Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
760
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^6c> Mango.

Gebäuden am Ufer eines Flusses, wovon LandonI. c. die Abbildung giebt. Von ihm selbst geatztkennt man ebenfalls Landschaften und Marinen.So z. B. drey dieser letzter»:Einen Sonnen-aufgang, einen Mondschein, und einen Secsturm(i/ 5 Z. Koma). Dann die Auffindung des Romu-lus und Remus (1761. stom. sp. (iiso. L///-,');sämtliche diese Blätter in gr. q. Fol. Man kann "(schrieb mir jüngsthin ein Kenner)in ihnen zwareinen malerschcn Geist nicht verkennen; doch istdie Nadel gar zu roh und ungebildet, so wie auchdas Format für eine solche Behandlung zu klein ist."

* Mango ( ). Barroll nennt ihn Ma-

rlgo. Nach ihm hat Bartolozzi eine Dame dieauf der Mandoline spielt, und ein Ungenannter:Die Andacht, gestochen.

Mangold (Johann Ludwig), geb. zu Leipzig 172b. Um 178Z. hieß es von ihm, daß seine Kunstin mathematischen Zeichnungen, besonders imHeraldischen, und im Schönschreiben bestehe.Schulz Lechz. S> 219.

* (M-). Derselbe hieß Matthias,und war Archidiakonus am Münster zu Basel . Inseinen Nebenstunden übte er sich in der Malerei),und brachte es ohne Anleitung so weit, daß dievon ihm in Oel gemalten Bildnisse, historischenStücke und Landschaften sehr geachtecwurden. Leu.Neben dem vortreflichen Bildnisse des Arztes Ver-zascha von B. Kilian (1678.) kennt man auch nachihm dasjenige des Gottesgelehrtcn C. Schweißerszu Zürch , von I. -Meyer.

Mangor (Jacob), ein Kupferstecker, vondem man'verschicdene niedliche Blatter kennt, dievon ihm zu Leipzig gearbeitet wurden. So z. B.(1792.) Emmelina, und Sirta, nach Schnorr;(179 s.) die Cenci, nach Tischbein; (179h) dasTitelblatt zu Th. I. der Romantischen Lectüre;Bignette zu Eberts Taschenbuch für Damen, nachRoßmacßler; dann Bildnisse: Von Frege, nachBause; von Kosciusko und Luther, nach Schnorr;(1797.) den Prediger Wcdag, nach Graf; Sophiezu Rousseau s Emil, u. s. f Lelpz. gel. Tagb.

( ). So heißt auch bey Basau

(Lci. 8S0.) ein (doch wahrscheinlich von Obigemganz verschiedener) spanischer Kupferstecher, derzu London Köpfe in punktirter Manier nach Grosseu. a. aus Licht stellte, und späterhin nach Madrid gieng.

M am ( ). Und so irgendwo ein geschickter

Kupferstecher, von welchem man die vier Jahrs-zeiten nach F. T. Fcrg kenne.

Maniasci (Stephan). So nennt derN?ink-lersche Katalog einen uns sonst unbekannten Malervon Genua , der um 1700. geblühet habe, und »achwelchem dort ein Hagar in der Wüste, von Johann Simon in Schwarzkunst geschabt angeführt, undbeyläufig das beßte Blatt dieses Stechers genanntwird.

* Manlius (Ferdinand). Dieser neapoli-tanische Baumeister öffnete die Straße der PforteNolana, baute ein Königliches Casino zu Puzzuolo,und verwandelte mehrere Sümpfe in lebendigesWasser; alle dies aus Auftrag des berühmtenViccköniges, von Toledo . Eben so vollzog er denWunsch des Viceköniges, Herzogs von Alcada,die schöne Straße von Monte Olivcto zu öffnen,und da Palläste zu errichten, wo sonst nur Mönchs-gärten standen. Auch die Vergrößerung der Grottevon Pozzuoli , und die Drücke zu Capua, waren seinWerk. MrÜLM L<l. terr. I. Zio.

Mann (Adam Wilhelm), ein Miniaturmaler,arbeitete zu Berlin um 1770. Bemerkenswerth warseine Erfindung, alle Arten von ausgesprungencmEmail ab Dosen, Uhrgehäusen u. dgl. ohne solcbeswieder ins Feuer zu bringen, sehr sauber durch einealte Masse zu repariern. Mensel I. II.

M annlich.

