zeichner und Stechermit dem Grabstichel, geb. zu Antwerpen um 1600.wo nicht Carl Mallery's Sohn, doch wahrschein-lich sein Schüler. Wenigstens findet man in seinenWerken denselben Geschmack eines feinen und män-lichen Stiches. Von ihm kennt man verschiedeneDevotionssiücke, Titulblätter, Verzierungen, aucheiniges Geschichtliches, von correkter Zeichnungund sehr fleißig ausgeführt; namentlich dann fürden Tri'umph-Einz.ug Ludwig XIII . zu Lyon 162Z.einen Triumphbogen; mehrere Blätter zu dem in1627. und wieder (retouschirt) 1662. zu Antwerpen erschienenen IJchus iLIunäi; eine Folge von 2Z.Bl. mit dem Titul: HraCoell, deren erstes Blattvon A. Wierix herrührt; endlich einen Christ amKreuze nach van der Horst (unten eine Tafel, anwelcher mehrere Personen sich lustig machen). TlFa/x»^Dieser führt auch sein Zeichen an.

Maller (Heinrich), von Genf , geb. 1727.gab in 1776. Larte 6ss environs cls Oenevs,comprenant 1e tsrritoire äs la kepubligus, und1781. auf vier Blättern Lsrts 6e la kuisss Ko-rnanclsj 9111 somprennsnt ls pays-äs-Vauü stIs (Gouvernement ä'^i§le, saits sur 6e nou-velles mssurss, welche unstreitig zu dem Vorzüg-lichsten von Schweizerkarten gehören. Um 1798.endlich gab er eine allgemeine Karte der helvetischenRepublik nach der damaligen Eintheilung. Eineausführlichere (hieß es) hatte er schon in 1797.gerüstet. Leu. Mensel rJ. Misc. V. 6222Z.Ebel.

(I. B ), ein neuerer vorzüglicher fran-zösischer Maler von Gattungsstücken, gewöhnlich,doch nicht immer, im Geschmack der Leniers undOstade . Nach ihm kennt man von Massol ein(i 8 o 5 .) sehr fleißig und geistvoll gestochenes Blatt:ä la teilte, und ganz neuerlich (1808.) von Prot,in Farben, zwey, wenigstens mit dem artigen Titel:Ie8 Lnrzes ä l'L^liss st les ^mours a la IVlaison ;und noch neuer von Ebendemselben zwey andre:l'Instinct <le la Nusigue» und: II ne äsossrazamais si lieureux.

( ). So heißt im 7 )Irnanacli «les

Ueaux-Lrts von 180Z ein damals i» Paris leben-der Bilduißmaler, der dort als ein von Obigemausdrücklich unterschiedener Künstler erscheint. Obnun dieser, oder I. B Maller, oder ein dritterKünstler dieses Namens eS sey, nach dessen Zeich-nung Chataigne die holländische Tonkünstlerin fürdas XXXlV. Heft des Muses t'rgn<;ai8 geatzt,und P. Audoin vollendet hat, ist n»s unbekannt.

* Mallia (Johann Carl). Noch kennt manvon ihm einen sterbenden St. Franzisc Xavier,nach Maratti, und das Titelblatt zu den Gemäl-den von Grotta Ferrata (1762.) (rmnEm.

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