M ariuli ch.
das Gepräge der Wahrheit. Mehreres von ihmfleht man in der Galerie zu München . Männlich.Nach ihm hat I. I. Ha»d das Bildniß G- Neu-hofer's, und I. D. Herz dasjenige M. G. Lover's(vielleichtLouvier's) in Echwarzkunst geschabt,
Männlich (Daniel), geb. zu Oberndorf inSchlesien 1L25. lernte zu Troppau , kam rt> 5 o.nach Berlin , und ward 1676. zum Hofgoldschmieöernaniit.
* - - (I. H.). Mit A- il/anLL p.und ohne Namen des Stechers ist ein Bildniß desOptikers Kure Cuno geb. ii) 52 . bezeichnet, dasaber schwerlich nach dem Silberarbeiter Ioh.Heinr. Männlich gearbeitet seyn, und wohleher, durch Namensverwechselung, obigem Eon-rad M> zugehören dürfte.
* — — (Otto), des obigen Daniels Sohn,folgte demselben in seiner Stelle.
* Mannozzi (Johann), mit dem BeynamenSr. Giovanni (oder vielmehr war dieses Man-nozzi, da er hingegen den Namen St- Giovannivon seinem Geburtsorte trug), einer der bcßrcnitalienischen Freskanten, und wohl zuverlaßig allenseinen toscanischen Kunstgenossen damaliger Zeitüberlegen Von der Natur mit einem fertigen undglühenden Genie, fruchtbarer Einbildungskraft, undfreyer hurtiger Hand begabt, arbeitete er im Kirchen-staat, in Rom selber (besonders in der Kirche diSS. Ouatro) so wie hinwieder in Loscana soVieles, daß es kaum glaublich scheint, wie solchesin den einzelnen 20. Jahren seiner Aunstlaufbahnmöglich war. Freylich war sein Styl ferne vondem gründlichen seines Meisters Rosselli, und miß-brauchte jenes Horazische: Daß Alles erlaubt sey,so daß er in seinen Werten gerne die Laune derKunst vorzog. Mit seinen Engeln z. B. brachte er(wie man es auch von dem Ritter d'Arpino sagt)hübsche Engclinen in Gesellschaft *). Aber was erimmer anfangen mochte, sich um seinen Ruf zubringen — es wollt'ihm nicht gelingen ! ragte dochsein Geist so weit über seine Gattungsgenossenempor — und Einiges in Florenz , wo er seinemGenius den Zaum anlegte, zeigt, daß er mehrwußte als er leisten wollte. Dahin gehören z B.seine Flucht in Egypten in der Akademie, einigeLünettcn bey Allerheiligen; im Pallaste Pitti dieVerbannung der Künste aus Griechenland , wo derblinde Homer so tausends natürlich den Weg ausseinem Geburtslande hinaustappt, Als Pietro diCortona einst eines von seinen geringern Werkensah, sagte er: Das war noch von dem Jüngling,der aber schon den großen Mann in sich fühlte!Was er auf Holz oder Tuch malte, war dannschon etwas unbedeutender, und Alles stets etwasrohe. Die Schrift winkelmann u. s. Jahrh.S. i/ 5 . nennt ihn einen talentvollen Künstler,übrigens Bckeuncr der Lehre (von den auf dieMenge vornehmlich wirkenden starken Gegensätzenvon Licht und Schatten) der Carravagio und Ri-bera , zu deren Ruhm er zwar nicht gelangte, wie-wohl er denselben, in Absicht auf Wahrheit derDarstellung kaum nachstehen durfte, und im Coloritihnen wenigstens gleich geachtet werden Muß. LichtUnd Schatten dann seyen in seinen Bildern ge-mäßigter, und die Wirkung weniger sieghaft. Nachihm haben gestochen: A. Faldoni sein Bildniß ausder Galerie von Florenz; dann Bartolozzi , Giam-piccoli und Mogalli, alle drey eine der Liniertenbey den Zoccolantcn daselbst (Geschichten desKindes Jesus, seltsam vorgestellt); Eecchi undEredj St. Felix, der dem sterbenden St. Maximus,Bischöfen von Nola, Beystand leistet, Gregori denTod der Sigismonda, I E. Morghen etwas ausder Galerie Gerini A- Scacciati einen allmoseni-renden Abt; F. Zuccarelli die klugen und lhorigtcnJungfrauen, eine Flucht in Egypten und eine Eha-rilas; in neuesten Tagen endlich le Rouge: DenAbschied der Jäger von Piovano-Arlotto, für das
6) Was Fioriko I. zso. nicht ohne Grund in Schutz nkeine Engel vorstellen darf — Wer soll es sonst thu
Mansard. 761
XXXI. Heft der Oalerie histor. et ölöment.Ta»Lr. s. v. I. 220.
* Männsfeld und MannskirchMan nskirck oder Mannskirsch, sieheManefeld und Manskirch.