Mann (Johann Eottlieb). So he);t imSächsischen Hofkalendcr, vom siebenjährigen Kriegean bis und mit 1771. ein Maler zu Dresden , derin dieser Funktion auch beym dortigen Zeughauseangeführt wird

* Ma»nelli, Manelli.

M annerr (C.), gab, neben andern, in 1806.eine Karte der Oestreichischen Erbmonarchie.

Mann, (I), ein Künstler von Florenz , nachdessen Zeichnung E. Faucci eine Madonna, Halb-figur, nach Naphael oder Julio Nomano gestochenhat.

Manninl (Jacob Anton oder Jacob). Erarbeitete auch zu Modcna. Lanzi II- 2. 20Z. nenntihn, als Perspektivmalcr, noch einen der bessernNachfolger von Mitelli einen sehr genauenKünstler, der dem Herzoge von Parma eine Kapellezu Eolorno zierte, wo hinwieder der Cav. Draghidie Figuren malce ein eben so fip - und fertigerArbeiter, als hingegen Mannini langsam war.Wie zwey Pferde von ganz verschiedenem Naturellan den gleichen Wagen gespannt, gaben sie ein-ander Bisse und Hufschlage, so daß man denunsrigen wieder nach Bologna schicken mußte, woer des nämlichen Fehlers wegen schlechtes Glückmachte.

Männlich (Christian von), um 1786. ersterHbfmaler des Herzogs von Zweybrnckcn (Meu s.M"s. l- I7-), gegenwärtig Direktor der Konigl.Bayerschen Galerie und sämtlicher Kön. Baycrsch.Kunstsammlungen, Professor der Königl. Akademiezu Parma , und der Kurfürst!. Akademie zu Düssel­ dorf , Mannheim und Augsburg , u. s. f. Mitgliedder neuen Königlichen Akademie der bildendenKünste zu München , so wie des besondern Com-mitte's zu Verwaltung der Knnstschatze, gab ini8uj6. (Fol. München, bey Schärer) die dreyersten Hefte eines Zeichenbuchs für Zöglinge derKunst und Liebhaber, aus Naphaels beßten Werkengezogen (jedes Heft zu 6. Blättern), in Kreiden-manier; eines der brauchbarsten Lehrbücher dieserArt, wovon man noch ein viertes Heft erwartete(der Preiß des Ganzen ungefehr zu 9. Thlc. berech-net). Ein andres Werk von ihm, welches sichebenfalls vor ähnlichen dieser Art sehr vvrtheilhaftunterschied, ist seine in i 8 <> 5 . bey Lentner in Mün­ chen in 2. Octavbänden erschienene Beschreibungder Kurpfalz -Bayerschen Gemäldesammlungen zuMünchen und Schlcißheim. Noch heißt es in derAllg. Llttlsiz. (i8uö.) 8°. S. 59. daß von ihmdie Grundidee Mi dem (dort ausführlich be-schriebne») neuen Vorhang des Münchner -Theatersherrühre, dessen Erfindung eben so sehr den vondein Geiste der schonen Sm-llichkeit mit demModernen der zarren Sitrlrchkeir (?) durch-drungenen Künstler, als die Ausführung den ge-schickten, und die ihm vorschwebende ^Dichtungrichtig auffassenden Meister verrathe.

* (Conrad von), von alter edler Fa-milie, vormals rrich und wohlbcgüeert zu Augs­ burg , geb. daselbst 1701. lernte zu Wie» bey Ku-petzki, und nahm seine kräftige Manier an, ohnesein Nachahmer ;n werden. Hierauf machte ereine Reise nach Ungarn , und eine Krankheit verhin-derte ihn, weiter nach Italien zu gehn. UnterHerzog Eberhard Ludwig. arbeitete cr am Würlem-bergischen Hofe, bis Herzog Christian III. vonBirkenseld zu Rappelsweiler ihn zii seinem erstenMaler ernannte. Mit diesem Fürsten kam er als-,dann nach Zweybrücken, und starb daselbst, unterdessen Nachfolger 1759. Er malte Geschichte,Bildnisse, Stillleben, vorzüglich aber Thiere mitgroßer Vollkommenheit- Seine Färbung ist wahr,kräftig, hell und harmonisch; seine Zeichnungrichtig, ganz Natur; seine Composttio» einfach,natürlich und wohlverstanden; seine Behandlungleicht, geistreich, frey und fleißig Auch die un-bedeutendsten Nebendinge seiner Gemälde tragen