* Manrique t Michael). Fiorillo I V. 2-0.sagt von ihm, er habe sich gegen das End desXVII. Jahrh, zu Malaga niedergelassen. DasBild der nach ihm gestochenen Geschichte der ehernenSchlange befindet sich in der Kapelle der Kirche derDeutschen zu Rom .
* Mansard (Franz). Einige heißen seinenVater Absalon: Königlichen Zimmermeister; ge-bildet wurde er von seinem Oheim, GermainGauthier, am meisten aber von seine» seltenenTalenten, seinem auserlesenen Geschmacke, rich-tigen und gründlichen Verstand, der übe, all »achVervollkommnung zielte, und einer edeln frucht-baren Einbildungskraft. In der allgemeinen Aus-spendung seiner Plane kam er daher den größtenMeistern gleich; eben so in der Wahl seiner Profile,worinn er Gcnauheit und Zierlichkeit aufdie höchsteStufe brachte. Zu seinen ersten Versuchen gehörtedie Restauration des Hotels Toulouse (.162« ), dasPortal der Feuillantenkirche, u s. f. I» iljZ2.gab er die Zeichnung zur Kirche der Marientöchterin der Straße St Anton; in i 655 baute er demHerzoge von Orleans das (unvollständig gebliebene)Schloß Blois Val de Grace fieng er um 1645.an; wie ihn der Neid vor der Vollendung davonentfernte, ist bekannt. Dann folgten (1867.) dieKirche der Damen von Ste. Marie a Chaillot,und das Schloß Maison bey St. Germain, einMeisterstück von Eleganz, das auf seinen Ruf dasSiegel drückte, und woran er dennoch (denn Unbe-ständigkeit war sein einziges — mit solchen Talentenfast unvereinbar scheinendes Gebrechen), als einTheil schon ausgebauen war, solchen, ohne denEigenthümer zu fragen, wieder einreißen ließ.Eben dieselbe Unbeständigkeit war, wie wir wissen,die Ursache, daß ihm die Fa«,ade des Louvre nichtanvertraut wurde. Für sein letztes, wenige Jahrevor seinem Tode vollendetes Werk halt man dasMinimen-Portal auf der Place Royale, welcheser allen seinen übrigen Arbeiten vorzog. Diesemgeschickten Manne hatte, neben den sogenanntenMansarde» (welche übrigens de Fonrenai, viel-leicht nicht ohne Grund, eine nicht sehr glücklicheErfindung nennt), die bessere Architektur in Frank-reich noch viel Mehreres zu verdanken,
»rste I. 545 — 54 - wo sowohl die Vorzüge als dieMangel seiner wichtigsten Bauten ausführlichdurchgangen werden. Dasselbe thut in Absicht aufeinige derselben Milizia (Lst. terr: II, 195-97.).Nach ihm haben I Marot 10. Blätter Plane derKirche und des Klosters Val de Grace, Mariettedas dortige Portal, und A. Pierreto die KircheSte. Marie gestochen.
* — — (Julius Hardouin), Sohn einessogenannten Ersten Königlichen Kabinetmalcrsgleichen Namens, und Franzens Schwestersohn.Seine Arbeiten hatten, wie d'Ärgensville in seinerBiographie desselben II. 555—75. urtheilt, nichtdas Verdienst der Arbeiten seines Oheims; dennochwurden sie bekanntlich ganz Anders und königlichbelohnt. Bey Hofe hatte ihn, wie es heißt, zuerstder alte ke zJ6tre eingeführt, der bey einer ge-wissen Gelegenheit sich den Gärtner, aber auchzugleich Mansard den — Maurer Er Majestätnannte Beyde waren die ersten französischen Künstler, welche mit dem St. Michaelsordc» be-ehrt wurden Eine seiner frühesten Bauten, unddie man noch heute zu den rcgulair-schönsten inEuropa zählen kann, war das Schloß Clagny,welches Ludwig XIV . (1676.) für die Frau vonMontespan aufführen ließ. Hierauf folgten dieprächtigen Bestallungen zu Versailles ; und nunvollends seine Arbeiten an dem Schlosse selbst,
»mit. Denn, wenn die Perle der irdischen SchöpfungEeeee